Autor Thema: 05 - Seite 310 bis Ende  (Gelesen 3971 mal)

Offline Heimfinderin

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« Letzte Änderung: 09. März 2008, 21:35:26 von Heimfinderin »
Liebe Grüße
Barbara

Offline lesegrete

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Hallo liebe Mitleserinnen,

es stellt sich heraus, dass lesegrete nicht nur torbogrete, sonder blindgrete ist...... >:( >:(

Ich hatte doch nur 4 Leseteile gesehen und nicht fünf..... und war weiiiiit vor.....

Danke für das Zurückpfeifen, Heimfinderin und Gabi!!!!! :)



Weiter gehts:

In der Zwischenzeit arbeitet die Täterin daran, sich und ihre Botschaft verständlich zu machen, sucht Öffentlichkeit und kidnappt ihr nächstes Opfer.Die drohende Gefahr, die man als Leserin befürchtet, erfüllt sich: es ist Jule Nachtigall.

Jule wird nicht sofort getötet, sondern kommt in den zweifelhaften Genuss einer grausigen Gastfreundlichkeit. Der Mörderin, die nun eindeutig als Frau Dr. Jung idetntifiziert ist, ist die Interpretation ihrer Taten wichtig und so diskutiert sie mit ihrem nächsten Opfer.
Auch das Ausmaß ihrer seelischen Traumata, die ihre "Mission" begründen, wird nun dem Leser sehr deutlich. Die Täterin tötet junge Frauen, die aussehen wie personifizierte Barbies, weil sie die Gesellschaft blind machen für innere Stärken und Fähigkeiten der "Nicht-Barbies".

An dieser Stelle fragte ich mich als Leserin nach dem akuten Auslöser der Morde. Immerhin trug Frau Dr. Jung ihre traumatischen Erlebnisse, ähnlich wie ihre (unversorgte) Krebsnarbe, jahre- bzw. jahrzehntelang mit sich herum.

Durch die Entführung Jules und Identifikation des Fahrzeuges kommt das Team schließlich der Möderin auf die Spur.
Zum Schluss wird auch der Auslöser der Taten deutlich.
Der misslungene Vergwaltugungsversuch am Anfang des Krimis, dessen Opfer Frau Dr. Jung war, war eine zusätzliche seelische Verletzung. Sie fühlte sich auf Grund ihrer fehlenden Brust sogar von einem Vergewaltiger als Frau abgewiesen.
Vielleicht hätte sie nie getötet, wenn die Vergewaltigung geglückt wäre  - oder ihre Opfer wären männlich gewesen.

Frau Dr. Jung tötet sich selbst, aber das trifft den Leser nicht unerwartet, da sie es in einem inneren Monolog ankündigt.

Damit ist der Krimi zu Ende, der insgesamt sehr "rund" erscheint und mit der Adoption von Kater Casanova endet. 

Mir hat das Lesen Spaß gemacht, es war sehr unterhaltsam und spannend, obwohl ich die Täterin realtiv schnell identizieren konnte.

Ich warte nun ab, bis ihr so weit seid und wir in eine Diksussion über das Gesamtwerk beginne können.

Bis dahin viel     :lesen:  spaß

lesegrete
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Chinesisches Sprichwort

Offline SheRaven

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  • Ich bin als Kind in die Buchstabensuppe gefallen!
So, nun bin ich mit großen Schritten in Richtung Finale gelaufen, zum Schluss war ich richtig außer Atem!  :o

Nun weiß ich, dass ich doch ein bisschen auf dem Holzweg war. Der früheste Verdacht hat sich bestätigt, Frau Dr. Helge Jung ist die Mörderin. Das sie irgendetwas mit den Morden zu tun hat, bzw. mehr weiß als sie sagt, war klar.  Aber ich hielt es da eher mit Peter Nachtigall und bin auf ihre nett-spröde Fassade hereingefallen. Wenn auch aus anderen Gründen.  ;)

Die Entführung von Jule Nachtigall kam nicht überraschend, wozu sonst hat der Hauptermittler eine Tochter im passenden Alter?  ;)  Und das die Täterin Jule Nachtigall eigentlich nicht für schön genug (= barbiehaft) hält, ist ein Kompliment an Jule.

Zum Schluss wird auch der Auslöser der Taten deutlich.
Der misslungene Vergwaltugungsversuch am Anfang des Krimis, dessen Opfer Frau Dr. Jung war, war eine zusätzliche seelische Verletzung. Sie fühlte sich auf Grund ihrer fehlenden Brust sogar von einem Vergewaltiger als Frau abgewiesen.
Vielleicht hätte sie nie getötet, wenn die Vergewaltigung geglückt wäre  - oder ihre Opfer wären männlich gewesen.

Diese Erkenntnis fand ich besonders makaber. Wäre Frau Dr. Jung Gewalt angetan worden, wäre sie möglicherweise niemals selbst gewalttätig geworden.

Sehr spannend fand ich die Szene, als Frau Dr. Jung den jungen Kriminalbeamten kurz in ihrer Gewalt hatte. Ich habe richtig mitgezittert. Auch wenn hier schon lange klar war, dass sie die Täterin ist, habe ich doch immer noch auf eine Wendung gewartet.
Seltsamerweise ist mir die Angst des jungen Kriminalbeamten greifbarer gewesen als die der entführten Jule.

Auf jeden Fall haben wir einen guten "runden" Krimi gelesen.
Und nun werde ich das Ganze erst mal sacken lassen, bevor ich mich dem Leserundenfazit zuwende.  :)

Wobei mir auffällt: Kathrin, wo steckst du???    :-\
Liebe Grüße
SheRaven

Offline SheRaven

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  • Ich bin als Kind in die Buchstabensuppe gefallen!
Hallo zusammen,

Heimfinderin hat im Leserundenfazit darauf hingewiesen, dass einiges ein bisschen zu sehr auf die Täterin hinweist. Daran hatte ich überhaupt nicht gedacht, Asche auf mein Haupt!  Deswegen kopiere ich diese Passagen jetzt einfach hier herein und lösche sie beim Fazit:


Wenn ich mir die bisher geschriebenen Beiträge so anschaue, hat Franziska eigentlich schon recht früh einen deutlichen Hinweis auf die Täterin gegeben, als sie schrieb, dass der Kater Casanova auch in den Folgebänden auftauchen wird. Nach guter alter Krimi-Manier gab es hier eigentlich nur noch zwei Möglichkeiten: Entweder Frau Dr. Jung und Komissar Nachtigall werden ein Paar oder Frau Dr. Jung ist die Täterin und Nachtigall gibt dem Kater Obdach.

Ein bisschen gespalten ist meine Meinung zu dem geistig behinderten Hansi. Eigentlich war die Intensität dieser Passagen überflüssig, nur ein Hervorheben von falschen Verdächtigungen, deren Faden dann einfach im Sande verlief.  Anders wäre es gewesen, wenn Hansi den Ermittlern wenigstens einen kleinen Hinweis hätte geben können, nichts wirklich gehaltvolles, aber etwas mehr als "Anna lieb" und "Anna schläft". 
Aber vielleicht entspricht das ja auch nur meinem persönlichen Empfinden.
Liebe Grüße
SheRaven

Offline Thrakonia

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Ja, Hallo, wo seid ihr denn.

Ich habe jetzt eine Nachtschicht geschoben, um einigermaßen dran zu bleiben. ABer ehrlich die letzten beiden Abschnitte waren die reinste Nerventortur. Ich musste meinen Mann einschläfern, damit er mich in Ruhe lesen läßt.

Nun bin ich aber durch.


Hallo liebe Mitleserinnen,

es stellt sich heraus, dass lesegrete nicht nur torbogrete, sonder blindgrete ist...... >:( >:(

Ich hatte doch nur 4 Leseteile gesehen und nicht fünf..... und war weiiiiit vor.....

Danke für das Zurückpfeifen, Heimfinderin und Gabi!!!!! :)

Äh, gut, es ist mir gar nicht aufgefallen  :winken:

Weiter gehts:
In der Zwischenzeit arbeitet die Täterin daran, sich und ihre Botschaft verständlich zu machen, sucht Öffentlichkeit und kidnappt ihr nächstes Opfer.Die drohende Gefahr, die man als Leserin befürchtet, erfüllt sich: es ist Jule Nachtigall. [/quote]
Nein, es ist nicht Jule, aber ihr droht Gefahr, ja  ;)

Zitat
Jule wird nicht sofort getötet
Genau, sie wird später getötet  :D (sorry, aber das musste ich jetzt einfach schreiben, schieb es bitte auf die frühe Morgenstunde)
Zitat
sondern kommt in den zweifelhaften Genuss einer grausigen Gastfreundlichkeit. Der Mörderin, die nun eindeutig als Frau Dr. Jung idetntifiziert ist, ist die Interpretation ihrer Taten wichtig und so diskutiert sie mit ihrem nächsten Opfer.
Auch das Ausmaß ihrer seelischen Traumata, die ihre "Mission" begründen, wird nun dem Leser sehr deutlich. Die Täterin tötet junge Frauen, die aussehen wie personifizierte Barbies, weil sie die Gesellschaft blind machen für innere Stärken und Fähigkeiten der "Nicht-Barbies".
Unsere Doktorin gibt ja ihr eigenes Psychoprofil ab, sehr schön, wie jedoch wird sie von ihren Kollegen wahrgenommen? Mich würde sehr die Meinung des Professors dazu interessieren, bzw. mehr von ihm dazu. Vielleicht in den nächsten Fällen.

Zitat
An dieser Stelle fragte ich mich als Leserin nach dem akuten Auslöser der Morde. Immerhin trug Frau Dr. Jung ihre traumatischen Erlebnisse, ähnlich wie ihre (unversorgte) Krebsnarbe, jahre- bzw. jahrzehntelang mit sich herum.
Ich fragte mich das ehrlich nicht, denn wie viele tragen so ähnliche Erlebnisse mit sich herum, ohne auffällig zu sein bzw. zu werden. Für mich wurde aber ein Vorurteil bedient, dass Psychologen dieses Fach wählen, weil sie sich selbst verstehen wollen, weil sie versuchen wollen, ihre eigenen verdrängten Ängste zu analysieren. Sicher ein billiges Vorurteil, aber irgendwie nachvollziehbar, findet ihr nicht?

Zitat
Durch die Entführung Jules und Identifikation des Fahrzeuges kommt das Team schließlich der Möderin auf die Spur.
Da überschlugen sich die Ereignisse, ich habe zwar mitbekommen, dass die Nachbarn gesehen haben, wie Jule in einen Jeep gestiegen ist, aber wie die Beamten dann das Fahrzeug ausfindig machen, bzw. den Halter ist bei mir völlig untergegangen.

Zitat
Zum Schluss wird auch der Auslöser der Taten deutlich.
Der misslungene Vergwaltigungsversuch am Anfang des Krimis, dessen Opfer Frau Dr. Jung war, war eine zusätzliche seelische Verletzung. Sie fühlte sich auf Grund ihrer fehlenden Brust sogar von einem Vergewaltiger als Frau abgewiesen.
Vielleicht hätte sie nie getötet, wenn die Vergewaltigung geglückt wäre  - oder ihre Opfer wären männlich gewesen.
Vielleicht, wir werden es nicht mehr erfahren?  :-*
Aber sehr gut ausgearbeitet unsere Doktorin, ich habe sie fast schon ein wenig gern, zumindest hat sie meine Sympathien, auch wenn ihre Methoden etwas ausgefallen sind. Ich frage mich aber diesbezüglich gerade etwas. Sie hat durch den Krebs doch nur eine Brust verloren, korrekt? Wäre es dann nicht logisch, dass sie ihren Opfern auch nur eine Brust amputiert? Das wäre dann für den Profiler sehr spannend gewesen, oder für den Leser, zu Interpretieren, waum nur die eine Brust!
Und dann noch etwas: der Grabert schneidet den zweiten Zeh des rechten Fußes ab, warum macht unsere Doktorin das dann mit dem Zeh des linken Fußes? Ist das ihre Art der kopierten Methode eine gewisse Individualität zu verleihen?

Zitat
Frau Dr. Jung tötet sich selbst, aber das trifft den Leser nicht unerwartet, da sie es in einem inneren Monolog ankündigt.
Ich hätte mir gewünscht, das man dies verhindert hätte, irgendwie liegt sie mir am Herzen, ich werde sie vermissen.

Zitat
Damit ist der Krimi zu Ende, der insgesamt sehr "rund" erscheint und mit der Adoption von Kater Casanova endet. 
Gebe dir vollkommen Recht, das mit dem Kater ist ne feine Sache, und so bleibt wenigstens ein kleiner teil unserer Doktorin am Leben und für spätere Fä(e)lle  dabei.

Zitat
Mir hat das Lesen Spaß gemacht, es war sehr unterhaltsam und spannend, obwohl ich die Täterin realtiv schnell identizieren konnte.
Mir hat das Lesen auch Spaß gemacht, es wurde an keiner Stelle langweilig oder ermüdend. Die Täterin kannte ich durch eure Vermutungen, wäre warscheinlich selbst erst später darauf gekommen. Sie gibt ja oft den Hinweis, dass es auch eine Frau sein könnte. Und mal ehrlich, die jungen Barbies sind doch nicht schwer 40-50 Kg maximal würde ich schätzen, das trage ich auch mal eben durch den Wald. Über die Schulter gelegt, an den Baum gesetzt, dass sie zusehen müssen, wie ich ihr Moosbett bau (hach da kommt der kleine Mordsdurst durch  ;D)

Äh, ja.



Zitat
Ich warte nun ab, bis ihr so weit seid und wir in eine Diksussion über das Gesamtwerk beginne können.
Genau.

So, nun bin ich mit großen Schritten in Richtung Finale gelaufen, zum Schluss war ich richtig außer Atem!  :o
Ich schwitze auch noch  :P

Zitat
Nun weiß ich, dass ich doch ein bisschen auf dem Holzweg war. Der früheste Verdacht hat sich bestätigt, Frau Dr. Helge Jung ist die Mörderin. Das sie irgendetwas mit den Morden zu tun hat, bzw. mehr weiß als sie sagt, war klar.  Aber ich hielt es da eher mit Peter Nachtigall und bin auf ihre nett-spröde Fassade hereingefallen. Wenn auch aus anderen Gründen.  ;)
Da gebe ich dir Recht, mir ging es ganz ähnlich. Irgendwie wollte ich es nicht wahrhaben!

Zitat
Die Entführung von Jule Nachtigall kam nicht überraschend, wozu sonst hat der Hauptermittler eine Tochter im passenden Alter?  ;)  Und das die Täterin Jule Nachtigall eigentlich nicht für schön genug (= barbiehaft) hält, ist ein Kompliment an Jule.

Ja. Es war für unsere Doktorin sicher schwierig der Barbiepuppe des dritten Opfers die richtige Haarfarbe auszusuchen, da sich Jule (das geplante vierte Opfer) ja spontan die Haare rosa färbt ;-) (ist euch das aufgefallen?)

Zitat
Diese Erkenntnis fand ich besonders makaber. Wäre Frau Dr. Jung Gewalt angetan worden, wäre sie möglicherweise niemals selbst gewalttätig geworden.

Sehr spannend fand ich die Szene, als Frau Dr. Jung den jungen Kriminalbeamten kurz in ihrer Gewalt hatte. Ich habe richtig mitgezittert. Auch wenn hier schon lange klar war, dass sie die Täterin ist, habe ich doch immer noch auf eine Wendung gewartet.
Seltsamerweise ist mir die Angst des jungen Kriminalbeamten greifbarer gewesen als die der entführten Jule.

Auf jeden Fall haben wir einen guten "runden" Krimi gelesen.
Und nun werde ich das Ganze erst mal sacken lassen, bevor ich mich dem Leserundenfazit zuwende.  :)

So, da bin ich! Jetzt auch durch, aber hundemüde.

Lasst uns später diskutieren, ja.

Gute Nacht
Kathrin

Offline Nachtigall

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Wenn der Täter eine Barbie mit der weiteren Planung am Tatort hinterlässt, ist es natürlich schwierig spontane Färbungsgelüste noch zu berücksichtigen.  ;D Und hätte sie es getan, wäre der Kreis derer, die als gefährdet gelten müssen, plötzlich stark geschrumpft!
Ihr habt mit dem Kommissar gelitten, der sich beim Abendessen mit Frau Dr. Jung  zu Mitteilungen über sein Privatleben hat hinreißen lassen - er ist eben - neben seinem Job - ein Mann, der von seiner Frau verlassen wurde, dessen "männliches" Selbstbewusstsein beschädigt wurde und der sich nach einer Partnerin sehnt. Ihr habt es ja selbst geschrieben: Liebe macht blind!

Ob Frau Dr. Jung Psychologin wurde, weil sie selbst Probleme hat? Vielleicht.  Vielleicht aber auch, weil sie hoffte, anderen helfen zu können, sich aus ihrem Problemsumpf zu befreien und dabei den eigenen vergessen zu können. Schließlich war es ihr möglich, ihre eigene Belastung lange - zu verdrängen ist eigentlich falsch - nicht mehr als die drückende Last wahrzunehmen, die ihr Leben bestimmt.  Sie weiß sehr gut über sich bescheid und kann dennoch nicht verhindern, dass die Psychopathie sich Bahn bricht. Auch wollte sie natürlich Grabert nicht wirklich in Gefahr bringen. Sie dachte, wenn sie ihn kopiert und er durch seine Therapie entlastet ist, kann ihm nichts passieren. Da hatte sie ja noch keine Ahnung davon, dass er von Spritzen auf  Tabletten umgestellt wurde.

Liebe Grüße
Franziska

Offline SheRaven

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Ich habe jetzt eine Nachtschicht geschoben, um einigermaßen dran zu bleiben. Aber ehrlich die letzten beiden Abschnitte waren die reinste Nerventortur. Ich musste meinen Mann einschläfern, damit er mich in Ruhe lesen läßt.

Kathriiiin!!!!!  Mach kein Scheiß!!!!!    :o  :o  :o  :D
Aber schön dass du wieder da bist! 


Zitat
An dieser Stelle fragte ich mich als Leserin nach dem akuten Auslöser der Morde. Immerhin trug Frau Dr. Jung ihre traumatischen Erlebnisse, ähnlich wie ihre (unversorgte) Krebsnarbe, jahre- bzw. jahrzehntelang mit sich herum.
Ich fragte mich das ehrlich nicht, denn wie viele tragen so ähnliche Erlebnisse mit sich herum, ohne auffällig zu sein bzw. zu werden. Für mich wurde aber ein Vorurteil bedient, dass Psychologen dieses Fach wählen, weil sie sich selbst verstehen wollen, weil sie versuchen wollen, ihre eigenen verdrängten Ängste zu analysieren. Sicher ein billiges Vorurteil, aber irgendwie nachvollziehbar, findet ihr nicht?
Eine mir entfernt bekannte Psychologin hat mal zu mir gesagt, dass man schon irgendwie "einen an der Klatsche" haben muss, um dieses Studium und den Job hinterher zu bewältigen.  :-\   Jeder Mensch hat sein (Neu)röschen, es sollte nur kein ganzer Strauss daraus werden...
Mit den Vorurteilen ist das so eine Sache (die Philosophen tragen ja auch einige davon mit sich herum), aber... ein Körnchen Wahrheit steckt doch oft darin.


Mir hat das Lesen auch Spaß gemacht, es wurde an keiner Stelle langweilig oder ermüdend. Die Täterin kannte ich durch eure Vermutungen, wäre wahrscheinlich selbst erst später darauf gekommen. Sie gibt ja oft den Hinweis, dass es auch eine Frau sein könnte. Und mal ehrlich, die jungen Barbies sind doch nicht schwer 40-50 Kg maximal würde ich schätzen, das trage ich auch mal eben durch den Wald. Über die Schulter gelegt, an den Baum gesetzt, dass sie zusehen müssen, wie ich ihr Moosbett bau (hach da kommt der kleine Mordsdurst durch  ;D)
Äh, ja.

Liebe Kathrin, muss ich mir jetzt Sorgen um dich machen? Du wirst schon zum zweiten Mal in diesem Posting auffällig...   ;D  ;)

Zitat
Die Entführung von Jule Nachtigall kam nicht überraschend, wozu sonst hat der Hauptermittler eine Tochter im passenden Alter?  ;)  Und das die Täterin Jule Nachtigall eigentlich nicht für schön genug (= barbiehaft) hält, ist ein Kompliment an Jule.

Ja. Es war für unsere Doktorin sicher schwierig der Barbiepuppe des dritten Opfers die richtige Haarfarbe auszusuchen, da sich Jule (das geplante vierte Opfer) ja spontan die Haare rosa färbt ;-) (ist euch das aufgefallen?)
Nein, dass habe ich nicht bemerkt!  *lach*

Wenn der Täter eine Barbie mit der weiteren Planung am Tatort hinterlässt, ist es natürlich schwierig spontane Färbungsgelüste noch zu berücksichtigen.  ;D Und hätte sie es getan, wäre der Kreis derer, die als gefährdet gelten müssen, plötzlich stark geschrumpft!
Das ist doch eine wunderbare Idee für einen Slapstick-Krimi! Der arme Mörder muss immer wieder seine Hinweise auf die nächste Tat korrigieren...   ;D






Liebe Grüße
SheRaven

Offline Thrakonia

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Kathriiiin!!!!!  Mach kein Scheiß!!!!!    :o  :o  :o  :D
Aber schön dass du wieder da bist!

Nee, er schlief von selbst ein, musste aber von mir heute Morgen geweckt werden, weil er seinen Wecker überhört hatte. (Obs doch an der Überdosis Stilnox lag?  ;D ) Nee, ich bin gaaaaaanz harmlos!


Zitat
Eine mir entfernt bekannte Psychologin hat mal zu mir gesagt, dass man schon irgendwie "einen an der Klatsche" haben muss, um dieses Studium und den Job hinterher zu bewältigen.  :-\   Jeder Mensch hat sein (Neu)röschen, es sollte nur kein ganzer Strauss daraus werden...
Mit den Vorurteilen ist das so eine Sache (die Philosophen tragen ja auch einige davon mit sich herum), aber... ein Körnchen Wahrheit steckt doch oft darin.

Genau, wenn ich mir Katzenbachs Krimis anhöre, denke ich oft: mei diese Psychiater  :-\

Zitat
Liebe Kathrin, muss ich mir jetzt Sorgen um dich machen? Du wirst schon zum zweiten Mal in diesem Posting auffällig...   ;D  ;)
Nein, musst du nicht. Es lag an der frühen Morgenstunde bzw. der langen Lesenacht! (hoff ich doch mal, wenn ich meine Postings jetzt so lese, kann ich deine Bedenken nachvollziehen  :D )

Zitat
Das ist doch eine wunderbare Idee für einen Slapstick-Krimi! Der arme Mörder muss immer wieder seine Hinweise auf die nächste Tat korrigieren...   ;D
Auf jeden Fall (was für den Wixxer  8) )

Ob Frau Dr. Jung Psychologin wurde, weil sie selbst Probleme hat? Vielleicht.  Vielleicht aber auch, weil sie hoffte, anderen helfen zu können, sich aus ihrem Problemsumpf zu befreien und dabei den eigenen vergessen zu können. Schließlich war es ihr möglich, ihre eigene Belastung lange - zu verdrängen ist eigentlich falsch - nicht mehr als die drückende Last wahrzunehmen, die ihr Leben bestimmt.  Sie weiß sehr gut über sich bescheid und kann dennoch nicht verhindern, dass die Psychopathie sich Bahn bricht. Auch wollte sie natürlich Grabert nicht wirklich in Gefahr bringen. Sie dachte, wenn sie ihn kopiert und er durch seine Therapie entlastet ist, kann ihm nichts passieren. Da hatte sie ja noch keine Ahnung davon, dass er von Spritzen auf  Tabletten umgestellt wurde.

Stimmt, damit konnte sie nicht rechnen, wobei dieses Medikament eigentlich nicht vom Hausarzt ohne Rücksprache mit ihr hätte umgestellt werden dürfen, oder?

LG
Kathrin

Offline Thrakonia

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Hi,

ich habe noch ein paar offene Fäden, die sich vielleicht in den nächsten Bänden verlängern.

1. Als Peter Nachtigall mit seiner Schwester und den Kindern nach Leipzig in den Zoo fährt, trifft er einen alten Kollegen, von dem er sich im späteren Überlegen viel erhofft. Da fragte ich mich, ob es weitere Spuren zum aktuellen Fall aus Leipzig geben könnte, die aber nicht kamen, bzw. war das Thema Leipzig keine Erwähnung mehr wert.

2. Die erste Begegnung mit der alten Tante des Kommissars im Pflegeheim war sehr amüsant. Ich fragte mich aber auch hier, ob an dem mysteriösen Fremden, der sich in ihr Zimmer geschlichen haben soll, eventuell doch was dran war.

3. Leider erfahren wir nicht mehr (oder es ist in der Hektik des Endes an mir vorbei gegangen), was aus dem "kleinen" Polizisten geworden ist, den unsere Doktorin angegriffen hat.

4. Ebenso bleiben die Angehörigen der Opfer sehr im Hintergrund. Gibt es da keinen Vater, der Druck auf die Ermittlungen macht. Was passiert mit der Mutter des ersten Opfers, ist sie noch in Lübben?


Und dann noch eine Anmerkung zur Frau Dr. Jung. Wir erfahren ja viel aus ihrer eigenen Sicht (Innensicht in Kursiv + ihr Gespräch mit Jule), wir erfahren ein wenig von ihren Ansichten bei den regelmäßigen Psychostammtisch. Jedoch fehlt mir die Sicht ihrer Kollegen auf sie oder die Fremdeinschätzung der Nachbarn. Dass sie einen Jeep fährt erfährt der Leser ganz weit hinten. Gut sie hat einen Kater, sie hat viel Sport gemacht und ist kräftig und emanzipiert, hat aber auch Berührungsabscheu und lächelt nur selten für ganz ausgewählte Personen. Dass sie Brustkrebs hatte sieht man ihr nicht auf den ersten Blick an, sie trägt also eine Prothese. Das sind Beschreibungen einer Person, was ich mir jedoch etwas ausführlicher gewünscht hätte, wären nähere Einschätzungen oder Gedanken ihrer Kollegen (welche Reaktion haben die anderen in ihrer Gegenwart oder was denken die anderen über ihre Aussagen) Die 3 Briefe am Ende fand ich eine gute Idee, nur hätte der Professor noch mehr persönliches über seine Kollegin sagen können.

So empfinde ich es, was meinen denn Gabi und Grete dazu? Vielleicht bin ich da eine Ausnahme  ::)

LG
Kathrin

Offline Nachtigall

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Peter Nachtigalls Kollege kommt in diesem Krimi nicht mehr vor - aber in einem Kurzkrimi ("Wahre Liebe"), der in der Anthologie Mords-Sachsen, 2007, ebenfalls Geminer-Verlag erschienen ist. In Racheakt ergaben sich keine konkreten Spuren nach Leipzig, aber es werden sich neue Kontakte in einem weiteren Fall ergeben, der aber erst noch geschrieben wird. Über den jungen Beamten erfahren wir nichts Entscheidendes mehr, er liegt im Krankenhaus. Die Nachforschungen finden kurz danach ein Ende und so ergab sich kein weiterer Hinweis mehr. Er kommt durch!
In Racheakt spielt der Druck durch die Presse eine relativ große Rolle. In Menschenfänger wirst du einem Ehemann begegnen, der erheblichen Druck auf die Polizei ausübt. Ich habe es einfach ein bisschen verteilt.

Liebe Grüße
Franziska



« Letzte Änderung: 19. März 2008, 19:35:37 von Nachtigall »

Offline lesegrete

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HALLO, liebe Leserunde,

kaum bin ich einen Tag nicht da, schon geht hier die Post ab..... ;D ;D
Ich hätte vielleicht eher ein Päuschen einschieben sollen.... ;)

Ja, Hallo, wo seid ihr denn.

Ich habe jetzt eine Nachtschicht geschoben, um einigermaßen dran zu bleiben. ABer ehrlich die letzten beiden Abschnitte waren die reinste Nerventortur. Ich musste meinen Mann einschläfern, damit er mich in Ruhe lesen läßt.

Es freut mich zu hören, dass auch "eingeschläferte" Gatten unsere Leserunde überstanden haben ;D ;D



Jule wird nicht sofort getötet,

Zugegeben: es fehlt der Nebensatz: Im Gegensatz zu den anderen Opfern, wird Jule nicht sofort nach dem Überfall getötet..... :P :P

Nun weiß ich, dass ich doch ein bisschen auf dem Holzweg war. Der früheste Verdacht hat sich bestätigt, Frau Dr. Helge Jung ist die Mörderin. Das sie irgendetwas mit den Morden zu tun hat, bzw. mehr weiß als sie sagt, war klar.  Aber ich hielt es da eher mit Peter Nachtigall und bin auf ihre nett-spröde Fassade hereingefallen. Wenn auch aus anderen Gründen.  ;)


SheRaven, Thrakonia, eure Sympathien für die Mörderin kann ich nicht nachvollziehen. Vielleicht liegt es daran, dass sie von Anfang an meine Täterin war. Selten war ich mir bei einem Krimi so sicher. Deswegen auch meine Frage an Franziska, ob es in ihrer Absicht lag, dem Leser die Täterschaft so klar vor Augen zu führen.
Ihre Motive sind für mich nachvollziehbar und verständlich. Entschuldigen kann ich ihr Verhalten nicht.... und Sympatien komen auch nicht auf, wenn ich lese, mit welcher Kaltblütigkeit sie ihre Opfer "ausguckt" und hinmeuchelt.
Sie ist Psychologin und hätte durchaus auf die Idee kommen können, sich in eine Thearpie zu begeben, um ihre traumatischen Erlebnisse aufzuarbeiten. Offensichtlich ist ihrer Wahrnehmung völlig entgangen, dass sie durchaus Chancen in der Männerwelt hatte, wie wir durch Peter Nachtigalls "Verliebtheit" erfahren.

[quote author=Thrakonia link=topic=2080.msg30732#msg30732 date=1205924423
Und dann noch eine Anmerkung zur Frau Dr. Jung. Wir erfahren ja viel aus ihrer eigenen Sicht (Innensicht in Kursiv + ihr Gespräch mit Jule), wir erfahren ein wenig von ihren Ansichten bei den regelmäßigen Psychostammtisch. Jedoch fehlt mir die Sicht ihrer Kollegen auf sie oder die Fremdeinschätzung der Nachbarn. Dass sie einen Jeep fährt erfährt der Leser ganz weit hinten. Gut sie hat einen Kater, sie hat viel Sport gemacht und ist kräftig und emanzipiert, hat aber auch Berührungsabscheu und lächelt nur selten für ganz ausgewählte Personen. Dass sie Brustkrebs hatte sieht man ihr nicht auf den ersten Blick an, sie trägt also eine Prothese. Das sind Beschreibungen einer Person, was ich mir jedoch etwas ausführlicher gewünscht hätte, wären nähere Einschätzungen oder Gedanken ihrer Kollegen (welche Reaktion haben die anderen in ihrer Gegenwart oder was denken die anderen über ihre Aussagen) Die 3 Briefe am Ende fand ich eine gute Idee, nur hätte der Professor noch mehr persönliches über seine Kollegin sagen können.

So empfinde ich es, was meinen denn Gabi und Grete dazu? Vielleicht bin ich da eine Ausnahme 
[/quote]


"Grete" meint dazu folgendes: mir reicht die Charakterisierung unserer Täterin völlig. Fremdeinschätzugen ihrer Kollegen oder Nachbarn fehlen mir überhaupt nicht. Ich denke, hier ist der Leser gefordert, sich seine eigenen Gedanken zu machen. "Mehr" wäre mir eher "zuviel" gewesen.... ;D

ich habe noch ein paar offene Fäden, die sich vielleicht in den nächsten Bänden verlängern.

1. Als Peter Nachtigall mit seiner Schwester und den Kindern nach Leipzig in den Zoo fährt, trifft er einen alten Kollegen, von dem er sich im späteren Überlegen viel erhofft. Da fragte ich mich, ob es weitere Spuren zum aktuellen Fall aus Leipzig geben könnte, die aber nicht kamen, bzw. war das Thema Leipzig keine Erwähnung mehr wert.

2. Die erste Begegnung mit der alten Tante des Kommissars im Pflegeheim war sehr amüsant. Ich fragte mich aber auch hier, ob an dem mysteriösen Fremden, der sich in ihr Zimmer geschlichen haben soll, eventuell doch was dran war.

3. Leider erfahren wir nicht mehr (oder es ist in der Hektik des Endes an mir vorbei gegangen), was aus dem "kleinen" Polizisten geworden ist, den unsere Doktorin angegriffen hat.

4. Ebenso bleiben die Angehörigen der Opfer sehr im Hintergrund. Gibt es da keinen Vater, der Druck auf die Ermittlungen macht. Was passiert mit der Mutter des ersten Opfers, ist sie noch in Lübben?

Ich denke, diese Handlungstränge sind Nebenschauplätze. Es würde den Rahmen des Krimis sprengen, jeden Faden aufzurollen. Wahrscheinlich gäbe es auch wenig Spannung her.
Vielleicht greift Franziska den einen oder anderen Fäden in einem Folgeband auf, vielleicht auch nicht.Das bleibt abzuwarten..... ::) Die alte Tante des Kommissars z. B. wäre eine interessante Persönlichkeit für eine aktivere Rolle  in den Ermittlungen ;D

Ob Frau Dr. Jung Psychologin wurde, weil sie selbst Probleme hat? Vielleicht.  Vielleicht aber auch, weil sie hoffte, anderen helfen zu können, sich aus ihrem Problemsumpf zu befreien und dabei den eigenen vergessen zu können. Schließlich war es ihr möglich, ihre eigene Belastung lange - zu verdrängen ist eigentlich falsch - nicht mehr als die drückende Last wahrzunehmen, die ihr Leben bestimmt.  Sie weiß sehr gut über sich bescheid und kann dennoch nicht verhindern, dass die Psychopathie sich Bahn bricht. Auch wollte sie natürlich Grabert nicht wirklich in Gefahr bringen.

Hm, Franziska, meinst du, dass deine Protagonistin sich wirklich drum schert, wie es Grabert geht?
Sie  hat ihm maßlos geschadet und benutzt. Von seinem Mord fasziniert, kopierte sie ihn. Dadurch bringt sie ihn nicht nur in Verdacht, sondern  missbraucht auch sein Vertrauen. Sie war die einzige Person, mit der er offen reden konnte.... Ob es ihm jemals gelingen wird, wieder einem Therapeuten zu vertrauen, bleibt dahin gestellt. 

Auch ich möchte mich bei Franziska bedanken, die diese Leserunde auf so sympathische Art begleitet hat.
Das ist durchaus nicht immer so. Es gibt Autoren, die "abgehoben" von ihrer Leserschaft eher einen Eindruck von Unnahbarkeit (und Unfehlbarkeit ;D) vermitteln.

Ich wünsche euch schöne, entspannte Ostern...

lesegrete







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Chinesisches Sprichwort

Offline Nachtigall

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Liebe Leserunde,

allen ein schönes Osterfest und eine fröhliche Eiersuche! Hoffen wir, dass die Hasen nicht vom Wetter verschreckt in ihren warmen Bauen bleiben und die Sache aussitzen.....

Liebe Grüße
Franziska

 

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