Autor Thema: 08: XVI. Kapitel - XVII. Kapitel (S. 471-534)  (Gelesen 4992 mal)

Offline Nirika

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Hallo!

Pech für Sophia: Da taucht Théodore endlich wieder auf, aber er möchte nicht mehr das tun, was sie von ihm erwartet. Schön, dass er einen Weg für sich gefunden hat. Sich einer Klostergemeinschaft anzuschließen ist sicherlich nicht das Schlechteste, was er tun kann, auch wenn Sophia das weniger positiv sieht. Sie will Théodore nicht gehenlassen und versucht Cathérine für ihre Pläne einzuspannen.
Eine gute Idee war es nicht, Cathérine zu erzählen, dass Bertrand nicht ihr Vater ist. Sophia hätte solch ein Geheimnis sicherlich nicht öffentlich gemacht, aber ihre Tochter ist da ganz anders. Sie denkt nicht wie ihre Mutter. Das hat Sophia nicht bedacht. Lieber erzählt Cathérine wüste Geschichten um ihre Sünden zu verbergen als mit ihrer Mutter zusammenzuarbeiten.
Ein erschreckender Moment als Sophia beinahe von den Mauern gestürzt wird, auch wenn sicher ist, dass sie noch eine Weile leben wird.

Christians Beziehung zu Thédore ist doch etwas enger als gedacht. Für Thédore wird es sicherlich gut sein, einen Freund bei sich zu haben.

Blanche gibt sich wenig wohlgesonnen gegenüber Sophia. Besonders viel Glück hat Sophia mit ihren Bekanntschaften auf Dauer nie.  ::)

Zur Mörderin: Jetzt ist es wirklich überdeutlich, wer hier die Schuldige ist.

Liebe Grüße

Nirika

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Offline Nirika

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Hallo!

Nur die Gespräche bei den Hofdamen findet sie nicht sehr berauschend. Kein Wunder, die reden natürlich nur über ihre Männer, etc. damit kann Sophia gar nichts mit anfangen.
Mit den typischen Klatschgeschichten ist sie völlig unterfordert. Ich hätte mich da auch gelangweilt.

und Théodore findet dadurch, dass sie nicht mehr die "herzlose" Frau wie sonst ist.
Eigentlich ist Sophia auch gar nicht so herzlos, aber wir haben ja schon am Anfang festgestellt, dass sie emotional nicht so entwickelt ist.

Und diese Hofdamen gehen mir richtig auf die Nerven. Erst hilft Sophia ihnen bei ihren Problemen und dann wird das ihr zum Verhängnis.
Das ist der Gipfel der Undankbarkeit. Aber was soll man von ein paar dummen Klatschweibern schon erwarten?  >:(

Blanche mag ich überhaupt nicht mehr, sie ist genauso eine Intrigenspinnerin wie Sophia und dabei wollte Sophia ihr damals nur Helfen.
Ich mochte Blanche von Anfang an nicht besonders und jetzt mag ich sie noch weniger.

fand ich auch am schlimmsten, dass sich Blanche so gegen sie wendet. Schade, ich hatte mal eine bessere Meinung von der Dauphine und hätte schon gedacht, dass sie durch das lesen und lernen auch ein bisschen an Klugheit gewonnen hat, aber sie ist einfach nur noch verbittert und gibt Sophia die Schuld an ihrem Unglück.
Sophia bietet sich als Schuldige geradezu an.  ::)

Ob Frère Guèrin wohl ahnt, dass er der Vater von Cathérine ist?  :-\
Wenn nicht, ist er ganz schön schwer von Begriff.

Wahrscheinlich ist er erst mal froh ihr entronnen zu sein und braucht die Zeit um körperlich und emotional zu genesen.
An Théodores Stelle wäre ich auch froh Sophia entronnen zu sein.

Cathérine braut also nebenbei Liebestränke! Bei wem sie wirken sollen muss man gar nicht erst fragen.  ::)
Cathérine greift da zu Mitteln, die zu ihr passen, zu der eine kluge Frau wie Sophia, aber sicher nie gegriffen hätte.

Ich glaube nicht, dass Roesia sich die Verletzungen zugezogen hat, als sie gegen die Mörderin kämpfte sondern als sie Eloïse umbrachte.
Das glaube ich auch. Ist doch sehr offensichtlich, nur für Roesia nicht, die sehr gerne was verdrängt.

Liebe Grüße

Nirika
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Offline sandhofer

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Zur Mörderin: Jetzt ist es wirklich überdeutlich, wer hier die Schuldige ist.

Ja. Aber letzten Endes ist das hier wohl kein Krimi. Sondern ein historischer Roman mit einem leichten Thriller-Touch ...  ;)

Offline Tammy1982

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Hallo Ihr Lieben,

Zur Mörderin: Jetzt ist es wirklich überdeutlich, wer hier die Schuldige ist.

Ja. Aber letzten Endes ist das hier wohl kein Krimi. Sondern ein historischer Roman mit einem leichten Thriller-Touch ...  ;)
Es gibt auch Krimis, wo man den Mörder relativ früh kennt. Interessant ist dann, genauso wie hier, das Motiv!  ;) Man denke da nur an "Columbo": Der Mörder ist bekannt, interessant sind die Hintergründe der Tat!  ;)


und Théodore findet dadurch, dass sie nicht mehr die "herzlose" Frau wie sonst ist.
Eigentlich ist Sophia auch gar nicht so herzlos, aber wir haben ja schon am Anfang festgestellt, dass sie emotional nicht so entwickelt ist.
Ja, Sophia kann sich ja emotional gar nicht weiter entwickeln. Immer wenn sie Vertrauen fasst, wird sie schwer enttäuscht und zurück gewiesen. Wie soll man denn da ein liebevoller Mensch werden, wenn man das selber nie erlebt hat?  :(

Liebe Grüße
Tammy  :winken:

Offline Solas

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Was mir bei Sophia im Kreis der Hofdamen auch auffällt, ist ihre vollkommene Unfähigkeit nachzuvollziehen, was die Damen interessiert. Das hat auch zur Folge, dass sie nicht so gut informiert ist:
„Sophia mochte zwar in der Heilkunst bewandert sein, der Klatsch des Hofs erreichte sie jedoch als Letzte.“

Interessant finde ich auch die Stelle, als Sophia Folgendes zu Isambour sagt:
„Ihr, Isambour, nützt Euren Schwachsinn, um vor der Welt zu fliehen – ich aber sitze darin fest und muss mit ihr zurechtkommen.“


Zitat
Und wieder analysiert er Sophia bestens: "An keinem anderen Menschen wie an Euch zeigt sich so deutlich, dass Klugheit nicht dasselbe wie Weisheit ist..." (S. 515)
Ich finde dieses Zitat trifft doch einfach den Nagel auf den Kopf!

Oh ja!

Zitat
Es gibt auch Krimis, wo man den Mörder relativ früh kennt. Interessant ist dann, genauso wie hier, das Motiv!   Man denke da nur an "Columbo": Der Mörder ist bekannt, interessant sind die Hintergründe der Tat!

Das sehe ich auch so.

Zitat
Ja, Sophia kann sich ja emotional gar nicht weiter entwickeln. Immer wenn sie Vertrauen fasst, wird sie schwer enttäuscht und zurück gewiesen. Wie soll man denn da ein liebevoller Mensch werden, wenn man das selber nie erlebt hat?

Das finde ich auch, und es wurde beim zweiten Lesen noch deutlicher. Beim ersten Mal treibt es mich oft durch den Text, sodass ich hier und da was überlese.

Sehr berührend fand ich folgenden Satz: „Anstatt das Wichtige vom Unwichtigen zu scheiden, begann sie lautlos zu weinen.“

Sophia erinnerte sich an das Schmerzhafte, Roesia nicht und was daraus erwächst, ist ziemlich beunruhigend.

Liebe Grüße

Kirsten

 

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