Autor Thema: 06 - Die Hüter der Wolken - Kapitel 6 (Seite 283 - Seite 352)  (Gelesen 2345 mal)

Offline Miramis

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Hier könnt Ihr zu Kapitel 6 schreiben (Seite 283 bis Seite 352)

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« Letzte Änderung: 15. Februar 2009, 00:07:49 von Miramis »

Offline Miramis

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Hallo zusammen,

jetzt wird aber Grimhorn ganz schön zornig, so wie sich das liest. Offenbar hat der Einsatz der Steinmagie seinen Zorn erregt und ich hoffe nur, Arild ist schlau genug, sich von ihm fern zu halten. Apropos Steinmagie, ein wenig erinnert mich das magische Konzept an das Buch "Der letzte Steinmagier" von James A. Sullivan.

Lärka und Arild können nun endlich unbeschwert durch den Blutwald reiten, denn der Fluch ist Vergangenheit. Eine gute Gelegenheit für Lärka, ihm die Sache mit der Verschwörung unter die Nase zu reiben. Schön, wie unaufgeregt Arild reagiert und Lärka endlich die Last von der Seele nimmt. So hat ihre zeitweilige Sprachlosigkeit also zum Glück keinen negativen Auswirkungen auf den Fortgang der Reise.

Und schon sind wir in Osgund angelangt. Leider ist die Stimmung in der Stadt ziemlich düster, da scheint ja alles im Argen zu liegen. Ganz schlimm fand ich, dass ausgerechnet Rutlindis so arg krank ist, wo doch Lärka ihre Hoffnungen so sehr auf sie gesetzt hat. Da macht sich Lärkas Gabe wieder mal bezahlt und sie findet tatsächlich heraus, auf welche Art und Weise Rutlindis sich selbst vergiftet hat. Wie unvorsichtig, dass sie so gar nicht über den Kupfergehalt in der Kanne nachgedacht hatte...

Tja, und dann ist die Tante wieder gesund und es stellt sich heraus, dass sie auch nicht lesen kann! Wie gemein ist das denn, da kann Lärka ja bis zum St.-Nimmerleins-Tag warten, bis ihr mal jemand das Schriftstück vorliest.  :( Aber was vielleicht noch wichtiger ist, ist die Erkenntnis, dass sie eine halbe Gorunnenfrau ist - das fand ich eine sehr gelungene Wendung! Dadurch erklärt sich vielleicht auch, warum sie immer ein bisschen "anders" wirkt...

Toll fand ich die Szene, als sie in Maggais Hütte ist und dort Ordnung schafft. Vielleicht wird diese Hütte ja ihr zukünftiges Domizil und sie bleibt in Osgund und wird ein grünes Weib. Im Moment ist sie vom Heiraten wieder total abgekommen... ;D , aber das könnte auch daran liegen, dass sie sich zu einem gewissen Wolkengucker hingezogen fühlt.  ;)

Das Knistern zwischen den beiden kommt wirklich sehr gut rüber; schon auf dem Ritt nach Osgund fand ich, dass die beiden sehr schön miteinander harmonieren. Aber in Osgund selbst wird da ein regelrechtes Knistern daraus, zum Beispiel wenn sich ihre Hände zufällig berühren, oder wenn Lärka wiedermal rot wird... Leider ist ihre letzte Begegnung nicht so friedlich, da fliegen schon ein wenig die Fetzen. Aber das liegt wohl nur daran, dass sie beide ziemlich unglücklich über die Trennung sind. Da rutschen einem schon mal die Worte heraus. In Wirklichkeit haben die beiden schon Liebeskummer im voraus.  ;)

Am Ende sieht es gar nicht mehr so toll aus für Lärka & Co. Diese seltsamen gorunnenfeindliche Gestalten aus Osgund fackeln nicht lange und sperren die Gruppe im Turm ein, um sie später auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen! Das klingt ja wirklich alles sehr beunruhigend. Da ist man über eine Person wie Melva direkt froh; und trotz ihrer großen Verwirrung denke ich, wird sie noch eine wertvolle Hilfe für Lärka sein, sowohl auf der Flucht als auch beim Enträtseln der Geheimnisse, mit denen sich Audhild umgeben hat.

Ich behaupte mal, Lärka und Arild werden sich früher sehen als sie sich hätten träumen lassen...

Viele liebe Grüße  :winken:
Miramis

Offline Tammy1982

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Hallo Ihr Lieben,

endlich kann Lärka Arild von der Verfolgung und der Gefahr, die von Trond ausgeht erzählen. Mir war schon vorher klar, dass Arild auf keinen Fall so negativ reagieren würde, wie Lärka immer gedacht hat, aber sie hat ja ganz schön lange noch mit sich kämpfen müssen, bis sie ihm endlich alles erzählt. Und siehe da: Er nimmt es ganz gelassen und ist überhaupt nicht sauer!  ;D

Das Knistern zwischen den Beiden wird mittlerweile immer offentsichtlicher und es ist auch schon gut erkennbar, dass sie beide etwas füreinander empfinden, aber wohl beide der Meinung sind, dass es besser ist, wenn sie alleine bleiben! Immer dieser selbstlose Gedankengang...  ::) ;D Diese Spannung, die sich zwischen ihn aufbaut, finde ich aber richtig gut beschrieben und konnte das Knistern beim Lesen quasi spüren. Schade nur, dass Lärka Arild immer noch nicht genug vertraut und ihm das Schriftstück von ihrer Mutter zeigt! Er kann lesen...  >:( ;D

In Osgund ist der Empfang ja sehr unterkühlt. Und dann muss Lärka auch noch gleich erfahren, dass ihre Tante krank niederliegt. Dass Lärka mit ihrer Gabe es schafft den Grund für die Erkrankung zu finden und beseitigen zu lassen, fand ich super und hat mich sehr gefreut! Ich war dann auch schon total gespannt, was Rutlindis Lärka über ihre Mutter erzählen kann und dann wird Lärka so enttäuscht: Rutlindis hat Audhild kaum gekannt und kann auch nicht lesen! Das darf doch nicht wahr sein! Wie gemein für Lärka und für uns Leser!  >:( ;D Sehr geschickt Kristin: Jetzt müssen wir noch länger im Dunkeln tappen!  ;)
Aber dafür erfährt Lärka, dass sie zur Hälfte Gorunnin ist. Das erklärt jetzt wohl auch, wieso der Druide im Blutwald sie gleich akzeptiert hat. Leider führt es aber auch dazu, dass sie in Osgund von einigen nicht besonders freundlich aufgenommen wird.  :(

Der Abschied von Arild gestaltet sich dann leider gar nicht so, wie sie es sich wohl vorgestellt haben. Eigentlich möchten sie sich wohl etwas ganz anderes sagen, aber Arild drängt sie weiterhin zu der Heirat mit dem Auserwählten von ihrem Vater und sie erklärt, dass sie gar keinen Mann möchte. Ihr Ausbruch hat dann aber Arild wohl auch ganz schön überrascht. Da konnte ich aber Lärka richtig gut verstehen: Ihr Herz gehört Arild und er erklärt ihr, wie gut die Heirat mit einem anderen für sie ist! Vielleicht hat er sogar recht, aber Herz und Verstand sind nun mal 2 ganz verschiedene Dinge!  ;)
Schön, dass Arild ihr dann aber noch etwas zurücklässt!  :herz:

Jörn tut mir in diesem Abschnitt richtig leid. Jetzt will er sich Lärka offenbaren und es wird klar, dass er seinen Scherz mit dem Heiraten doch relativ ernst nimmt und genau jetzt gehört ihr Herz aber schon jemand anderen! Armer Jörn! Das ist hart!

Das Ende des Abschnitts ist dann richtig übel: Lärka, Bolwerk und Jörn sitzen gefangen und Melva ist wohl ihre einzige Hoffnung, da wieder heraus zu kommen. Die Gute muss sich nur länger an etwas erinnern können... Das wird wohl noch schwierig! Entsetzlich, welcher Hass in Osgund schwelt!  :o

Grimhorn hat bemerkt, dass die Wolken die Wahrheit vor ihm verschleiert haben. Ach je! Das hört sich nach keiner guten Stimmung bei ihm an...  :o

Liebe Grüße
Tammy

Offline Tammy1982

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Hallo Ihr Lieben,

Toll fand ich die Szene, als sie in Maggais Hütte ist und dort Ordnung schafft. Vielleicht wird diese Hütte ja ihr zukünftiges Domizil und sie bleibt in Osgund und wird ein grünes Weib. Im Moment ist sie vom Heiraten wieder total abgekommen... ;D , aber das könnte auch daran liegen, dass sie sich zu einem gewissen Wolkengucker hingezogen fühlt.  ;)
Ja, das fand ich auch super! Ich fürchte nur, dass die Hütte wohl eher nicht ihr Domizil wird, nach dem sie nicht besonders freundlich in Osgund behandelt wird...

In Wirklichkeit haben die beiden schon Liebeskummer im voraus.  ;)
Das hast du richtig schön ausgedrückt! Da stimme ich dir voll und ganz zu!

Was mir noch aufgefallen ist: Ich finde Lärkas philosophieren über ihre kurze Freiheit sehr interessant. Einen Tag lang hat sie sich komplett frei gefühlt und jetzt ist sie mehr eingesperrt, als sie es sich hat erträumen können!  :(

Liebe Grüße
Tammy

Offline Miramis

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Was mir noch aufgefallen ist: Ich finde Lärkas philosophieren über ihre kurze Freiheit sehr interessant. Einen Tag lang hat sie sich komplett frei gefühlt und jetzt ist sie mehr eingesperrt, als sie es sich hat erträumen können!  :(
Eine sehr interessante Szene! Wobei ich nicht denke, dass Lärka sich ihre Freiheit nochmal nehmen lässt, jedenfalls ihre geistige Freiheit. Die hat sie ja nach wie vor, auch wenn sie im Gefängnis sitzt - nicht für lange, wie ich hoffe.

Offline Mascha

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  • Als Gott die Zeit machte, machte er genug davon.
Wie erwartet hatte Arild Trond sowieso schon so mißtraut, dass Lärkas Bericht ihn nicht sehr überrascht hat. Die Reise nach Osgund hat mir sehr gut gefallen, vor allem die Nähe die man inzwischen zwischen Lärka und Arild spürt. Die Beiden hat es wohl mächtig erwischt. Hoffentlich wird auch tatsächlich etwas aus ihnen.
Das Rutllindis bei ihrer Ankunft in Osgund krank ist, läßt Lärka und uns erstmal wieder weiter warten. Aber dank Lärka geht es Rutlindis bald wieder gut. Von der Wirkung des  Kupfers  hat sie wohl gar keine Ahnung gehabt, sonst hätte sie bestimmt nichts aus dem Krug getrunken.  Das Rutlindis auch nicht lesen kann ist schon tragisch für Lärka und für uns  ;) Jetzt wissen wir immer noch nicht was in dem Brief steht. Und dabei bin ich so neugierig  :-[
Das Lärka zur Hälfte Gorunnin ist erklärt tatsächlich vieles. Vor allem warum der Hirsch sie im Blutwald erkannt  und angesprochen hat. Aber dadurch macht sie sich auch gleich wieder bei einigen Bewohnern von Osgund unbeliebt. Als Tochter von Audhild und angehendes grünes Weib steht sie sowieso schon fast im Verdacht eine Hexe zu sein, aber jetzt auch noch als halbe Gorunnind wird es ihr wohl noch übler ergehen.
Schade, dass Arild weiter muß und er Lärka nicht seine Gefühle gesteht, sondern sie auch noch von der Heirat mit (ich weiß im Moment den Namen nicht  :-[) zu überzeugen versucht.  Ich denke jetzt möchte sie vielleicht doch lieber Singel bleiben und als grünes Weib leben. Daher überzeugt die Szene in Maggais Hütte mich auch so. Jörn möcht sie jedenfalls nicht heiraten, aber das war mir ja sowieso klar. Aber irgendwie tut er mir auch leid, nur Lärka wäre für ihn auch nicht die richtige Frau. Sie ist ihm einfach zu überlegen und das würde auf Dauer nicht gutgehen.
Und jetzt wird es wieder spannend. Es sind wieder zwei Männer von dieser seltsamen Krankheit befallen und Lärka wird tatsächlich als Schuldige ausgesucht. Jetzt ist sie zusammen mit Jörn und Bolverk bei Melva im Turm gefangen. Hoffentlich nimmt das ein gutes Ende.
Gruß Jutta

Offline Kristin

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... und dann wird Lärka so enttäuscht: Rutlindis hat Audhild kaum gekannt und kann auch nicht lesen! Das darf doch nicht wahr sein! Wie gemein für Lärka und für uns Leser!  Sehr geschickt Kristin: Jetzt müssen wir noch länger im Dunkeln tappen!
Erwischt  ::)  Aber der erhellende Inhalt des Briefes wird nicht auf ewig geheim bleiben, sondern genau zum rechten Zeitpunkt enthüllt werden...

In Wirklichkeit haben die beiden schon Liebeskummer im voraus.
Miramis, das ist wunderschön! So habe ich es auch wirklich gemeint! Sie erwartet, dass er sich outet und er – natürlich ganz Mann – denkt nicht so sehr daran, wie er sie emotional einfangen kann, sondern was er für sie tun kann (hat wohl jeder schon mal bemerkt: Wenn ich einer Frau meine Probleme erzähle, schenkt sie mir meistens zuerst ihr Mitgefühl, von einem Mann hingegen höre ich gleich gute Ratschläge J). Und da will er sie natürlich sicher und gut versorgt wissen, denn das scheint ihm – in seiner momentanen Situation – das Beste.
Die Formulierung gefällt mir so gut, vielleicht baue ich sie in eines meiner nächsten Werke ein - wenns paßt - und nehme die poetische Miramis in die Danksagungen auf  :winken:

Ansonsten seid ihr mit euren Vermutungen und Folgerungen z.B. was Lärkas Stimmverlust angeht und der Bezug zwischen der Anrede des Druiden im Blutwald und Lärkas Vorfahren  - gut unterwegs. Alles, was ich zu anderen Themen noch schreiben könnte, würde in Spoiler ausarten.
Liebe Grüße
Kristin

Offline Kathchen

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Hallo ihr Lieben.

Herje, und ich habe die ganze Zeit gehofft, in Osgund gibt es endlich ein paar Antworten...aber dem war nicht so ganz...

Owei, Grimhold scheint ziemlich ärgerlich zu sein, nachdem er bemerkt hat, dass die Wolken ihn nur ablenken wollten und Arild den Herz-der-Berge-Stein benutzt hatte...

Und nun sind sie in Osgund angekommen und es gibt gleich schlechte Nachrichten. Rutlindis ist krank nachdem sie eine Fehlgeburt erlitt, die Arme. Und es kommt wie es kommen musste - Lärka hat wieder einen Wahrtraum und weiß, wie sie ihr helfen kann: Der Becher aus Kupfer ist dran schuld. Und tatsächlich, schnell geht es ihr wieder besser.
Und meine Hoffnung ist gestiegen, endlich etwas über die Kette und den Zettel herauszubekommen. Aber denkste, Kristin macht uns da einfach einen Strich durch die Rechnung, denn Rutlindis kannte die Kette nicht und lesen kann sie auch nicht. Ich habe fast laut aufgeschrien, als ich die Stelle las. Damit habe ich wirklich nicht gerechnet.
Aber gut, dafür kann Rutlindis Lärka von ihren Vorfahren erzählen, was ich sehr interessant fand.

Lärka und Arild. Das kann doch nicht wahr sein. Am liebsten wäre ich ins Buch gesprungen und hätte ihnen erstmal die Augen geöffnet und sie über ihre Gefühle aufgeklärt. Die ganzen Seiten über die beiden habe ich richtig aufgesogen, ich kann regelrecht spüren, was sie füreinander empfinden. Aber es wird einfach nichts draus. Lärka wartet, dass Arild den ersten Schritt macht und Arild ist sicherlich etwas verunsichert, von Lärkas Verhalten, wenn sie sagt, dass sie keinen Mann möchte, etc. Dabei wollen sie sich doch beide, dass kan man richtig spüren...und nun ist Arild weg  :'( Ach nee, das will ich nicht. Zum einen sind sie im Streit auseinander gegangen und zum anderen müssen die beiden doch endlich zueinander finden  :'(
Arilds Abschiedsgeschenk fand ich richtig schön. Hach, Arild ist einfach toll :herz:  :-[

Nur Jörn tut mir so leid. Ich habe die ganze Zeit gedacht, er macht nur Spaß von wegen heiraten, etc. Wie Lärka, daher ist sie ja auch immer spaßeshalber darauf eingegangen. Und nun stellt sich heraus, dass Jörn doch mehr für sie empfindet...oje...

Und dann ging es rasant weiter! Lärka hatte wieder einen Wahrtraum von einem Raben und als sie aufwachte, hat sie auch einen gehört. Tja, schlechtes Zeichen, denn 2 Männer wurden entseelt gefunden und Reidar beschimpft Lärka als Hexe  :o Und nicht nur das, er sperrt sie auch in den Turm, wo Melva schon ist... Hoffentlich behält Rutlindis recht, denn sie meinte ja, dass Melva lesen kann...

So, ich werde jetzt noch etwas weiterlesen. Das Buch hat mich so richtig gefangen, am liebsten würde ich ununterbrochen drin weiterlesen. Aber leider habe ich ja noch andere Pflichten zu erfüllen...
 :winken:
“Du warst mein Schwert und mein Schild, als ich mich nicht zu schützen vermochte. Männer wie du sind selten, Ollowain. Danke, dass du an meiner Seite stehst. Du bist das Licht in meinen dunkelsten Stunden.”
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Offline Kathchen

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In Wirklichkeit haben die beiden schon Liebeskummer im voraus.  ;)

Das hast du aber toll gesagt  8)

Ich behaupte mal, Lärka und Arild werden sich früher sehen als sie sich hätten träumen lassen...

Das hoffe ich sehr...irgendwie finde ich es komisch, jetzt keinen Arild mehr dazuhaben  :(

(hat wohl jeder schon mal bemerkt: Wenn ich einer Frau meine Probleme erzähle, schenkt sie mir meistens zuerst ihr Mitgefühl, von einem Mann hingegen höre ich gleich gute Ratschläge J).

 :D Ja, dieses "Phänomen" kenne ich auch sehr gut

 :winken:
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Offline Seychella

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Arild hat Lärkas "Beichte" sehr gefasst aufgenommen, einiges hat er sich wohl schon gedacht. Man spürt förmlich, wie ihr ein großer Stein vom Herzen fällt. Trotzdem verändert sich ihr Umgang miteinander auf dem Weg nach Osgund. Und auch dort angekommen, verletzen sie sich weiter gegenseitig. Man merkt aber jederzeit, dass dies nur geschieht, weil es zwischen ihnen eine besondere Bindung gibt, sich ihr Weg nun aber (erstmal) trennt. Da spielen Gefühle, Hoffnungen und Wünsche mit rein. Arild wünscht sich Sicherheit für Lärka, auch wenn sie dazu einen anderen heiraten muss. Sie empfindet das als Zurückweisung ihrer Beziehung und Gefühle.

Mir ist förmlich das Herz aufgegangen, als sie ihr Geschenk für  ihn zusammenstellt. Ihre Gedanken waren darauf ausgerichtet, was er auf seiner weiteren Reise brauchen könnte und welche Kräuter es dort oben nicht gibt. Sie hat sich dabei nicht von ihrer Traurigkeit über den baldigen Abschied oder ihren eigenen Wünschen ablenken lassen, was für mich ein Zeichen ihrer großen Reife aber auch ihrer tiefen Gefühle für Arild ist.
Ich musste auch an diese tragische Geschichte denken, zu der Bolverk und sie eine komplett andere Meinung hatten. Hat sie sich damals nicht gewünscht, so etwas ähnliches auch einmal für ihren Liebsten tun zu können? Durch ihren langen Aufenthalt in Maggais Hütte hat sie den Hexen-Verdacht noch unterstützt, aber womöglich sind diese Kräuter eine große Hilfe für Arild.

Dass auch Rutlindis nicht lesen kann, hatte ich schon fast vermutet. Für eine Auflösung schien es noch zu früh zu sein, da das Wissen des Papiers ein Ausweg in einer hoffnungslosen Situation sein könnte und damit in der Mitte des Buches Spannung rausnehmen würde. Vielleicht steht dort ja etwas über die Vögel, die die Seelen mit sich nehmen. Wie man sie bekämpfen kann oder von wem sie gesteuert werden. Möglicherweise hat der Tod von Lärkas Mutter ja auch etwas damit zu tun.
Lärka stammt also auch von den Gorunnen ab! Vielleicht hat ihr dieses Erbe ja auch bei ihrem Wahrtraum im Blutwald geholfen. Die Anrede des Druiden erklärt das aber nicht - möglicherweise spricht er sie aber als seinesgleichen an, weil er sieht, was sie eines Tages sein wird.

Arilds Abschiedsgeschenk ist einfach nur wunderbar, er hat den Stein sprechen lassen und gibt so seine Gefühle zu. Romantisch, traurig - aber auch hoffnungsvoll. :herz:
Überhaupt ist er bei mir mehr gefühlsmäßig präsent - ein Bild von ihm habe ich nicht im Kopf. Ich weiß aber nicht, ob das jetzt schlecht ist oder nicht - und vielleicht ändert sich das ja auch noch.
Und Bolverk wurde anscheinend damit beauftragt, auf Lärka aufzupassen. So ein Mist, und nun sitzen sie in so einer Klemme! Und zum ersten mal kommt mir der Gedanke, dass die zu entseelenden Personen gezielt ausgesucht werden. Die richtigen Personen zur richtigen Zeit, um Lärka als Hexe anzuprangern. Dann könnte Trond als Retter aufkreuzen und sie für seine Pläne benutzen. Hoffen wir, dass der Than schneller ist - auch wenn ich seine Reaktion überhaupt nicht einschätzen kann.

Habt ihr einen Verdacht, von wem die seelenraubenden Vögel gesteuert werden?
Ich glaube, dass sie aus Jaspis kommen - und genauer gesagt etwas mit Arilds Bruder zu tun haben, Harold. Der erscheint mir doch auffällig unauffällig. Er kann zwar kein Steinkönig werden, aber wer weiß was für Fähigkeiten er besitzt. Und dann ist da ja noch Grimhorn...
« Letzte Änderung: 28. Februar 2009, 17:17:57 von Seychella »
Verzauberte Grüße,
Seychella

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Offline Miramis

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Sie erwartet, dass er sich outet und er – natürlich ganz Mann – denkt nicht so sehr daran, wie er sie emotional einfangen kann, sondern was er für sie tun kann (hat wohl jeder schon mal bemerkt: Wenn ich einer Frau meine Probleme erzähle, schenkt sie mir meistens zuerst ihr Mitgefühl, von einem Mann hingegen höre ich gleich gute Ratschläge J). Und da will er sie natürlich sicher und gut versorgt wissen, denn das scheint ihm – in seiner momentanen Situation – das Beste.
Genau, zwischen den beiden ist das ein ganz geschlechter-typisches Verhalten, so wie wir das alle kennen - meistens kommt nichts Gescheites dabei heraus.  ;D

Die Formulierung gefällt mir so gut, vielleicht baue ich sie in eines meiner nächsten Werke ein - wenns paßt - und nehme die poetische Miramis in die Danksagungen auf  :winken:

Aber gerne doch!  ;D

Arilds Abschiedsgeschenk fand ich richtig schön. Hach, Arild ist einfach toll :herz:  :-[
Ja, der halbe Mondstein war schon recht aussagekräftig... :D

Nur Jörn tut mir so leid. Ich habe die ganze Zeit gedacht, er macht nur Spaß von wegen heiraten, etc. Wie Lärka, daher ist sie ja auch immer spaßeshalber darauf eingegangen. Und nun stellt sich heraus, dass Jörn doch mehr für sie empfindet...oje...

Meinst du? Ich denke, dass ist eher so eine Art "Gewohnheit" von ihm und Lärka, über die Hochzeit zu reden - aber beiden wissen irgendwie, dass es nie soweit kommen wird. Ein Spaß unter Freunden.... aber nun hat auch dieser Spaß einen Riss bekommen.

Ich musste auch an diese tragische Geschichte denken, zu der Bolverk und sie eine komplett andere Meinung hatten. Hat sie sich damals nicht gewünscht, so etwas ähnliches auch einmal für ihren Liebsten tun zu können? Durch ihren langen Aufenthalt in Maggais Hütte hat sie den Hexen-Verdacht noch unterstützt, aber womöglich sind diese Kräuter eine große Hilfe für Arild.
Eine spannende und einleuchtenden Parallele. Mal sehen, ob du recht hast...

Habt ihr einen Verdacht, von wem die seelenraubenden Vögel gesteuert werden?
Ich glaube, dass sie aus Jaspis kommen - und genauer gesagt etwas mit Arilds Bruder zu tun haben, Harold. Der erscheint mir doch auffällig unauffällig. Er kann zwar kein Steinkönig werden, aber wer weiß was für Fähigkeiten er besitzt. Und dann ist da ja noch Grimhorn...
Ich hab keinen blassen Schimmer, was es mit den Vögeln auf sich haben könnte. Ich sehe da nur einen gewisse Verbindung zu den Dunkelschlünden, die ja eine ganz ähnliche Wirkung haben. Bestimmt ist es ein- und diesselbe Kraft, die hinter beiden Phänomenen steckt. Hm, dann geht mein Verdacht doch eher in Richtung Grimhorn.

Viele liebe Grüße  :winken:
Miramis

Offline Tammy1982

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Hallo Ihr Lieben,

Arilds Abschiedsgeschenk ist einfach nur wunderbar, er hat den Stein sprechen lassen und gibt so seine Gefühle zu. Romantisch, traurig - aber auch hoffnungsvoll. :herz:
Überhaupt ist er bei mir mehr gefühlsmäßig präsent - ein Bild von ihm habe ich nicht im Kopf. Ich weiß aber nicht, ob das jetzt schlecht ist oder nicht - und vielleicht ändert sich das ja auch noch.
Mh, jetzt wo du es schreibst, ist mir auch aufgefallen, dass ich für Arild auch kein Bild im Kopf habe... Ist aber nicht schlimm... Für mich besteht er v. a. aus lauter tollen Eigenschaften und ich verbinde einfach immer den Adler mit ihm...  :-\ ;D

Sie erwartet, dass er sich outet und er – natürlich ganz Mann – denkt nicht so sehr daran, wie er sie emotional einfangen kann, sondern was er für sie tun kann (hat wohl jeder schon mal bemerkt: Wenn ich einer Frau meine Probleme erzähle, schenkt sie mir meistens zuerst ihr Mitgefühl, von einem Mann hingegen höre ich gleich gute Ratschläge J). Und da will er sie natürlich sicher und gut versorgt wissen, denn das scheint ihm – in seiner momentanen Situation – das Beste.
Genau, zwischen den beiden ist das ein ganz geschlechter-typisches Verhalten, so wie wir das alle kennen - meistens kommt nichts Gescheites dabei heraus.  ;D
:D Ja, da stimme ich euch voll und ganz zu. Musste auch schon an diverse Ratgeber denken, wo genau dieses Kommunikationsproblem zwischen Mann und Frau beschrieben wird...  ;D

Nur Jörn tut mir so leid. Ich habe die ganze Zeit gedacht, er macht nur Spaß von wegen heiraten, etc. Wie Lärka, daher ist sie ja auch immer spaßeshalber darauf eingegangen. Und nun stellt sich heraus, dass Jörn doch mehr für sie empfindet...oje...
Meinst du? Ich denke, dass ist eher so eine Art "Gewohnheit" von ihm und Lärka, über die Hochzeit zu reden - aber beiden wissen irgendwie, dass es nie soweit kommen wird. Ein Spaß unter Freunden.... aber nun hat auch dieser Spaß einen Riss bekommen.
Also ich hätte auch eher gedacht, dass Jörn den "Spaß" ernster genommen hat, als Lärka gedacht hat. Ich habe schon das Gefühl, dass er sich irgendwo schon Hoffnungen gemacht hat. Auch wenn die vielleicht unrealistisch waren. Aber jetzt wurde ihm sogar der ganz ganz kleine Funke zerstört! Da tut er mir schon leid!  :( ;)

Liebe Grüße
Tammy  :winken:

 

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