Autor Thema: 05 - Die Hüter der Wolken - Kapitel 5 (Seite 215 - Seite 281)  (Gelesen 3201 mal)

Offline Miramis

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Hier könnt Ihr zu Kapitel 5 schreiben (Seite 215 bis Seite 281)

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« Letzte Änderung: 15. Februar 2009, 00:07:30 von Miramis »

Offline Kathchen

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Hallo ihr Lieben.

Grimhorn lässt die Wolkenhüter ja ziemlich negativ darstehen...dabei hört sich für mich "Wolkenhüter" eher schön an. Wenn ich das richtig verstehe, stand Grimhorn früher mal über allem, also auch über den Wolken. Und dann haben die Wolkenhüter angefangen, über die Wolken zu "bestimmen", womit Grimhorn nicht einverstanden war und die Hüter dann verscheucht hatte..aber warum haben sich die Hüter widersetzt? Auch ist das ganze ziemlich einseitig. Sind die Hüter gut oder böse? Und was ist denn da vorgefallen?

Oje, Lärkas Schweigen hält doch länger an, als ich vermutete  :( Muss das schrecklich sein, nichts sagen zu können, obwohl man wichtiges loswerden muss...und dann kann sie ja auch nicht schreiben...sonst wäre es eher nur halb so schlimm. Ihre Gedankengänge fand ich sehr interessant. Einen blöden Ehemann zu bekommen ist schon schlimm, aber dann nicht mal wirklich Widerstand leisten zu können oder seine Meinung vertreten können, ja noch schlimmer. Selbst wenn man schreiben könnte, Papier kann man schließlich leicht zerreißen...Lärka tut mir richtig Leid!
Aber wodurch hat sie denn ihre Sprache verloren? Ich meine, nur wenn man zu viel trinkt, kann man doch wieder reden...oder hat ihr jemand etwas ins Met gemacht? Oder lag es an dem Sturz? An ihrem Wahrtraum? Sehr mysteriös  ;D

Zum Glück haben sie Stormhavn jetzt endlich verlassen!  Ich will endlich zu Lärkas Tante, die vielleicht etwas aufklären kann...

Oje, es kommt wie es kommen musste. Eigentlich wollten sie ja den Wald meiden, aber dann bricht das Packpferd aus und Lärka schnell hinterher, schließlich kann sie ja nicht einfach ihre Kette + Brief davon laufen lassen! Und Arild natürlich hinterher  :herz: Als sie das Pferd endlich hatten, haben sie keinen Ausweg mehr gefunden  :o
Das war für mich eindeutig das gruseligste Kapitel überhaupt! Schon alleine der Name "Blutwald" bescherrt mir eine Gänsehaut. Dabei kann ich Blut doch weder sehen noch hören...und v0rallem nicht nachts um 2 Uhr als ich das Kapitel gelesen hatte  :-[
In einem Wahrtraum erfährt Lärka, wie sie den Wald erlösen kann und als sie aufwachte, konnte sie wieder reden! Also war der Wahrtraum an ihrer Sprachlosigkeit schuld, oder?

Besonders schön fand ich, als Arild über die Wolken spricht:
Zitat
Die Wolken machen den Himmel lebendig. Ich sehe, wo sie geboren wurden, ob im Meer, von einem See, an einer Küste oder an einem Berghang. Sie zeigen Dinge, über die sie hinweggezogen sind: eine Flut, ein Feuer, wunderliche Tiere, fliehendes Wild, einen Sturm, eine große Stadt. Und sie zeigen mir den Weg...
Ich glaube ich habe mich verliebt :herz: Also, wenn Lärka Arild nicht will, dann nehme ich ihn halt  ;D

Tja, Lärkas schlechtes Gewissen wird wohl immer größer...schließlich hat Arild in dem Wald nichts von dem Wasser oder Essen zu sich genommen, sondern alles Lärka gegeben...
Arild hat sicherlich mit dem "Herz-der-Berge-Stein" die Quelle geöffnet. Grimhorn wird da sicherlich nicht begeistert sein...aber wenigstens ist der Blutwald jetzt nicht mehr so düster  :)

Zitat
Die Sonne schien durch das hellgrüne Blätterdach und tauchte alles in einen zartgoldenen Schein. Lärka wünschte sich, die Zeit möge stehen bleiben. Es war so friedlich. Hier waren nur sie beide, und der Wald war ihr prächtiger Palast, in dem sie für immer mit Arild bleiben könnte. Sie hätten alles, was sie brauchten, und sie beide wären ihrem Schicksal entflohen.
Eindeutig meine Lieblingsstelle bisher :herz: Das könnte ich immer und immer wieder lesen. Ganz toll.

 :winken:
“Du warst mein Schwert und mein Schild, als ich mich nicht zu schützen vermochte. Männer wie du sind selten, Ollowain. Danke, dass du an meiner Seite stehst. Du bist das Licht in meinen dunkelsten Stunden.”
Bernhard Hennen - Elfenlicht

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Offline Kristin

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Danke Kathchen - es ist auch eines meiner Lieblingskapitel - wenn alle durch sind, schreibe ich noch ein paar Takte dazu.
Liebe Grüße
Kristin

Offline Seychella

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Was für ein geniales Kapitel!  8)

Für mich hört es sich so an, als ob an Lärkas Sprachlosigkeit nicht vorrangig der Wahrtraum, sondern ihr Benehmen in ihm Schuld war. Ihr wütendes, selbstbezogenes Rumgeschreie - so laut und ausdauernd, dass für die reale Welt nichts von ihrer Stimme mehr übrig blieb.
Die Erlebnisse haben sie verändert, sie ist ein gutes Stück reifer geworden - und denkt nun auch mehr an andere Menschen.
Das sah man auch, als sie dem Packpferd in den Blutwald folgte - sie versuchte, Arild deutlich zu machen, dass er zurück bleiben soll. Was dieser natürlich nicht tut, aber immerhin hat sie es versucht und in all dem Chaos so weit gedacht. Beeindruckt hat mich auch, dass sie das Erbe ihrer Mutter über ihr Leben gestellt hat.

Jetzt zu den Gorunnen!  ;D Bereits bei der Geschichte des Kampfes aus der Sicht der Geestleute musste ich an die Kelten denken, habe das aber auf meine schon länger währende Vorliebe geschoben. Nach diesem Kapitel besteht da aber kein Zweifel mehr über die Kinder der Bäume. Und das Nementona im Lied war noch eine Bestätigung dafür - Nemeton, der heilige Hain.
Den Blutwald fand ich zwar mysteriös und auch gefährlich, aber ich war mir sicher, dass Lärka als letzte Lösung zur Kette greift. Die vergangenen Ereignisse in dem Wald empfand ich dann viel unheimlicher und eindringlicher, ich hatte da teilweise sehr klare Bilder vor Augen. Besonders als der Wald sich vom Blut der Gorunnen ernährt, ihm danach der Verrat an seinen Kindern klar wird - und er seitdem dazu verflucht war, sich von Blut zu ernähren.

Lärka und Arild haben es zusammen geschafft, dass der Wald geheilt wurde. Der kurze Frieden im jetzt nicht mehr blutenden Wald gönne ich den beiden aus vollem Herzen, denn ich glaube dass Grimberg Arild durch die Benutzung des Herz-der-Berge-Steins aufspüren wird und vernichten will - entweder direkt, oder durch seine Diener.
Das Geschenk des Waldes an Lärka war für mich auch ein wundervoller Moment - emotional, glücklich, voller Bilder und Möglichkeiten. Jetzt bin ich gespannt, wie Arild reagiert, wenn sie ihm von den Ereignissen der Nacht erzählt, in der sie ihre Stimme verlor.
Und wieso hat sie der Druide in Hirschgestalt als "Tochter Ardoinnas" bezeichnet - was bedeutet das? Ob das von Arduinna, der keltischen Göttin des Waldes abstammt? Würde ja sehr gut passen, schließlich ist sich Lärka nun sicher, was ihre Berufung ist.

Und Jörn hat Trond also doch den Brief gegeben! Wieso hat er denn entgegen den Anweisungen des Küstenthans gehandelt? Er hätte diesen Brief doch verbrennen sollen, wenn er ihn nicht dem alten Dorfthan übergeben kann...
Verzauberte Grüße,
Seychella

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Offline Miramis

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Hallo,

das war wirklich ein sehr mitreissendes Kapitel!

Lärkas fortdauernde Sprachlosigkeit empfand ich als sehr bedrückend; ich stelle mir das schrecklich vor, wenn man seinen Gefährten unbedingt etwas sagen muss und plötzlich nicht mehr reden kann. Natürlich kann nicht alleine der Met an diesem Zustand schuld sein. Ich denke aber auch nicht, dass die Wahrträume und die Kette an diesem Zustand schuld sind, ich würde eher an eine Spätfolge der Begegnung mit dem Düsterschlund denken. Die einen verlieren ihre Seele..... die anderen ihre Sprache. So oder so ähnlich.  ;)

Die Stimmung in der Stadt wirkt weiterhin bedrohlich auf mich, obwohl mit dem neuen Gastgeber Wygard ein wenig Sicherheit ins Spiel zu kommen scheint. Aha, Trond sitzt also längst nicht so sicher im Sattel wie er es allen vermitteln möchte. Er kann durchaus bei der Wahl zum Dorfthan durchfallen. Wahnsinn, sogar eine Beihilfe beim Tod seines Vaters wird von den Dorfbewohnern nicht ganz ausgeschlossen. Das wäre ja der Hammer.

Zum Glück reisen unsere Gefährten wieder, das können sie nach meinem Geschmack gar nicht oft und lange genug machen.  ;D Und plötzlich sind Lärka und Arild alleine im Blutwald. Diese Abschnitte fand ich ziemlich gruselig, und die Gruselstimmung bestimmt die Atmosphäre so, dass kaum ein Knistern zwischen Lärka und Arild möglich ist. Wobei trotz allem etwas in der Luft liegt, aber eben nicht greifbar.

Sehr schön fand ich auch den mystischen Anstrich, den die Geschichte ab hier bekommt. Die Legende über den Kampf zischen Gorunnen und Geestländern, die versiegelte Quelle und die schreckliche Prägung der Bäume des Blutwaldes, das alles gefiel mir sehr gut. Und vor allem, Lärka und Arild tragen beide ihren Teil an magischen Gaben bei, um den Wald von seinem Fluch zu erlösen und sich selbst dadurch zu retten. Sehr schön gemacht, Kristin!

Lärka kann nach ihrem Wahrtraum wieder sprechen; für mich ist das eine Art Heilungsakt, den sie durch die Kette und ihren Traum erfährt. Sehr beeindruckend fand ich Arilds Vorstellung, und nun kann man langsam erahnen, welch gewaltige Macht so ein Steinkönig innehat. Kein Wunder, dass sich ganze Berge dagegen wehren und ankämpfen. Und Arild selbst hat sich dabei ganz schön verausgabt.

Nachdem der Gruselfaktor durch unsere beiden Protagonisten beseitigt ist, kann ich dem Blutwald einiges abgewinnen. Das ist ein richtig romantisches und poetisches Fleckchen, und ich genoss es sehr, dass die Welt einen Moment lang völlig in Ordnung zu sein scheint. Aber wir wissen ja genau, dass es nicht so ist; es gilt, eine Verschwörung aufzudecken. Und dank Lärkas zurückgekehrtem Sprachvermögen sollte der Aufklärung nun nichts mehr im Wege stehen.

Viele liebe Grüße  :winken:
Miramis

Offline Miramis

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Zum Glück haben sie Stormhavn jetzt endlich verlassen!  Ich will endlich zu Lärkas Tante, die vielleicht etwas aufklären kann...
Ja, mir geht es auch so, dass ich schon der Ankunft bei Rutlindis entgegenfiebere. Vielleicht erfahren wir dann endlich näheres über den Brief von Audhild.

Arild hat sicherlich mit dem "Herz-der-Berge-Stein" die Quelle geöffnet. Grimhorn wird da sicherlich nicht begeistert sein...aber wenigstens ist der Blutwald jetzt nicht mehr so düster  :)
Das ist sicher auch eine interessante Frage, ob und wie Grimhorn auf diese Machtdemonstration reagiert. Wobei er selbst ja nicht betroffen ist; aber er hat sicher mitbekommen, was passiert ist - wenn er schon alleine das Auffinden des Herz-Berg-Steines gespürt hat.

Die Erlebnisse haben sie verändert, sie ist ein gutes Stück reifer geworden - und denkt nun auch mehr an andere Menschen.
Das sah man auch, als sie dem Packpferd in den Blutwald folgte - sie versuchte, Arild deutlich zu machen, dass er zurück bleiben soll. Was dieser natürlich nicht tut, aber immerhin hat sie es versucht und in all dem Chaos so weit gedacht. Beeindruckt hat mich auch, dass sie das Erbe ihrer Mutter über ihr Leben gestellt hat.
Ich finde auch, dass Lärka zunehmend erwachsener und verantwortungsvoller wirkt.

Das Geschenk des Waldes an Lärka war für mich auch ein wundervoller Moment - emotional, glücklich, voller Bilder und Möglichkeiten.
Eine ganz starke Szene! Sie hat immer vergeblich nach Wissen und Lernen gedürstet, und jetzt bekommt sie alles auf dem silbernen Tablett. Das hat mich sehr für sie gefreut und ich finde, sie hat sich dieses Geschenk auch verdient.

Jetzt bin ich gespannt, wie Arild reagiert, wenn sie ihm von den Ereignissen der Nacht erzählt, in der sie ihre Stimme verlor.
Zum Glück kann sie es ihm endlich erzählen, ich dachte schon, sie bleibt jetzt auf Dauer stumm. Mal sehen, was er dazu sagt...

 :winken:

Offline Tammy1982

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Hallo Ihr Lieben,

Ja, Grimberg scheint nicht besonders gut auf die Wolkenhüter zu sprechen zu sein. Aber wohin wurden die Wolkenhüter verbannt? Ist "Darre" ein Ort, weil er groß geschrieben ist? Oder irgendein Bereich, aus dem sie nicht mehr wegkommen?  :-\ Ich bin ja sehr gespannt.

So, Lärka kann wirklich nicht mehr reden. Gegen Ende des Abschnittes wird ja doch klar, dass das daran liegt, dass sie wohl besoffen einen Wahrtraum herauf beschwören wollte und sich in Selbstmitleid gesuhlt hat. So zumindest interpretiere ich das jetzt mal.
Aber zuerst ist es auf jeden Fall sehr schlimm, dass sie nicht mehr reden kann. Kann sie doch Arild nicht vor der Gefahr warnen. Zuerst hatte ich ja gehofft, sie könnte sich durch Zeichensprache verständlich machen, aber das ging dann leider doch nicht! Ach je! Das stelle ich mir ganz schlimm vor. V. a. wenn man nicht einmal schreiben kann!  :o

Valgrim und seine Begleiter konnten einen der beiden seelenlosen Männer zurück bringen. Aber da haben wohl nicht sie zu seiner wirklichen Rettung beigetragen, sondern der Vogel, der seine Seele / Bewusstsein (?) entführt hat, wurde angegriffen. Da hat der Gute wohl Glück gehabt. Trotzdem stellt sich die Frage: Wer schickt diese Vögel? Nach welchen Prinzipien werden die Opfer ausgewählt und wo werden die Seelen hingebracht?  :-\

War ich froh, als sich die Reisegruppe endlich wieder auf den Weg macht!  :schwitzen: Ich denke zwar, dass wir Trond jetzt nicht so einfach losgeworden sind, aber sie verschaffen sich so wenigstens eine gewisse Verschnaufpause, bis Lärka dann auch wieder ihre Stimme zurück hat!
Interessant fand ich auch, dass Trond nicht unbedingt zum Dorfthan gewählt werden muss und dass sogar schon das Gerücht umgeht, dass er vielleicht doch etwas mit dem Tod von seinem Vater zu tun hat. Vermutet habe ich es ja gleich, aber vielleicht war es auch wirklich nur ein Zufall!

Die Szenen im Blutwald waren richtig düster und ich musste die Seiten richtiggehend verschlingen, weil ich UNBEDINGT wissen wollte, wie sie aus diesem furchtbaren Wald wieder herauskommen. Dass Lärka dann die Kette zu ihrer Rettung einsetzt und so auch wieder ihre Stimme bekommt, fand ich super. Das Mysterium des Waldes hat mich auch sehr berührt und die Szenen, als Lärka zum Wald singt und er wieder erblüht, fand ich einfach wunderschön!
Jetzt zeigt sich auch, dass Arild wohl wirklich der nächste Steinkönig ist. So wie er die Felsbrocken wegschleudern kann, muss er schon über einige Macht verfügen. Hoffentlich vertraut Lärka ihm jetzt auch endlich ihr Geheimnis an, nach dem sie gesehen hat, über welche Fähigkeiten er verfügt. Aber natürlich ist jetzt noch wichtiger, dass sie ihm von der Gefahr erzählt, in der er schwebt!

Liebe Grüße
Tammy

Offline Tammy1982

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Hallo Ihr Lieben,

Die Erlebnisse haben sie verändert, sie ist ein gutes Stück reifer geworden - und denkt nun auch mehr an andere Menschen.
Das sah man auch, als sie dem Packpferd in den Blutwald folgte - sie versuchte, Arild deutlich zu machen, dass er zurück bleiben soll. Was dieser natürlich nicht tut, aber immerhin hat sie es versucht und in all dem Chaos so weit gedacht. Beeindruckt hat mich auch, dass sie das Erbe ihrer Mutter über ihr Leben gestellt hat.
Ich finde auch, dass Lärka zunehmend erwachsener und verantwortungsvoller wirkt.
Ja, da kann ich euch nur zustimmen. In diesem Kapitel zeigt sie sehr viel Reife und denkt auch mehr über ihre Taten nach. Das Erlebnis in Stormhavn, so schlimm es auch war, hatte wohl doch was Gutes.

Arild hat sicherlich mit dem "Herz-der-Berge-Stein" die Quelle geöffnet. Grimhorn wird da sicherlich nicht begeistert sein...aber wenigstens ist der Blutwald jetzt nicht mehr so düster  :)
Das ist sicher auch eine interessante Frage, ob und wie Grimhorn auf diese Machtdemonstration reagiert. Wobei er selbst ja nicht betroffen ist; aber er hat sicher mitbekommen, was passiert ist - wenn er schon alleine das Auffinden des Herz-Berg-Steines gespürt hat.
Darauf bin ich jetzt auch schon sehr gespannt. Ich bin mir sicher, dass Grimhorn mitbekommen hat, dass da ein möglicher Stein-König am Werk ist und ich befürchte, dass ihn jetzt auch die Wolken nicht mehr beruhigen können.

Sehr schön fand ich auch den mystischen Anstrich, den die Geschichte ab hier bekommt. Die Legende über den Kampf zischen Gorunnen und Geestländern, die versiegelte Quelle und die schreckliche Prägung der Bäume des Blutwaldes, das alles gefiel mir sehr gut. Und vor allem, Lärka und Arild tragen beide ihren Teil an magischen Gaben bei, um den Wald von seinem Fluch zu erlösen und sich selbst dadurch zu retten. Sehr schön gemacht, Kristin!
Dem kann ich mich nur anschließen.  8)

Für mich hört es sich so an, als ob an Lärkas Sprachlosigkeit nicht vorrangig der Wahrtraum, sondern ihr Benehmen in ihm Schuld war. Ihr wütendes, selbstbezogenes Rumgeschreie - so laut und ausdauernd, dass für die reale Welt nichts von ihrer Stimme mehr übrig blieb.
Ja, so habe ich das auch verstanden. Aber wohl gemischt: Ihre egoistische Art und Weise gekoppelt mit dem Wahrtraum haben zu ihrer Sprachlosigkeit geführt!

Und Jörn hat Trond also doch den Brief gegeben! Wieso hat er denn entgegen den Anweisungen des Küstenthans gehandelt? Er hätte diesen Brief doch verbrennen sollen, wenn er ihn nicht dem alten Dorfthan übergeben kann...
Das hatte ich ganz vergessen. Aber es stimmt. Jörn sollte den Brief ja wirklich nur dem alten Dorfthan geben. Aber er hat sich wohl genauso von dem liebeswürdigen Auftreten Tronds blenden lassen, wie Lärka...  :(

Liebe Grüße
Tammy

Offline Mascha

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  • Als Gott die Zeit machte, machte er genug davon.
Lärkas Sprachlosigkeit habe ich mir wie eine Art Trauma vorgestellt. Sie wurde durch die Erlebnisse ihres Wahrtraums ausgelöst. Hier mußte sie ja erleben, dass Trond ihren Vater in einen Hinterhalt locken will und er sie als nützliche Nebengabe sieht  >:(  Und somit habe ich auch gleich vermutet, dass sie ihre Stimme auch durch ein ähnlich starkes Erlebniss wieder bekommt. Und so war es ja dann auch. Erst die Verfolgung des Packpferdes in den Blutwald, dann haben sie und Arlid sich auch noch darin verirrt. Erst nach dem Lärka ihre Kette wieder zum Einsatz bringt, bekommt sie den Hinweis wie sie sich und dem Wald helfen kann. Das war eine absolut mystische und spannede Stzene. Ich kann nur sagen: Mehr davon  :winken:

Gruß Jutta

Offline Kristin

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Hallihallo,
es wundert mich, dass sich keiner an der Eingangsszene erfreuen konnte, wo Jörn sich so richtig in Schadenfreude übt und Lärka - so bedauernswert sie auch sein mag - auf die Schippe nimmt. Mir hat es jedenfalls Spaß gemacht, ihm die Gemeinheiten in den Mund zu legen >:D

Den Blutwald habt ihr genau richtig verortet. Ich hatte mich zu der Zeit mit dem Thema "Traumatisierung" beschäftigt und mich gefragt, wie das wohl bei einem Wald aussähe.

So. Wollt ihr euch mal richtig gruseln? :o Wer es mag, der kann die kleine Begebenheit lesen, die dem Blutwald seine Unheimlichkeit gab: Wir waren im Urlaub in den Bergen wandern. Da sah ich im halbhohen Gras einen kleinen Vogel sitzen. Vorsichtig ging ich näher heran und wunderte mich schon, dass er nicht weg flog. Ich ging noch ein wenig näher heran, da flatterte das Tier leicht mit den Flügeln - und - uahh - auf einmal krabbelte aus dem Gefieder ganz viel kleines Getier, das sich schnell unter dem Vogel verkroch. Man sah dem Vogel nichts von außen an, aber was sich daraufhin in meinem Kopf abspielte werde ich so schnell nicht vergessen.

Gruselgrüße
Kristin

Offline Tammy1982

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Hallo Ihr Lieben,

es wundert mich, dass sich keiner an der Eingangsszene erfreuen konnte, wo Jörn sich so richtig in Schadenfreude übt und Lärka - so bedauernswert sie auch sein mag - auf die Schippe nimmt. Mir hat es jedenfalls Spaß gemacht, ihm die Gemeinheiten in den Mund zu legen >:D
Soso, da ist wohl jemand richtig böse!  >:D ;D Ich muss sagen, dass ich viel zu gespannt war, ob Lärka es irgendwie schafft sich doch verständlich zu machen und die anderen zu warnen, als dass ich viel über die Schadenfreude nachdenken konnte.  ;)

So. Wollt ihr euch mal richtig gruseln? :o Wer es mag, der kann die kleine Begebenheit lesen, die dem Blutwald seine Unheimlichkeit gab: Wir waren im Urlaub in den Bergen wandern. Da sah ich im halbhohen Gras einen kleinen Vogel sitzen. Vorsichtig ging ich näher heran und wunderte mich schon, dass er nicht weg flog. Ich ging noch ein wenig näher heran, da flatterte das Tier leicht mit den Flügeln - und - uahh - auf einmal krabbelte aus dem Gefieder ganz viel kleines Getier, das sich schnell unter dem Vogel verkroch. Man sah dem Vogel nichts von außen an, aber was sich daraufhin in meinem Kopf abspielte werde ich so schnell nicht vergessen.

:o :o :o

Liebe Grüße
Tammy


Offline Miramis

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Hallo Ihr Lieben,

es wundert mich, dass sich keiner an der Eingangsszene erfreuen konnte, wo Jörn sich so richtig in Schadenfreude übt und Lärka - so bedauernswert sie auch sein mag - auf die Schippe nimmt. Mir hat es jedenfalls Spaß gemacht, ihm die Gemeinheiten in den Mund zu legen >:D
Soso, da ist wohl jemand richtig böse!  >:D ;D Ich muss sagen, dass ich viel zu gespannt war, ob Lärka es irgendwie schafft sich doch verständlich zu machen und die anderen zu warnen, als dass ich viel über die Schadenfreude nachdenken konnte.  ;)

Doch, doch, mir ist das schon aufgefallen - aber ich hatte eher Mitleid mit Lärka. Ist sie doch eh in einer solch verzwickten Lage, und dann kommt auch noch dieser unsensible Jörn daher und streut Salz in die Wunden.  ::) ;)

Offline Mascha

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Hallihallo,
es wundert mich, dass sich keiner an der Eingangsszene erfreuen konnte, wo Jörn sich so richtig in Schadenfreude übt und Lärka - so bedauernswert sie auch sein mag - auf die Schippe nimmt. Mir hat es jedenfalls Spaß gemacht, ihm die Gemeinheiten in den Mund zu legen >:D

Da muß ich mich den beiden anderen gleich anschließen. Ich habe zwar auch etwas geschmunzelt, aber da ja während der Lesezeit gerade Karneval war, und ich solche Kopfschmerzen kenne  :-[ habe ich eher mit Lärka gelitten. Und solche Kommentare wie die von Jörn, mag ich dann auch nicht  :(
Gruß Jutta

Offline Kristin

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Ach ja, es gab noch einen Gedanken bei Kap5, aber den habt ihr nach meinem Gefühl alle selbst entdeckt: Als Lärka und Arild sich auf der Straße nach Osgund befinden (noch vor dem Blutwald) kann sie nicht reden und muß stumm den anderen folgen. Im Verlauf des Kapitels aber findet sie nicht nur ihre Stimme sondern auch Selbstbewußtsein und sie ist es, die die Führung übernimmt und den erschöpften Arild hinter sich herzieht. Das wollte ich Lärka einfach gönnen! :klatschen:
Liebe Grüße
Kristin

Offline Miramis

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@Kristin: genau, das ist eine der Szenen, auf die hin ich fand, Lärka wirkt viel erwachsener als vorher. Sie traut sich Verantwortung zu übernehmen und ist eine Stütze für ihre Begleiter. Und was Arild betrifft, fand ich es sehr angenehm, dass auch er seine Schwächen hat und mal verzagt ist. Einen Superhelden hätte ich dir ungern abgenommen.  ;D

 

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