Autor Thema: 02 - Die Hüter der Wolken - Kapitel 2 (Seite 95 bis Seite 130)  (Gelesen 3240 mal)

Offline Miramis

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Hier könnt Ihr zu Kapitel 2 schreiben (Seite 95 bis Seite 130)

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« Letzte Änderung: 15. Februar 2009, 00:06:19 von Miramis »

Offline Mascha

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Lärka ist dem Düsterschlund gerade noch mal entkommen, aber so ganz ungeschoren ist sie wohl doch nicht davongekommen. Heutzutage würde man wohl sagen, sie hat ein Trauma. Deshalb kann sie sich auch nicht das Kleid über den Kopf ziehen, aus Angst vor der Dunkelheit. Jetzt ist sie wieder zu Hause und wir lernen auch ihren Vater nun kennen. Eigentlich ist der doch ganz symphatisch.  Er gibt Lärka ein Kästchen dass er ihr von ihrer Mutter geben soll. Eine schöne Kette ist darin, wohl ein altes Familienstück.
Nicht sehr nett fand ich ja was sie über Arild zu Jörn sagt. Auch wenn sie tatsächlich der Meinung ist, er wäre einfach weggelaufen statt ihr zu helfen, hätte sie wohl erstmal mit ihm darüber sprechen sollen. Arild gefällt mir einfach sehr gut und ich glaube, dass er eine ganz besondere Rolle hier spielt. Naja und dann bekommt sie auch noch so ein schönes Geschenk von ihm. Aber wenigstens schämt sie sich ein bisschen  :-[
Das Lärka nicht lesen kann hat mich sehr erstaunt. Irgendwie hatte ich den Eindruck, sie wäre schon ziemlich gebildet. Aber eigentlich haben wir ja noch nicht wirklich viel von ihrer Erziehung und ihrer Kindheit erfahren. Schade, dass sie jetzt nicht weiß was in dem Brief ihrer Mutter steht. Schade auch für uns. Ich wüßte es doch zu gerne.

Sehr spannend fand ich Lärkas Wachtraum. Hat sie denn jetzt wirklich geträumt oder war es so ähnlich wie bei ihrer Mutter, dass die "Seele" auf Reisen geht? Jedenfalls hört sie viele interessante Dinge. Arild hat sie also vor dem Düsterschlund gerettet. Jetzt hat sie tatsächlich Grund Abbitte zu leisten, allerdings müßte sie dann zugeben, woher sie das denn weiß. Auch von ihrer bevorstehenden Heirat "träumt" sie. Eine arrangierte Heirat, und schon ist mir der Vater nicht mehr ganz so symphatisch  ;) Und was hat es denn mit den Kranken auf sich, von denen Ardil und Valgrim erzählen. Das hört sich ja schrecklich an, fast so wie lebende Tote  :o  Zuletzt sieht sie noch einen schwarzen Vogel der mit Kori, Jörns Bruder, davonfliegt.

Lärka kann sich am nächsten Morgen nicht mehr an den Traum erinnern. Jedenfalls nicht mehr genau und in allen Einzelheiten. Hier hätte ich fast gedacht, es  war halt tatsächlich nur ein Traum.Aber als ihr Vater sie dann auf die Reise schickt und die Reise auch nach Frenemund gehen soll, erinnert sie sich wieder an die Heirat.

Das Buch liest sich weg wie nichts und ich weiß noch nicht wie ich mich bremsen soll um nicht zu weit vorzupreschen :-[  Aber eigentlich ist Kristin das schuld. Es ist einfach superspannend.
Gruß Jutta

Offline Seychella

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Wenn ich es richtig verstanden habe, müsste der Düsterschlund ja ein als willige Bestie bezeichneter Bär sein, der die Düsternis des Berges verbreitet. Und es gibt mehrere von ihnen, vielleicht ja auch andere Tierarten. Die Düsterschlünde verbreiten Wahnsinn, warum eigentlich? Wäre es nicht "effizienter", die große Kraft dieser Tiere zu nutzen und einfach soviele Menschen wie möglich zu töten oder schwer zu verletzen? So ist es natürlich viel gruseliger, wie kann man ohne seine Erinnerungen leben? Was passiert eigentlich mit diesen gestohlenen Erinnerungen, gelangen sie zum Berg oder erlöschen sie einfach?

Lärkas Reaktion auf die Hilflosigkeit erscheint mir menschlich. Die einzige Person, die ihr etwas über ihre Mutter erzählt hat, musste sterben, weil niemand ihr geholfen hat. Nun gibt es niemanden mehr, der Licht ins Dunkel bringen kann und so etwas wie ihre Verbindung zu ihrer Mutter ist. Ich fand ihre Worte ehrlich, außerdem hat sie ja zu Jörn darüber gesprochen - und die beiden Wanderer nicht direkt damit konfrontiert. Das Arild ihre letzten Worte mit angehört hat, ist eben... Schicksal?

Lärkas "Visionen" haben mir sehr gefallen und hatten eine besondere Atmosphäre. Ein ungewohntes Bild, und ziemlich lehrreich. Die Kette muss damit etwas zu tun haben, schließlich trug sie sie beim Aufwachen noch. Sie scheint auf dieser Traumreise Dinge anders wahrzunehmen, von einer anderen Ebene aus Licht und Schatten zu beobachten. Die Form der Schatten, die womöglich den Charakter abbilden. Sie "hört" die Gespräche oft nicht, sondern erlebt einzelne Szenen. Und sie hört die Gedanken ihres Vaters.
Arild hat ja etwas gespürt, eine andere Anwesenheit. Weiß er, dass sie das war?

Wirklich sehr schade, dass Lärka nie Lesen und Schreiben lernen durfte. Da hat sie die Aufzeichnungen ihrer Mutter vor Augen, und kann doch nichts damit anfangen. >:(
Und wer ist Valgrim? Jemand aus der königlichen Familie? Ich drücke jedenfalls fest die Daumen, dass es Felor ist. Auch wenn es noch so unwahrscheinlich klingen mag - der Steinwächter kann doch nicht auf diese Art gestorben sein... Die Hoffnung stirbt zuletzt. :)
Verzauberte Grüße,
Seychella

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Offline Mascha

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  • Als Gott die Zeit machte, machte er genug davon.
Zitat von: Seychella
Lärkas "Visionen" haben mir sehr gefallen und hatten eine besondere Atmosphäre. Ein ungewohntes Bild, und ziemlich lehrreich. Die Kette muss damit etwas zu tun haben, schließlich trug sie sie beim Aufwachen noch.

Auf´die Idee wäre ich jetzt nicht gekommen, aber durchaus möglich. Ich hatte eher vermutet, dass es etwas mit ihrem Festtag zu tun hat. Mit ihrer "Volljährigkeit"  ;) und sie jetzt bereit ist in die Fußstapfen der Mutter zu treten.
Gruß Jutta

Offline Miramis

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Diese "Vorworte" zu den einzelnen Kapiteln gefallen mir sehr gut; sie schildern die Perspektive des Berges, der wohl keine unbedeutende Rolle in der Geschichte spielt. Seine willige Bestien, von denen eine verloren ging -  da musste ich gleich wieder an der Bär denken, der ja gleichzeitig ein Düsterschlund war, was immer das genau auch sein mag.

Ich finde es verständlich, dass Lärka nach ihrer schauderhaften Begegnung mit dem Düsterbär ein wenig Nerven zeigt; aber genauso schnell hat sie sich auch wieder gefasst, als die Rückkehr ihres Vater angekündigt wird. Dass sie an ihrem Geburtstag ein Erbstück ihrer Mutter erhält, war sehr ergreifend. Ich dachte mir aber sofort, dass dieses Schmuckstück nicht nur rein zur Zierde dient, sondern auch eine Funktion hat. Darin fühlte ich mich später dann bei Lärkas Traum bestätigt. Ja, und dann erst dieser Brief... ich bin schon sehr gespannt, was darin steht. 

Aber auch Arilds Geschenk ist sehr gut ausgewählt, ein Grundstock für einen Kräutergarten - genau das, was Lärka jetzt am dringendsten braucht. Neben einem Fleckchen Land natürlich.  ;)

Die drei Schatten am Kamin aus Lärkas Traum ergeben ein interessantes Bild. So manches aus dem Traum erscheint mir noch rätselhaft, aber was auf der Hand liegt: Arild hat den Düsterschlund getötet! Und ist dabei ein großes Risiko eingegangen, denn er hätte bei der Aktion selbst getötet werden können. Im Laufe des Gesprächs kommt auch zur Sprache, dass Hakon (der Hakon) Arlid und Valgrim für tot hält. Damit verdichtet sich die Wahrscheinlichkeit, dass es sich bei den beiden um Überlebende des Überfalls im Moor handelt, und Arlid in Wirklichkeit Ethandras ist.

Für Lärka gibt es ein böses Erwachen, denn ihr steht eine Reise bevor, die offensichtlich nur ein Ziel hat: sie unter die Haube zu bringen. Und als einziger Kandidat steht da Barung zur Auswahl, den sie ihrerseits nun wieder gar nicht leiden kann. Das kann ja noch heiter werden...

Viele liebe Grüße  :winken:
Miramis

Offline Tammy1982

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Hallo Ihr Lieben,

so ganz spurlos ist die Begegnung mit dem Bären an Lärka nicht vorbei gegangen. Sie führt schon so Gedankengänge, ob es nicht einfacher wäre einfach zu resignieren, als sich noch viel zur Wehr zu setzen.
Ihr Vater erscheint mir zuerst auch ganz sympathisch. V. a., dass er ihr die Kette ihrer Mutter schenkt, fand ich richtig schön. Jedoch zeigt er dann später eine ganz andere Seite.

In ihrem Traum bzw. ihrer Vision kann Lärka Arild, ihren Vater und Valgrim belauschen. Also sie sieht nicht wirklich sie, sondern nur Gestalten, die sie als diese identifiziert und sieht den Inhalt des Gespräches vor ihren Augen.
Zitat von: Seychella
Lärkas "Visionen" haben mir sehr gefallen und hatten eine besondere Atmosphäre. Ein ungewohntes Bild, und ziemlich lehrreich. Die Kette muss damit etwas zu tun haben, schließlich trug sie sie beim Aufwachen noch.
Auf´die Idee wäre ich jetzt nicht gekommen, aber durchaus möglich. Ich hatte eher vermutet, dass es etwas mit ihrem Festtag zu tun hat. Mit ihrer "Volljährigkeit"  ;) und sie jetzt bereit ist in die Fußstapfen der Mutter zu treten.
Mir hat diese Vision auch sehr gut gefallen und ich hatte zuerst vermutet, sie hängt vielleicht mit ihrem Erlebnis mit dem Düsterschlund zusammen. Aber da ihre Mutter ja auch über solche Fähigkeiten verfügt hat und Lärka mit ihrer Kette ins Bett gegangen ist, finde ich die Vermutung, dass die Kette damit vielleicht eher was zu tun hat, schon wahrscheinlicher.

So ist es natürlich viel gruseliger, wie kann man ohne seine Erinnerungen leben? Was passiert eigentlich mit diesen gestohlenen Erinnerungen, gelangen sie zum Berg oder erlöschen sie einfach?
Das ist eine interessante Frage! Bin gespannt, ob wir die Antwort dazu noch erhalten!

Tija, Lärka hat da wohl vorschnell ihre Schlüsse gezogen gehabt, in der Annahme, dass Arild und Valgrim sie einfach alleine gelassen hätten. In Wirklichkeit hat sich die ganze Geschichte ein bisschen anders abgespielt und ich finde es gut, dass Lärka das jetzt erfahren hat und sich auch ein bisschen zumindest schämt. Ich kann verstehen, dass sie enttäuscht und entsetzt war, dass niemand ihr offentsichtlich zu Hilfe geeilt ist, aber man sollte auch nicht vorschnell urteilen...  ;)

Soso, ihr Vater hat also doch Heiratspläne mit ihr und so richtig überzeugend hören die sich ja nicht an. Und anscheinend hat er auch nicht vor ihr ihren Wunsch zu erfüllen, sondern sie mit Barung gleich zu verheiraten. So richtig sympathisch hört dieser Junge ja bis jetzt noch nicht an. Mal sehen, ob sich die Hochzeitspläne bewahrheiten oder da hoffentlich was dazwischen kommt!  ;D

In ihrer Vision sieht Lärka auch noch wie Kori's Seele von einem Vogel abgeholt wird. Mich würde nur interessieren, wieso muss Kori sterben? Kam er auch in Berührung mit dem Düsterschlund oder mit dem Gift von dem Valgrim und Arild erzählen? Das habe ich irgendwie nicht so richtig mitbekommen!  :-\

Wirklich sehr schade, dass Lärka nie Lesen und Schreiben lernen durfte. Da hat sie die Aufzeichnungen ihrer Mutter vor Augen, und kann doch nichts damit anfangen. >:(
Ja, das finde ich auch ganz schlimm! Ich war schon total gespannt, was ihre Mutter ihr geschrieben hat und dann erfahren wir, dass Lärka nicht lesen kann! Oh man! Wie krass! Ich hatte einfach angenommen, dass sie eine umfassende Bildung erhalten hätte, aber dem ist wohl nicht so. Ihre Tante und auch ihr Vater sehen es wohl nicht als wichtig an, dass sie lesen kann...  :(

Und wer ist Valgrim? Jemand aus der königlichen Familie? Ich drücke jedenfalls fest die Daumen, dass es Felor ist. Auch wenn es noch so unwahrscheinlich klingen mag - der Steinwächter kann doch nicht auf diese Art gestorben sein... Die Hoffnung stirbt zuletzt. :)
Das hoffe ich auch! Es passt aber eigentlich auch sehr gut: Neffe und Onkel sprich Ethandras und Felor...  ;D
Und in der Vision hat ja Lärka auf jeden Fall noch die Überlebenden der Feodriner gesehen, oder? Die grünen Augen sind doch ein eindeutiges Merkmal?  :-\

Liebe Grüße
Tammy  :winken:

Offline Miramis

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Das Lärka nicht lesen kann hat mich sehr erstaunt. Irgendwie hatte ich den Eindruck, sie wäre schon ziemlich gebildet. Aber eigentlich haben wir ja noch nicht wirklich viel von ihrer Erziehung und ihrer Kindheit erfahren. Schade, dass sie jetzt nicht weiß was in dem Brief ihrer Mutter steht.
Das hat mich auch überrascht. Aber ihre Bildung, besonders was die grüne Kunst betrifft,  besteht wohl in erster Linie aus mündlicher Überlieferung. Darum ist es ja auch so fatal, dass sie nun keine Mentorin mehr hat.

Sehr spannend fand ich Lärkas Wachtraum. Hat sie denn jetzt wirklich geträumt oder war es so ähnlich wie bei ihrer Mutter, dass die "Seele" auf Reisen geht?
Ich musste da spontan auch an Calisas Fähigkeit denken, ihr Kind im Traum zu begleiten. Könnte man da Parallelen hineininterpretieren?

Die Düsterschlünde verbreiten Wahnsinn, warum eigentlich? Wäre es nicht "effizienter", die große Kraft dieser Tiere zu nutzen und einfach soviele Menschen wie möglich zu töten oder schwer zu verletzen?
Vielleicht liegt das einfach nicht im Wesen eines Düsterschlundes.  ;)

So ist es natürlich viel gruseliger, wie kann man ohne seine Erinnerungen leben? Was passiert eigentlich mit diesen gestohlenen Erinnerungen, gelangen sie zum Berg oder erlöschen sie einfach?
Das würde mich auch brennend interessieren!

Lärkas "Visionen" haben mir sehr gefallen und hatten eine besondere Atmosphäre. Ein ungewohntes Bild, und ziemlich lehrreich.
Besonders diese drei Gestalten am Feuer fand ich sehr außergewöhnlich und rätselhaft. Haben die Tierbilder vielleicht ein bestimmte Bedeutung?

Viele liebe Grüße  :winken:
Miramis

Offline Miramis

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Wirklich sehr schade, dass Lärka nie Lesen und Schreiben lernen durfte. Da hat sie die Aufzeichnungen ihrer Mutter vor Augen, und kann doch nichts damit anfangen. >:(
Ja, das finde ich auch ganz schlimm! Ich war schon total gespannt, was ihre Mutter ihr geschrieben hat und dann erfahren wir, dass Lärka nicht lesen kann! Oh man! Wie krass! Ich hatte einfach angenommen, dass sie eine umfassende Bildung erhalten hätte, aber dem ist wohl nicht so. Ihre Tante und auch ihr Vater sehen es wohl nicht als wichtig an, dass sie lesen kann...  :(
Vielleicht ist das aber auch nur ein erzählerischer Kniff von Kristin, um den Inhalt von Aughilds Vermächtnis nicht so früh schon preiszugeben.  ;)

Offline Tammy1982

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Lärkas "Visionen" haben mir sehr gefallen und hatten eine besondere Atmosphäre. Ein ungewohntes Bild, und ziemlich lehrreich.
Besonders diese drei Gestalten am Feuer fand ich sehr außergewöhnlich und rätselhaft. Haben die Tierbilder vielleicht ein bestimmte Bedeutung?
Ja, das habe ich mir auch schon überlegt. Ich denke, dass die Tiere schon etwas über die Menschen, die sie darstellen aussagen sollen. Mh, wen haben wir denn da: Vater = Kranich, Valgrim = Steinbock und Arild = Adler. Also bei Arild ist es ja naheliegend: Er hat eine besondere Beziehung zu den Wolken, von daher passt der Adler wohl ganz gut. Die anderen beiden Tiere kann ich jetzt noch nicht deuten, aber vielleicht klärt sich das noch auf...  :-\

Aber auch Arilds Geschenk ist sehr gut ausgewählt, ein Grundstock für einen Kräutergarten - genau das, was Lärka jetzt am dringendsten braucht. Neben einem Fleckchen Land natürlich.  ;)
Und ja auch noch ein Kraut gegen die Düsterkeit, die ja teilweise schon versucht von ihr Besitz zu ergreifen.  :(

Liebe Grüße
Tammy  :winken:

Offline Kathchen

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Hallo ihr Lieben.

Oh man, die arme Lärka. Ich fand die erste Szene sehr bedrückend... Maggai war wohl eine wichtige Bezugsperson für sie...und nun ist sie tot...und niemand kann sich um sie kümmern, schließlich weiß ja niemand etwas darüber...

Und dann taucht endlich Lärkas Vater auf, ich mag ihn irgendwie. Auch wenn er Lärka wohl bereits einem Mann versprochen hat...nur gemein, dass er ihr einfach nichts darüber erzählt  >:(

Zu ihrem Ehrentag bekommt Lärke ein Familienerbstück geschenkt, eine schöne Kette, die ihre Mutter auch schon getragen hatte. Und sie darf sich etwas wünschen. Ihre Gedankengänge konnte ich gut nachvollziehen...schlussendlich entschied sie sich nochmal nach Jaspis zu reisen - mit ihrem Vater.

Lärkas "Traum" fand ich sehr interessant! Arild und Valgrim scheinen ein großes Geheimnis zu haben und ich bin mir langsam sicher, dass sie Ethandras und Felor sind. Nachdem 1. Kapitel hätte ich das für unwahrscheinlich gehalten, aber dass Hakon sie für tot hält, sagt ja schon alles  ;) Aber wie haben sie es geschafft, sich zu befreien? Zufall oder war "ihr Tod" sogar geplant?
Und Arild hat Lärka gerettet und nun wütet natürlich erstmal ihr schlechtes Gewissen in ihr. Aber es ist schon etwas blöd...so über Arild zu reden, war etwas verfrüht, aber nun kann sie es erstmal nicht mehr rückgängig machen...und sie kann sich unmöglich für ihren Fehler entschuldigen ohne von ihrem Traum zu erzählen...und ob das so eine gute Idee wäre? *grübel*
Außerdem erfährt sie, dass ihr Vater sie mit Barung verheiraten will. Oje, das, was Lärka über Barung denkt, hört sich ja gar nicht gut an  :(

 :winken:
“Du warst mein Schwert und mein Schild, als ich mich nicht zu schützen vermochte. Männer wie du sind selten, Ollowain. Danke, dass du an meiner Seite stehst. Du bist das Licht in meinen dunkelsten Stunden.”
Bernhard Hennen - Elfenlicht

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Offline Kathchen

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Die Düsterschlünde verbreiten Wahnsinn, warum eigentlich? Wäre es nicht "effizienter", die große Kraft dieser Tiere zu nutzen und einfach soviele Menschen wie möglich zu töten oder schwer zu verletzen? So ist es natürlich viel gruseliger, wie kann man ohne seine Erinnerungen leben? Was passiert eigentlich mit diesen gestohlenen Erinnerungen, gelangen sie zum Berg oder erlöschen sie einfach?

Hmm...effizienter wäre es sicherlich, aber irgendwie hätte es für mich nicht so gepasst, wenn der Bär die Menschen einfach so umbringen würde. Die Idee, dass er Wahnsinn verbreitet und den Menschen die Erinnerungen stehlt, finde ich da wesentlich besser und angsteinflösender! Was damit passiert, würde mich auch interessieren.

Das Lärka nicht lesen kann hat mich sehr erstaunt. Irgendwie hatte ich den Eindruck, sie wäre schon ziemlich gebildet. Aber eigentlich haben wir ja noch nicht wirklich viel von ihrer Erziehung und ihrer Kindheit erfahren. Schade, dass sie jetzt nicht weiß was in dem Brief ihrer Mutter steht.
Das hat mich auch überrascht. Aber ihre Bildung, besonders was die grüne Kunst betrifft,  besteht wohl in erster Linie aus mündlicher Überlieferung. Darum ist es ja auch so fatal, dass sie nun keine Mentorin mehr hat.

Das ging mir wie euch! Vorallem wegen der Kräuterkunde, etc. hatte ich schon irgendwie gedacht, sie könne Lesen...aber dem war leider nicht so. Hoffentlich findet sie aber schnell jemanden, der lesen kann, damit wir wissen, was in dem Brief steht  ;D

 :winken:
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Offline Kristin

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Guten Abend,
hier ein paar Anmerkungen zu euren Fragen:
Die Düsterschlünde: Über sie werdet ihr später im Buch noch ein bißchen erfahren, dann kann ich auch eure Fragen noch weitergehend beantworten.  :lesen: Stellt euch bis dahin einfach vor, dass der Wahnsinn nur ein - zugegeben schön dramatischer - Seiteneffekt ist. Deshalb wird es auch keine Erklärungen geben, "wohin" die Erinnerungen verschwinden. Die Düsterschlünde waren als willige Bestien tatsächlich für die Jagd auf die Menschen gedacht.
Lärka kann nicht lesen ???: Weiten Teilen der Geestländer liegt eine Wikinger-Kultur zugrunde. Diese Kultur kannte in ihrer Hochzeit fast ausschließlich die mündliche Überlieferung. Wozu also lesen lernen, wenn es nichts zu lesen gab  ;) Die paar Runen mit denen man das Orakel warf oder die man in Bildsäulen ritzte waren nicht so entscheidend, dass jeder - auch jeder Adlige - hätte lesen können müssen. Habt also etwas Nachsicht mit dem Analphabetentum der Heldin

Die Tierschemen: Ja, ganz richtig, sie sollen zur Person passen. Es ist aber dem Leser selbst überlassen, sich mit der Symbolischen Bedeutung oder eurer Subjektiven Deutung der Tiersymbole auseinander zu setzen. Nur eines gebe ich hier mit: Der Kranich ist eine der wenigen monogamen Tierarten, die ihrem Partner ein Leben lang treu bleiben.
 :herz:

Liebe Grüße
Kristin

sternchen28

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So, das zweite Kapitel habe ich nun auch geschafft.

Das Lärka nach der Erfahrung mit dem Bären, dem Dünsterschlund, ersteinmal traumatisiert ist, ist gut nach vollziehbar und, wie bisher ganze Buch eigentlich, sehr eindringlich schildert und gehen unter die Haut.

Nicht so toll fand ich das Verhalten von Lärka Arild gegenüber, ihre Anschuldigungen .... dabei ist alles doch ganz anders,

Seit dem Angriff hat Lärka Wahrträume - sind die ein Ereigniss, das aus dem Angriff hervorgeht oder hat das ganze doch eine andere Ursache??

Beim Vater Lärkas bin ich sehr zwiegespalten. Zum einen liebt er seine Tochter, das merkt man gut. Aber dennoch trifft er, natürlich nur zu ihrem Besten, Entscheidungen über ihre Kopf hinweg. Er will nicht, das sie so wird wie ihre Mutter, aber warum nicht?

Ich seh schon, das  beim Lesen immer mehr Fragen auftauchen, die hoffentlich im Laufe des Buches noch beantwortet werden. Es bleibt spannend.

sternchen28

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Arild und Valgrim scheinen ein großes Geheimnis zu haben und ich bin mir langsam sicher, dass sie Ethandras und Felor sind. Nachdem 1. Kapitel hätte ich das für unwahrscheinlich gehalten, aber dass Hakon sie für tot hält, sagt ja schon alles  ;) Aber wie haben sie es geschafft, sich zu befreien? Zufall oder war "ihr Tod" sogar geplant?

Bei setzt sich immer mehr die Meinung fest, das zumindest Arild der angeblich umgekommene Ethandras ist. Ich glaube hingegen nicht, das Valgrim Felor ist. Hat Hakon nicht gesagt, das man Felors Leiche gefunden hat?

Offline Mascha

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Lärka kann nicht lesen ???: Weiten Teilen der Geestländer liegt eine Wikinger-Kultur zugrunde. Diese Kultur kannte in ihrer Hochzeit fast ausschließlich die mündliche Überlieferung. Wozu also lesen lernen, wenn es nichts zu lesen gab  ;) Die paar Runen mit denen man das Orakel warf oder die man in Bildsäulen ritzte waren nicht so entscheidend, dass jeder - auch jeder Adlige - hätte lesen können müssen. Habt also etwas Nachsicht mit dem Analphabetentum der Heldin
[


Das ist schon eine gute Erklärung dafür. Aber beim Lesen habe ich halt eine Fantasy Welt vor mir und da ist es schwierig (für mich) sie irgendeiner Zeit in der realen Welt, in der realen Vergangenheit zuzuordnen. Obwohl ich jetzt durchaus Ähnlichkeiten sehe  :winken:
Gruß Jutta

 

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