Autor Thema: 01 - Die Hüter der Wolken - Prolog + Kapitel 1 (Anfang - Seite 94)  (Gelesen 5824 mal)

Offline Miramis

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Hallo zusammen,

heute startet die Leserunde zu dem Roman "Die Hüter der Wolken" und  ich darf euch alle recht herzlich dazu begrüßen. Ein besonderer Willkommensgruß und ein Dankeschön geht an unserer Autorin Kristin Falck, die diese Leserunde begleiten wird. Schön, dass du dabei bist, Kristin!

Bitte achtet wie immer auf unsere Regeln und vor allem auf die Abschnittseinteilung, um nichts im voraus zu verrraten.

Jetzt wünsche ich uns allen eine spannende und anregende Lektüre und dazu einen lebhaften Austausch in unserer Runde.

Viel Spaß!

Viele liebe Grüße 
Miramis



Hier könnt Ihr zum Prolog und zu Kapitel 1 schreiben (Anfang bis Seite 94)

Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.
« Letzte Änderung: 15. Februar 2009, 21:29:07 von Miramis »

Offline Miramis

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Mit dem Prolog bin ich durch - ich dachte, ich bin schon lange im ersten Kapitel, und plötzlich blättere ich um und da kommt erst das erste Kapitel!  ;D Aber so etwas kann mich natürlich überhaupt nicht irritieren... ;)

Anfangs hatte ich ein wenig Probleme, die vielen Personen auseinander zu halten - das ist ja eine ganze Menge für den Anfang. Aber Mittelpunkt steht wohl doch die Politik, vertreten durch zwei Seiten: die Feodriner, die zur Zeit keinen traditionellen Steinkönig haben, und Hakon, der die Macht im Lande übernehmen will und sich schon mal vorsorglich mit der verwitweten Königin vermählt hat.

Der ist ja ganz schön skrupellos, so kommt es jedenfalls bei mir an. Stellt da einfach der Reisegruppe nach und lässt alle über die Klinge springen, nur weil er seine Machtposition ungehindert ausweiten will. Was es mit seinem linken Arm wohl auf sich hat, weil dieser so oft erwähnt wird? Oder ist das nur eine Macke? Wir werden sehen...

Calisa ist ein sehr tragische Gestalt; ihre Fähigkeit, ihr Kind im Traum zu begleiten, lässt sie das Schlimmste erleben, was eine Mutter erleben kann. Aber ist Ethandras tatsächlich tot? Ich würde nicht darauf wetten. Was war denn das blausilberne Ding, dass er auf sich zufliegen sah? Bestimmt ist hier noch irgendwas passiert, was wir nicht mehr mitbekommen. Und Ethandras taucht eines Tages als der verlorene Sohn und wahre Erbe auf.  *spekulier*.

Jedenfalls ist der Prolog ganz schön vollgestopft mit Personen und Informationen, die es aufzunehmen gilt, und ich rechne jetzt zu Beginn des ersten Kapitels mit einem Zeitsprung, der uns zum Beginn der eigentlichen Handlung führt.

Viele liebe Grüße  :winken:
Miramis

sternchen28

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Hallo erstmal!

Ich freue mich, bei der Leserunde dabei sein zu dürfen und habe es heute geschafft, das Buch zu beginnen. So wie es sich anlässt, werde ich bestimmt eine Weile brauchen, um das Buch zu lesen.

Wie Miriamis ist mir im Prolog aufgefallen, das viele Personen hier eine Rolle spielen - was zum Anfang für  mich doch sehr verwirrend war. Aber ich denke, mit der Zeit wird das kein Problem mehr sein. Zumal es ja auch ein Personenregister gibt, anhand dessen man agieren kann.

Schockierend war für mich, für Calisa quassi im Traum mit ansehen mußte, wie ihr Erstgeborener stirbt. Das ist mit Sicherheit das schlimmste, was einer Mutter passieren kann.

Hakon mag ich einfach nicht - seine Art, Calisa manipulieren zu wollen - einfach schrecklich. Schließlich ist er es, der den Mord an dem Sohn befohlen hat, auch wenn er es gegenüber Calisa leugnet.

Schön wäre es natürlich, wenn Ethandras irgendwie überlebt hätte.

Was mir gefallen hat, ist die Lebendigkeit des Buches, die detaillierten Beschreibungen von Figuren, Gerüchen etc.

Offline Miramis

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Was mir gefallen hat, ist die Lebendigkeit des Buches, die detaillierten Beschreibungen von Figuren, Gerüchen etc.
Ja, insbesondere die Edelsteine haben es mir angetan und mit ihren verschiedenen Farben und Erscheinungsformen lässt sich schön spielen. Ich denke da vor allem auch an die Heilkleider, die mit den passenden Heilsteinen versehen sind - eine wunderbare Idee!

Offline Mascha

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  • Als Gott die Zeit machte, machte er genug davon.
Hallo an alle Mitleser und ganz besonders natürlich an Kristin  :winken:

Auf das Buch habe ich mich schon lange gefreut, vor  allem da ich schon lange kein Fantasy Roman gelesen habe. Deshalb habe ich mich auch gleich in die Geschichte gestürtzt.

Ein Prolog von fast 60 Seiten  :o gut das ich das nicht vorher gemerkt habe. Aber ich glaube schon, dass er hier seine Berechtigung hat. Hier werden Personen vorgestellt und die Vorgeschichte zum eigentlichen Buch geschildert. Zumindest habe ich das jetzt so nach dem 1. Kapitel so verstanden.
Die Beschreibung des Königreiches der Steine hat mir gut gefallen, hat mich aber anfangs auch etwas verwirrt. Hier mußte ich mich tatsächlich erst mal einlesen. Aber nach einigen Seiten ging es doch ganz gut.

Calisa tut mir gleich in mehrfacher Hinsicht leid. Erst wird sie so jung Witwe und bleibt mit ihrem kleinen Sohn allein. Dann denkt sie sie findet wieder ein neues Glück, heiratet Hakon und bemerkt dann, dass dieser es eigentlich auf das Königreich abgesehen hat. Auf sie und auf ihren Erstgeborenen kann er dabei ganz gut verzichten. So ein Wiederling, ganz abscheulich fand ich, dass er seine Krieger Ethandra und seinen Begleitern hinterhergeschickt hat, um sie zu beseitigen  >:(
Außerdem ist es für Calisa natürlich ganz schlimm, den Tod Ethandras so mitzuerleben. Eine schreckliche Vorstellung für eine Mutter  :o :'( (Vorher hat es mir aber gut gefallen, dass sie so eine starke Verbindung zu ihrem Sohn hat. Allerdings hält diese Verbindung wohl nur so lange ihr Sohn nicht zu alt ist. )

Im ersten Kapitel scheint die Geschicht jetzt richtig loszugehen. Lärka ist eine junge Frau, die mir gleich sehr symphatisch ist. Sie versucht ihrer toten Mutter nachzueifern, an der sie wohl sehr gehangen hat. Ihre Mutter war eine Heilkundige, ein grünes Weib  :) netter Ausdruck dafür  ;). Ihre Tante Asa dagegen, versucht genau das zu verhindern. Anscheinend ganz im Sinne Lärkas Vater.  Das Gerücht, die Mutter wäre ein Hexe gewesen, macht Lärka wütend, verunsichert sie aber auch. Die Tante hat Lärke schon ganz schön unter ihrer Fuchtel, aber Lärka scheint ihr Methoden zu haben, dieser zu entkommen. Vor allem mit Hilfe Jörgs, ihres Cousins. Als Lärka dann endlich auf dem Markt ist, auf den sie ja schon lange möchte, entkommt sie ihrer Tante und läuft dabei aber Valgrim und Ardil in die Arme. Diese Beiden scheinen auch eine Art "Heilkundige" zu sein oder vieleicht auch Kaufleute, so ganz bin ich mir da noch nicht sicher  ??? Auf jeden Fall wollen sie zu Lärkas Vater. Lärka geht eine Weile mit Valgrim und Ardil über den Markt und erfährt eine Menge über Heilkräuter, kann sich aber dann doch noch mal von ihnen absetzten und trifft die alte Maggai. Von ihr hofft sie noch viel über ihre Mutter zu erfahren. Aber Maggai erzählt ihr eine Geschichte, die sie jetzt auch an ihrer Mutter zweifeln läßt. Vielleicht war sie doch eine Hexe? Aber ich denke nicht, dass sie das war. Sie hat nur einige Gaben besessen, die andere wohl nicht haben. Ich bin echt gespannt was wir über sie noch so erfahren.
Dann wird es richtig spannend. Auf dem Markt war auch ein Tier gefangen, anscheinend ein Bär. Dieser ist jetzt frei und läuft über den Markt. Jagt Menschen und reißt sie. Maggai will Lärka überreden wegzulaufen. Sie sagt es sei ein Düsterschlund  ??? Aber Lärka kann gar nicht mehr weglaufen. Sie scheint regelrecht hypnotiesiert zu sein. Sie sieht in seinen Schlund und die Schwärze darin scheint sie zu lähmen und gleichzeitig ihre Erinnerungen aus ihr zu saugen. Eine Gänsehaut Szene  :o Aber dann stirbt der Bär, einfach so oder wer hat ihn denn getötet? Maggai ist tot  :(
Gruß Jutta

Offline Mascha

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  • Als Gott die Zeit machte, machte er genug davon.
Aber ist Ethandras tatsächlich tot? Ich würde nicht darauf wetten. Was war denn das blausilberne Ding, dass er auf sich zufliegen sah? Bestimmt ist hier noch irgendwas passiert, was wir nicht mehr mitbekommen. Und Ethandras taucht eines Tages als der verlorene Sohn und wahre Erbe auf.  *spekulier*.

Da spekulier ich gleich mal mit  :winken: ich glaube nämlilch auch nicht, dass Ethandras tot ist. Ich habe auch schon eine Vermutung wer es sein könnte  ;)

Was mir gefallen hat, ist die Lebendigkeit des Buches, die detaillierten Beschreibungen von Figuren, Gerüchen etc.
Ja, insbesondere die Edelsteine haben es mir angetan und mit ihren verschiedenen Farben und Erscheinungsformen lässt sich schön spielen. Ich denke da vor allem auch an die Heilkleider, die mit den passenden Heilsteinen versehen sind - eine wunderbare Idee!

Stimmt, das gefällt mir auch sehr gut. Dadurch läßt sich das Buch auch wunderbar lesen und ich sehe die fremde Welt und ihre Bewohner regelrecht vor mir.
Gruß Jutta

Offline Tammy1982

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Hallo Ihr Lieben,

erstmal ein herzliches "Hallo" in die Runde und an dich liebe Kristin. Freut mich sehr, dass du uns bei dieser Leserunde begleitest.  :-*

Mit dem Prolog bin ich durch - ich dachte, ich bin schon lange im ersten Kapitel, und plötzlich blättere ich um und da kommt erst das erste Kapitel!  ;D Aber so etwas kann mich natürlich überhaupt nicht irritieren... ;)
;D Mich auch nicht, obwohl ich erst jetzt im Nachhinein überhaupt bemerkt habe, dass die ersten 60 Seiten der Prolog sind...  :D
Aber ich muss sagen, ich bin sofort in das Buch eingetaucht und die Geschichte hat schon einen ganz guten Sog entwickelt! Die vielen verschiedenen und neuartigen Namen zu Beginn, haben mich zwar auch ein bisschen länger aufgehalten, aber die Stammbäume gleich auf den ersten Seiten unterstützen einen doch schon ganz gut.
Verwirrt war ich zuerst auch, dass es die ganze Zeit um die Macht der Steine geht, aber der Titel doch "Die Hüter der Wolken" heißt, aber nach dem ersten Kapitel habe ich ja schon so meine Vermutung, wer seinen Kopf mehr in den Wolken hat...  ;D
Sehr spannend finde ich auch immer diese kurzen Passagen zu Beginn jedes Kapitels und des Prologs, wo von einem wütenden Berg erzählt wird, der anscheinend immer stärker wird und sich von den Wolken nicht stören lässt. Hier findet sich dann wohl schon eine Verbindung zwischen Stein und Wolken...  ;)

Die Fähigkeit von Calisa ihren Sohn in ihren Träumen zu begleiten, fand ich zuerst auch super und es sah ja auch ganz danach aus, als könnte sie ihm so das Leben retten. Als sie dann aber miterleben muss, wie er im Moor versinkt, musste ich schon schwer schlucken.
Aber ist Ethandras tatsächlich tot? Ich würde nicht darauf wetten. Was war denn das blausilberne Ding, dass er auf sich zufliegen sah? Bestimmt ist hier noch irgendwas passiert, was wir nicht mehr mitbekommen. Und Ethandras taucht eines Tages als der verlorene Sohn und wahre Erbe auf.  *spekulier*.

Da spekulier ich gleich mal mit  :winken: ich glaube nämlilch auch nicht, dass Ethandras tot ist. Ich habe auch schon eine Vermutung wer es sein könnte  ;)
Ich hoffe auch, dass Ethandras nicht wirklich tod ist, sondern noch gerettet werden konnte. Calisa hat das wohl nicht überlebt. Hakon ist ja wirklich übel. Obwohl ich schon gedacht hätte, dass er Calisa wirklich liebt, aber anscheinend ist ein Machthunger größer, als die Rücksicht auf seine Frau...  :(

In Kapitel 1 lernen wir dann Lärka kennen. Mir ist sie auch auf Anhieb sympathisch gewesen und sie tut mir richtig leid. Von der Tante quasi eingesperrt und der Vater hüllt sich in Schweigen. Dann diese bösen Gerüchte um ihre Mutter und als sie endlich auf Maggai trifft und die ihr das Geheimnis ihrer Mutter anvertauen möchte, taucht dieser Bär auf, Maggai stirbt und Lärka hat eine Nahtod-Erfahrung?  :-\ War das eigentlich wirklich ein Bär oder ein anderes Wesen? Und was genau ist dann mit ihm passiert? Hat Lärka das bewerkstelligt oder war das jemand anders?  :-\

Dass Lärka den Personen in ihrer Umgebung Spitznamen verpasst, finde ich übrigens sehr lustig!  ;D

Insgesamt bin ich schon sehr gut in das Buch hinein gekommen und finde auch alles so schön lebendig beschrieben. Auf dem Markt war ich überall quasi auch live dabei! Super!  8)

Liebe Grüße
Tammy

Offline Seychella

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Hallo liebe Leserunde!  :winken:

Die ersten Seiten haben auch mich verwirrt, einfach zu viele Namen - und Personen, die auseinander gehalten werden wollten. Ich musste oft zu den Stammbäumen zurück blättern, und bin da meist auch länger hängen geblieben.
Das hat sich dann aber recht schnell gelegt, und ich kam in der Geschichte an und habe die detaillierten Beschreibungen genossen.

Unheimlich und gleichzeitig faszinierend finde ich die Passagen, in denen wir von den Gedanken des Berges erfahren. Er weckt in mir durchaus auch so etwas wie Mitleid, und ein Bedauern über seine Ausbeutung. Allerdings will er sich dafür an allem Lebendigen rächen, es ist nur eine Frage der Zeit. Ohne Ausnahmen, ohne den Versuch eines gemeinsamen Weges. Ich kann nicht glauben, dass es dafür keine Lösung geben soll. Sicher ist ein Aufrütteln nötig - und die richtigen Personen, Schicksale und Taten zur rechten Zeit.

Steine scheinen hier eine große Rolle zu spielen. Nicht nur für den Steinkönig und sein Volk, sondern auch für den Berg. Dieser Himmelsstein, durch den er die Wolkenhüter zu verstehen lernte. Eine Art Kometeneinschlag, der etwas in ihm bewirkt hat?
Die Gewänder der Heilung stelle ich mir wunderbar vor, und auch Calisas besonders strahlende Augen. Freue mich schon darauf, weiteren Steinen und Farben zu begegnen.

Hakon will also tatsächlich eiskalt die Macht ergreifen - erschreckend, wie er sich vor Calisas Augen ändert und seine Taten nicht einmal eingesteht. Das muss sehr bitter für sie gewesen sein, wo sie doch immer zwischen den Fronten vermittelt hat und an seine Unschuld und Liebe zu ihr geglaubt hat. Und schon Tote!  :o Um Felor tut es mir leid, ich hätte zu gerne mehr über ihn erfahren. An Ethandras Tot glaube ich jedoch nicht, vielmehr hoffe ich, das er Arild ist. Dieser ist sehr geheimnisvoll, irgendetwas scheint ihn mit den Wolken zu verbinden. Er ist nicht nur von ihnen fasziniert, sondern scheint teilweise irgendwie bei ihnen zu sein - auf einer gewissen Ebene. Ob sie etwas mit seiner Rettung zu tun haben, wenn sich mein Verdacht bestätigen sollte?

Lärka kann einem Leid  tun - es spricht niemand von ihrer Mutter, die damaligen Ereignisse sollen wohl totgeschwiegen werden. Nur Maggai spricht über sie, und nun ist sie tot.  :( Ob Hexen und grüne Weiber vielleicht eins sind, dieselbe Macht oder zumindest ähnliche Gaben besitzen? Und sich nur in dem Gebrauch dieser Macht unterscheiden?  Grüne Weiber helfen den Menschen, von daher würde ich darauf tippen, dass Lärkas Mutter sich für jemanden geopfert hat, der noch wichtig ist für die Zukunft. Sie soll doch auch das zweite Gesicht gehabt haben, und dann die Ahnenreisen. Einige ihrer letzten Worte waren "Die Ahnen rufen" - ob sie sie zur Rettung des (vielleicht) nächsten Steinkönigs Ethandras gerufen haben? Vielleicht wissen sie etwas von der Bedrohung durch den Berg, und von den Dingen, die ihn aufhalten könnten.
Wie ihr seht, bin ich schon wild am Spekulieren - und mitten in der Geschichte gelandet.  ;D
Verzauberte Grüße,
Seychella

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Offline Mascha

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Zitat von:  Seychella
Unheimlich und gleichzeitig faszinierend finde ich die Passagen, in denen wir von den Gedanken des Berges erfahren. Er weckt in mir durchaus auch so etwas wie Mitleid, und ein Bedauern über seine Ausbeutung. Allerdings will er sich dafür an allem Lebendigen rächen, es ist nur eine Frage der Zeit. Ohne Ausnahmen, ohne den Versuch eines gemeinsamen Weges. Ich kann nicht glauben, dass es dafür keine Lösung geben soll. Sicher ist ein Aufrütteln nötig - und die richtigen Personen, Schicksale und Taten zur rechten Zeit.

Das gefällt mir auch sehr gut. Hier wird glaube ich auch ganz klar, dass nur etwas Besonderes oder ein Besonderer helfen kann, wenn überhaupt. Das könnte natürlich der Steinkönig sein, also eigentlich Ethandras.  Auch das sich die Geschichte des Berges vor jedes Kapitel als Einführung setzt, macht das Ganze so eindringlich.

Zitat von:  Tammy1982
Dass Lärka den Personen in ihrer Umgebung Spitznamen verpasst, finde ich übrigens sehr lustig! ;D

Da mußte ich auch gleich schmunzeln  ;D Eichenfass und Wokenkopf haben mir schon sehr gut gefallen  ;)

Gruß Jutta

Offline Tammy1982

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Hallo Ihr Lieben,

An Ethandras Tot glaube ich jedoch nicht, vielmehr hoffe ich, das er Arild ist. Dieser ist sehr geheimnisvoll, irgendetwas scheint ihn mit den Wolken zu verbinden. Er ist nicht nur von ihnen fasziniert, sondern scheint teilweise irgendwie bei ihnen zu sein - auf einer gewissen Ebene. Ob sie etwas mit seiner Rettung zu tun haben, wenn sich mein Verdacht bestätigen sollte?
Das ist ja mal eine interessante Idee! Der Gedanke ist mir noch gar nicht gekommen, ist aber nicht mal so abwegig...

Grüne Weiber helfen den Menschen, von daher würde ich darauf tippen, dass Lärkas Mutter sich für jemanden geopfert hat, der noch wichtig ist für die Zukunft. Sie soll doch auch das zweite Gesicht gehabt haben, und dann die Ahnenreisen. Einige ihrer letzten Worte waren "Die Ahnen rufen" - ob sie sie zur Rettung des (vielleicht) nächsten Steinkönigs Ethandras gerufen haben? Vielleicht wissen sie etwas von der Bedrohung durch den Berg, und von den Dingen, die ihn aufhalten könnten.
Ich vermute fast auch, dass sich Lärka's Mutter für jemand wichtigen geopfert hat, aber Ethandras würde vom Zeipunkt nicht passen, oder? Lärka's Mutter ist vor 10 Jahren gestorben, aber die Geschichte um Ethandras hat sich 17 Jahre vorher abgespielt, oder?  :-\ Aber wer weiß, wer noch wichtig ist für die Geschichte und gerettet werden sollte, weil anscheinend besaß Lärka's Mutter ja die Gabe Verstorbene von den Toten zurück zu holen?  :-\

Liebe Grüße
Tammy

Offline Kristin

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Hallo ihr Lieben,
ihr legt ja ein ganz schönes Tempo vor! Da nehme ich gerne die Schuld auf mich  ;)
Ich verfolge eifrig eure Posts (z.B. jetzt ab 21:30, wenn der Bürotag hinter mir liegt und die beiden Rangen endlich in die Federn gesunken sind  :schnarch: :schnarch:). Auf Eure (wilden) Vermutungen darf ich natürlich nicht eingehen (Spoilergefahr), aber wenn es Fragen zum Verständnis gibt, werde ich mich gerne zu Wort melden.
Ihr habt mehrfach die Szene angesprochen, als Calisa den Untergang ihres Sohnes miterleben muß. Für viele eine Gänsehautszene. Ich konnte ihre Empfindungen um so besser schildern, weil mein eigener Sohn (der ältere) zu der Zeit, als ich das Kapitel schrieb, selbst 5 Jahre alt war. Heute ist er  9 und erfreut sich bester Gesundheit, weil er glücklicherweise nie in Gefahr war, in irgendeinem Moor zu versinken.
Achja, die Namensflut im Prolog, ich gebe es zu. Aber eine Fantasiewelt mit eigener Herrscherfamilie und Machtstrukturen gehört erst mal richtig aufgebaut. Keine Angst! Wie ihr an Kapitel 1 gemerkt habt, konzentriert sich die Handlung nach dem Prolog in jedem Kapitel um eine übersichtliche Gruppe von Protagonisten.
Ich wünsche auf alle Fälle weiterhin spannende Stunden und freue mich, die Leserunde begleiten zu dürfen.
Herzlichst
Kristin

Offline Miramis

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Hallo Kristin,  :winken:

schön, dass du trotz deines anstrengenden Tages gut bei uns gelandet bist.  :-* Ich hoffe, dir gefällts in unserer Runde.  :)

Und auch ich habe inzwischen Lärka kennengelernt; sie ist mir auf Anhieb sympahtisch und ich kann richtig mit ihr mitfiebern. Ein bisschen hat ihre Geschichte ja was von Aschenputtel, finde ich.  ;)

Ihre Vision, eine Heilerinnen-Schule ins Leben zu rufen, hat mich sehr beeindruckt und ich hoffe, es wird ihre eines Tages gelingen, diesen Traum zu verwirklichen. Überhaupt finde ich es eine wunderbare Gabe, einen grünen Daumen zu haben und darüber hinaus auch die Heilkünste zu beherrschen, wie das bei den grünen Weibern der Fall ist. Nur werden Lärka leider so einige Steine in den Weg gelegt, und das Misstrauen gegen die Zunft macht es nicht leichter für sie, ihre Pläne durchzusetzen. Das fängt schon damit an, dass ihr Kräutergarten einer Tischlerei weichen muss... :(

Der Markt ist ein wunderbar beschriebener Ort des pulsierenden Lebens und eine farbenprächtige Bühne für den Fortgang der Handlung. Mir hat natürlich sehr gut gefallen, wie trickreich Lärka sich aus dem Staub macht und im Gewühl der Menschen ihre eigenen Wege geht. Mit Valgrim und Arild (evt. Ethandras???) kann ich noch nicht soviel anfangen, ich bin mir nicht sicher, wo sie hingehören. Sie scheinen Kräuterkundige zu sein, aber warum die Ablehnung gegenüber Maggoi? Sind da etwa Vorbehalte gegen vermeintliche Hexen im Spiel? Ich lasse mich mal überraschen...

Oh je, dass Maggai stirbt, ohne Lärka die Geschichte über ihre Mutter erzählen zu können, das tat ganz schön weh. Hoffentlich gibt es noch jemanden, der ihr die Wahrheit sagen kann. Ich habe das Gefühl, das wäre sehr wichtig für sie. Daneben ist die Sache mit dem Bär ganz schön unheimlich; er verkörpert einen "Dunkelschlund", aber etwas genaues kann ich mir trotz der Schilderung noch nicht vorstellen. Ein schwarzes Loch der Erinnerungen? Ich hoffe nur, es findet sich eine vernünftige Erklärung für den Tod des Bären und es wird nicht gleich wieder über Hexerei gemunkelt. Jedenfalls gefällt es mir gut, dass neben dem mittelalterlichen Setting schön langsam auch das eine oder andere Fantasy-Element zutage kommt.  ;)

Viele liebe Grüße  :winken:
Miramis
« Letzte Änderung: 16. Februar 2009, 23:00:06 von Miramis »

Offline Kathchen

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Hallo ihr Lieben, und hallo Kristin,

vielen Dank, dass du unsere Runde begleitest  :-*

Ich habe gerade den Prolog beendet und habe mir daher noch nicht eure Beiträge durchgelesen. Das mache ich besser erst, wenn ich mit diesem gesamten Abschnitt fertig bin  ;)

Mensch, auf den fast 60 Seiten ist ja schon eine Menge passiert! Erst mal die vielen verschiedenen Namen und Informationen zu der ganzen Welt, etc. einerseits fand ich es schon etwas verwirrend, aber andererseits bin ich ziemlich fasziniert von dem ganzen. Ich staune immer wieder, auf was für tolle Ideen Autoren kommen!
Aber sehr hilfreich finde ich die Stammbäume, die vorne stehen. Ich finde es ganz toll, wenn es so etwas in einem Buch gibt - genauso wie die Landkarte  :)

Calisa ist mir sehr sympathisch und ich mag sie schon richtig gerne. Der Name Calisa finde ich sehr schön.
Aber Hakon. Oh man, was für ein Kerl! Anfangs, als die Szene mit diesem Turnier beschrieben wurde, als ihr 1. Mann Jendro noch lebte, fand ich Hakon ja irgendwie süß. Wie er Calisa umgarnt, etc. und dann heißt es plötzlich von Jendros Brüdern, Hakon wolle die Macht an sich reißen! Ich war ja zuerst geschockt und wollte das nicht so richtig glauben. Und dann kam Hakon ins Spiel. Ich mag ihn nicht. Ganz und gar nicht  :(

Ethandras finde ich ja total süß. Auch wenn ich traurig war, dass er mit Jendros Brüdern wegreiten sollte...und nun soll der arme Kleine tot sein?  :o Ich würde mir sehr wünschen, dass er noch lebt...aber ich frage mich wirklich, wie er überlebt haben soll?

Diese Gabe von Calisa (und auch anderen Müttern), ihre kleinen Kinder im Traum sehen zu können finde ich richtig toll! Aber dafür musste Calisa den Tod Ethandras mitansehen...oje, was kann es schlimmeres für eine Mutter geben als das? Ich musste jedenfalls da bereits mit den Tränen kämpfen  :-[

Ich kann euch schonmal vorwarnen, dass ich leider nur langsam vorran kommen kann. Wir haben heute unsere Klausurenpläne bekommen und der sieht leider ganz anders aus, als gedacht, sodass ich meinen Zeitplan streichen kann  :( Aber keine Sorge, ich bin auf alle Fälle weiterhin dabei und freue mich schon richtig, wie es im Buch weitergeht...ich hoffe, dass ich noch etwas lesen kann heute Nacht...

 :winken:
“Du warst mein Schwert und mein Schild, als ich mich nicht zu schützen vermochte. Männer wie du sind selten, Ollowain. Danke, dass du an meiner Seite stehst. Du bist das Licht in meinen dunkelsten Stunden.”
Bernhard Hennen - Elfenlicht

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Offline Miramis

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Unheimlich und gleichzeitig faszinierend finde ich die Passagen, in denen wir von den Gedanken des Berges erfahren. Er weckt in mir durchaus auch so etwas wie Mitleid, und ein Bedauern über seine Ausbeutung. Allerdings will er sich dafür an allem Lebendigen rächen, es ist nur eine Frage der Zeit. Ohne Ausnahmen, ohne den Versuch eines gemeinsamen Weges. Ich kann nicht glauben, dass es dafür keine Lösung geben soll. Sicher ist ein Aufrütteln nötig - und die richtigen Personen, Schicksale und Taten zur rechten Zeit.
Ich finde auch, dass diese Passagen sehr intensiv und aufgeladen sind. Eine sehr interessante und spannende Perspektive, mit der ich angesichts des Titels nie gerechnet hätte - ich dachte eher, das Element Luft würde dominieren. Aber im Moment sind wir voll beim Element Erde.  ;)

Zitat von:  Tammy1982
Dass Lärka den Personen in ihrer Umgebung Spitznamen verpasst, finde ich übrigens sehr lustig! ;D
Da mußte ich auch gleich schmunzeln  ;D Eichenfass und Wokenkopf haben mir schon sehr gut gefallen  ;)
Nur muss sie aufpassen, dass sie sich nicht verplappert.  :D

An Ethandras Tot glaube ich jedoch nicht, vielmehr hoffe ich, das er Arild ist. Dieser ist sehr geheimnisvoll, irgendetwas scheint ihn mit den Wolken zu verbinden. Er ist nicht nur von ihnen fasziniert, sondern scheint teilweise irgendwie bei ihnen zu sein - auf einer gewissen Ebene. Ob sie etwas mit seiner Rettung zu tun haben, wenn sich mein Verdacht bestätigen sollte?
Das ist ja mal eine interessante Idee! Der Gedanke ist mir noch gar nicht gekommen, ist aber nicht mal so abwegig...
Finde ich auch! Seychella hat eben immer die besten Ideen... ;D Arild heißt bei Lärka nicht umsonst "Wolkenkopf".

 :winken:

Offline Miramis

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Aber sehr hilfreich finde ich die Stammbäume, die vorne stehen. Ich finde es ganz toll, wenn es so etwas in einem Buch gibt - genauso wie die Landkarte  :)
Da stimme ich dir zu, gerade am Anfang fand ich es sehr praktisch, dass ich zwischendurch mal spicken konnte, wer wer ist.  ;)

Aber Hakon. Oh man, was für ein Kerl! Anfangs, als die Szene mit diesem Turnier beschrieben wurde, als ihr 1. Mann Jendro noch lebte, fand ich Hakon ja irgendwie süß. Wie er Calisa umgarnt, etc. und dann heißt es plötzlich von Jendros Brüdern, Hakon wolle die Macht an sich reißen! Ich war ja zuerst geschockt und wollte das nicht so richtig glauben. Und dann kam Hakon ins Spiel. Ich mag ihn nicht. Ganz und gar nicht  :(
Mir ging es mit Hakon ebenso; beim Turnier hab ich ihn noch bewundert, den siegreichen schwarzen Ritter, und hab mich für Calisa gefreut, dass sie ein zweites Glück findet; aber später fiel er dann auch bei mir in Ungnade.  ;D

 :winken:

 

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