Autor Thema: Leserundenfazit, Rezensionen, etc. (ohne Spoiler!!!)  (Gelesen 2920 mal)

Offline Heimfinderin

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Hier ist Platz für Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein, die Ihr vielleicht nach der Leserunde schreiben wollt. Es wäre schön, wenn sich hier möglichst viele beteiligen - zumindest ein Fazit zur Leserunde (auch eines vom Autor) ist immer interessant.

Bitte achtet darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen!
« Letzte Änderung: 14. August 2009, 23:22:09 von Heimfinderin »
Liebe Grüße
Barbara

Offline *Sternenstauner*

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Dann will ich mal den Anfang machen. :)

Rezension
Als Tochter eines Oberstaatsanwalts ist Lilas Karriere schon bis ins kleinste Detail durchdacht. Allerdings nicht von ihr selbst, denn die rotzfreche Lila, die aus Prinzip gegen alles ist, was ihre Eltern ihr vorgeben, hat andere Pläne: Statt wie erwartet ihr Jurastudium in Bielefeld anzutreten, bleibt sie auf dem Weg in ihr neues Zuhause einfach im Zug sitzen, fährt weiter bis nach Bochum und kommt dort bei Privatdetektiv Danner unter.
Während dessen gutmütiger Vermieter Molle Lila auch gleich einen Job als Kellnerin in seiner Wirtschaft anbietet, ist Ben Danner ein selbstverliebter, eigenbrötlerischer Macho, der Lila so schnell wie möglich wieder vor die Tür setzen will, um ungestört seinen aktuellen Fall ad acta legen zu können. Als Sportlehrer getarnt versucht er zu klären, ob die 16jährige Eva sich tatsächlich – entsprechend dem polizeilichen Verdacht – selbst das Leben genommen hat oder ob jemand anderes für ihren Sturz aus dem 5. Stock verantwortlich war. Da er jedoch immer mehr auf der Stelle tritt, schleust er Lila als Schülerin in die ehemalige Klasse des toten Mädchens ein, wo sie ihren Mitschülern und besonders Evas Freundeskreis auf den Zahn fühlen soll.
Lila scheint in ihrem Element...

«Der 13. Brief» ist der erste Roman von Lucie Klassen (mittlerweile Flebbe) und hat sogleich den Friedrich-Glauser-Preis 2oo9 in der Sparte ‚Debüt’ eingeheimst. So ganz überzeugen konnte mich die Geschichte dennoch nicht.
Die Ausgangsposition – Lila undercover in der Schule – bietet zwar durchaus Raum für einen interessanten Plot und die dort angesiedelten Szenen vermitteln einen guten Eindruck der mittlerweile doch recht gewöhnungsbedürftigen Situation an unseren Schulen. Leider werden aufmerksame Leser aber nicht darum herumkommen festzustellen, dass auf dem Weg dahin die Grenzen der Realität und vor allem die des rechtlich Möglichen sehr weit ausgedehnt bis überschritten sind. Überhaupt gibt es einige Ungereimtheiten, die – sofern man darauf achtet – das Lesevergnügen deutlich trüben.

Auch zu den nicht immer nachvollziehbar handelnden Figuren findet man nicht gleich einen Draht. Vor allem Lilas rebellische Art wirkt zunächst aufgesetzt und eher wie der berühmte Sturm im Wasserglas. Mit der Zeit jedoch erfährt man mehr über sie und ihre Vergangenheit und ihr Charakter erhält mehr Tiefe. Auch wenn sie am Ende leider etwas zu sehr zur Superheldin mutiert und es eher unglaubwürdig ist, dass sie ohne weiteres sowohl als 16- als auch als 26Jährige durchgeht.

Letztlich hat mich auch der Ausgang des Kriminalfalls kaum überrascht. Größtenteils wurden meine recht frühen Vermutungen auch bestätigt.
Und trotzdem bin ich nicht abgeneigt, die kommende Fortsetzung zu lesen. Warum? Zum Teil aufgrund des flapsigen, humorvollen Erzählstils, aber auch – ja, trotz der anfänglichen Kritik – weil ich gerne wissen möchte, wie es mit Lila, Danner und Molle weitergeht. Der erste Fall des neuen Ermittlerduos ist zwar abgeschlossen, es bleiben aber dennoch genügend Fragen für die mindestens vier weiteren geplanten Teile offen.

FAZIT: Ein etwas holpriger Auftakt zu einer Reihe, die trotz all der Kritik zweifellos Potential hat.

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Zur Leserunde
Auch wenn ich die Einzige war, die mal wieder was zu mosern hatte :-[, hat mir die Leserunde großen Spaß gemacht; vor allem, da mal wieder deutlich wurde, wie unterschiedlich die verschiedenen Leser lesen. Die Diskussionen fand ich lebhaft, das Lesetempo zügig, aber angenehm. Dafür ein herzliches Danke an alle Teilnehmer!
Ein ganz besonderer Dank geht natürlich an Lucie für die Beantwortung von Fragen und die sympathische Art, mit Kritik umzugehen.
Trotz der nicht ganz so positiven Rezension würde ich mich freuen, wenn eine LR zur Fortsetzung zustande kommt und wäre dann auch gerne wieder mit von der Partie. Ich würde dann einfach versuchen, mit einer anderen Einstellung an das Buch ranzugehen, um manche Dinge vielleicht nicht ganz so ernst zu nehmen.

Beste Grüße,
**stauner


Offline Heimfinderin

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Da es hier so langsam ruhig wird, will ich auch schon mal mein Fazit einstellen, bin aber natürlich für weitere Diskussionen noch da. Und natürlich freue ich mich über noch weitere abschließende Meinungen.  :)

Klappentext
Ein Studienplatz in Bielefeld, ein nettes Apartment und eine Karriere als Juristin – Papi sorgt für alles. Doch Lila Ziegler will sich nicht länger vorschreiben lassen, was sie tun soll. Statt dem Wunsch ihrer Eltern zu entsprechen, taucht sie in Bochum unter. Ein Zufall führt sie in eine echte Männerwirtschaft: Im Parterre betreibt Molle eine Kneipe und unterm Dach Ben Danner eine Detektei. Eigentlich gewährt Danner Lila nur einen Platz zum Schlafen, doch die neugierige #Lila entdeckt schnell, dass sie ihm helfen kann. Denn der Privatdetektiv ermittelt gerade die Hintergründe des Selbstmordes einer 16-jährigen Schülerin und steckt in einer Sackgasse. Unversehens findet sich Lil auf der Schulbank wieder...

Meine Meinung
Nach den vielen blutigen und Serienkiller-lastigen Krimis, die ich in letzter Zeit gelesen habe, war „Der 13. Brief“ eine tolle Abwechslung, denn das Debut der Autorin überraschte mit viel Witz und einer sehr jungen und extrem eigensinnigen Ermittlerin, die in dem Beruf eigentlich gar nicht zuhause ist.

Lila ist 20, ihre Haarfarbe entspricht ihrem Namen und ihre Lieblingskleidung sind überlange Wollpullis. So unangepasst wie ihr Äußeres ist auch ihre Art und so reagiert sie spontan nach ihrem Kopf, ist alles andere als auf den Mund gefallen und lässt sich von nichts davon abhalten, ihre Neugier zu befriedigen. Entsprechend turbulent entwickelt sich die Wohngemeinschaft  mit dem knurrigen und viel älteren Detektiv Danner.

Zusammen mit dem Wirt Molle und dem Auftraggeber Danners, einem Polizisten,  entsteht ein Vierergespann, das ich schnell mochte und dessen Gekabbel rund um Lila einfach nur Spaß machte.     ;D

Lilas Ermittlungen waren sehr vielseitig, musste sie doch regelmäßig zwischen einer Schülerin und der „Kollegin“ Danners wechseln. Das war schon ein großer Spagat und vielleicht nicht immer glaubwürdig, aber ich konnte es ihr doch oft abnehmen, denn wenn ich mir die Freundinnen meiner 16jährigen Tochter so anschaue, kämen selbst da schon einige als über 20 durch, wenn sie sich entsprechend herrichteten. Lilas Auftreten und ihre Veränderungen waren jedenfalls toll beschrieben und sie nahm es mit Lehrern und Polizeipräsidenten gleichermaßen auf.

Doch hatte der Krimi auch seine sensiblen Seiten, denn nach und nach erfährt man sowohl mehr über die wirkliche Lila als auch über Danners Vorgeschichte. Zudem dringt Lila bei ihren Ermittlungen emotional immer tiefer in die Welt der Mädchenclique ein und berührt dabei sensible Themen der Jugendlichen und auch von sich selbst.

Die Auflösung des Falls war für mich sehr überraschend, auch wenn ich kurzzeitig eine Ahnung in die richtige Richtung hatte. Viele Überlegungen zu Motiv und Täter bzw. Tathergang trafen zwar am Ende zu, aber doch in einer anderen Weise, als gedacht.

Alles in allem war dies ein Krimi, der mir besonders durch den frechen Humor und den entsprechend lockeren Schreibstil sehr gut gefallen hat. Es war ein erfrischendes Leseerlebnis, das mich leicht über die ein oder andere übertriebene oder vielleicht unglaubwürdige Handlung hinwegsehen ließ. Er hatte sehr eigenwillige aber sympathische Charaktere die sich auch weiterentwickelt haben und viel Potential für die weiteren Teile bieten, auf die ich mich schon sehr freue.

Zur Leserunde
Es war wieder eine sehr schöne Runde, die mir viel Spaß gemacht hat. Auch mir hat es gut gefallen, die unterschiedlichen Sichtweisen der Teilnehmer zu lesen. Es ist immer wieder interessant, wie einzelne Situationen aufgenommen werden. Vielen Dank für die vielen Eindrücke und Diskussionen.
Ganz besonders möchte ich natürlich Lucie danken. Toll, dass du uns begleitet und unsere Fragen beantwortet hast. Ich hoffe, du hattest auch Spaß bei der Runde und konntest für dich etwas daraus mitnehmen. Vielleicht lesen wir uns ja zum zweiten Teil hier wieder?  :)
Liebe Grüße
Barbara

Offline tjaa

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Da ich noch keine Rezension geschrieben habe, hier zumindest mein Leserundenfazit:
Das hier war meine erste autorenbegleitete Leserunde und ich war positiv überrascht.
Es macht wirklich Spaß, mit vielen verschieden Leuten (mit verschiedenen Meinungen) und der Autorin zu lesen. Man kann Fragen stellen, die einem sonst nie beantwortet werden würden. Außerdem bringen einen die verschiedenen Meinungen auch dazu, mal in andere Richtungen zu denken (auch wenn man sich mal nicht einig ist ;) ).
Ich würde mich total freuen, wenn wir zu Teil Zwei auch eine LR machen würden, zusammen mit Lucie.Wirklich eine tolle Erfahrung!

Offline Chibi

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Meine Meinung

Lila ist ein äußerst erfrischender, junger Charakter, der einen einfach in die Geschichte hinein zieht. Sie übt auf den Leser eine Faszination aus, dass man einfach nicht anders kann als weiterzulesen, da man unbedingt erfahren möchte mit was für Probleme diese faszinierende Person noch zu tun hat. Genauso möchte man an ihrer Seite sein, wenn etwas schönes passiert um sich mit ihr zu freuen.

Danner dagegen ist so ziemlich das Gegenteil. Er ist ziemlich mürrisch und, was der Beruf wohl mit sich bringt, äußerst misstrauisch. Aber ich finde er entwickelt sich in dem Buch. Er lernt (wieder) einem Menschen zu vertrauen, bzw. zu mögen. Und wenn man dann von seiner Vergangenheit erfährt, die es in sich hat, versteht man ihn nochmal ein Stück mehr und so wirklich böse kann man ihm nicht mehr sein.

Der Schreibstil ist locker, flüssig und flott. Er passt einfach zu Lilas lockerer Art, was einen noch zusätzlich durch die Geschichte gleiten lässt.
Auch der Humor in dem Buch ist genau nach meinem Geschmack und ich musste das eine oder andere ziemlich grinsen oder laut auflachen.

Der Fall rückt, wie ich finde, an manchen Stellen etwas in den Hintergrund, was für mich aber nicht weiter schlimm war, da mich oft Lilas Leben eh mehr interessiert hat.
Die Auflösung letztendlich hat mich dann doch überrascht, da ich so damit nicht gerechnet hätte, auch wenn ich kurzzeitig einen Verdacht in die Richtung hatte. Es zeigt auch die Abgründe eines Menschen, die die Umwelt nicht mitbekommt. Da war ich besonders geschockt, da so etwas überall passieren könnte.

Was mich etwas gewundert hat ist, dass Lila, je nachdem wie man sie braucht, entweder wie 16 oder 26 erscheint. Auch wie sie sich für die Ermittlungen selbst zurecht biegt und Geschichten erfindet, damit sie zu den anderen passt, hat mich etwas gestört, da ich denke, dass das niemand so machen würde.

Insgesamt bin ich von dem Beginn der Reihe richtig begeistert und freue mich schon auf die nächsten Bände.


Die Leserunde

Ich war mal wieder total überrascht, was man selbst so überliest und nur durch die Leserunde bemerkt hat und dann noch einmal darüber nachgedacht. Das fasziniert mich jedes Mal aufs neue.
Es hat auch wieder sehr viel Spaß gemacht eure Meinungen zu lesen und zu sehen wie sie auseinander gehen, weil einfach jeder einen anderen Eindruck hat und das Buch nicht jedem gleich gut gefällt.
Danke euch dafür  :-*
Und natürlich auch ein herzliches Dankeschön an Lucie, die die die ganzen Fragen beantwortet hat :) Und natürlich danke für so ein schönes Buch, ich freue mich schon richtig über die Fortsetzung  :-*
Du öffnest ein Buch, das Buch öffnet dich.
-Chinesisches Sprichwort-

Offline Lucie

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Ich bedanke mich ebenfalls für die Leserunde, die mir sehr viel Spaß gemacht hat.
Auch für mich war es ja eine vollkommen neue Erfahrung, die Gedanken der Leser direkt BEIM LESEN mitzubekommen - sehr spannend und lehrreich. :)

Der Diskussions-Tonfall war durchgehend angenehm und sehr gut formuliert.
Und auch die Kritik haben alle sehr nett verpackt  ;)

Überrascht hat mich das hohe Tempo der Leserunde, dass mir persönlich schon beinahe etwas zu flott war. Da bekam ich mit Beantworten der Fragen beinahe Schwierigkeiten.

Mir hat es jedenfalls viel Spaß gemacht.
Sollte zum nächsten Teil von Lila wieder eine Leserunde zustande kommen, bin ich gerne wieder dabei.
Liebe Grüße,
Lucie

 

Offline Heimfinderin

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Überrascht hat mich das hohe Tempo der Leserunde, dass mir persönlich schon beinahe etwas zu flott war. Da bekam ich mit Beantworten der Fragen beinahe Schwierigkeiten.
Ja, es wurde hier wirklich schnell gelesen. Offensichtlich wollte keiner dein Buch längere Zeit aus der Hand legen.   :lesen: 

Mir hat es jedenfalls viel Spaß gemacht.
Sollte zum nächsten Teil von Lila wieder eine Leserunde zustande kommen, bin ich gerne wieder dabei.

Das freut mich sehr, dass du auch Spaß hattest. Und schön, dass du wieder mit uns lesen willst.  :)


Liebe Grüße
Barbara

Offline Elfe

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Ja, dann sag ich auch noch was:

Zum Roman:
Unangepasstes, freiheitsliebendes und -suchendes  Mädchen trifft unangepassten Detektiv mit Macken und unangepassten, lockeren Kneipenbesitzer. Dazu stößt ein  zahlungsbereiter Polizeikommissar, der außerhalb eines eingentlich abgeschlossenen Falles gegen Bezahlung aus eigener Tasche Nachforschungen anstellen lässt.

Diese Dreiecks- (Vierecks)kombination fordert vom Leser gleichermaßen "unangepasstes" Denken.  Da betrifft sowohl die Sprachebenen, das Verhalten  der Akteure wie auch  den Handlungsrahmen.


Mein Eindruck:
Obwohl Fragen offen bleiben und ein paar Ungereimtheiten auftauchen,  ist "Der 13. Brief" für mich ein unterhaltsames Buch, das  durch den  Schreibstil der Autorin leicht und flüssig lesbar ist, und das man irgendwie "nicht aus der Hand legen kann" , bis man zum Ende gelangt.

Ich kann mich da den Worten von Heimfinderin nur anschließen:


Alles in allem war dies ein Krimi, der mir besonders durch den frechen Humor und den entsprechend lockeren Schreibstil sehr gut gefallen hat. Es war ein erfrischendes Leseerlebnis, das mich leicht über die ein oder andere übertriebene oder vielleicht unglaubwürdige Handlung hinwegsehen ließ. Er hatte sehr eigenwillige aber sympathische Charaktere die sich auch weiterentwickelt haben und viel Potential für die weiteren Teile bieten, auf die ich mich schon sehr freue.


Wie ich schon schrieb: dieses Buch kann man als "Einleitung" auf das Kommende verstehen.  Also freue ich mich auf die Fortsetzung, "demnächst hier in diesem Theater"..............

Dank auch an Lucie, die unsere Fragen so schnell und ausführlich beantwortet hat.

Bis bald!
« Letzte Änderung: 02. September 2009, 13:57:03 von Elfe »
Grüßchen
Elfe

Offline Sookie

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Ich habs bis jetzt noch nicht geschafft und fahr jetzt 2 Wochen auf Kursfahrt. Ich habe die Rezi aber nicht vergessen und werde sie definitiv noch schreiben. Wird auf jeden Fall sehr positiv ausfallen! ;)

Offline lesegrete

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Zum Buch

Inhalt:
Lila, nicht nur vom Erscheinungsbild ein revoltierender Teenager, beschließt auf der Zugfahrt in ihre von den Eltern geplante Zukunft, ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen. Sie gerät dabei unvermittelt  in eine Detektivermittlung, die sie mit Hilfe ihrer neuen Freunde mit Bravour löst. Gleichzeitig gelingt es ihr, ihre eigene traumatische Vergangenheit  ein Stück weit  zu bewältigen und ihrem Leben eine neue, sinnvolle Richtung zu geben.

Stil:
Der Stil der Buches ist flott, humorvoll, der jugendlichen Protagonistin angemessen. Dadurch wirkt die Person sehr authentisch.

Mein Fazit:
Obwohl das Buch durchaus spannend war, wirkten Passagen in der Aufklärungsarbeit zu überzogen und realitätsfern. Dies hat meinen  Lesegenuss beeinträchtigt. Sehr lobenswert finde ich, dass die psychische Verfassung der Protagonisten sehr einfühlsam aufgeschlüsselt wurde.
Ich ordne diesen Kriminalroman eher in die Kategorie "Jugendliteratur" ein, was die Begeisterung unserer jüngeren Mitleser erklärt. Ich habe es mit Interesse gelesen,  bin aber an einer Fortsetzung nicht interessiert.

Zur Leserunde:
Nachdem meine letzten drei Leserunden im Schneckentempo schlichen, erlebte ich hier einen Sturzflug durch den Roman. Es ging mir diesmal beinahe zu flott. Lilas jugendliche Energie und ihr ungebremster Elan schien auf die Leserunde übergesprungen zu sein..... ;) Dabie kam ich manchmal aus der (Lese)puste ;D
Wie immer haben die Beiträge und Anregungen der Mitleser sehr zu meinem Lesegenuss beigetragen. Dafür  :-*
Meinen besonderen Dank an Lucie für die nette, ausführliche Begleitung.

Liebe Grüße
lesegrete
Du öffnest ein Buch, das Buch öffnet dich.

Chinesisches Sprichwort

Offline Elfe

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Ich ordne diesen Kriminalroman eher in die Kategorie "Jugendliteratur" ein, was die Begeisterung unserer jüngeren Mitleser erklärt. Ich habe es mit Interesse gelesen,  bin aber an einer Fortsetzung nicht interessiert.


Liebe Grüße
lesegrete

Ist ja witzig, gestern hab ich das Buch an die 18jährige Tochter meiner Nachbarin weiter verschenkt. Der Mutter habe ich gesagt, sie könne es auch lesen, es sei aber ein sehr "jungendliches" Buch!!!
Grüßchen
Elfe

Offline Heimfinderin

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Ich ordne diesen Kriminalroman eher in die Kategorie "Jugendliteratur" ein, was die Begeisterung unserer jüngeren Mitleser erklärt.
Das nehme ich (mit schon 16jähriger Tochter) für mich jetzt einfach mal als Kompliment  ;D  ;)
Liebe Grüße
Barbara

Offline SheRaven

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  • Ich bin als Kind in die Buchstabensuppe gefallen!
Ich ordne diesen Kriminalroman eher in die Kategorie "Jugendliteratur" ein, was die Begeisterung unserer jüngeren Mitleser erklärt.
Das nehme ich (mit schon 16jähriger Tochter) für mich jetzt einfach mal als Kompliment  ;D  ;)

Ja, ich nehme das Komliment auch gerne an.  ;D 

Nur am Anfang des Buches hatte ich das Gefühl, mindestens 20 Jahre zu alt für diese Lektüre zu sein. Denn auch wenn das Buch sich weitgehend an "junge Erwachsene" richtet, hat mich der flotte und eingängige Schreibstil begeistert und wie im Flug durch die Seiten getragen.
Zwar habe ich mich nicht richtig in Lila hineinvesetzen können und sie meist von der Erwachsenen- Position aus betrachtet, dafür konnte ich die Welt aber durch Danners Augen betrachten, der im Roman die Wandlung von "schmierig" zu "cool" durchlief.

Das nächste Lila-Buch wird auf jeden Fall den Weg zu mir finden und auch an einer Leserunde würde ich gerne wieder teilnehmen.
Liebe Grüße
SheRaven

 

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