Autor Thema: Leserundenfazit, Rezensionen, etc. (ohne Spoiler!!!)  (Gelesen 1514 mal)

Offline Heimfinderin

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Hier ist Platz für Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein, die Ihr vielleicht nach der Leserunde schreiben wollt. Es wäre schön, wenn sich hier möglichst viele beteiligen - zumindest ein Fazit zur Leserunde (auch eines vom Autor) ist immer interessant.

Bitte achtet darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen!
Liebe Grüße
Barbara

Offline Kiala

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Für die Leserunde zu „Die Oger“ meldete ich mich nur an, weil ich die Inhaltsangabe viel versprechend fand und zu der Zeit nichts anderes vorhatte.
Natürlich kam dann doch etwas dazwischen (wie immer: Der Stress, zum Glück war ich anscheinend nicht die Einzige), aber das Buch konnte mich gleich so fesseln, dass ich meinen Lesrundenrückstand bald beheben konnte.

Der Stil von Stephan Russbült ist nämlich mitreißend, flüssig und fesselnd. Die Protagonisten (und davon gibt es eine ganze Menge) sind durchweg sympathisch, ganz besonders natürlich Mogdar. Einzelne Handlungsstränge werden nach und nach zusammen und wieder auseinander geführt, so dass keine unangenehmen Längen entstehen.

Im Gegenteil! Der Schluss des Romans kommt dann viel zu schnell!
Der Endkampf erledigt sich enttäuschend schnell, ohne große Höhepunkte oder Überraschungen.
Ehe man es sich versieht, ist man beim Epilog angelangt und es bleiben noch einige Fragen offen. Es ist zu hoffen, dass diese im zweiten Oger-Roman geklärt werden, denn so fühlte ich mich etwas um manche wichtige Informationen betrogen.
Etliche bedeutsame Personen verschwinden einfach aus dem Geschehen.

Die besondere Stärke diese Romans sind die äußerst gelungenen witzigen Dialoge, die mich immer wieder zum Lachen brachten. Der Humor wird dabei geschickt eingesetzt, dass man mit, nicht über die Protagonisten lacht. Die Witze gleiten nie in alberne Gefilde ab, was ich sehr zu schätzen wusste.
Wer allerdings nur eine lustige Geschichte lesen will, ist hier fehl am Platz, denn es gibt auch genügend dramatische und düstere Szenen.

Fazit: Ein gelungener, witziger Erstroman, der zwar alten Fantasyhasen nicht viel Neues, aber dafür eine Menge Spaß bietet!

Vielen Dank an alle Mitleser in dieser kleinen, aber feinen Leserunde!
Und einen besonderen Dank an Stephan, der sich hier so fleißig allen Fragen gestellt hat! Ich hoffe sehr, dass noch eine weitere Leserunde zum zweiten und vielleicht auch zum dritten Teil zustande kommen wird!

Offline Heimfinderin

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Hier ist auch mein Fazit. Natürlich bin ich weiterhin da und hoffe natürlich, dass auch noch der ein oder andere  Schlusskommentar von euch kommt.

Klappentext:
Oger sind dumm! Sehr dumm sogar. Doch durch Magie kann sich vieles ändern ...
Mogda ist ein Oger. Schon immer war er schwer von Begriff und führte ein einfältiges Dasein, das vornehmlich aus Fressen und Schlafen bestand. Eines Tages jedoch überfällt er einen Magier und erbeutet von ihm ein seltsames Amulett. Als er sich das Schmuckstück arglos überstreift, ist plötzlich alles anders als zuvor. Denn das Amulett besitzt magische Kräfte und verleiht Mogda etwas, das ihm bislang völlig fremd war: Intelligenz...


Meine Meinung:
Dieses Buch hat mir viel Vergnügen bereitet. Oger Mogda war mir von Anfang an sehr sympathisch und nachdem er das Amulett übergezogen hatte und alles Wissen, das er bekommen konnte, in sich hinein sog, ist das passiert, was ich mir nie hätte vorstellen können: ich konnte mich mit einem Oger identifizieren!!!  ;D Oder wie kann man es sonst beschreiben, wenn ein Oger  zum ersten Mal in seinem Leben Bücher liest und folgendes empfindet: Sie zogen ihn so tief in den Bann, dass er jede freie  Minute las.  Ähnlichkeiten sind also definitiv vorhanden.  ;)

Die Geschichte ist flüssig zu lesen, sie bietet Spannung und natürlich den schon erwähnten Humor, der mich oft auflachen ließ. Trotzdem ist es kein albernes Buch, denn wer nur Witze erwartet, liegt damit falsch. Es gibt nämlich auch die andere Seite. Die grausame und düstere. Und auch wenn Mogda sehr menschlich wirkt, ist er ein Oger und davon gibt es noch einige mehr in dieser Geschichte. Aber nicht nur die Oger mit ihren teilweise gewöhnungsbedürftigen Handlungen sind zu fürchten, viel mehr noch die Meister, die ein nur wirklich grausam zu erreichendes Ziel vor Augen haben.

Mogda ist auserwählt, die Pläne der Meister zu verhindern. Dabei ist er aber nicht alleine unterwegs, sondern hat außer ein paar befreundeten Ogern auch noch ein kleines Mädchen an der Seite, das einige nützliche Zauber beherrscht und auch die Menschen bleiben nicht untätig. Sie sind dabei sehr sympathisch geschildert und die Dialoge der verschiedenen Figuren untereinander sind einfach köstlich.

Die Geschichte wird aus verschiedenen Erzählperspektiven erzählt, so dass man unterschiedliche Geschehnisse und Sichtweisen mitbekommt, bevor sich alle Handlungsstränge für die letzte Schlacht treffen. Dies gefällt mir immer sehr gut, hat man doch nicht nur eine einseitige Sicht auf die Dinge.

Der Schluss war dann etwas abrupt und es wurden auch nicht alle Schicksale aufgeklärt, aber was den Leser interessiert, interessiert nicht immer einen Oger.  ;) Allerdings gibt es glücklicherweise zwei weitere Bände, in denen die Geschichte fortgesetzt wird.  :)

Zur Leserunde
Leider waren wir nur eine kleine Runde, so dass es nicht so viele lebhafte Diskussionen gab, aber trotzdem hat mir das gemeinsame Lesen mit Euch  sehr viel Spaß gemacht.
Ganz besonders möchte ich Stephan danken. Ich freue mich, dass du uns begleitet und unsere Fragen so schnell und ausführlich beantwortet hast.  :-* Ich hoffe, du hattest auch deinen Spaß, auch wenn wir nicht so viele waren und konntest doch etwas für dich aus der Runde und unseren Kommentaren mitnehmen. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg mit deinen Büchern und vielleicht lesen wir uns ja mal wieder hier.
Liebe Grüße
Barbara

Offline schlumeline

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Hallo zusammen,

obwohl ich nun bereits seit einigen Tagen mit dem Buch fertig bin, komme ich vor lauter Weihnachtsstress erst jetzt dazu eine abschließende Rezension hier einzustellen  :-[. Die Leserunde hat mir viel Spass bereitet. Da wir nur eine kleine Runde waren, gab es nicht so viel zu diskutieren. Da die meisten Dinge aber auch auf Anhieb klar erschienen, war wohl auch kein großer Gesprächs- und Diskussionsbedarf vorhanden. Mir haben aber die einzelnen Meinungen sehr gefallen und ich fand diese Leserunde wirklich klein aber fein.
Bleibt noch dir lieber Stephan für die Begleitung der Leserunde zu danken. Es hat große Freude gemacht und vielleicht lesen oder hören wir uns hier einmal wieder.

Meine Meinung zum Buch:

Die Oger, das Erstlingswerk des Autors Stephan Russbült entführt uns in das Land Nelbor, in die Welt der Oger.
Die Oger sind ein Volk, sie sind groß und kräftig, leben aber in erster Linie alleine. Ihr Lebensinhalt ist eigentlich das Überleben, denn ihr Hauptaugenmerk liegt in der Suche nach Essen und Quartier. Viele der Oger werden von den Orks als Kampfoger benutzt.
Mogda, ist ein Oger. Er ist dumm und wie immer auf der Suche nach Essen, als er einen Magier überwältigt. Durch das Umhängen eines Amuletts gelangt Mogda zu ungeahnter Intelligenz. Er lernt zu lesen und gewöhnt sich erst langsam an seine neuen Fähigkeiten. Diese lehren ihn jedoch auch was Freundschaft und Zusammengehörigkeit bedeuten und so kommt es, dass Mogda gemeinsam mit der jungen Cindiel den Kampf gegen die Meister und alle Völker aufnimmt, die versuchen wollen die alleinige Macht über das Land Nelbor zu bekommen. Auf der Flucht gesellen sich nach und nach immer mehr Gefährten zu den Beiden und so versuchen sie schließlich gemeinsam ihr Ziel zu erreichen.
Die Oger ist nicht nur ein reines Fantasyabenteuer. Es ist viel mehr als das. Hier wird uns auch gezeigt was Intelligenz und Freundschaft verändern und bewirken können.
Das Buch ist eine gelungene Mischung. Die Oger sind eben ein ganz besonderes Volk. Immer wieder erstaunlich fand ich deren Kommunikation untereinander. Mit wenigen und oft auch ungenauen Worten ist alles gesagt. Oft genug sind die Dialoge einfach urkomisch und so musste ich das eine ums andere Mal wirklich herzhaft lachen.
Die Darstellung der Orks erfolgt aus einer ganz besonderen Perspektive. Diese sind richtige Widerlinge und jeder ist immer nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht. Wenn auch eigentlich von Anfang an klar ist, dass ein solches Handeln und Denken zum Scheitern verurteilt ist, so ist doch die Reise der Oger durchs Land Nelbor eine Lesereise wert. Schließlich begegnen dem Leser auch weitere Gestalten wie Zwerge, Drachen, Hüttenbauer (wer mag das wohl sein???), und natürlich die Meister.
Das Ende der Geschichte kam mir persönlich im Vergleich zum Rest des Buches dann etwas plötzlich und überhastet daher, dennoch kann  ich dieses Fantasyabenteuer uneingeschränkt empfehlen, vor allem denjenigen, denen normale Fantasy bisher nicht lesenswert erschien. Hier gibt es einmal etwas völlig anderes.
Das nächste Oger Abenteuer wartet daher wohl schon auf mich…. ;)
Lesen ist meine Leidenschaft

Offline Heimfinderin

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Hier ist es mittlerweile ruhig geworden und ich möchte mich abschließend noch einmal bei allen und ganz besonders bei Stephan für die Teilnahme bedanken.  :-*

Wir waren zwar nur eine kleine Runde, aber mir hat das gemeinsame Lesen viel Spaß gemacht. Ich hoffe, du hattest auch viel Vergnügen dabei, Stephan,  und vielleicht lesen wir uns bald mal wieder.
Liebe Grüße
Barbara

 

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