Autor Thema: 5 – Seite 251 bis 304 (Kapitel XVIII bis einschl. XXII)  (Gelesen 1622 mal)

Aldawen

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Aldawen

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So langsam merke ich, daß es auf das Ende zugeht. Besonders erfreulich für mich, daß sich mein Fragezeichen aus dem letzten Abschnitt, wie Siyakuu von Anatolien nach Polynesien gekommen ist, hier geklärt hat. Und hätte ich mich nicht zwischenzeitlich in den Jahreszahlen verlaufen (und vorab noch mal einen Blick auf seine Lebensdaten geworfen), dann wäre mir natürlich auch klar gewesen, warum dieser Malinowski nicht Bronis?aw heißen konnte – aber zumindest gab es ja doch eine Verbindung von Edvard zu diesem  ;)  Siyakuu hat eine Menge Glück gehabt, und es hat mich schon gefreut, daß ausgerechnet Estragon so einen wichtigen Anteil daran hatte, auch wenn mir dessen Ende – bei aller inneren Logik aus der Erzählung heraus – nicht besonders gefallen hat.

Nun wissen wir auch, wie es zu der Verbindung zwischen Isabelle Wolkenfuß und David Kal?kaua gekommen ist. Schon als ich in dem Wikipedia-Artikel zu ihm gelesen hatte, daß er auch Essen besucht hat, war mir klar, daß das mit Krupp zu tun haben mußte. Zu der Zeit konnte es für ein Staatsoberhaupt eigentlich keinen anderen Grund geben, diese Stadt zu besuchen als die bedeutendste Rüstungsschmiede Deutschlands (und nicht nur Deutschlands) und ihren Eigentümer aufzusuchen. Wie Krupp sich selbst im Verhältnis zu diesem König sah, wird durch seine Abwesenheit bzw. sein arg  verspätetes Auftauchen beim Empfang ja recht deutlich, paßt aber durchaus zum Selbstverständnis der Familie.

Die Personen aus dem Stammbaum sind nun eigentlich alle an ihre Position gerückt. Es fehlt aber noch die Erklärung, was Hans nun letztlich nach Hawaii getrieben hat (abgesehen davon, das Ehepaar Malinowski zu begleiten), was es nun mit dem Lavagänger auf sich hat, wie Hans' Schuhe zu seinem Enkel kommen, und was für Konsequenzen Henri aus den Erkenntnissen über seinen Großvater für sich selber und sein Leben zieht. Ich hoffe und nehme an, daß der letzte Abschnitt die Antworten darauf liefern wird. Und deshalb werde ich mir den jetzt auch gleich vornehmen.

Offline JaneEyre

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So langsam merke ich, daß es auf das Ende zugeht. Besonders erfreulich für mich, daß sich mein Fragezeichen aus dem letzten Abschnitt, wie Siyakuu von Anatolien nach Polynesien gekommen ist, hier geklärt hat. Siyakuu hat eine Menge Glück gehabt, und es hat mich schon gefreut, daß ausgerechnet Estragon so einen wichtigen Anteil daran hatte, auch wenn mir dessen Ende – bei aller inneren Logik aus der Erzählung heraus – nicht besonders gefallen hat.

Ich hatte mich auch schon gefragt wie gerade Siyakuu nach Polynesien gekommen ist, wie aufregend. Sie hat ja einiges durchgemacht bis sie dort war. Wie schön, dass Sie Estragon wieder gefunden hat bzw. er sie und, dass sie ein Paar wurden. Das Ende von Estragon fand ich sehr eigenartig, hat mir nicht gefallen.
Was ich auch nicht nachvollziehen konnte, war das Wiedersehen von Estragon mit Hans - wieso hat Hans so eigenartig auf ihn reagiert - als ob er fast ein Fremder wäre? An was lag das denn, dass er ihn so behandelt hat. Ich hab mir viele Gedanken darüber gemacht, bin aber auf keine klare Lösung gekommen.

Nun wissen wir auch, wie es zu der Verbindung zwischen Isabelle Wolkenfuß und David Kal?kaua gekommen ist. Schon als ich in dem Wikipedia-Artikel zu ihm gelesen hatte, daß er auch Essen besucht hat, war mir klar, daß das mit Krupp zu tun haben mußte. Zu der Zeit konnte es für ein Staatsoberhaupt eigentlich keinen anderen Grund geben, diese Stadt zu besuchen als die bedeutendste Rüstungsschmiede Deutschlands (und nicht nur Deutschlands) und ihren Eigentümer aufzusuchen. Wie Krupp sich selbst im Verhältnis zu diesem König sah, wird durch seine Abwesenheit bzw. sein arg  verspätetes Auftauchen beim Empfang ja recht deutlich, paßt aber durchaus zum Selbstverständnis der Familie..

Wie diese Familie zu einem König gekommen ist hat mich auch interessiert, es war gar nicht so spektakulär wie gedacht. Allerdings das Ergebnis sprach für sich. Über die Krupps weiß ich nicht mehr- klingt aber nach deiner Äußerung, Aldawen, nicht uninteressant.

Die Personen aus dem Stammbaum sind nun eigentlich alle an ihre Position gerückt. Es fehlt aber noch die Erklärung, was Hans nun letztlich nach Hawaii getrieben hat (abgesehen davon, das Ehepaar Malinowski zu begleiten), was es nun mit dem Lavagänger auf sich hat, wie Hans' Schuhe zu seinem Enkel kommen, und was für Konsequenzen Henri aus den Erkenntnissen über seinen Großvater für sich selber und sein Leben zieht. Ich hoffe und nehme an, daß der letzte Abschnitt die Antworten darauf liefern wird. Und deshalb werde ich mir den jetzt auch gleich vornehmen.

Wieso Hans nun wirklich nach Hawaiigekommen ist will ich auch wissen, ebenso wie die Schuhe zu Henri zurück kommen. Auf die Antworten und Erkenntnisse die Henri daraus zieht bin ich auch noch gespannt. :lesen:

Offline Nutarella

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Wie ihr schon gesagt habt hat Siyakuu wirklich vieles durchgemacht bis sie in Polynesien angekommen ist.  Was ich toll find das Siyakuu mit Estragon zusammen gekommen ist, wobei ich es auch gern gesehen hätte wenn Hans mit ihr zusammen gekommen wär. Aber wie hätte das gehen sollen wenn sie sich so lange nicht gesehen haben? Aber was nicht ist kann vill noch werden.
Kann es sein das Estragon und Hans sich schon lange nicht mehr gesehen haben und deshalb ihn nicht mehr erkannt hatte. Denn manche Menschen verändern sich ziemlich wärend der Zeit.
Mich interessiert auch noch wie die Schuhe zu Henri kommen und hoffe das erfahren wir im letzten Abschnitt.

Offline ink-heart

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Aha! Nun hat sich die Sache mit Keloa ja zufriedenstellend geklärt. "König der Kombüse" gefällt mir. :D

Nett ist die Geschichte Kalakauas und dann Margaritas. Besonders gefallen hat mir die kurze Erwähnung des Literaten, mit dem sie in Berlin einige Zeit verbringt:
Zitat
Er ... hauste in einer Dachkammer und liebte von allen Worten am meisten das Oh.

Da musste ich doch gleich an "Die Stadt der Träumenden Bücher" und Dölerich Hirnfidler denken. ;D

Eine ganze Menge seltsamer Begebenheiten aus dem ersten Teil klären sich nun auf, wie die Bemerkungen der fremden Frau an Hans-Kaspars Kinderwagen. Am liebsten mag ich wirklich die kleinen Geschichten am Rande, z.B. Isabellas Selbstmordversuch und ihre unerwartete Rückkehr ins Leben. Siyakuu und ihr Handlungsstrang bleiben mir trotz der eindrücklich geschilderten politisch-historischen Situation eher fern und kommen mir unwirklich vor.

Das finde ich übrigens auch gerade bei dieser Leserunde ganz spannend (und das gilt nicht nur und nicht in erster Linie für diesen Abschnitt): wie unterschiedlich wir lesen. Aldawens politische und geographische Anmerkungen zum Beispiel lese ich einfach zu gerne, weil mir immer wieder bewusst wird, dass ich über eine Menge einfach so "weggehuscht" bin und meine Aufmerksamkeit auf ganz andere Dinge gerichtet war. Wir könnten wahrscheinlich auch über dasselbe Buch lange Rezensionen schreiben, ohne dass jemand merkt, dass es dasselbe Buch ist. ;)

Offline JaneEyre

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Das finde ich übrigens auch gerade bei dieser Leserunde ganz spannend (und das gilt nicht nur und nicht in erster Linie für diesen Abschnitt): wie unterschiedlich wir lesen. Aldawens politische und geographische Anmerkungen zum Beispiel lese ich einfach zu gerne, weil mir immer wieder bewusst wird, dass ich über eine Menge einfach so "weggehuscht" bin und meine Aufmerksamkeit auf ganz andere Dinge gerichtet war. Wir könnten wahrscheinlich auch über dasselbe Buch lange Rezensionen schreiben, ohne dass jemand merkt, dass es dasselbe Buch ist. ;)

Da geb ich dir recht Ink-heart - wir lesen sehr unterschiedlich. Jeder legt sein Augenmerk auf andere Dinge und wenn ich die Beiträge dann lese, denke ich mir immer - ah, das ist mir gar nich so aufgefallen bzw. hab ich es anders bewertet.

 

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