Autor Thema: 4 – Seite 187 bis 250 (Kapitel XIII bis einschl. XVII)  (Gelesen 830 mal)

Aldawen

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Aldawen

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Hans' Leben ist ja wirklich als „bewegt“ zu bezeichnen, und das durchaus im wörtlichen Sinne, Ruhe findet er ja nur unter Zwang, wenn man ihn festhält. Die Erlebnisse in dem australischen Lager sind zwar nicht schön, aber da haben andere Menschen während des Krieges noch ganz andere Sachen mitgemacht. Immerhin beklagt sich Hans auch nicht. Aber auch hier habe ich wieder den Eindruck, daß er gar nicht so recht in sein eigenes Leben gehört. Mit welcher Gleichgültigkeit er den Vermittler zum Lagerkommandanten mimt, das hatte für mich auch etwas Erschreckendes. Als würde ihn das, was da um ihn herum und mit ihm vorgeht, gar nicht betreffen.

Und dann die Fahrt auf dem Seelenverkäufer. Ich kann schon verstehen, daß er die Schuhe nicht zurücklassen wollte, sind sie doch das einzige Erinnerungsstück, das ihm geblieben ist, vor allem beim Gedanken an Siyakuu, von der er annehmen muß, daß sie wie so viele andere Armenier den Tod gefunden hat. Die Begegnung mit dem Japaner hatte etwas Bizarres, allerdings habe ich mich auch gefragt, wie er und Hans sich angesichts von Hans' nicht vorhandenem Japanisch und den paar Brocken Deutsch von Herrn Jakumoto so fließend über doch nicht gerade einfache Sachverhalte austauschen konnten  ;)

Dann ist Hans auf Nauru gelandet, wo er sich mit seinen Eisenbahnerkenntnissen nützlich machen kann. Manchmal hat man eben Glück. Wie er dabei an die Malinowskis geraten ist (wobei ich da eher einen Bronis?aw als einen Edvard erwartet hätte  ;) ), wobei Frau Malinowski noch *zufälligerweise* Siyakuu ist, das würde mich ja doch noch genau interessieren. Das gilt gleichermaßen für diesen Polen, den Hans Kaspar versteckt haben soll. Darauf wurde nun schon mehrfach Bezug genommen, aber entweder ist das meinem Sieb-Gedächtnis schon wieder entfallen oder wir wissen tatsächlich noch nichts genaueres darüber. Wenn Hans hier Zivilcourage gezeigt haben sollte, dann stünde er damit vermutlich im Widerspruch zu seinem Enkel, der diese Chance (vielleicht) gehabt hat, als er diesen ominösen Zettel aufhob und anschließend zerrissen wegwarf. So ganz schlau bin ich aus dieser Episode (noch?) nicht geworden, aber ein paar Seiten gibt es ja noch ...

Schön dagegen die Szene mit der Postkarte, wobei den Beamten ja auch hätte auffallen können, daß diese Karte wohl zu alt ist, um mit irgendwelchen potentiellen, aktuellen arabisch-terroristischen Bewegungen in Verbindung zu stehen  :D

Offline JaneEyre

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ich hab momentan ein Handycap, der rechte Arm ist in einer Gipsschale und ich kann nur mit 1 Finger links schreiben. Deswegen nur wenige Worte.  >:(

Hans erlebt wirklich einiges in seinem Leben und an so vielen verschiedenen Orten auf der Welt. Sein Verhalten in dem Lager kam mir auch irgendwie teilnahmslos vor.
Die Begegnung mit dem Japaner fand ich bizarr,aber schön empfand ich das Aufmalen der Gedichte. Das Unterhalten wird sicher auch vor allem mit Hand und Fuß stattgefunden haben.

Über die Szene mit der Postkarte musste ich glatt lachen, wie sie ihn als evtl. Terroristen behandelt haben. Da hat wohl die Angst das Denken leicht behindert. :-\

Übrigens finde ich dieses "wir-erzählen" leicht nervig.

Offline Nutarella

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Ich fühl mich gerade wie ein Feigling, denn ich würde mich glaub nicht auf die Reise in eine Fremde Unbekannte Welt aufmachen ohne zu wissen wo ich eigtl landen werde. Und das machte ja sowohl Henri und Hans Kasper.
Die Idee mit dem Schiff beschreiben (Malen) find ich toll, das kenn ich an nem Auto und das sah richtig toll aus ich denke an nem Schiff sieht das noch imposanter aus. Wie haben die sich eigtl unterhalten?
 Was ich gut find das sie ihn "nur" wegen einer Postkarte festgenommen haben denn dann sieht man das sie gut kontrollieren und man nichts zu befürchten hat. Wobei dir Postkarte ziemlich alt war aber lieber zu viel als zu wenig kontrollieren.
Und nun bin ich gespannt wie es auf Nauru weiter geht.

Offline ink-heart

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Sorry, mich hat das RL in den letzten Wochen derartig eingeholt, dass gar nichts mehr ging. Ich hoffe, es ist okay, dass ich euch noch ein bisschen „hinterherposte“. Diesen Abschnitt habe ich schon vor einiger Zeit gelesen, deswegen ist die Erinnerung daran wahrscheinlich nicht mehr so vollständig. Was mir noch ziemlich präsent ist, ist die Realsatire, die da an allen möglichen Ecken auftaucht: die Verdächtigungen wegen der arabischen Schriftzeichen auf der Lesezeichen-Postkarte (schreiend komisch) oder die „Erich ist doof“-Episode.

Ein bisschen esoterisch-geheimnisvoll wird es hier auch: Was es mit den Erscheinungen Captain Cooks und Hans-Kaspar Brandos auf sich hat, ist mir noch nicht so klar … Hängengeblieben sind bei mir auch noch die Erinnerungen an Rosita und das (gemeinsame?) asiatisch aussehende Kind. Das ist ja vermutlich wieder ein Hinweis auf Helders geheimnisvolle Herkunft!? Einen weiteren Hinweis in dieser Richtung gibt es, als Helder Keola Palaoa (den vermeintlichen Oberschenkelknochen ;D) trifft, der einen König unter seinen Vorfahren erwähnt. Sollte es eine verwandtschaftliche Beziehung zwischen ihm und Helder/Hans-Kaspar geben?

 

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