Autor Thema: 04 - Seite 210 bis Seite 278  (Gelesen 1293 mal)

Offline Miramis

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Hier könnt ihr eure Leseeindrücke von Seite 210 (ab "Er hatte erwartet, ...") bis Seite 278 (bis einschliesslich "ging zurück in sein Zimmer" schildern.

Aldawen

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So langsam nimmt das Ganze jetzt doch Fahrt auf. Zuerst war ich ein bißchen enttäuscht, daß man von der Global-Oil-Seite vergleichweise wenig mitbekommt, andererseits kann ich mir das auch ganz gut selbst vorstellen und zusammenreimen, die Mechanismen sind ja nicht unbekannt. Da verfolge ich dann doch lieber die Gegenbewegung, die Steve organisiert. Die Idee von Cording, den Jungen zurückzuholen, fand ich sofort gut, aber es war ja auch zu erwarten, daß Steve in der Geschichte nicht nur die Rolle des verzogenen Jüngelchens spielt, dafür hätte man ihn nicht so prominent einführen müssen  ;)

Auch wenn die Form einer weltweiten Zivilgesellschaft, die hier beschworen wird, so wohl noch Utopie ist, so lassen sich Ansätze dafür auch heute schon ohne weiteres erkennen. Ob wir so schnell und so gründlich zu dieser Form kommen, bleibt aber wohl noch abzuwarten. Allerdings hat Steve recht, wenn er auf Grund der Struktur und Organisation des Internets auf dessen anarchische Tendenzen verweist. Ob sich also eine Widerstandsbewegung tatsächlich so und in dem Ausmaße vernetzen und koordinieren ließe, ist vielleicht ein bißchen fraglich. Aber das macht im Kontext des Romans überhaupt nichts, denn diese globusumspannende Unterstützung ist, sofern sie lang genug anhält und instrumentalisiert werden kann, die beste Hoffnung für Tahiti. Die Gewaltmasche gegen die Radioleute ist für Global Oil eher kontraproduktiv, zumal Shocking Turner den Angriff überlebt hat und nun als lebendes Beispiel für die Rücksichtslosigkeit aufgetreten ist. Ganz schlechte Bilder für einen Konzern!

Daß Mike tatsächlich nicht nur Cordings Reportage, sondern auch Rasmussens Papiere veröffentlicht, hat mich erstaunt, das hätte ich ihm nicht zugetraut. Andererseits: Er hat ja quasi auch abgewartet, wie sich die „internationale Stimmung“ im Fall Tahiti entwickelt, und dabei kann es auch förderlich sein, rechtzeitig auf so einen Widerstandszug aufzuspringen. Die Herkunft der Werbekunden im Umfeld der Tahiti-Berichterstattung verwundert angesichts dessen, daß ausgerechnet die USA und China am Pranger stehen, überhaupt nicht. Und die Haltung des amerikanischen Präsidenten ist zumindest als labil zu bezeichnen. Es war zwar nicht wirklich damit zu rechnen, daß er sich im Namen seines Landes schuldig bekennt, aber wir haben hier ja wohl einen Politiker, für den persönliche Integrität noch kein völliges Fremdwort ist. Ich bin gespannt, ob er noch umschwenken wird und damit Global Oil das Wasser abgräbt.

Ein bißchen zu fix ging mir das Verhältnis zwischen Cording und Maeva voran. Vor drei Monaten kannten sie sich praktisch noch gar nicht und jetzt laufen sie schon eine Weile als Verlobte herum? Naja, von mir aus soll Cording ruhig auch noch sein privates Glück auf Tahiti finden, sei ihm nach seinem durch die Katastrophenberichterstattung geprägten Leben gegönnt ...

Offline apassionata

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Ja, so langsam kommt wieder Fahrtwind auf...
Die Schleife, da Cording für ein paar Stunden doch an Rasmussens Glaubwürdigkeit zweifeln musste fand ich gut gelegt. Es war ein holographischer Schutzschild der die Hebetanker verbarg. Spannend dann auch gestrickt, als das Zodiak ausfuhr um die Einheimischen zu verfolgen. Und dann ist auch noch Rasmussen weg. Der Arme konnte mir ganz schön leid tun.  :o Aber nun ja, zumindest hat er sein Ziel erreicht und einen richtigen Abnehmer für seine Informationen gefunden.

Maeva scheint mir ja an manchen Stellen doch ganz schön naiv. Ihr Bruder zum Teil auch. Aber woher sollten sie es auch besser wissen? Da würde sich dann doch wieder das Wort "unverdorben" am ehesten anbieten. Da könnte man sich die Frage stellen, was besser ist: Alles wissen wie Cording, oder durch Unwissenheit glücklich sein in seiner kleinen Welt.
Cording möchte sich der Hilfe von Steve vergewissern. Dies fand ich ein guter Schachzug und hat sich ja auch gleich ausgezahlt. Denn dessen Strategie ging ja richtig gut auf.
Sehr gut gefallen haben mir die Passagen mit Kapitän Willis. In ihm steckte zumindest noch eine gesunde Portion Menschenverstand.

Ganz prima gefallen haben mir diesmal auch wieder folgende Sätze: "Der verstörte Homo sapiens ahnte sehr wohl, dass die Aufgaben, denen er sich plötzlich gegenüber sah, zu mächtig geworden waren. So urinierte er also unter weiter in sein Wohnzimmer. Anstatt aber seine Lebensweise infrage zu stellen, zog er es lieber vor, in aller Wissenschaftlichkeit über die Saugfähigkeit des Teppichs zu diskutieren..." S.232

Dieser Robert McEwen scheint ein bösartig schlauer Fuchs. Er geht über Leichen und schreckt wohl vor nichts zurück. Trotzdem bin ich gespannt ob der Präsident seine Stellung hält oder ob er nicht doch noch irgendwann kippt. Maries Rede als Präsidentin von Trinidad und Tobago fand ich richtig gelungen. Vor allem das Beispiel mit dem Fluss aus dem Kinder gerettet werden können. "Wann ist für Sie der Punkt erreicht, wo Sie die Sisyphosarbeit einstellen und stattdessen flussaufwärts gehen, um die Gründe für das rätselhafte Verbrechen in Erfahrung zu bringen?" S.240

Der Widerstand, inklusive Shocking Turner funktioniert... Omais Krieg! Gewaltlos und zauberhaft.  8)

Die Idee, der South Pacific das GPS auszubauen und das Radar zu zerschmettern brachte mich zum Schmunzeln. ich denke aber mal, Kapitän Willis hätte es trotzdem geschafft.  ;)
Es gab Passagen, da habe ich mir durchaus gedacht: "Wer hat es Dirk so innig und formvollendet herübergebracht, dass auch bei ihm die Grenzen zwischen Aberglaube und Gewissheit - das tahitianisch Lebensgefühl - so auf ihn übergesprungen ist."  ;D  Aber mittlerweile weiß ich ja, dass er es selbst, ganz hautnah erleben durfte.
Übrigens hoffe ich, dass Fessenheim (hier bei uns fast um die Ecke) noch eine Weile "steht" und nicht tatsächlich einem Unfall unterliegt.  :o Obwohl dieses uralte, kränkelnde Frack wahrlich schon längst geschlossen gehört.  :(  Und nicht nur dieses.  ::)

Das war also der geheime Plan: Das traditionelle Bootsrennen zum Heiva-Fest umzufunktionieren. Ich bin gespannt...  :lesen:

Liebe Grüssle
                   Marion  :winken:

"Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi

Offline apassionata

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Daß Mike tatsächlich nicht nur Cordings Reportage, sondern auch Rasmussens Papiere veröffentlicht, hat mich erstaunt, das hätte ich ihm nicht zugetraut. Andererseits: Er hat ja quasi auch abgewartet, wie sich die „internationale Stimmung“ im Fall Tahiti entwickelt, und dabei kann es auch förderlich sein, rechtzeitig auf so einen Widerstandszug aufzuspringen.

Erst habe ich mich auch sehr gewundert, doch dann habe ich mir gesagt, dass Mike hier sicher sehr berechnend vorgegangen ist. Er hat schließlich den Artikel fast als Letzter veröffendlich  und sicher auch erst einmal abgewartet bis er potente und auch für die Zukunft potenzielle Werbepartner findet. Auch hat er bestimmt nicht vorschnell kalkuliert in welche Richtung er sein Fähnchen hängt. Da stimme ich dir voll zu, Aldawen.

Ein bißchen zu fix ging mir das Verhältnis zwischen Cording und Maeva voran. Vor drei Monaten kannten sie sich praktisch noch gar nicht und jetzt laufen sie schon eine Weile als Verlobte herum?

Naja, ich glaube schon, dass wir auch hier mit unserem europäischen Maßstab etwas brechen müssen. Cording wird sicher etwas von der Gesamtsituation überfahren und weiß ja eigentlich so gar nicht richtig wie es ihm geschieht.  ;D  Maeva gehört dann doch eher zu den "Naturvölkern" und wenn ich es richtig verstanden habe (auch durch die Beschreibung der Traditionen, der Vergangenheit und auch dieser "Gerichtsverhandlung") sehen die Menschen auf den Südseeinseln alles rund um das Thema Liebe bzw. Sexualität dann doch alles um einiges lockerer als bei uns. Dagegen wirken wir "Nordis" dann doch vielleicht ein wenig verklemmt dagegen, oder nicht?

"Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi

Offline Sille

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Ich bin in diesem Abschnitt schon vor 2 Tagen angelangt - und hab mich erst gefreut, dass es endlich voran geht und was passiert.
Die Einschätzung der anderen zu Mike teile ich  ;)
Ansonsten finde ich den Text gerade sehr zäh. Ich kann noch nicht richtig sagen, was mich stört, aber irgendwie fesselt es mich grad nicht. Mir passiert zu wenig.  :(
Liebe Grüße, Sille

Offline Sille

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Ich lese das Buch jetzt irgendwie mehr als Info-Buch über das Tahiti-Projekt. Da gefällt es mir super. Als reiner Thriller passiert mir tatsächlich teilweise zu wenig. Manchmal sind mir die Sprünge auch zu heftig. Dann habe ich Schwierigkeiten zu verstehen, ob sich da jetzt nur der Ort oder auch die Zeit geändert haben.

Toll finde ich, dass der Widerstand aus dem www so schön funktioniert  ;D

Tja, und leider finde ich es realistisch, wie Global Oil den Präsidenten regelrecht benutzt ... Ichbin sehr gespannt, ob es da noch eine Wende geben wird?  ???
Liebe Grüße, Sille

Offline apassionata

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Ich lese das Buch jetzt irgendwie mehr als Info-Buch über das Tahiti-Projekt. Da gefällt es mir super. Als reiner Thriller passiert mir tatsächlich teilweise zu wenig. Manchmal sind mir die Sprünge auch zu heftig. Dann habe ich Schwierigkeiten zu verstehen, ob sich da jetzt nur der Ort oder auch die Zeit geändert haben.

Mit besagten Sprüngen habe ich jetzt absolut keine Schwierigkeiten.
Ansonsten halte ich es mittlerweile auch so wie du: Ich sehe dieses Buch immer weniger als romanverfasster Thriller. Eher als gut verkleidetes Sachbuch und als solches gefällt es mir richtig gut.

Toll finde ich, dass der Widerstand aus dem www so schön funktioniert  ;D

Stimmt. Leider würde dies wohl auch im negativen und verlogenen Sinne funktionieren. Ein falsch eingestreutes und dieser Art massenvermarktetes Gerücht würde sich sicher genauso leicht verbreiten lassen.

Tja, und leider finde ich es realistisch, wie Global Oil den Präsidenten regelrecht benutzt ...

Sehr authentisch, traurig aber wahr. Nur gut, dass man da auch immer wieder wachgerüttelt wird.
"Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi

Offline Myriel

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Hallo miteinander,

dieser Abschnitt hat mir von dem Buch bisher am besten gefallen.

Einerseits ist es immer noch ein eher "trockener" Stoff, aber die Referate von Maeva haben mich nicht mehr so sehr gestört, da ich es jetzt wie apassionata halte:
Ich lese das Buch jetzt irgendwie mehr als Info-Buch über das Tahiti-Projekt. [...]
[...]
Ansonsten halte ich es mittlerweile auch so wie du: Ich sehe dieses Buch immer weniger als romanverfasster Thriller. Eher als gut verkleidetes Sachbuch und als solches gefällt es mir richtig gut.

Zudem kam trotz der missverständlichen Thriller-Einordnung etwas Schwung in die Geschichte. Dass Steve wieder mit von der Partie ist, hat mich gefreut, vor allem, da er so der Trauergesellschaft entkommen kann und nicht in ein bodenloses Loch gezogen wird. Mit seiner Arbeit für Omai scheint er glücklich zu sein und seine Erfolge sprechen für ihn. Sein Vorgehen, den Widerstand im Internet und über kleine, aber unabhängige Medien zu organisieren, lässt sich teilweise ja auch schon heute beobachten. Gerade die Bloggersphäre wird in Wahlkämpfen u.ä. schon heiß umkämpft, da sie mit ihren Äußerungen wesentlich zur Meinungsbildung beitragen.

Etwas "Schadenfreude" hat sich bei mir breit gemacht, als es um die Organisation der Bootsblockade der Hebeschiffe ging: ganz Polynesien weiß Bescheid, aber die USA ahnen nichts. Tja, ganz so allwissend sind deren Geheimdienste wohl doch nicht.  ;D
Die Idee an sich gefällt mir gut, aber in Anbetracht der 3 Kriegsschiffe, die die Hebeschiffe schützen sollen, wurde mir etwas mulmig. Wie Cording auch habe ich da Bilder eines Massakers vor Augen, wenn sich die Kriegsschiffe zum Eingreifen entschließen sollten. Allerdings hoffe ich, dass es nicht soweit kommt und der Präsident vorher eine Kehrtwende hinlegt. Denn ganz abgeschrieben habe ich Selby noch nicht, auch wenn er sich bisher für die falsche Seite entschieden hat und lieber die Marionette von Global Oil gibt.

Ganz anders dagegen Mike, der sich hinter Tahiti gestellt hat und mit EMERGENCY für sie wirbt. Auf dieses Verhalten hatte ich ja gehofft, aber ganz so selbstlos wird das nicht gewesen sein, wie ihr ja auch geschrieben habt:
Daß Mike tatsächlich nicht nur Cordings Reportage, sondern auch Rasmussens Papiere veröffentlicht, hat mich erstaunt, das hätte ich ihm nicht zugetraut. Andererseits: Er hat ja quasi auch abgewartet, wie sich die „internationale Stimmung“ im Fall Tahiti entwickelt, und dabei kann es auch förderlich sein, rechtzeitig auf so einen Widerstandszug aufzuspringen.

Erst habe ich mich auch sehr gewundert, doch dann habe ich mir gesagt, dass Mike hier sicher sehr berechnend vorgegangen ist. Er hat schließlich den Artikel fast als Letzter veröffendlich  und sicher auch erst einmal abgewartet bis er potente und auch für die Zukunft potenzielle Werbepartner findet. Auch hat er bestimmt nicht vorschnell kalkuliert in welche Richtung er sein Fähnchen hängt. Da stimme ich dir voll zu, Aldawen.
Es bringt ja doch nichts, nur den Gutmenschen zu geben, wenn dabei der eigene Kopf in der Schlinge steckt. Zum Glück für Tahiti weht der Wind für sie günstig, so dass Mike, der sein Fähnchen in diesen Wind gehängt hat, für sie zusätzliche Unterstützung bringt.

Etwas erstaunt war ich angesichts der Spendensummen, die innerhalb weniger Tage zusammen kamen. Angesichts der generellen Lage auf der Erde und den ständigen Naturkatastrophen hätte ich nicht erwartet, dass die Menschen noch so viel Geld "übrig" haben, um Tahiti unterstützen zu können.

Was mich überhaupt nicht überzeugen konnte, war der Einsatz des holografischen Schutzschirms, um den Hebetanker zu verbergen. Ich weiß zwar nicht, wie weit die Entwicklungen in Richtung solch einer Technologie schon gediehen sind, aber im direkten Vergleich zu den bodenständigen und realistischen technischen Neuerungen, die im Buch vorgestellt wurden (Reva-Tae, Ming-Pelikan, den Elektrofahrzeugen, Omais Flugzeug etc.), kommt mir das einfach zu abgehoben vor.  :-\

Ganz zum Schluss des Abschnitts kommt nochmal ein ziemlicher Hammer: ist die Leiche, die Cording im Fernsehen gesehen hat wirklich der ermordete Rasmussen oder irrt er sich möglicherweise? Angesichts der Tatsache, dass Global Oil schon seine gesamte Familie ermorden lassen hat, stehen die Chancen für Rasmussen nicht wirklich gut.

LG Myriel

Offline Miramis

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Iaorana,

mit diesem Abschnitt kommen wir wieder zurück zum "roten Faden", der Rahmengeschichte rund um das Tahiti-Projekt. Gut, dass auch dieser Punkt nicht ganz vernachlässigt wird, denn bestimmt sind inzwischen etliche Leser schon etwas ungeduldig und warten darauf, dass etwas passiert. Ich für meinen Teil hätte gerne noch weitere vielversprechende Zukunftsprojekte und Ideen verfolgt und vertieft, ich finde das wahnsinnig spannend, wenn auch auf einer anderen Ebene als ein Thriller. Aber dennoch konnte ich mit den folgenden Passagen auch einiges anfangen, schliesslich geht es um den Kampf "Gut gegen Böse".

Was mich immer wieder irritiert, ist die Sache mit dem Namenstausch - also wenn Maeva zu Cording "Maeva" sagt. Hm, so interessant die Kultur der tahitianischen Bevölkerung auch ist, diesen Brauch finde ich.... einfach doof.  ;D Da bin ich einfach mal offen und ehrlich.

Ja, die beiden turteln ganz schön herum, sehr angenehm nach dieser schweren Geburt. Die Liebesgeschichte ist wohl der Teil der Geschichte, der für mich am ehesten entbehrlich gewesen wäre, andererseits ist hier am deutlichsten das Aufeinanderprallen der Kulturen sichtbar und der Kontrast, der sich zwischen den beiden Liebenden auftut. Insofern ist es ganz gut, dass es unser Pärchen gibt.

Beim Flug über Makatea ist nichts zu entdecken - null, nada, niente - und Schuld daran ist ein holographischer Schirm. Hier kam sogar ein wenig Science-Fiction-Feeling auf, das Holodeck aus Star Trek lässt grüßen. Naja, diesen Ausflug ins Reich der Phantasie verkraftet das Buch bestimmt, sagen wir einfach, wir blicken in einen noch weitere Zukunft.  ;D Nicht mal einen Eintrag im Glossar gibts zu diesem Thema, ein untrügliches Zeichen, dass es sich um einen Fiktion handelt. Aber echt originell...!

Zum Glück bleiben unsere Protagonisten dran an der Sache und finden trotz aller Versteckspiele heraus, dass die South Pazific vor Ort liegt - jetzt bekommt der Feind ein Gesicht. Das folgende gemeinsame Ziehen an einem Strang hat mir sehr gut gefallen - Steve als Motivator und Koordinator, der Radiosender als Sprachrohr des Widerstands, das Internet als rechtsfreier Raum, in den die Auseinandersetzung mit den Großen getragen wird, Omai als Integrationsfigur für Einheimische und die ganze Welt, die Tanzgruppen als optische Verstärkung. Das alles ist eine runde Sache und beim Lesen ertappte ich mich des öfteren dabei, wie ich mit den Tahitianern mitfieberte und ihnen den Sieg über Global Oil wünschte. Wäre doch gelacht, wenn das nicht klappen sollte...

Und jetzt also auch noch ein polynesische Armada aus 10.000 Booten! Ich bin schon sehr gespannt auf das Ende.

Viele liebe Grüße
Miramis


 

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