Autor Thema: 05 - Der neunte bis zwölfte von zwölf Rythmen (Seiten 173 bis Ende)  (Gelesen 4588 mal)

Offline Loomis

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Und 3., extra für Loomis, etwas Kniffliges: Von welchem "unverschämt talentierten jungen Schwarzen", der wie Prince singt, ist auf S. 180 die Rede?
Tipp: das Buch entstand 1995, und derjenige hat jetzt auch schon seit zehn Jahren kein neues Album mehr vorgelegt, ich scheine solche Leute schon im vorhinein identifizieren und herauspicken zu können ...

Also ich habe jetzt schon die ganze Zeit überlegt und ich muss zugeben, dass ich nicht die leiseste Ahnung habe. Ich bin ja schon kein Prince-Experte (kenne nur eine Handvoll Songs) und der junge Sänger muss völlig an mir vorbei gegangen sein. Vielleicht weiß ja jemand anders die Antwort?

Aber wenn wir gerade bei echten Vorbildern zum Buch sind: Dieses Mädchengesangstrio im Buch, waren das TLC?

Offline Tobias O. Meißner

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 :o 8) alle Achtung: TLC sind richtig! Die sind ja heute auch nicht mehr besonders geläufig. Ich mochte sie aber gern, besonders den Song "Creep".
Die rülpsenden Punks sind übrigens Green Day in ihrer Frühphase. Dass die sich so lange halten werden, hätte ich nie gedacht ...

Was die dritte Frage angeht, da habe ich mich vielleicht ein wenig missverständlich ausgedrückt: Selbstverständlich können gerne ALLE versuchen, sie zu beantworten, das mit dem "extra für Loomis" bezieht sich nur darauf, dass Loomis extra etwas Kniffliges angefordert hatte.
Ich gebe noch einen Tipp: Es ist NICHT Bilal und es ist NICHT Musiq Soulchild. (Da stellt sich dann aber wieder die Frage, wer mit diesen Namen überhaupt etwas anfangen kann ...)

mit ziemlich speziellem Wissen ausgestattet: Tobias

Offline Loomis

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OK, ich glaube ich habs:
D'Angelo

Der Name sagte mir bislang zwar nichts, aber das hier klingt sehr nach Prince:
http://www.youtube.com/watch?v=mcQ83tOZ4Wk

Und die restlichen Daten passen auch: Debüt von 1995, 2000 kam das bislang letzte Album heraus.


TLC hat meine Schwester damals viel gehört, deshalb sind die mir ein Begriff.

Offline Tobias O. Meißner

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 :freu:
und wieder richtig: D'Angelo!
(Ich löse das jetzt auf, denn hätte es noch jemand herausgefunden? Ich fand es seeehr knifflig ... Wer in den letzten zehn Jahren Musik gehört hat, hat ja eben NICHTS von D'Angelo gehört  ;). Im Internet häufen sich jetzt aber die Gerüchte, dass es 2011 etwas Neues von ihm geben soll, ich bin schon unglaublich gespannt, und empfehle das hiermit.)

 8): Tobias

Offline Magnhor

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Also ich beobachtete nun diese Leserunde schon von anbeginn ganz oberflächlich. Nun reizt mich die zweite Frage zu beantworten doch:
DAS wichtigste Album in meinem Leben? Das ist sehr schwierig!

Wurde in dieser Runde TOOL schon erwähnt? Die zu hören ist eigentlich nicht Musikhören, sondern ein Erlebnis!
Mike Patton verzaubert mich immer wieder mit seinem Gesang wie zum Beispiel bei Evidence im Album King for a day, fool for a lifetime von Faith No more.
Dann wäre noch das tollste Albúm von den fantastischen Vier: Die vierte Dimension; hier hat man etwas für alle Lebenslagen, vor allem auch zum Nachdenken.
EGO von OOMPH! regt zur Selbstreflexion an, TOOL ist inhaltlich noch schwieriger zu greifen; Limp Bizkit gibt mir Auftrieb und eine Lässigkeit, die ich öfters in meinem Leben haben sollte; Chuck Berry macht Spaß; mit Richthofens Seelenwalzer oder OOMPH!'s Defekt ergänze ich mir den fehlenden Sport, nimmt mir Wut und Aggression aus den Adern; The Prodidgy's Fat Of The Land - ein MUSS zum abgehen und least but not last ein Album einer deutschen Band, die leider nach dem zweiten Album aufgehört hat: Keilerkopf mit Dreimannmensch: Eine Musik ähnlich wie die von LimpBizkit; abwechslungsreich, mal hart, mal verliebt, ironisch, selbstkritisch, lustig oder auch provokativ - eben auch vielseitig.
Also, welches soll mein wichtigstes Album sein?

Im Moment würde ich auf ein Album Limp Bizkits tendieren (nur welches Album?), weil mich diese Musik wie gesagt lockerer werden lässt. Zu häufig verbeiße ich mich in etwas, verliere den Blick für mehrere Richtungen und stumpfe emotional ab. Diese Musik - auch textlich gesehen - nimmt mich aus deisem Fahrwasser heraus.
Aber das ist sicherlich auch eine Frage der Lebensphase, in der man gerade ist. Würde ich bis zum Halse in der Sch... stecken würde ich Richthofen sagen, langweile ich mich und suche noch etwas zu entdecken, würde ich stets TOOL nennen, da ich 10 000 days oder Lateralus noch lange nicht durchdrungen habe!

Offline Tobias O. Meißner

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Willkommen, Loe: Tolle Bandbreite zwischen Chuck Berry und The Prodigy. Mike Patton habe ich mal live gesehen mit seiner durchgeknallten Formation Mr.Bungle. Der Mann ist auch definitiv eine Ausnahmeerscheinung.
Und verrät uns der Lord of Evil auch noch, welches Konzert ihn am meisten gerockt hat?

 :winken::Tobias

Offline Hexe

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"Musik ist nicht dazu da, die Welt zu retten, Musik ist dazu da, dir das Leben zu retten." (Tony Parsons)

Ich bin eine leidenschaftliche Leserin, ein Buch muß mich berühren und mich die Welt vergessen lassen. Aber ganz außerordentlich wichtig ist mir Musik! Ich gehe wahnsinnig gern auf Konzerte, wobei ich die kleineren"Schuppen" auf jeden Fall vorziehe. Und für ein tolles Konzert schrecke ich auch nicht vor langen Anfahrten zurück.

Ich habe so tolle Konzerte mit Haut und Haaren erlebt in letzter Zeit: die alten Herren von Queensryche

Offline Hexe

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Hilfe, war doch noch nicht fertig....muß immer schnell gehen bei mir, sorry...NOCHMAL:


"Musik ist nicht dazu da, die Welt zu retten, Musik ist dazu da, dir das Leben zu retten." (Tony Parsons)

Ich bin eine leidenschaftliche Leserin, ein Buch muß mich berühren und mich die Welt vergessen lassen. Aber ganz außerordentlich wichtig ist mir Musik! Ich gehe wahnsinnig gern auf Konzerte, wobei ich die kleineren"Schuppen" auf jeden Fall vorziehe. Und für ein tolles Konzert schrecke ich auch nicht vor langen Anfahrten zurück.

Ich habe so tolle Konzerte mit Haut und Haaren erlebt in letzter Zeit: die alten Herren von QUEENSRYCHE, TESLA, diese alten Rocker, schwärme immer noch von LYNYRD SKYNYRD, wow, und im letzten Jahr endlich mal DEEP PURPLE (Asche auf mein Haupt) und Alter hat auch Vorteile: ich habe PINK FLOYD noch live erlebt, und die höre ich immer noch, wenn ich mich berauschen will...und, und und....und schaut euch "It might get loud" an, vor JIMMY PAGE falle ich auf die Knie...ich höre jetzt auf!!!

Meine absoluten Favoriten werden aber immer DEINE LAKAIEN bleiben, und nicht nur, weil die Stimme von Alexander Veljanov mich an Scott Walker erinnert, zumindest vor vielen Jahren, als ich sie kennen lernte. Diese Konzerte sind anbetungswürdig und dafür würde ich auf alle anderen verzichten!

Auf eine einsame Insel würde ich nur SCOTT WALKER mitnehmen!!!


Jeff Buckley habe ich durch Tobias kennen gelernt, und dafür bin ich dankbar!

Offline Breña

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Tobias, Deine Antworten haben sofort neue Fragen aufgeworfen. ;) Welche Musik hast Du gehört, während du HalbEngel geschrieben hast? Und wieso hast Du Dir die Rockmusik herausgepickt, wenn sie eigentlich keine so große Rolle spielt?

Über Deine Fragen habe ich jetzt nicht nur Stunden, sondern tatsächlich Tage nachgegrübelt, ohne zu einem eindeutigen Ergebnis zu kommen (abgesehen von der dritten, da habe ich sehr schnell aufgegeben, weil Black Music nicht meine Ecke ist). Die Frage nach dem wichtigsten Album kann ich nicht beantworten. Je nach Lebenslage wechselt das, und genauso wie ich nicht das eine Lieblingsbuch benennen kann, kann ich nicht das eine Album herausgreifen.

Auch die Frage nach dem einen Konzert kann ich nur ausweichend beantworten. Es gab viele, aus denen ich überglücklich und nassgeschwitzt herauskam, einige, bei denen das debile Grinsen auch Tage später noch im Gesicht klebte, aber auch hier tue ich mich schwer, das eindrucksvollste herauszupicken. Ein besonderes Erlebnis war es, Tool und Nine Inch Nails gemeinsam auf einem Festival 2007 in Bologna zu sehen. Allein für sich haben beide Bands mich schon mehrfach begeistern können, im Doppelpack waren sie einfach der Hammer. Ein ähnlich eindrucksvolles und doch ganz anderes Erlebnis hatte ich im letzten Herbst, als Dirk Serries (Microphonics) in einer alten Industrieanlage in Krefeld gespielt hat. Ein sehr persönliches Konzert, denn leider war nur eine handvoll Gäste da, was aber nichts daran geändert hat, dass Dirk komplett in seiner Musik aufging. Oder Sigur Rós im Theater Dortmund, was jedes ihrer Hallenkonzerte danach wie eine Parodie erscheinen ließ. Oder Jonah Matranga als onlinedrawing, irgendwann 2000 oder so in einem kleinen Kölner Club. Irgendwann fiel der Strom aus und der Mann hat unplugged und mit einem Spielzeugroboter aus dem Stehgreif ein fantastisches Konzert gegeben. Oder Sunn O))), weil es ein komplett anderes Hörerlebnis war. Oder Scott Kelly oder Steve Von Till in einer Tropfsteinhöhle in Iserlohn, Akustik und Atmosphäre sind dort fantastisch. Oder Nick Oliveri, der all seine Wut in seine Musik und die Bühnenshow legte. Überhaupt, sobald man bemerkt, dass die Musiker vor einem mit Herzblut ihre Musik machen, wird so ein Konzert zum Erlebnis.

So far for now.
Breña
"It is not true that we have only one life to live; if we can read, we can live as many more lives and as many kinds of lives as we wish."  S.I. Hayakawa

Offline Suse

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1. Was war das eindrucksvollste Konzert Deines Lebens und warum?

Nochmal etwas genauer. Mein eindrucksvollstes Konzert waren zwei Konzerte:

1. Guns'N'Roses ("Use your Illusion"), weil ich da total verknallt in Axl Rose war. Das müsste 1992 gewesen sein. Hach.. .da war ich noch keine 18 Jahre alt. Bei "November Rain" musste ich heulen und vorher habe ich mich mit einem Typen angelegt, weil der sich so rüde durchgedrängelt hat. Den habe ich in die Schulter gebissen in meinem Ärger, er wollte mich dafür verkloppen, bekam aber einen ordentlichen Hieb auf den Kopf von der Security  ;D

2. Genesis ("I can't dance), weil das so relaxed war.

2. Welches ist für Dich das wichtigste Album Deines Lebens und warum?

Puh, das habe ich leider nicht, sorry. Am ehesten noch "Use your Illusion" (Teil 1). Grund ist ebenfalls meine damalige Verliebtheit in Axl. Da war ich in einem Alter, als ich noch die Stars bedingungslos anhimmeln konnte. Ich hatte alles Gute und alles Schlechte noch vor mir und wusste nicht, was für schwere Zeiten bald danach auf mich zukommen sollten.

Und 3., extra für Loomis, etwas Kniffliges: Von welchem "unverschämt talentierten jungen Schwarzen", der wie Prince singt, ist auf S. 180 die Rede?

Das wurde ja zum Glück aufgelöst - hätte ich natürlich nicht gewusst  ;)

Liebe Grüße
nimue
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Offline Tobias O. Meißner

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Zitat
Welche Musik hast Du gehört, während du HalbEngel geschrieben hast?
Alles querbeet, aber auch möglichst viel Abstraktes (Elektrogefrickel vom WARP-Label zum Beispiel), weil es fast unmöglich ist, Rocksongs zu erfinden, während man ganz spezifische Rocksongs hört.
Zitat
Und wieso hast Du Dir die Rockmusik herausgepickt, wenn sie eigentlich keine so große Rolle spielt?
Weil sie einfach als Metapher so charismatisch und so individualistisch ist, mit diesen ganzen auch historischen Rückbezügen hin zu den Wanderin' Bluesmen der 20er und 30er Jahre. Elektronische Musik ist seltsam geschichtslos. Und an Black Music habe ich mich als unbestreitbares Weißbrot nicht rangetraut. Und da ich ja eigentlich auch über das Schreiben schreiben wollte, meinen eigenen Entwurf eines persönlichen, möglichst genialischen Karrierekonzepts in Absetzung von Cobains fatalistischem Selbstmordfanal, brauchte ich etwas, das sowohl in die Vergangenheit als auch in die Zukunft verweist: elektrische Gitarren ...
Danke, Breña, für die vielen Konzertschilderungen. Ich ärgere mich noch bis zum heutigen Tag darüber, dass ich Sigur Rós NICHT live gesehen habe, obwohl ich schon Karten hatte. Dann kam mir nämlich eine Lesung dazwischen, ich musste sozusagen SELBST auf die Bühne, was für ein unzulänglicher Ersatz!  :'(
und @Nimue: Gib's zu: den Blödmann zu beißen hat das ganze Konzert erst richtig befriedigend gemacht!  8) :P

normalerweise gegen Gewalt, aber in wohlbegründeten Ausnahmefällen ...  :D: Tobias

Offline Suse

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und @Nimue: Gib's zu: den Blödmann zu beißen hat das ganze Konzert erst richtig befriedigend gemacht!  8) :P

normalerweise gegen Gewalt, aber in wohlbegründeten Ausnahmefällen ...  :D: Tobias

Das war echt ein Blödmann. Wir standen da ganz friedlich und er (groß, dick, typischer Harley-Rocker-Verschnitt mit ärmelloser Jeansjacke, Bierbauch und Bart) drängelte sich mit fiesen Ellenbogenhieben durch. Nachdem ich einen Hieb in den Magen bekam und er auf mein Gemotze nicht reagierte, biss ich zu. War aber ziemlich dumm von mir und ich hatte da echt Glück, dass die Security direkt vor uns stand.
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Offline Tobias O. Meißner

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das wird uns allen aber eine Lehre sein, Dich immer wie eine Dame zu behandeln ... :-*

"Vorsicht, bissige Hundehalterin!": Tobias

Offline Breña

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Ich könnt mich kringeln bei der Vorstellung, wie die jugendliche nimue einen Alt-Rocker beißt. :D Von nun an werde ich verstärkt darauf achten, was ich Dir gegenüber sage. ;)

Ich ärgere mich noch bis zum heutigen Tag darüber, dass ich Sigur Rós NICHT live gesehen habe, obwohl ich schon Karten hatte. Dann kam mir nämlich eine Lesung dazwischen, ich musste sozusagen SELBST auf die Bühne, was für ein unzulänglicher Ersatz!  :'(

Och, ich kann mir vorstellen, dass einige andere sehr zufrieden mit dieser Art der Abendgestaltung waren. ;) Da Deine Konzertbesuche von Tom Waits und Jeff Buckley und das Radiohead-Konzert von 2001 mich ebenfalls neidgrün werden ließen, schäme ich mich nicht zu sagen, dass ich Sigur Rós insgesamt fünf Mal gesehen habe. Besagter Auftritt im Theater war fantastisch, im Zelt auf dem Hurricane Festival war es auch toll, aber die anderen Male haben viel Zauber verloren, weil die Band einfach nicht in große Hallen gehört. Kennst Du ihre DVD "Heima"? Großartig!

Edit: Sorry, statt zitieren auf editieren geklickt. nimue
« Letzte Änderung: 20. Januar 2011, 07:06:42 von nimue »
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Offline Suse

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Ich könnt mich kringeln bei der Vorstellung, wie die jugendliche nimue einen Alt-Rocker beißt. :D Von nun an werde ich verstärkt darauf achten, was ich Dir gegenüber sage. ;)

Durch die Jeansjacke in die Schulter  :-[
Meine Zähne sind ziemlich kräftig ... hüstel...
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