Autor Thema: 04 - Seite 195 bis 252  (Gelesen 3366 mal)

Offline Lilach

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Dank Dir, das ist lieb! Es macht einfach auch so viel Spaß mit Euch  :winken:

Offline simmilu

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@Lilach : Nachdem du die Szene sooo auseinander klamüsterst hast, verstehe auch ich sie  ::) :-[  Obwohl ich die Tatasache, das Mina ihr Lachen für Marthe geopfert hat, einfach nicht wahrgenommen hatte...Mir wächst Mina immer mehr ans Herz, sie ist wirklich eine sehr, sehr nette und liebenswerte Person !

Das der goldene Schlüssel, der Schatz vom Schlangenkönig ist, wusste ich. Nur wie er plötzlich in die Szene kam, hat mich verwirrt...

Die Musik höre ich mir später zuhause an  :)

Ohne deine ausführlichen Erklärungen, wäre ich glaube ich aufgeschmissen. Ich würde zwar lesen, aber Lücken haben. So wie jetzt ist es besser ! Mein Verständnis für deine schöne Geschichte steigt allmählich und darüber freue ich mich sehr  :-*
Du leistest hier wirklich lieben Service an deinen Leserinnen und machst es ganz hervorragend  :winken:

Offline yoda

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Hallo an Alle,
bin leider etwas ins Hintertreffen geraten. Aber das Wetter und die Arbeit fordern ihren Tribut: ich könnte mich schon um 19.00 Uhr schlafen legen. Dies macht sich leider auch beim Lesen etwas bemerkbar. Bin irgendwie nicht so richtig aufnahmefähig, so dass ich verschiedene Absätze doppelt lesen muss.

@Lilach : Nachdem du die Szene sooo auseinander klamüsterst hast, verstehe auch ich sie  ::) :-[  Obwohl ich die Tatasache, das Mina ihr Lachen für Marthe geopfert hat, einfach nicht wahrgenommen hatte...Mir wächst Mina immer mehr ans Herz, sie ist wirklich eine sehr, sehr nette und liebenswerte Person !
Hier kann ich auch nur DANKE sagen, ohne diese tolle Szenenabsatzerklärung hätte ich wahrscheinlich auch einiges überlesen, insbesondere die Geschichte mit dem verschenkten Lachen. Ist mir  so noch nicht direkt aufgefallen.  ??? Also, nochmals lesen.


Das der goldene Schlüssel, der Schatz vom Schlangenkönig ist, wusste ich. Nur wie er plötzlich in die Szene kam, hat mich verwirrt...


Hier kann ich mich nur anschliessen. Die Sache mit dem Schlüssel war interessant, insbesondere hierfür das nötige Schloß finden und erstaunt sein, was sich dahinter verbirgt.
Liebe Lilach, du verstehst es, Spannung aufzubauen und zu halten. Es kommen ja immer wieder neue "Probleme" an die arme Minna.
Den Musikclip habe ich mir angehört und muss sagen, dieser passte sehr gut in diese Szene. Hier möcht eich nicht mit Minna tauschen. Ich tanze zwar gerne, aber beo dieser Taktzahl immer und immer wieder "Eins, Zwei, Drei, ... Eins, Zwei, Drei....


Ohne deine ausführlichen Erklärungen, wäre ich glaube ich aufgeschmissen. Ich würde zwar lesen, aber Lücken haben. So wie jetzt ist es besser ! Mein Verständnis für deine schöne Geschichte steigt allmählich und darüber freue ich mich sehr  :-*
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Dem kann ich nur voll und ganz zustimmen. Diesen Service bekommt man sehr selten geboten und nehme ihn sehr, sehr gerne in Anspruch. Erleichtert es verschiedene Dinge und Fragen doch ungemein.
Woher kennst Du eigentlich soviele Sagen, dass diese hier mit eingearbeitet werden.? Ist dies ein Steckenpferd von Dir?

LG Yoda
« Letzte Änderung: 07. Juni 2011, 22:25:47 von yoda »
Nur zwei Dinge sind unendlich,das Weltall und die menschliche Dummheit.
Beim Weltall bin ich mir aber nicht ganz sicher
(Albert Einstein)

Offline yoda

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Ein bisschen besänftigt hat mich dann aber, als Mina sich selbst denkt, dass sie eigentlich nicht weiß, was sie tut, es sich aber richtig anfühlt. Deswegen gedulde ich mich momentan und hoffe auf ein paar Auflösungen in den nächsten Kapiteln.

Hier kann ich nur sagen, dass Mina mir so richtig sympatisch ist. Sie überlegt eigentlich ncht lange und macht sich Gedanken über etwaige Konsequenzen, sie handelt einfach fei aus dem Bauch heraus. Das finde ich fantastisch, läßt sich einfach nur durch ihre inneren Gefühle und Gedanken leiten. Auch Bedenken und Warnungen Dritter werden beiseite gelegt. Handlen aus dem hohlen Bauch heraus. (Manchmal wünschte ich mir das auch, aber die etwaigen Konsequenzen ..... ::)

LG Yoda
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Offline simmilu

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@Lilach : Hab mir das Stück angehört und ich mag es sehr. In Verbindung mit diesem Abschnitt deines Buches kommt es schön geheimnisvoll, tragisch und wie ich finde sogar leicht bedrohlich rüber, aber trotzdem verspielt...Das ist meine Interpretation - finde ich ziemlich gut  :daumen:

Offline Lilach

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Simmilu, genauso empfinde ich das auch: mitreißend und gleichzeitig bedrohlich. Das kommt durch die tiefen Streichertöne, glaube ich. Ich kriege immer eine Gänsehaut, wenn ich es höre.

Offline simmilu

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Ging mir auch so. Ich hab es mir 3x angehört und mir dabei Mina/ Marthe/ Teufel vorgestellt - das war toll !!

Offline Seychella

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Die Szene in der Mina sich zu Karol legt, ihn betrachtet und einschläft, ist nicht nur wieder einmal wunderbar geschrieben, sie hat mich auch sehr berührt. So sehr, dass ich Tränen in den Augen hatte. Und seitdem fühlt es sich für mich so an, als ob die beiden eine tiefere Verbindung haben - irgendetwas, so eine Art Ton oder Klang, der ihre Seelen verbindet.

Mina kann also in den Wald wechseln - etwas, was bei den Tatern nicht viele können. Da frage ich mich doch mal wieder, was noch alles in ihr steckt. Welche Talente da noch schlummern. Und warum sie diese hat...
Pipa ist eifersüchtig, entweder auf Rosa oder Viorel. Will sie ihre Schwester nicht verlieren oder hat sie ebenfalls ein Auge auf Viorel geworfen? Und ist das vielleicht der Grund, warum sie so missmutig ist? Oder ist das einfach ein Charakterzug von ihr und ich interpretiere da zuviel rein?

Uh, diese Wiese voller Schlangen... Das war ja gar nichts für mich, ich bin da zurückgezuckt. Da hat die Blume aber (für mich) unheimliche Wächter... Und trotzdem frage ich mich, wie der Schlangenkönig seine erste Krone an Menschen verloren hat. Und wieso Mina das Gefühl von Schlangenhaut kennt, sie muss dann wohl früher eine gekannt haben. Hm... Sie war ja früher angeblich so viel krank, was für Mittelchen ihr da der Hausarzt wohl gegeben hat? Ob mit gutem Grund oder nicht... Vielleicht war ja auch etwas dabei, durch das man gewisse Erinnerungen verliert oder zumindest vergisst.

Der Tanz mit der wilden Marthe... Einerseits wurde ich davon mitgerissen, andererseits spürte man die Gefahr - unterschwellig. Es bleibt kaum Platz für Gedanken, als der Teufel auftaucht wird es bedrückend und hoffnungslos. Und ich musste an ein Märchen denken, auch wenn sich in meiner Erinnerung dazu nur ganz dunkel etwas findet. Aber es passt, denn Marthe könnte ja durchaus den Teufel herausgefordert haben. Jedenfalls erkennt Mina, dass sie ihn ja nicht gerufen hat - und dadurch zerbricht der Bann. Leider verliert sie nun auch noch ihr Lachen. Das, was ihre Stummheit noch erträglich gemacht hat. Und jetzt ist da nur noch Leere. :'(

Ihr so teuer erlangter Schatz ist ein Schlüssel. Doch was öffnet oder verschließt er? Und was hat er mit Marthes Kette und dem Bann zu tun? War die Dunkelheit nur der Wächter des Schlüssels oder gehörte sie zu ihm, bis Karol sie vertrieben hat? Durch die Trennung der Kette vom Schlüssel wurde Marthe befreit, und sie bitte Mina darum ihre Kette zu den anderen, die ohne Hoffnung tanzen, zu bringen. Ohne Hoffnung... In Armut? Oder die leiden und deren einziger Trost der Tanz ist, auch wenn dieser nichts an ihrem Schicksal ändern kann?

Karol gibt Mina einen Hinweis, zumindest zeichnet er drei Symbole in die Luft. Sonne, Mond, Stern. Das erste Zeichen verblasst, also hat Mina die Sonne wohl hinter sich gelassen und es geht nun mit dem Mond weiter. Ich bin wirklich gespannt, wie es weitergeht!
Verzauberte Grüße,
Seychella

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Offline Lilach

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Ihr Lieben, nur eben noch schnell: Ihr braucht Euch doch bitte nicht zu bedanken für den "Erklärungsservice"! Ich freue mich so sehr darüber, dass Ihr so viel denkt und fragt und grübelt. Es ist toll für mich, dieses große Interesse von Euch!
Und übrigens, ich bin wirklich sehr sicher, auf die meisten Sachen wärt Ihr auch allein gekommen, spätestens beim zweiten Lesen. Wie ich schon gepostet habe: Ihr lieben LeserInnen sollt erstens ja ordentlich was bekommen für Euer Geld - und zweitens habe ich allergrößtes Vertrauen in Euch, Eure Fähigkeiten beim Bücher-Entschlüsseln. Unterschätzt Euch nur nicht!!!

Ah, wegen der vielen Märchenelemente: Ich weiß nicht, ob das ein "Hobby" von mir ist. Märchen und Mythen sind die Geschichten, die uns als Menschheit tragen, denke ich; sie beinhalten alles, was Geschichten wirklich ausmacht. Ich bin mit ihnen groß geworden, deshalb kenne ich viele. Für die speziell nordischen habe ich natürlich auch viel recherchiert. Und vielleicht lese ich sie bewusster, weil ich eben auch selbst schreibe.

In jeden Haushalt gehört mindestens eine dicke Grimm-Ausgabe! ;-)

Offline Literaturjunkie

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Ich habe in den letzten Tagen nicht 10 Zeilen lesen können - außer dem Buch "Schlafen lernen. Sanfte Wege für ihr Kind". Meine Tochter hat nämlich beschlossen, dass Schlafen doof ist; schließlich könnte man ja was verpassen ...
Aber heute Abend ist sie so müde, dass sie nun so selig schläft, dass ich nicht nur den Abschnitt lesen konnte, sondern hier sogar noch posten kann.

Wow! Ich will gar nicht so viel schreiben, sondern sofort weiterlesen! Das war richtig, richtig toll! Spannend und tragisch und gruselig und anrührend.
Ich kann mich den anderen nur anschließen: Sehr berührend wie Mina bei Karol ruht und er sie später "beschützt". (Das er sich wie die Erde anfühlt, ist auch sehr schön beschrieben.)
Die roten Blumen, die den Weg zeigen, waren schön. Das hat mich an Dorothy erinnert, die immer den gelben Steinen folgt ...
Der Schlangenkönig tat mir Leid in seiner Angst. Ich fürchte mich nicht vor Schlagen, sondern finde sie ganz wunderbar und fand die Szene daher gar nicht gruselig oder bedrohlich.
Aber dann der Teufel! Super! Der war wirklich gruselig! Die gelungenste Beschreibung einer "Teufelsbegegnung", die ich seit sehr langer Zeit gelesen habe. Und auch hier wieder finde ich gerade die "Weglassungen" und die "Leerstellen" grandios eingesetzt. Man kann als Leser selbst die Szene mit seinen Vorstellungen und Vermutungen auffüllen und erst das macht sie so gruselig!

Märchen und Mythen sind die Geschichten, die uns als Menschheit tragen, denke ich; sie beinhalten alles, was Geschichten wirklich ausmacht.
Ja, das sehe ich genauso. Märchen sind dem Mythos (im Sinne von archetypischen, im kollektiven Unterbewusstsein verankerten Handlungen - Ein tolles Buch dazu ist von Joseph Campbell: Der Heros in tausend Gestalten) noch ganz nahe, fast so nahe wie die alten Helden- und Göttermythen. Nicht umsonst tauchen darin so viele archetypische Gestalten, Gegenstände und Symbole auf ...

Lilach, hast du außer dem Masquerade Walzer noch andere Musik, die für dich zu bestimmten Szenen gehören? Quasi eine Art Soundtrack?
Und ist die Musik gelaufen, als du sie geschrieben hast?

Offline Lilach

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@ Literaturjunkie, oh Mensch, es tut mir so leid, dass Dein Töchterchen Dir so sehr den Schlaf raubt! Muss fürchterlich sein, wenn das so lange anhält. Ich schlaf selber nicht sehr gut (sogar ohne Tochter ;-)), ich kenn das: Wenn man eine gewisse Zeit hintereinander IMMER zu wenig Schlaf kriegt, wird das Leben wirklich unerträglich. Die einfachsten Sachen fallen einem so schwer ... Ich drück die Daumen, dass es sich bald bessert!!!

Den Campbell kenn ich natürlich, der hat mir viel geholfen für den Einstieg in Minas Geschichte - als ich noch ganz planlos war, ist ja schließlich mein erster Roman. Nach den ersten paar Kapiteln brauchte ich ihn allerdings nicht mehr, da hatte sich schon eine eigene Struktur ausgebildet. Aber ich guck zwischendurch immer wieder gern rein, ist ein sehr kluges Buch.

Zum Soundtrack, ich habe noch ein bisschen mehr gesammelt, was ich zum Schwan verwendet habe, guckstu hier:

http://lilachmer.blogspot.com/search/label/Soundtrack

Ist noch nicht so arg viel, aber ich fülle es nach und nach. Und, ja, oft lief die Musik auf Endlosschleife, während ich die entsprechende Szene geschrieben habe. Es war meistens so, dass ich nach der Uni-Arbeit geschafft nach Hause kam, den Kopf voll mit Jura, und dann nur begrenzt Zeit hatte, um noch mein Seitensoll für den Tag zu schreiben. Also brauchte ich ein Hilfsmittel, um möglichst schnell umschalten zu können, damit die "Erst wieder reinkommen"-Phase nicht so lange dauerte. Und Musik war das allerbeste Mittel. Wenn sie gut ist, packt sie einen sofort, oder? Direkt im Bauch, man braucht gar nicht mehr bewusst umdenken oder irgendwas. Und schwupps, war ich wieder bei Mina, und es konnte weitergehen ;-)

Vielen Dank übrigens auch für das Lob zum Teufel etc., hach, ich kann sowas gar nicht oft genug lesen ;-)

Offline Literaturjunkie

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Danke für den Link!

Es ist immer spannend, wie sich ein Text durch Musik verändern kann, finde ich.
Während des Studiums (, als wir alle noch viel mehr Zeit hatten,) haben eine Freundin und ich uns Geschichten geschrieben und die mit Musik "unterlegt". Die Wirkung ohne die Musik war schon anders. Auf der einen Seite ist der emotionale "Impact" mit Musik oft höher, aber das kann auch nach hinten losgehen, wenn der andere schon etwas anderes mit einem bestimmten Musikstück assoziiert. Außerdem ist man ohne Musik "freier" den Text mit eigenen Emotionen, Assoziationen und Vorstellungen aufzufüllen.

Offline Tagtraumelfe

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Huhu ihr Lieben! :winken:


Dann will ich doch auch noch (endlich :-[ ) meine Meinung zu dem Abschnitt posten...


Ich finde diesen Abschnitt doch sehr emotional fesselnd auf seine Weise. Spannung, Mut, Angst und wieder etwas Traurigkeit, alles in einem Abschnitt. Klasse gemacht, Lilach 8)
Wie Mina ihre Stimme auf's Spiel gesetzt hat um die  ''Hilfe'' der Blume bei der Suche nach ihren Brüdern zu erhalten. Das war wirklich Mutig und ein sehr großer Preis! Wie schön ist es da zu lesen, dass Mina ihr Lachen behalten konnte, doch such nicht lange wie es scheint, denn nachdem sie auch auf der Schlangenwiese großen Mut bewiesen hat, scheint sie nach dem Tanz mit dem Teufel in der Ruine den  Trost des Lachens verloren zu haben. Wie Traurig! :'( Hoffentlich lohnt sich der hohe Preis auch und MIna findet am Ende nicht nur ihre Brüder wieder...! ???


Mina hat sich richtig gut entwickelt, da stimme ich auch den anderen zu. Sie ist richtig Mutig und viel zielgerichteter geworden und sie erscheint mir auch nicht mehr so naiv.


Aber mir ist eine Frage in den Sinn gekommen, als Mina beim Schlangekönig war, eine Frage die sie sich auch schon stellte: Woher kennt sie Schlangen? Ihr kommt ja die Schlangenhaut so bekannt vor, kann sich das aber selbst nicht erklären, warum sie wusste, wie sie sich anfühlt. War sie vielleicht schoneinmal beim Schlangenkönig? Aber warum scheint er sie dann nicht zu kennen? Ich bin ja mal gespannt ob sich dass noch aufklärt und ob das überhaupt eine Relevanz hat....


So, bin dann mal wieder arbeiten und  :lesen:


Grüßle Jasmin
« Letzte Änderung: 17. August 2011, 22:18:15 von Tagtraumelfe »
Hier - dort - und doch niergendwo....

Offline Tagtraumelfe

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@ simmilu, die Stelle mit der Tänzerin ist tatsächlich etwas verwickelt, ich versuche mal, bisschen zu helfen:
In der Sage (und im Buch) ist es ja so, dass die Tänzerin den Teufel selbst herausgefordert hat, mit ihr zu tanzen - und deshalb genau dazu verflucht wird. Sie muss mit ihm tanzen, WEIL sie ihn herausgefordert hat.
Als Mina in den Tanz mit den beiden mit einsteigt, hat sie nun ja nach einer Weile das Gefühl, sie selbst wäre Marthe, würde sich an "damals" erinnern, als wäre sie selbst dabei gewesen. Und sie "erinnert" sich auch an die "Aufforderung" an den Teufel - so, als hätte sie es selbst ausgerufen. D.h., sie glaubt wirklich, die verhängnisvollen Worte wären (auch) von ihr selbst gekommen. Sie neigt ja dazu, sich dolle in solche Dinge hineinzusteigern ...
 Der Teufel nun will das ausnutzen (natürlich ;-)), will sie auch dazu zwingen, für immer mit ihm zu tanzen. Schließlich ist er ja der Teufel, nicht wahr ... Erst in allerletzter Minute wird Mina klar, dass sie selbst den Teufel nicht zum Tanzern aufgefordert haben KANN: Sie hat ja keine Stimme mehr! Also kann er sie nicht da behalten, denn SIE hat ihn nicht gerufen.
Aber Marthe ist ja noch in seiner Gewalt, die "originale" verfluchte Tänzerin. Wenn Mina sich nun einfach nur selbst rettet, muss sie natürlich dort bleiben und weiter tanzen. Was tut nun unsere mitleidige und tapfere Mina? Sie opfert ihr Lachen für Marthe, wie eine Art Auslösung an den Teufel. Der Teufel "schluckt" Minas Lachen, das sie freiwillig für Marthe gibt, und damit ist der Bann um Marthe gebrochen und sie ist endlich erlöst. Der Teufel ist dann aber natürlich ziemlich sauer und will nicht so recht aufgeben.


Ich muss gestehen, dass ir dies gar nicht so bewusst geworden, bzw aufgefallen ist. Erst jetzt, wo du es erklärst wird mir bewusst warum Mina ihr Lachen verliert und ich finde es irgendwie schön, wie Mina Marthe auf diese weise befreit, auch wenn sie nun auch ihr Lachen verloren hat... Woher holst du eigentlich immer diese Ideen, Lilach? Durch die Musik, die du beim Schreiben hörst? Oder durch andere Bücher und Märchen die du gelesen hast? Oder kommen die einfach beim Schreiben?
Hier - dort - und doch niergendwo....

Offline Lilach

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Liebe Tagtraumelfe,

ich weiß gar nicht so recht. Ich fang an zu schreiben und spinne dann so vor mich hin, und die Geschichte selber zieht mich mal in diese, mal in jene Richtung. Und irgendwie entwickelt sich dabei dann die "richtige" Richtung, mit allem Möglichen, was dazu gehört. Ich habe eigentlich nicht das Gefühl, dass ich mir irgendwas ausdenke oder irgendwelche Ideen habe. Die Geschichten sind ja schon da, so fühlt sich das an. Ich muss ihnen nur richtig zuhören und sie aufs Papier bringen.
Musik und Bilder und eigene Erinnerungen können dabei schon helfen. Man muss bloß immer aufpassen, dass sie nicht zu viel "Eigenes" mitbringen, was die Geschichte dann stört oder sogar "überschreibt".

Viele Grüße!
Lilach

 

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