Autor Thema: 02: Seite 61 bis Seite 103 (Ende erster Akt)  (Gelesen 2456 mal)

Originaldibbler

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Hier findet das Stück seinen dramturgischen Tiefpunkt und wird zur Religionsstunde.

Dem muss ich leider zustimmen. Am Anfang und am Ende des Aktes gelingt der Mix aus Unterhaltung und Auseinandersetzung mit ernsten, theologischen Themen sehr gut, mittendrin tritt das unterhaltende Element dann allerdings ziemlich in den Hintergrund.

Offline JensBöttcher

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die geschichte mit jona empfinde ich übrigens als ähnlich bekannt und kulturrelevant wie die von hiob. dass du den abschnitt als religionsstunde (also wahrscheinlich langatmig) empfindest, ist natürlich unglücklich.


Aus welcher Mottenkiste habt ihr zwei denn diese Einschätzung von Religionsstunden? Trifft mich als Religionslehrerin schon! Eigene schlechte Erfahrungen?


das war auch von mir natürlich nicht bös gemeint. :-) religion ist ja ein wunderbares fach! :-)

Offline irismaria

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die geschichte mit jona empfinde ich übrigens als ähnlich bekannt und kulturrelevant wie die von hiob. dass du den abschnitt als religionsstunde (also wahrscheinlich langatmig) empfindest, ist natürlich unglücklich.


Aus welcher Mottenkiste habt ihr zwei denn diese Einschätzung von Religionsstunden? Trifft mich als Religionslehrerin schon! Eigene schlechte Erfahrungen?


das war auch von mir natürlich nicht bös gemeint. :-) religion ist ja ein wunderbares fach! :-)

eben  ;)

Offline JensBöttcher

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die geschichte mit jona empfinde ich übrigens als ähnlich bekannt und kulturrelevant wie die von hiob. dass du den abschnitt als religionsstunde (also wahrscheinlich langatmig) empfindest, ist natürlich unglücklich.


Aus welcher Mottenkiste habt ihr zwei denn diese Einschätzung von Religionsstunden? Trifft mich als Religionslehrerin schon! Eigene schlechte Erfahrungen?


das war auch von mir natürlich nicht bös gemeint. :-) religion ist ja ein wunderbares fach! :-)

eben  ;)

 ;)

Offline JensBöttcher

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Insbesondere vor dem sperrigen Hiob haben Lehrer und Pastoren gekniffen.

An der Stelle einen dicken   :-* an Jens, für den Mut, das Thema anzupacken.
Einen zweiten für das Geschick, mit dem er das tut.

Den dritten spare ich mir auf, wenn wir uns nach religiösem Gezanke wieder vertragen :P

danke dafür!! :-)

Offline JensBöttcher

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Ich finde die Interpretation des Leidens als Trainings- und Läuterungsmittel für unreife Seelen unethisch. Und was passiert eigentlich mit den Seelen, die in einem Leben mit dem Läutern nicht fertig werden?
Und was ist mit denen, deren Depression nicht reine Egozentrik ist, die in der Seele leiden, meist aus gutem Grund? Wer brächte es übers Herz, jemandem, der seine Kinder verloren hat (Hiob!) zu sagen, er solle sich nicht so anstellen und seine Egozentrik überwinden? Doch nur - sorry - ein Riesenarschloch.
 

oh, ein kleiner nachtrag noch zu dieser bemerkung von dir: wie kommst du eigentlich darauf, dass du - achtung, ich zitiere aus deinem anderen posting -  "als seelsorger zu rücksichtslos" wärst? :-) klingt eher, als wärest du dafür ganz vortrefflich geeignet!

Offline foenig

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Hey,
ich habe diesen Abschnitt auch schon längst gelesen und dabei ist mir aufgefallen, dass bei diesem Buch es mir besonders schwer fällt meine Gedanken dazu zu sortieren und verständlich hier zu verschriftlichen... Das liegt wohl daran, dass wir nicht nur über das Buch, sondern auch über dadurch entstehende Fragen diskutieren und ich mich mit der Thematik nicht gut genug auskenne um allzu tief mitzudiskutieren... Aber ich verfolge mit großen Interesse eure Diskussion!

Noch immer habe ich mich nicht mit den Hauptpersonen anfreunden können und empfinde manche Stellen als nervig zu lesen... Aber wenn der Teufel mal etwas längere Textpassagen bekommt, wird es interessant. Aber genau die Unterbrechungen, die mich beim Lesen nerven, könnte ich mir dagegen gut als Auflockerung im Theaterstück vorstellen. Ich lese schließlich in meinem Tempo und kann selbst Pausen einlegen, aber in einem aufgeführten Theaterstück sind diese kurzen Unterbrechungen bestimmt hilfreich um nicht den Faden zu verlieren.

Sehr lustig fand ich die Verbesserungen, dass Jona in einem sehr großen Fisch sitzt und nicht in einem Wal. Ich habe bildlich auch immer einen Wal vor Augen. Das liegt wahrscheinlich daran, dass in den Kindergottesdiensten und auch in der Grundschule, der große Fisch als Wal dargestellt wird.

Aufgefallen sind mir die Sonderpädagogen bzw. Sonderschüler...
Jens, hast du wohl Sonderpädagogen in deinem Bekanntenkreis? :)
Zitat von: S. 65
Er knöpft sich Hiob vor wie einen Sonderschüler und demonstriert seine Allmacht mit einer Protzrede sondergleichen.
Den Vergleich finde ich nicht so gut gelungen, da hier der Begriff der Sonderschüler doch etwas herablassend benutzt wird. Aber wahrscheinlich bin ich bei dieser Thematik etwas empfindlicher, weil ich auch mit Menschen mit Behinderung arbeite. Ich denke, dass sonst wohl keinen von euch die Stelle überhaupt aufgefallen ist...
Zitat von: S. 81
Aber Gott hat mit seiner kleinen Sonderpädagogenschlussrede einen Samen in Jonas Seele gelegt, ...
Hier sind mir die Sonderpädagogen aufgefallen, weil mir nicht ganz klar ist, was genau eine Sonderpädagogenschlussrede sein soll...

Viele Grüße
foenig

Originaldibbler

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Sehr lustig fand ich die Verbesserungen, dass Jona in einem sehr großen Fisch sitzt und nicht in einem Wal. Ich habe bildlich auch immer einen Wal vor Augen. Das liegt wahrscheinlich daran, dass in den Kindergottesdiensten und auch in der Grundschule, der große Fisch als Wal dargestellt wird.

Könnt aber auch daran liegen, dass in einem Wal tendenziell mehr Platz ist. Oder daran, dass der Autor nicht wusste, dass ein Wal kein Fisch ist...

Offline JensBöttcher

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Aufgefallen sind mir die Sonderpädagogen bzw. Sonderschüler...
Jens, hast du wohl Sonderpädagogen in deinem Bekanntenkreis? :)


hallo foenig...  :winken: ... ja, hab ich tatsächlich! :-) aber das war sicher nicht der grund für die formulierungen... :-)

Offline irismaria

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Sehr lustig fand ich die Verbesserungen, dass Jona in einem sehr großen Fisch sitzt und nicht in einem Wal. Ich habe bildlich auch immer einen Wal vor Augen. Das liegt wahrscheinlich daran, dass in den Kindergottesdiensten und auch in der Grundschule, der große Fisch als Wal dargestellt wird.

Könnt aber auch daran liegen, dass in einem Wal tendenziell mehr Platz ist. Oder daran, dass der Autor nicht wusste, dass ein Wal kein Fisch ist...

Ich vermute, da sind wir alle von der bildenden Kunst beeinflusst, die eben einen Wal dargestellt hat.
So wie ja auch bei Adam und Eva in der Bibel nie von einem Apfel die Rede ist (sondern von einer Frucht), aber wir durch Bilder immer an einen Apfel denken.

Offline schokotimmi

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    • Hakuna Matata!
Hallo,

um ehrlich zu sein, ich muss bei der Geschichte um Jonas immer auch ein wenig an Mobi Dick denken und wenn ich mich nicht ganz irre, es es dort doch ein Wal, oder?

Das liegt wohl daran, dass wir nicht nur über das Buch, sondern auch über dadurch entstehende Fragen diskutieren und ich mich mit der Thematik nicht gut genug auskenne um allzu tief mitzudiskutieren... Aber ich verfolge mit großen Interesse eure Diskussion!

foenig, dass hat du richtig treffend formuliert, dem kann ich mich nur anschließen und es bleibt bis zum Ende so.

Viele Grüße
schokotimmi
Hakuna Matata!

 

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