Autor Thema: Leserundenfazit, Rezensionen, etc. (ohne Spoiler!!!)  (Gelesen 2039 mal)

Offline AndreasE

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Der Autor dankt allen Teilnehmern der Leserunde für das ausführliche Feedback, hofft, es hat Spaß gemacht, und kehrt zurück an seinen Schreibtisch, um das nächste Buch zu schreiben.

Offline apassionata

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  • die, die als Kind nie lesen konnte...
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Der Autor dankt allen Teilnehmern der Leserunde für das ausführliche Feedback, hofft, es hat Spaß gemacht, und kehrt zurück an seinen Schreibtisch, um das nächste Buch zu schreiben.

Ich freue mich schon auf weitere Werke aus ihrer Feder und wünsche viel Erfolg.
Viele Grüssle
                Marion  :winken:
"Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi

Offline foenig

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Hey,
ich konnte mich auch endlich mal aufraffen...  :-[

 „Herr aller Dinge“ ist ein komplexer Roman, in dem das Leben der beiden Protagonisten durch Perspektivenwechsel verfolgt wird. Der Leitgedanke, die Kluft zwischen Arm und Reich, wird zunächst durch die aus dem reichen Hause stammende Botschaftertochter Charlotte und durch den aus dem Arbeitermilieu kommenden Hiroshi dargestellt. Durch ihre Freundschaft erkennt Hiroshi schon im Kindesalter, dass man die Armut bzw. den Reichtum abschaffen muss um eine gerechte Welt für alle zu erhalten. Er hat sogar einen Plan für diesen utopischen Weltverbesserungsgedanken…
Der Autor springt in seiner Erzählweise immer wieder zu anderen Personen, was mir besonders gut gefallen hat. So erlebt man die Geschichte und deren Zusammenhängen aus verschiedenen Sichtweisen, auch wenn Hiroshis Anteil der größte ist.
Die Geschehnisse der Geschichte selbst habe ich immer als eine reale Möglichkeit erlebt, da technischen Details auch für Laien in Kurzform erklärt worden sind. Ich bin in dieser Thematik aber auch völlig ahnungslos, so dass ich vielleicht manche Sachen etwas blauäugig hingenommen habe. Trotzdem ist es mir wichtig, dass die Geschichte nicht völlig ins Unglaubwürdige abdriftet auch wenn es „nur“ ein Unterhaltungsroman sein soll. Dies ist Herrn Eschbach hier wunderbar gelungen. Außerdem findet man unterschwellig immer mal wieder aktuelle Themen zum Nachdenken. Mir ist anhand des Beispiels wie kompliziert es ist, Hiroshis Idee für eine Tasse Kaffee umzusetzen, bewusst geworden, wie viele einzelne Arbeitsschritte nötig sind, damit ich mir morgens einen Tasse Kaffee kochen kann. Die viele Arbeit dahinter nimmt man in unserer heutigen Wegwerf- und Geiz-ist-geil-Gesellschaft kaum noch wahr und schätzt sie vor allem auch nicht. Ein weiteres Beispiel ist das Auftauchen von Lamita in einer Nebenhandlung. Sie wird aus einem Dritte-Welt-Land aus einer Nähfabrik gerettet. Da kann man sich mal ganz nebenbei Gedanken über seinen eigenen Anziehsachenkonsum machen und auf wessen Kosten das geht. Die Geschichte um Lamita wird jedoch im Roman nur kurz erwähnt und auch ohne erhobenen Zeigefinger, so dass der Leser selbst entscheiden kann, ob er es einfach überließt oder sich über diesen Punkt Gedanken machen möchte.

Mein Fazit: Ein sehr spannender Roman, den ich auf jeden Fall weiterempfehle!

P.S.:
Hiroshi behauptet: Schmutz ist einfach nur Materie an der falschen Stelle. :totlach:

Offline Büchermanfred

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Mein Fazit bin ich euch noch schuldig..  :-[

Inhaltsangabe von amazon:
Als Kinder begegnen sie sich zum ersten Mal: Charlotte, die Tochter des französischen Botschafters, und Hiroshi, der Sohn einer Hausangestellten. Von Anfang an steht der soziale Unterschied spürbar zwischen ihnen. Doch Hiroshi hat eine Idee. Eine Idee, wie er den Unterschied zwischen Arm und Reich aus der Welt schaffen könnte. Um Charlottes Liebe zu gewinnen, tritt er an, seine Idee in die Tat umzusetzen und die Welt damit in einem nie gekannten Ausmaß zu verändern. Was mit einer bahnbrechenden Erfindung beginnt, führt ihn allerdings bald auf die Spur eines uralten Geheimnisses und des schrecklichsten aller Verbrechen ...

Meinung:
Mit „ Herr aller Dinge“ habe ich einen Autor entdeckt, der sich nicht scheut, Science Fiction Elemente mit moralischen Fragen zu verknüpfen, ohne dabei den erhobenen Zeigefinger zu schwingen. Andreas Eschbach hat sich einer interessanten Frage gewidmet, nämlich der nach Reichtum für Jedermann und einen sehr interessanten Lösungsansatz geformt, der durch diverse wissenschaftliche Einschübe einen authentischen Rahmen gefunden hat. Sprachlich hat mich das Buch komplett überzeugt und obwohl ich nach dem Klappentext zu urteilen eine völlig andere Geschichte erwartet hätte, war ich positiv überrascht und habe mit Charlotte und Hiroshi zwei außergewöhnliche Protagonisten kennen gelernt, die ich auch gerne noch länger begleitet hätte!

Die Leserunde war begleitet von wilden Spekulationen und besonders die Alien-Hypothesen waren amüsant und das gemeinsame Lesen hat Spaß gemacht.

 

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