Autor Thema: Allgemeine Fragen an Bernd Perplies und Christian Humberg  (Gelesen 3914 mal)

Offline Bernd Perplies

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Ich persönlich muss sagen, dass ich den Preis für eine Hardcoverband mit speziell gezeichneter Cover-Illu, Stadt-Karte, Charakter-Illus, Illu auf der Rückseite und Kapitelvignetten recht gut finde. Viele Taschenbücher sind von der Aufmachung her deutlich schlichter. Es stimmt natürlich, dass die Textmenge mit ca. 240.000 Zeichen etwa nur die Hälfte bis ein Drittel eines normalen Taschenbuchs ausmacht. Wobei das aber auch nicht grundsätzlich gilt. Es existieren durchaus dünne Taschenbücher, die 7-8 Euro kosten. Natürlich gibt es auch fette Klopper mit 800 Seiten für 10 Euro. Es ist sicher nicht zuletzt eine Frage der Möglichkeiten des Verlags zur Massenproduktion. Und manche Erwachsenen-Autoren (gerade im Genre Fantasy) schreiben nachweislich deutlich mehr, als sie laut Vertrag sollten/müssten - was dem Verlag letztlich wurscht ist, denn bezahlt wurden z.B. nur 400 Seiten, keine 500. Unterm Strich entdecke ich trotzdem eher im Erwachsenenbuchmarkt "Mogelpackungen", die mit unheimlich großer Schrift und dickem Papier enorm klotzige Genre-Werke vergaukeln, für die man dann 14-16 Euro zahlen darf.

Aber ganz ungeachtet dessen: Eigentlich sind Bücher immer noch ein ziemlich preiswertes Hobby, wie ich finde. (Wenn ich nur an meinen letzten Kinobesuch zurückdenke. Kaum 2 Stunden Unterhaltung für 12 Euro - ohne Popcorn.)

Offline smyrill

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Schade daran ist, das wohl Bücher eher nicht im Taschengeldbereich der Kinder liegen... Und sich die Kinder, deren Eltern ihnen keine Bücher kaufen (oder eben "zu wenig"...) eher nicht selber welche (viele) kaufen können.
- na ja, die finden hoffentlich dann den Weg in die Bücherei.

Die Aufmachung der Drachengasse ist auf jeden Fall sehr schön !!

Und ein Kind hat ja auch an Lesezeit von einem solchen Buch genauso lange was, wie wir von einem umfangreicheren Erwachsenenbuch  ;)
(Deshalb griff ich als Kind auch relativ schnell zu den Karl May Bänden *sabber* da hatte ich dann wenigstens länger was von  ;D )

Originaldibbler

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Unterm Strich entdecke ich trotzdem eher im Erwachsenenbuchmarkt "Mogelpackungen", die mit unheimlich großer Schrift und dickem Papier enorm klotzige Genre-Werke vergaukeln, für die man dann 14-16 Euro zahlen darf.

Warum denke ich gerade an den Piper Verlag? Komisch...

Damit, dass Bücher eher günstig sind, hast du natürlich recht. Den Quotienten aus Preis und Stunden der Beschäftigung stelle ich auch gerne auf, um meine Bücher- und Brettspielekäufe mir selbst gegenüber zu rechtfertigen.  ;)

Ich hätte trotzdem noch eine Nachfrage. Ich weiß aber auch, dass sie indiskret ist und bin euch nicht böse, wenn ihr sie einfach überlest. Wie sieht es denn mit dem Honorar für ein Kinderbuch gemessen an einem Erwachsenenbuch aus? (Ich will keine konkreten Zahlen hören, sondern mehr sowas wie: kleiner, ähnlich, Abhängigkeit vom Verlag ist größer als vom Buch,...)

Offline Bernd Perplies

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Zitat
Wie sieht es denn mit dem Honorar für ein Kinderbuch gemessen an einem Erwachsenenbuch aus?

Das ist insofern ganz schwer zu beantworten, weil man neben dem unmittelbaren Honorar ja auch immer die zusätzlichen Einnahmen durch Lizenzen und Tantiemen (die fällig werden, wenn das Garantiehonorar durch Buchverkäufe "hereingeholt" wurde) bedenken muss. Also ich kann jetzt nur für mich sprechen, aber das Garantiehonorar für D13 war - gemessen an der Textmenge und Recherchearbeit - schon besser als bei z.B. "Magierdämmerung".

Allerdings ist es bei einem Erwachsenenbuch in meinen Augen wahrscheinlicher, dass man später noch Extrageld sieht. eBooks und Hörbücher von Kinderbüchern sind bei Weitem nicht so häufig, wie bei Erwachsenenbüchern. Außerdem lässt sich Erwachsenen-Fantasy super im Internet vermarkten lässt (was die Tantiemen verbessert). Die Zielgruppe ist genau da, wo sich der Autor auch rumtreibt und wo er sie direkt umwerben kann, etwas, was gerade "jüngere" Fantasy-Autoren sehr aktiv nutzen. Das ist bei Kinderbüchern, deren Erfolg primär vom Buchhandel abhängig ist, natürlich anders.

Unterm Strich würde ich sagen, dass es sich nicht viel gibt.

Offline smyrill

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Das ist bei Kinderbüchern, deren Erfolg primär vom Buchhandel abhängig ist, natürlich anders.

Tatsächlich ? Ich hätte gedacht das die Eltern die Bücher für ihre Sprößlinge dann auch im Internet "aussuchen".


Offline Bernd Perplies

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Die Eltern vielleicht noch, aber die Großeltern schon nicht mehr. Und geht man mit Kindern, wenn man ihnen ein Buch schenken will, nicht eher mal in die Buchhandlung als zu Amazon, damit sie sich vor Ort was aussuchen können?

Ist sicher auch eine Generationenfrage. In ein paar Jahren mag das alles schon anders sein. Und irgendwann werden Kinderbuchautoren selbst mit eBooks Riesenerfolge feiern können, einfach weil die Kids nur noch digital lesen. (Wobei ich mir einrede, dass Eltern, die selbst viel lesen und ihren Kindern auch viel zu lesen anbieten, irgendwie eine sehr nostalgische Liebe zum gedruckten Buch hegen.) Letzten Endes kann ich nur sagen, was ich von den Verlagen höre und z.T. selbst erlebe.

Offline Bernd Perplies

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Eine kurze Info: Christian ist aus familiären Gründen ein paar Tage unterwegs und nur sehr sporadisch im Netz. Kann sein, dass er nicht hier reinschaut. Ich übernehme derweil für ihn. :)

Originaldibbler

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Ich bin mir fast sicher, die Frage schon gestellt zu haben aber ich finde sie nicht mehr...Vielleicht habe ich sie ja auch doch noch nicht gestellt...

Warum findet man nirgendwo im Buch eine Nummerierung der Bände? Klar, eine Nummerierung außen mag neue Leser abschrecken aber die Bücher haben ja schon eine eindeutige zeitliche Abfolge..

Offline smyrill

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DAS frage ich mich ja bei ganz vielen Büchern/Bänden/Reihen.

Nummerierungen schrecken ab ? Echt ? Weil man dann ggf. "das Buch doch nicht kauft weil es bereits Band x ist" ?

Originaldibbler

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Ja, so meinte ich das. Und wenn halt gerade nur Band 2 und 3 da sind, dann kauft man halt gar nicht.

Offline Jari

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Bei einer Reihe sollte eine Buchhandlung prinzipiell immer den ersten Band da haben. Daran versuche ich mich auch zu halten :)
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Offline Leen

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Offline Bernd Perplies

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Also bei "D13" ist es so, dass man Band 1 als erstes gelesen haben sollte. Danach ist es wirklich ziemlich egal. Deshalb wollte der Verlag keine Nummerierung. Christian und ich dachten sogar mal daran, als Spaß einen Vorweis zu bringen. (Also in Band 3 etwas "als erlebt" anzusprechen, das erst in Band 4 kommt, damit sich alle zeitliche Abfolge aufhebt.) Aber das war dem Lektorat dann doch etwas zu experimentell. ;)

Offline smyrill

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Christian und ich dachten sogar mal daran, als Spaß einen Vorweis zu bringen. (Also in Band 3 etwas "als erlebt" anzusprechen, das erst in Band 4 kommt, damit sich alle zeitliche Abfolge aufhebt.)

 >:(  Wie fies... Damit hättet ihr dann die "brav in Reihenfolge-Leser" völlig aus der Fasung gebracht !   ;D

Offline Bernd Perplies

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Vielleicht sollte man es (noch mal) erwähnen: Auf www.drachengasse13.de gibt es einiges an Bonusmaterial zu den Romanen. Illustrationen, Quiz-Fragen zum Testen der Lese-Erinnerung, Blicke hinter die Kulissen, Interviews, ein (noch nicht fertiges) D13-Lexikon und mehr. Einfach mal reinschauen.  :)

 

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