Autor Thema: Allgemeine Fragen an Oliver Plaschka  (Gelesen 1365 mal)

Offline Kati

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Hier ist Platz für Fragen an Oliver, die nicht direkt etwas mit dem Buch "Das Licht hinter den Wolken" zu tun haben.  :winken:

Offline Oliver Plaschka

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An der Stelle kurz mein Hallo, und ich freue mich, dass die Leserunde nun beginnt. (Übrigens: schönes Glöckchen, Kati!)

Ein paar von euch kenne ich ja schon aus früheren Leserunden, aber noch mal kurz an alle, ihr könnt mich alles fragen, was ihr wollt, zum Thema dort, off-topic hier, und bitte duzen. Jetzt lehne ich mich zurück und warte auf die ersten Reaktionen ... Viel Spaß euch!

Offline HoldenCaulfield

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Ich freue mich auf die Leserunde und nutze hier gleich mal den Platz für zwei Fragen die nichts mit dem Roman selbst zu tun haben. ;D

Zum einen wie verbindest Du denn deine Übersetzungsarbeit mit deiner Arbeit als Schriftsteller? Ich stelle mir das schon schwer vor wenn man eigentlich einen Abgabetermin für eine Übersetzung hat aber gleichzeitig auch schon an einem neuen Roman arbeitet.

Meine zweite Frage ist aus eigenem Leseinteresse. Ich habe letztes Jahr Ghormenghast gelesen (vor allem Teil eins hat mich sehr begeistert) und auf Deiner Seite gesehen das Du auf eine Seite über Peake verlinkt hast. Hast Du während Deines Studiums über ihn geforscht oder ist das eher ein privates Lesevergnügen?  :)

Memento Mori

Offline Oliver Plaschka

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Zu 1), das ist auch unheimlich tough, und hat bislang eher aus reinem Glück als dank irgendeiner geschickten Strategie meinerseits funktioniert. Den "Kristallpalast" habe ich mehr oder weniger in den Pausen zwischen Übersetzungsaufträgen geschrieben, manchmal war es auch nötig, mir die Tage einzuteilen (zum Beispiel morgens schreiben, nachmittags übersetzen). Fürs "Licht ..." habe ich mir einmal ein halbes Jahr Auszeit vom Übersetzen genommen. Das war zu gut für den Roman, aber sehr schlecht für mein Konto. Ich habe aktuell keine Ahnung, wie ich es nächstes Mal mache.

Zu 2), beides. Es freut mich ungemein, wenn Menschen Peake lesen, weil ich sein Werk sehr bewundere. Außerdem war er einer der vier Autoren, die ich in meiner Dissertation auseinandergenommen habe (man kann die sich unter obigem Link auch runterladen). Eine englische Übersetzung des entsprechenden Kapitels erschien später in Peake Studies. Außerdem habe ich eine Weile Adaptionen von Gormenghast gesammelt (z.B. die BBC-Verfilmung mit Jonathan Rhys Meyers und Christopher Lee, oder das Hörspiel mit Sting, sogar die Oper von Irmin Schmidt habe ich mir reingezogen ...) Wenn Du Dich also über Peake und insbesondere Gormenghast austauschen magst, jederzeit gerne!

Offline HoldenCaulfield

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Danke für Deine Antworten!

Die BBC Verfilmung kam vor ein paar Jahren auf Arte und dadurch bin ich auf das Ganze aufmerksam geworden. Vorher kannte ich Peake gar nicht. In Deutschland ist er ja eher unbekannt.
 Vorletztes Jahr war ich dann zufällig in London, als in der Nationallibrary eine kleine Ausstellung über ihn gab, auch seine Zeichnungen waren dabei zu sehen.  :)
Memento Mori

Offline Oliver Plaschka

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Cool! Ein Freund hat mir damals auch ein paar Postkarten mit Motiven geschickt. Seine Zeichnungen und Gemälde sind natürlich nochmal eine Welt für sich ...

Offline HoldenCaulfield

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Ja, das war echt abgefahren! Vor allem die Illustrationen zu Alice im Wunderland haben mir sehr gefallen. Damals hab ich  die Gunst der Stunde ergriffen und mir eine Gesamtausgabe von Ghormenghast gekauft. Allerdings gefällt mir insgesamt betrachtet, vor allem der erste Band. Die beiden anderen Bände sind so ganz anders.
Memento Mori

Offline Oliver Plaschka

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Der dritte fällt wirklich komplett raus, schon weil er das vertraute Setting verlässt und Peake zu diesem Zeitpunkt schon mit seiner schweren Krankheit zu kämpfen hatte.

Den zweiten dagegen sehe ich schon als sehr gelungene Fortführung des ersten, auch wenn er nicht ganz so "rund" ist. Aber gerade die tragische Romanze zwischen Steerpike und Fuchsia, die Auflösung des Plots um Kedas Tochter und der lange Regen am Ende haben es mir angetan.

Offline HoldenCaulfield

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Stimmt Fuchsia und Steerpike, das hat mir ebenfalls gefallen. Gerade weil man auch so gut nachvollziehen kann, weshalb Fuchsia ist wie sie ist.
Ich glaube mein Problem mit dem zweiten Band ist wohl, dass ich viel lieber mehr von Steerpike gelesen hätte, auch wenn der Perspektivwechsel  logisch ist. Irgendwie habe ich es beim Lesen  nicht mehr geschafft in diese Welt ganz ein zu tauchen.
Memento Mori

Offline monerl

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Es stand geschrieben, dass deine Bücher zu "High Fantasy" gehören. Was bedeutet das eigentlich? Wie definiert man diese im Vergleich zu Fantasy?  :winken:
Ein Tag ohne Bücher ist kein erfolgreicher Tag!

Offline Oliver Plaschka

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Die meisten Leute, die von "Fantasy" sprechen, meinen damit glaube ich High Fantasy. Das heißt einfach nur, dass die Geschichten auch in einer Fantasywelt spielen -- "Der Herr der Ringe" ist das beste Beispiel, und meistens ist diese genauere Unterscheidung überflüssig.

Wir haben das bei diesem Roman betont, weil meine vorigen Bücher -- Fairwater, Die Magier von Montparnasse, der Kristallpalast -- ja auch alle im weitesten Sinne Fantasy oder fantastische Literatur waren. Insbesondere in den "Magiern", die auch bei Klett-Cotta erschienen, kamen ja, wie der Titel schon vermuten lässt, Zauberer und andere magische Wesen vor. Trotzdem spielte der Roman im Paris der 20er. Alle meine bisherigen Bücher spielten in (einer magischen Variante) unserer Welt.

Der neue Roman spielt nicht in unserer Welt, sondern einer Fantasywelt, dem "Zwei-Ringe-Land" -- nur das soll die Genrebezeichnung anzeigen.

 

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