Autor Thema: Leserundenfazit, Rezensionen (ohne Spoiler)  (Gelesen 1617 mal)

Offline Tammy1982

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Hier ist Platz für Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein, die Ihr vielleicht nach der Leserunde schreiben wollt. Es wäre schön, wenn sich hier möglichst viele beteiligen - zumindest ein Fazit zur Leserunde (auch eines vom Autor) ist immer interessant.

Bitte achtet darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen!

Außerdem freut sich Simone bestimmt über eine Rezension auf Literaturschock.de: Corvidae. Eine zusätzliche Anmeldung ist dafür nicht nötig :winken:

Offline Jari

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Inhalt:

Der Tod der Grossmutter trennte die Zwillinge Cat und Lizzie, da Lizzie sich in sich selbst zurückzog. Jahre später treffen sich die Geschwister wieder, um das Haus der Grossmutter zu verkaufen. Doch sie ahnen nicht, dass dies der Beginn einer Reise in fremde Welten, ihre Psyche und andere Realitäten sein wird. Denn die Geschichten der Grossmutter schienen nicht bloss Geschichten gewesen zu sein...

Meine Meinung:

"Corvidae" von Simone Keil ist kein Buch für jedermann, dies sei bereits hier erwähnt. Nicht jeder mag diese Art von Geschichte. Für mich jedoch ist es genau der richtige Lesestoff.

Es ist ein Buch, das die Realitäten verdreht, ein Buch, das Fragezeichen durch die Luft wirbelt und der Leser in Fragen ertrinkt. Mir gefällt die Reise in die eigene Psyche, mir gefällt es, wenn nicht alles gleich Sinn ergibt, mir gefällt es, wenn alles anders wird. Und mir gefällt es, wenn mir ein Buch im Kopf bleibt, weil ich auch bis zum Schluss nicht alle Rätsel lösen konnte.

Aber eben, nicht jedem gefällt das.

In "Corvidae" springt man von Ebene zu Ebene, von Realität zu Realität. Aufgrund eines schrecklichen Vorfalls verändern sich die Welten, sie verschmelzen, was eigentlich nie hätte sein dürfen. Cat macht sich auf, um die geheimnisvolle Agnes zu retten und das Mädchen zu finden, das die Risse in den Welten wieder flicken kann. Dann sind da natürlich noch die Raben und, und, und...

Simone Keil mag noch nicht auf dem Niveau eines Haruki Murakami sein, aber das muss sie auch nicht. Mich hat das Buch gepackt und ich hab es, schlicht gesagt, verschlungen. Wenn Fragen auftauchten - einfach weiterlesen. Bis zum Schluss. Und nein - ich kapier das Ganze noch immer nicht so recht und ich studiere immer noch. Find ich gut. Find ich sehr gut.

Doch wie gesagt, hier nutzt es, wenn man die persönlichen Lesevorlieben von sich selbst gut kennt. Ich konnte sofort sagen, dass mir dieses Buch bestimmt gefallen wird. Der Rückentext reichte mir völlig aus und ich durfte Recht behalten.

So viele tolle, spannende, wirre Dinge geschehen in diesem Buch! Für manche Leser mag es zu viel sein, aber ich finde, es passte perfekt in die Geschichte. Cats Erlebnisse erinnern an einen Strudel, auch der Leser wird durcheinander gewirbelt, alles wird auf den Kopf gestellt und gleich wieder verdreht. Deshalb passt für mich auch das Tempo, in welchem "Corvidae" erzählt wird - Cat selber hat gar nicht die Zeit, sich auszuruhen und nachzudenken. Wieso also dem Leser dieses Privileg gönnen?

Für mich war der Ritt auf dieser Achterbahn herrlich, es hat im Bauch gekribbelt und ich konnte jauchzen und die Arme in die Luft werfen. Anderen Leuten dagegen wird nur schon vom Zuschauen übel. Also gut überlegen, ob das Buch etwas für einen ist!

Fazit:

Eine wirre Geschichte mit vielen Anfängen und Enden und überhaupt allem Möglichen und Unmöglichen. Jap, sowas lese ich doch gerne!
//Grösser ist doof!//

Offline Simone Keil

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Offline SmilingKatinka

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Ich laufe nun schon ein paar Tage an meiner Rezi vorbei und irgendwie wird sie nicht länger. Ich hoffe, sie ist dennoch ok. Ich spiele auch gleich noch Virus und verteile sie überall.



Inhalt:
Die Zwillingsschwestern Cat und Lizzie treffen sich viele Jahre nach dem Tode ihrer Großmutter in deren Haus, um sich über die Zukunft des Hauses zu unterhalten. Der Tod der Großmutter hat die beiden Frauen entzweit und so verspricht auch das Treffen nicht ganz einfach zu werden. Denn Cat hängt an dem Haus, das Lizzie einfach so schnell wie möglich verkaufen möchte. Mit einem gemeinsamen Spaziergang durch den angrenzenden Wald möchte Cat  Lizzie an die vielen schönen Momente erinnern, die sie in dem Haus und dem Wald verbracht haben. Doch es zieht ein Unwetter auf und die beiden finden in einem verwunschenen Dorf Unterschlupf. Hier scheint die Zeit still zu stehen. Doch nicht nur das. Cat und Lizzie vergessen schnell ihr bisheriges Leben. Was hat es mit dem Dorf auf sich? Was hat es mit den vielen ungewöhnlichen Bewohnern auf sich? Haben eventuell die vielen Raben mit der Geschichte zu tun?

Meine Meinung:
Simone Keil schafft von Beginn des Buches an eine sehr mystische Atmosphäre. Man merkt sofort, dass man quasi in eine andere Welt eintaucht. Der Leser erfährt leider nicht viel über die Hauptperson Cat und so fiel es mir anfangs sehr schwer, mich in sie hineinzuversetzen. Ich habe einen gewissen Abstand gewahrt, war eher Beobachter als Teilnehmer, aber das empfand ich nicht als störend, denn die sehr bildhafte und angenehm zu lesende Sprache, katapultiert den Leser ja dennoch mitten ins Geschehen.
Die Geschichte nimmt immer wieder völlig ungeahnte und nicht vorhersehbare Wendungen und lässt die unglaubliche Phantasie der Autorin durchscheinen. Soviel sei gesagt, man hüpft durch Risse in der Welt von Ebene zu Ebene. Für mich waren die Sprünge aber zu keiner Zeit verwirrend, was ich wirklich gut fand.  Ich habe oft geschmunzelt und mich wirklich gut unterhalten gefühlt. Was mir weniger gefiel war, dass ich am Ende des Buches irgendwie nicht so ganz wusste, auf was denn nun die Geschichte hinauslief. Ich habe sie zwar verstanden, aber viele Rätsel und Fragen blieben offen und das finde ich immer schade.

Fazit:
Dieses Buch ist Geschmackssache. Ich habe es sehr gerne gelesen, muss aber leider zwei Sterne abziehen, da ich persönlich es vorziehe, wenn alle Fragen und Rätsel gelöst werden.  Wer aber gerne Bücher liest, die rätselhaft bleiben und viel Spielraum für eigene Überlegungen und Erklärungen lassen, dem wird dieses Buch sehr gut gefallen

Liebe Grüße vom verrückten Kati-Tier

Offline Simone Keil

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Upps. Ich dachte, ich hätte schon geantwortet. Sorry! Dankeschön! Auch fürs Virenverteilen.  ;D

Offline Phy

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Mir ist es recht schwer gefallen passende Worte zu finden... aber ich hoffe nun, dass ein paar angemessene den Weg in meine Rezension gefunden haben.

Zur Leserunde

Danke für die nette Begleitung Simone! Und danke auch an alle die mitgelesen haben. Gemeinsam ist es ja meist schöner


Rezension

Die zwei Schwestern Cat und Lizzie haben Jahre nach dem Tod ihrer Großmutter keinen Kontakt mehr. Sie treffen sich wieder um über ihr Erbe, das Haus der Großmutter, zu entscheiden und nutzen die Zeit um sich wieder näher zu kommen. Bei einem Spaziergang geraten sie in ein Unwetter und finden Schutz in einem kleinen Dorf. Von da an scheint nichts mehr normal.

Das Buch zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass es Unmengen an Erzählfäden aufnimmt, miteinander verheddert und im Fortlauf der Geschichte einen Großteil davon verliert.
Der Roman wird in großen Teilen aus der Sicht von Cat erzählt, gelegentlich finden Sprünge statt und ein auktorialer Erzähler übernimmt diese Aufgabe, teilweise werden die Eindrücke auch aus Sicht anderer Personen geschildert, was nicht immer deutlich wurde. Diese Erzählweise macht das Buch nicht unbedingt nachvollziehbarer, sie sorgt zusätzlich dafür, dass das Buch strukturlos wirkt.
Es ist häufig unklar, wie die Protagonistin Cat an gewisse Orte gelangt ist und auch das warum wird nur selten beantwortet. Der Leser muss eigenständig die Brücken zwischen den Geschehnissen bauen und selbst Zusammenhänge erklären.
Surreal ist die Geschichte in jedem Fall, der Autorin gelingt es viele skurrile Dinge dem Leser zu präsentieren und schafft dadurch eine beachtliche Verwirrung. Sie verdreht die Realitäten und wirft dabei viel durcheinander – möglicherweise auch zu viel. An einigen Stellen entsteht der Eindruck dass zu viel des Guten getan wurde und die Ziele krampfhaft verfolgt wurden.
Die Idee ist in jedem Fall sehr interessant, die Umsetzung war chaotisch, mit vielen Gedankensprüngen und reichlich losen Enden.
Am Ende bleiben viele Rätsel ungelöst, Fragen unbeantwortet und vieles zusammenhangslos.
Wer am Ende gerne eine Auflösung lesen möchte sollte davon absehen dieses Buch zu kaufen. Ebenso jene, die einen völlig durchdachten und gut strukturierten Roman erwarten. Wer gerne eine interessante Idee lesen möchte und sich an fehlenden Zusammenhängen nicht stört, sondern sich seinen Teil denkt, könnte mit Corvidae seine Freude haben.
Mir hat es leider aufgrund der viele offenen Fragen und unzureichender Zusammenhänge nicht besonders gut gefallen.   

Offline Simone Keil

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Danke, für deine Rezi. Toll, dass du trotzdem durchgehalten hast. Ich muss zugeben, dass ich nicht so geduldig mit Büchern bin, die mir nicht gefallen.

Offline Tammy1982

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Hallo Ihr Lieben,

so, nachdem es hier ruhiger geworden ist, möchte ich hier auch noch mein Fazit schreiben.

Das Buch
Die Schwestern Cat und Lizzie treffen sich nach dem Tod ihrer Großmutter in deren Haus wieder, um das Vermächtnis ihrer Großmutter zu regeln. Als bei einem Waldspaziergang ein Unwetter aufzieht, verirren sich die beiden Schwestern in ein Dorf. In diesem Dorf ist jedoch nicht alles so wie es scheint und relativ schnell verlieren sich die Schwestern in dem Dorf, in der Zeit und in ihrer eigenen Geschichte.

Dieses Buch lässt sich wohl mit einem Wort, nämlich surreal, ganz gut überschreiben. Fängt es noch "gewöhnlich" an, entwickelt es sich sehr schnell zu einer surrealen Reise durch die Zeit und der Leser springt mit Cat von einer Surrealität zur anderen. Dabei wurde für mich zu wenig erklärt und so habe ich mich sehr schwer getan dem Verlauf der Geschichte zu folgen. Einiges klärt sich im Laufe des Buches, viele Fragen, die sich mir gestellt haben, blieben aber unbeantwortet und zu vielen Begebenheiten, Zeitreisen etc. haben mir einfach zu viele Hintergründe gefehlt.

Die Erzählperspektive ist dabei aus der 3. Person verfasst, springt aber teilweise im Fokus von Cat zu Lizzie. Dies war einerseits für mich ganz spannend, da so auch Lizzie nie komplett von der Bildfläche verschwunden ist, andererseits hat mich auch ihre Geschichte oft sehr verwirrt und auch jetzt habe ich vieles an ihrem Handlungsstrang noch nicht ganz verstanden.
Gleichzeitig fließen Erinnerungen an die Erzählungen von der Großmutter in die Handlung mit ein, was ich als Idee sehr gut fand. Jedoch waren auch diese Erzählungen oft nur bruchstückhaft, vieles blieb offen und so musste ich auch hier sehr viel rätseln, was das jetzt alles zu bedeuten haben könnte.

Cat und Lizzie blieben dabei relativ blass und für mich und in ihren Handlungen oft nicht mehr nachvollziehbar. Einige der Nebencharaktere waren sehr interessant und haben die Geschichte gut ergänzt, blieben mir aber oft auch viel zu blass und ihre Beweggründe nicht immer offensichtlich dargestellt.

Die Idee dieses surrealen Romans, gefällt mir sehr gut und ich brauche auch nicht immer zwanghaft eine ausführliche Erklärung. In diesem Buch gab es aber für meinen Geschmack zu wenig Erklärungen und so blieb für mich vieles einfach ein großes Rätsel und auch nach beenden des Buches waren noch viele Fragezeichen offen.

Alles in allem konnte mich dieses Buch leider nicht ganz überzeugen.

Die Leserunde
Ich möchte mich bei allen lieben Mitleserinnen und ganz besonders bei dir, liebe Simone, für die aktive Teilnahme an dieser Leserunde bedanken. Liebe Simone, vielen lieben Dank an dich dafür, dass du auf viele Fragen von uns so bereitwillig Antworten gegeben hast und auch die kritischen Kommentare gut aufgenommen hast. Danke!  :-*
Danke an euch liebe Mitleserinnen dafür, dass ihr auch noch vieles für mich erklärt habt und mir der Austausch mit euch sehr viel gebracht hat.  :-*

Liebe Grüße
Tammy  :winken:

Meine Meinung findet sich auch noch auf folgenden Seiten:
Großes Bücherforum
literaturschock.de
amazon.de

Offline Simone Keil

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Danke für deine Rezi, Tammy, und dir und allen anderen auch danke für die Leserunde. Hat Spaß gemacht! Vielleicht können wir das mit einem neuen Buch mal wiederholen, wenn es soweit ist.  :winken:

Offline Tammy1982

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Danke für deine Rezi, Tammy, und dir und allen anderen auch danke für die Leserunde. Hat Spaß gemacht! Vielleicht können wir das mit einem neuen Buch mal wiederholen, wenn es soweit ist.  :winken:

Sehr gerne! Bin schon sehr gespannt auf das nächste Buch von dir!  8)

Liebe Grüße
Tammy  :winken:

Offline Simone Keil

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Danke für deine Rezi, Tammy, und dir und allen anderen auch danke für die Leserunde. Hat Spaß gemacht! Vielleicht können wir das mit einem neuen Buch mal wiederholen, wenn es soweit ist.  :winken:

Sehr gerne! Bin schon sehr gespannt auf das nächste Buch von dir!  8)

Liebe Grüße
Tammy  :winken:

Ich habe mich heute Nacht spontan dazu entschlossen, mein aktuelles Projekt ganz öffentlich zu schreiben. Es wird ein Märchen mit Steampunkanklängen und ich werde die einzelnen Teile praktisch in Echtzeit auf einem Blog http://miyo-kobayashi.blogspot.de/ veröffentlichen. Eine Facebookseite https://www.facebook.com/DasMaedchenMitDemPorzellangesicht zum Projekt gibt es auch. Ich würde mich über viele LeserInnen, KommentatorInnen und natürlich auch über KritikerInnen unheimlich freuen. :)

Offline Jari

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Offline Tammy1982

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Liebe Simone,

wow, das hört sich ja spannend an. Das werde ich auf jeden Fall mitverfolgen!

Liebe Grüße
Tammy  :winken:

Offline Poligonion

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Liebe Simone, liebe MitleserInnen,

diese Leserunde hat mir sehr viel Spass gemacht. Gerade wegen der Zwiespältigkeit der Meinungen war es interessant. Es war spannend Eure Interpretationen zu verfolgen, die sich nicht immer mit meinen deckten. Vielen Dank für diese tollen Stunden. Und vielen Dank für Eure Geduld während der Flutkatastrophe, die unser Internet kurzfristig absaufen ließ.  ;)
Vielen Dank auch an Dich, Simone, dass Du immer so schnell und ausführlich auf unsere Fragen geantwortet hast.
Und wisst ihr was? Ich liebe Tomatensuppe - wirklich!!!!! ;D 
Ich freu mich sehr auf das zweite Buch, das du erwähnt hast, Simone. Keinmärchen findet sicher auch seinen Weg zu mir ins Bücherregal. Bis dahin werde ich Deine literarischen Muffins genießen und dem Mädchen mit dem Porzellangesicht folgen.  ;)

Fazit:  :lesen: :lesen: :lesen: :lesen:

Rezension

Das Titelbild zeigt ein aufgeschlagenes Tagebuch über dessen Seite schräg der Buchtitel und der Name der Autorin geschrieben wurden. Der Rabe, der über einem alten Haus kreist und der düstere Himmel passen ausgezeichnet zum Text auf der Rückseite des Buches.

Die beiden Schwestern Cat und Lizzie, welche sich jahrelang nicht begegnet sind,  erben das Haus ihrer Großmutter. Dort haben sie als Kinder oft die Ferien mit der alten Dame verbracht, die von wundersamen Dingen zu berichten wusste.
Bei einer Wanderung erleben die Geschwister den Anfang einer Reise, wie sie verwirrender und fantasievoller nicht sein könnte.
Ein Feuerwerk an mysteriösen, gewöhnlichen, außergewöhnlichen, abschreckenden und witzigen Kreaturen und Figuren beherrschen die unzähligen, miteinander verknüpften Ereignisse.
Gleich einem verhedderten Wollknäuel erzählt die Autorin eine Geschichte, die den Leser ermutigt, die einzelnen Fäden entwirren und neu ordnen zu wollen.
Dies gelingt nicht immer und viele Rätsel bleiben ungelöst.
Die Realitäten werden vertauscht und die Zeit ist keine Konstante mehr.
Die Charaktere sind klar gezeichnet und lassen eindrucksvolle Bilder entstehen beim Lesen.
Simone Keil lässt dem Leser viel Spielraum für Spekulationen.
Demjenigen, der klare Strukturen bevorzugt wird es dadurch schwer gemacht, dem Geschehen zu folgen.
Allerdings steht dem Bücherwurm, der sich auf dieses Abenteuer rund um die Schwarzgefiederten und den beiden Schwester voll und ganz einlassen möchte, eine großartige und wunderbare Reise in eine der kuriosesten Welten, die mir je auf Papier begegnet ist bevor.
« Letzte Änderung: 11. August 2013, 22:02:43 von Poligonion »
Liebe Grüße, Poligonion :lesen:

Offline Simone Keil

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Dir auch noch ein herzliches Dankeschön, Poligonion, für die Rezi und fürs Mitlesen.  8)

Ich habe gestern, nun eigentlich schon vorgestern *g, das Keinmärchen zum zweiten Mal beendet. Ich war mit dem vorigen Ende nicht so ganz zufrieden. Hat jmd. von euch Lust, das mal testzulesen?
Also für die, die mit Corvidae gar nicht klar kamen, dürfte auch der neue nichts sein. Aber die, die Corvidae mochten, könnten den neuen auch mögen. Es wird wieder etwas wirr  ;D , unterschiedliche Realitätswahrnehmungen spielen auch wieder eine Rolle. Die Hauptfigur ist ein 15-jähriger Junge, Albe spielen noch eine Rolle und allerlei merkwürdige Leute. :)
Wer mag, und sich nicht an Rechtschreibfehlern stört (ist noch unkorrigiert), kann sich gerne bei mir per PN melden. Würde mich freuen.  :winken:

Mit dem Steampunk geht es im September weiter. Ich hab erst mal ein bisschen Urlaub gemacht und war auch mit dem Keinmärchen beschäftigt.
« Letzte Änderung: 13. August 2013, 04:57:53 von Simone Keil »

 

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