Autor Thema: Leserundenfazit, Rezensionen (ohne Spoiler)  (Gelesen 1490 mal)

Offline odenwaldcollies

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Hier ist Platz für Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein, die Ihr vielleicht nach der Leserunde schreiben wollt. Es wäre schön, wenn sich hier möglichst viele beteiligen - zumindest ein Fazit zur Leserunde (auch eines von der Autorin) ist immer interessant.

Bitte achtet darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen!

Die Autorin würde sich darüber freuen, wenn ihr eure Rezensionen auch auf anderen Internetseiten einstellen würdet.
Liebe Grüße
Karin

Offline Rosenprinzessin

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Ich möchte schon mal Danke sagen für die schöne Leserunde!  :winken: Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, und ich bleibe natürlich auch noch dabei  :winken:

In Österreich aus dem schönen Wolfgangsee wird eine Leiche geborgen. Die Tote ist Monika, die zuvor noch auf dem Schützenfest gefeiert hatte. Ein Unfall oder ein Mord? Nach der Obduktion ist klar, dass Monika getötet wurde, doch von wem? Berenike, die die Tote gefunden hat, hört sich ein bisschen um, und dann gibt es schon bald eine zweite Leiche....

Mein Leseeindruck:

Dieses Buch ist bereits der vierte Teil einer Reihe, in der die Hauptprotagonistin Berenike Mordfälle aufklärt. Ich habe die drei ersten Bände noch nicht gelesen, trotzdem hatte ich keine Schwierigkeiten, mich in die Geschichte einzufinden. Es gibt im gesamten Buch immer wieder kurze Andeutungen auf alte Fälle, die mich persönlich jetzt sehr neugierig gemacht haben, so dass ich die Bücher sicher noch lesen werde.
Berenike ist eine sympathische Figur, und ihren Tee- und Literatursalon würde ich gerne mal besuchen.
"Göttinnensturz" gehört für mich zu den eher ruhigen Krimis. Spannung ist zwar da, aber nicht in zu großem Ausmaß. Mir fiel es nicht schwer, das Buch mal für eine kurze Pause aus der Hand zu legen.
Die Handlung ist dennoch fesselnd, und als Leser kann man auch gut miträtseln, wer der Mörder sein mag. Das gefällt mir an Krimis immer besonders gut.
Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, auch wenn für mich ein paar Fragen am Ende noch offen blieben. Aber vielleicht werden diese im nächsten Band beantwortet!? Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen.
Lesen aus Leidenschaft

Offline odenwaldcollies

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Inhalt:
Im beschaulichen Ausseerland im Salzkammergut findet Berenike, die einen Tee- und Literatursalon betreibt, einen Tag nach dem Schützenfest eine weibliche Leiche im Wasser: erwürgt mit der eigenen Schürze des Dirndls, welches die Tote trägt. Außerdem hat der Mörder eine Tarotkarte bei der Toten abgelegt. Der Kriminalpolizist Jonas Lichtenegger, der Liebhaber von Berenike, ermittelt, ob der Tod der Frau in Zusammenhang mit einer Schlägerei während des Schützenfests in Zusammenhang steht. Kurz darauf taucht eine weitere Leiche auf, ebenfalls mit einem Teil der Tracht umgebracht. Jonas, der kurz vor einem Burnout steht, entfernt sich im Zuge der Ermittlungen immer weiter von Berenike, so daß diese auf eigene Faust ermittelt.

Meine Meinung:
„Göttinnensturz“ ist der vierte Roman um die Tee- und Literatursalonbesitzerin Berenike Roither, die eher unfreiwillig immer wieder als Privatermittlerin tätig wird. Ich habe bisher nur den ersten Band „Schwarztee“ der Reihe gelesen: für die Krimihandlung selbst ist es nicht notwendig, die vorherigen Bände gelesen zu haben, aber ich glaube, es erleichtert dem Leser, Berenike besser zu verstehen, wenn man mehr über ihre Vergangenheit weiß, welche im ersten Band eine zentrale Rolle spielt.

Da es sich bei dem Buch um einen Regionalkrimi handelt, werden in dem Buch auch typische österreichische Dialektwörter verwendet, mit denen ich weniger Probleme hatte, da ich durch österreichische Kollegen einige der Wörter bereits kannte. Mir nicht bekannte Worte habe ich im Internet nachgeschlagen, was mich nicht störte, denn ich mag es lieber, wenn Regionalkrimis auch den sprachlichen Charakter der jeweiligen Gegend widerspiegeln. Ich hätte mir allerdings eine Karte mit den Handlungsorten gewünscht, weil ich dadurch die örtliche Orientierung innerhalb des Romans besser nachvollziehen kann. Außerdem wäre eine Karte auch für die Auflösung der Bedeutung der Tarotkarten sinnvoll gewesen.

Ich hatte relativ früh einen Verdacht, um wen es sich bei dem Mörder handeln könnte; mit dem Verdacht lag ich auch nicht falsch, allerdings hat die Autorin es ausgerechnet am Schluß geschafft, meinen Verdacht gehörig ins Wanken zu bringen. Über das Motiv war ich mir allerdings bei meinem bevorzugten Verdächtigen lange nicht im Klaren, da die Autorin in der Handlung bewußt eine falsche Fährte gelegt hat.

Ich finde, daß man das Buch gründlich lesen muß, da dem Leser sonst das eine oder andere Detail verloren gehen könnte. Zum Schluß werden nicht alle Fragen beantwortet: die wichtigsten Fragen werden aufgelöst, aber zu dem einen oder anderen Punkt hätte ich gerne noch eine Antwort gehabt. Die Auflösung der Bedeutung der Tarotkarten in den Mordfällen hätte ich mir gerne etwas detaillierter gewünscht, da ich diese als Tarot-Laie beim ersten Lesen nicht gleich verstanden habe.

Berenike ist nicht die typische strahlende Heldin, sondern eher das Gegenteil: sie ist ein unsicherer Mensch, die sich seit 5 Jahren mit ihrem Teesalon im Salzkammergut ein neues Leben aufbaut. Ihre Unsicherheit hängt mit ihrer beruflichen (und unschönen) Vergangenheit als Eventmanagerin in Wien zusammen: wenn sie seither mit zu viel negativen Dingen konfrontiert wird, zieht sie sich gerne in die Esoterik (und zu einer guten Tasse Tee) zurück. Wobei sie im Gegensatz zum ersten Band schon etwas selbstbewußter geworden ist. Außerdem sehnt sie sich nach Geborgenheit, umso mehr trifft es sie, daß sich ihr Freund Jonas während der Ermittlungen immer mehr von ihr entfremdet. Wenn es allerdings hart auf hart kommt, dann behält sie einen klaren Kopf und geht den Schwierigkeiten nicht länger aus dem Weg.

Mir hat der Krimi insgesamt gut gefallen und ich freue mich auf ein Wiedersehen in Berenikes Teesalon. Den zweiten und dritten Band werde ich in jedem Fall in Kürze ebenfalls lesen.

Zur Leserunde:
Die Leserunde hat mir viel Spaß gemacht – durch das gemeinsame Spekulieren achte ich einfach mehr auf kleine Details, die mir sonst eventuell entgehen würden.
Vielen Dank an dich, Anni, daß du uns bei dieser Leserunde aktiv unterstützt hast, ich hoffe, du konntest auch für dich etwas aus dieser Leserunde mitnehmen. Ich würde mich freuen, wenn wir uns zu Berenikes weiteren Fällen wieder lesen würden.
Ein Dankeschön auch an die Leserundenteilnehmer, daß ihr mit euren Beiträgen dazu beigetragen habt, diese Leserunde so lebendig zu gestalten.

Meine Rezension habe ich außerdem im Großen Literaturschock-Bücherforum, bei Literaturschock.de und bei Amazon eingestellt.
« Letzte Änderung: 31. Juli 2013, 12:31:46 von odenwaldcollies »
Liebe Grüße
Karin

Offline starone

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Hallo alle Zusammen,  :winken:

O.K. auch hier wird es ruhiger und deshalb kommt jetzt auch meine Rezi.

Inhalt:

Die Geschichte spielt in Österreich im Salzkammergut bekannt durch den Wolfgangsee oder auch das Ausseerland, dass wiederum bekannt ist für Narzissenfest,  welches in diesem Roman eine wichtige Rolle spielt. Die aus Wien zugezogene Berenike Roither bewerbt,  da einen Teesalon bei dem aber auch  Autoren aus der Gegend mal eine Lesung aus ihrem neues Buch halten dürfen. Also eine Begegnungsstätte für die Menschen am Ort und Umschlagsplatz für Neuigkeiten aller Art. Das Narzissenfest wirft seine Schatten voraus, als plötzlich eine der mitverantwortlichen die Monika im See tot aufgefunden wird. Als Todesursache wird festgestellt,  dass sie mit  mit der eigenen Schürzenbändel ihres  Dirndls erwürgt wurde. Noch brisanter wird es als sich herausstellt, dass die Dame und ihre Gesinnung eher im rechten Rahmen sich aufhält und  deshalb Berenike, die Besitzerin des Teesalons  am  Schützenfest einen Streit mit ihr hatte.

Und so gehört Berenike plötzlich auch zum möglichen Täterkreis und sie  fängt nun selber an als Privatermittlerin, denn ihr Geliebter, der Kriminalpolizist Jonas Lichtenegger, auch ein Zugereister kann ihr in dieser Beziehung keine große Hilfe sein, weil er seine eigenen Probleme mit sich selber ein und seinen Mitarbeitern hat. Auch fühlt er sich mehr und mehr befangen und somit beginnt auch die Beziehung der beiden zu bröckeln. Was es für beide nicht einfacher macht.

Doch es sollte nicht der einzige Todesfall bleiben, immer mehr der Verantwortlichen/Mitgestalter  für das Narzissenfest finden einen tragischen Tod und immer werden dabei Gegenstände,  die in Verbindung mit der Tracht stehen verwendet. Wer mag nur der Mörder oder ist es gar eine Mörderin sein?


Meine Meinung:

Die Autorin Anni Bürkl lässt uns Leser tief in die Seele des Salzkammerguts, also ihrer Heimat blicken. Die Einstellungen und Meinungen zu Heimat/Tracht und Traditionen kommen für mich persönlich gut rüber und jeder kann sich so ein Bild machen ohne den berühmten erhobenen Zeigefinger. Es regt einfach zum Nachdenken an über bestimmte Themen/Gedankengut.

Interessant ist zum Beispiel auch das mörderische Logbuch, welches aus der Sicht des Mörders, die Taten in der Folge beschreibt. Es ist ein sehr regional gehaltener Krimi mit typischen landesüblichen Dialektsätzen und Wörter, was mir aber sehr gut gefallen hat,  denn es spiegelt einfach  die Gegend wieder in der sich alles abspielt. Geschickt hat die Autorin einige Ratefallen eingebaut, was diese Krimigeschichte noch interessanter insgesamt gemacht hat. Wobei auch ich von einigen Sachen gerne mehr erfahren hätte z.B. diese Tarotkarten und ihre Bedeutung, da ich wiederum davon überhaupt keine Ahnung habe.

Ein schöne Krimigeschichte mit 280 Seiten sehr kompakt und genau das Richtige für einen netten Kriminachmittag.


Leserunde:

Herzlichen Dank an den Verlag für die Bereitstellung der Bücher, ebenso an Anni, für die nette Begleitung in dieser LR und klar auch an meine Mitleser :) :).
Diese Autorin merke ich mir gerne.

Rezi stellte ich dann noch ein auf LB und Amazon.

LG..starone.. :winken:



Offline anni_b

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Dankeschön an Euch, ich war ebenfalls gern bei dieser Runde dabei - und werde dann in Zukunft sehen, was ich anders mache.  :)
Mit konspirativem Gruß,
Anni Bürkl
www.annibuerkl.at

Online Dani

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zum Buch

Eigentlich wollte Berenike nur einen entspannten Spaziergang mit einer Freundin machen, doch dann entdecken sie im Wasser des Wolfgangsees eine Frauenleiche. Wie es aussieht, wurde Monika mit ihrer eigenen Tracht erwürgt und dann ins Wasser geworfen. Berenike ist der Fund äußerst unangenehm, hatte sie doch am Abend zuvor selbst eine kleine Auseinandersetzung mit dem Opfer. Und nun verpasst sie ständig den richtigen Zeitpunkt, dies ihrem Freund, dem Kriminalpolizisten Jonas, mitzuteilen. Und es bleibt nicht nur bei einer Leiche!

Es handelt sich um den vierten Band der Reihe um die Teesalon-Besitzerin Berenike Roither. Man kann das Buch unabhängig von den Vorgängern lesen, ich habe dies zumindest getan. Allerdings hatte ich doch an einigen Stellen das Gefühl, dass mir ein bisschen Vorwissen fehlt, zum einen bei Berenikes Art und Einstellung zu manchen Dingen, hier ist es wahrscheinlich doch hilfreich, wenn man ihre Geschichte besser kennt. Zum anderen ihre Beziehung zu Jonas, aus dem Verhältnis zwischen den beiden bin ich nicht recht schlau geworden.

So richtig warmgeworden bin ich mit Berenike und dem Buch leider nicht.

Durch eine Art Tagebuch gibt es recht früh Hinweise auf den Täter, dennoch habe ich lange gerätselt, ob diese wirklich auf die richtige Person deuten oder den Leser auf eine falsche Spur führen sollen.
Gegen Ende fehlten mir ein paar aufklärende Worte, speziell zur Thematik Tarot und auch ein bisschen zum Handeln mancher Figuren.
Relativ schwergetan habe ich mich aber vor allem mit Berenike selbst und ihrer Einstellung zu einigen Dingen, vielleicht fehlt mir hier wirklich ihre Vorgeschichte, aber sie wurde mir leider einfach nicht sympathisch.

Ob ich die Vorgänger oder weitere Bände noch lesen werde, kann ich daher momentan noch nicht so recht sagen.


zur Leserunde
Vielen Dank an Anni für die Begleitung und an alle anderen für die Diskussionen!
Liebe Grüße
Dani

Offline schlumeline

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Danke für die tolle Leserunde hier. Es hat viel Spass gemacht und ich fand es wirklich interessant sich mit Traditionen und der unterschiedlichen Sichtweise darauf hier auseinanderzusetzen.

Hier kommt meine Meinung zum Buch:

Berenike Roither entdeckt eher zufällig am Wolfgangsee eine Leiche. Es handelt sich um Monika, eine Frau, die in der näheren Gegend bald jeder kannte und die noch am Tag zuvor auf dem Schützenfest unterwegs war. Für Berenike ist der Leichenfund problematisch, denn sie hatte kurz zuvor eine unschöne Begegnung und möchte nicht unbedingt, dass dies öffentlich wird. Mehrfach versucht Berenike daher ein diesbezügliches Gespräch mit ihrem Freund Jonas, dem ermittelnden Kriminalpolizisten, zu führen, was sich aber schwierig gestaltet. Es bleibt nicht bei einer Leiche und Berenikes Spürsinn erwacht, wenn auch unfreiwillig, zum Leben.

Bei den Leichen werden Tarotkarten gefunden und während sich die Ermittler noch fragen was diese zu bedeuten haben, stellt sich für Berenike auch die Frage wo eigentlich ihr eigenes Tarotkartenset geblieben ist.

Bei „Göttinnensturz“ handelt es sich um den vierten Band einer Reihe rund um Berenike als Ermittlerin und Betreiberin eines Tee- und Literatursalons. Berenike als Protagonistin ist eine Frau mit Ecken und Kanten. Sie hat viele eigene Probleme und ist auf der Suche nach Nähe und Wärme. Sie hofft in ihrem Freund Jonas einen Mann gefunden zu haben, der mehr Zeit mit ihr teilen möchte, allerdings erweckt dieser den Eindruck damit entweder überfordert zu sein oder eine solche Beziehung überhaupt nicht zu wollen.

Die Geschichte nimmt in erster Linie Traditionen und ihre Auswirkungen auf unsere heutige Zeit ins Visier und nach dem Genuss dieses Buches muss man sich die Frage stellen, ob Traditionen überhaupt noch zeitgemäß sind und ob sie wirklich oft einfach missbraucht und als Deckmantel für andere, vielleicht nicht gern gesehene Aktionen, genutzt werden.

„Göttinnensturz“ ist ein anspruchsvoller Kriminalroman, der dem Leser einiges an Konzentration abfordert und nicht nur an der Oberfläche kratzt. Hier muss man bei der Sache bleiben und mitdenken um nicht schnell ein wichtiges Detail zu überlesen. Auch das Lokalkolorit kommt nicht zu kurz und der Leser sollte sich darauf einstellen, dass auch einige österreichische Wortkreationen hier einfließen.

Dieser Krimi verbunden mit den Geschehnissen in einem Tee- und Literatursalon macht Lust auf die vorangegangenen Fälle mit Berenike und lässt auf noch weitere Fälle hoffen.

PS: Die Rezi stelle ich gleich noch auf Literaturschock ein und sie ist auch hier zu finden:

http://buchrezicenter.filmbesprechungen.de/genres/krimi/gottinnensturz/
Lesen ist meine Leidenschaft

Offline Rhea

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Meine Rezi kommt noch, habe gerade Enkelbesuch, da bleibt nicht viel Zeit.

Offline Rhea

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Schicksalskarten bunt gemischt

Dieser Krimi ist teil einer Reihe, in deren Mittelpunkt die Teestubenbesitzerin Berenike steht. Sie scheint-wie in vielen klassischen Kriminalromanen- die Mordfälle anzuziehen. Im Roman wird klar, dass sie früher eine erfolgreiche Managerin war und nun als Aussteigerin im Salzkammergut die Teestube mit viel Liebe und gutem Management führt. Die Morde sind ihr aber gefolgt. Die erste Leiche bleibt nicht lange allein. Der zuständige Polizist reagiert ziemlich heftig auf die Einmischung von Jonas, Berenikes Freund, der als Kriminalist von dieser zu Hilfe gerufen wird.
Eigentlich könnten die beiden gut zusammenarbeiten, aber das Verhältnis ist kompliziert und voller Mißverständnisse.hinweise zur Aufklärung der Morde bietet ein mysteriöses Tagebuch und das Schicksal, denn der Mörder hinterläßt an jeder Leiche eine Tarotkarte.

Ich habe die anderen Bücher der Reihe nicht gelesen, nach diesem Buch habe ich allerdings Lust, mehr über das Schicksal der Hauptpersonen zu erfahren. Diese erschienen mir auch sehr im Mittelpunkt zu stehen, sowie ein bestimmtes politisches Denken, welches in der Gegend, die den Hintergrund des Romans bildet, scheinbar eine große Rolle spielt. Von der Seite her fand ich die Ansätze des Romans sehr interessant.
Die Teestube ist so liebevoll geschildert, dass wohl jeder dort gern Gast wäre. Obwohl das Salzkammergut ja eine wundervolle Gegend ist,  konnte ich im Roman davon nichts merken. Die Schilderungen der Natur wurde letztlich von Tatorten oder Beziehungsproblemen überschattet. Das Lokalkolorit war mir etwas zu schwarz, aber vielleicht ist es so? (Tradition und Trachten sind für mich eher bunt. )
Allerdings war es interessant einige Begriffe kennenzulernen, die scheinbar rein regional sind. Diese unbekannten Wörter haben den Lesefluss ab und zu aufgehalten, ich habe das aber nicht als störend empfunden.

Besonders gut gemacht fand ich die Darstellung des Zusammenhangs der Morde durch die Art der Ermordung .Leider ist nicht alles konsequent durchgehalten worden.
Die Handlung wäre noch spannender, wenn ich Ahnung vom Tarot hätte, denn hier half auch kein googeln. Es wäre vermutlich besser, wenn man für die nicht mystisch geschulten Leser irgendwo Hinweise auf Tarot finden könnte, damit man (und wenn es im Nachhinein ist) mitraten kann. Dafür hätten an anderer Stelle Hinweise weniger deutlich sein können.

Nach dem Cover des Buches hätte ich nicht gedacht, dass sich dahinter ein Krimi verbirgt. Ich wäre normalerweise daran vorbei gegangen, wenn ich keine Empfehlung erhalten hätte. Nicht das ich etwas gegen Dirndl hätte, aber leider werden diese meist für Liebesromane auf der Alm genutzt. Nun, es ist optisch schön, und zumindest das Tattoo ist ungewöhnlich. Vielleicht doch eine Rehabilitation des Dirndls?

Fazit:

Für mich ein interessanter Krimi mit zwei liebenswerten Protagonisten. Er macht auf alle Fälle neugierig auf die anderen Fälle aus dieser Reihe.

Offline odenwaldcollies

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Liebe Grüße
Karin

Offline bookstars

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Inhalt
Bei einem Spaziergang mit ihrer Freundin entdeckt Berenike voller Unbehagen die Leiche einer jungen Frau am Wolfgangsee, erwürgt mit ihrer Dirndlschürze. Ausgerechnet am Vorabend war sie mit der ermordeten Dirndl-Schönheit in eine handgreifliche Auseinandersetzung wegen des geplanten Trachtenfests geraten. Ihr Freund, der Kriminalpolizist Jonas Lichtenegger, übernimmt die Ermittlungen in dem Fall. Doch schon bald überschlagen sich die Geschehnisse und weitere Mordfälle ereignen sich. Besteht etwa eine Verbindung zum traditionellen Frühlingsfest?
Berenike, die sich eigentlich aus allem raushalten wollte, beginnt schließlich doch auf eigene Faust zu ermitteln …

Meine Meinung
Bei „Göttinnensturz“ handelt sich um den mittlerweile vierten Band der Reihe um Berenike Roither, die im Ausserseeland einen florierenden Tee- und Literatursalon betreibt.
Sehr schön stimmt das Cover mit dem Dirndl auf die Ausgangsthematik des Regional-Krimis ein, der im beschaulichen österreichischen Salzkammergut angesiedelt ist. Das alljährlich im Frühjahr stattfindende, traditionelle Narzissenfest steht vor der Tür, doch die schöne Idylle wird durch eine Gegendemonstration wegen der Einladung von Alt-Nazis als Ehrengäste des Trachtenfests getrübt. Sehr gelungen thematisiert die Autorin in ihrem Krimi, wie rasch konservatives Traditionsbewusstsein und rechtsradikale Tendenzen ineinanderfließen können.
Ein brisantes Thema, das sogar unserer Hauptfigur recht unangenehme Probleme beschert.
Berenike hat mir als Protagonistin mit ihrem lebendigen, eigenwilligen, aber durchaus sympathischen Charakter gut gefallen. Da ich die vorherigen Krimis nicht gelesen habe, war es manchmal etwas schwierig für mich, Berenikes sonderbares Verhalten nachzuvollziehen, das wohl auch in ihrer problematischen Vorgeschichte begründet liegt. Immer wieder findet man Querverweise auf ihre bisherigen Fälle, die für das Verständnis aber nicht notwendig sind, mich aber sehr neugierig gemacht haben. Zunehmend distanziert und voller Missverständnisse gestaltet sich die momentan schwierige Beziehung zu ihrem Freund, dem Kriminalpolizisten Jonas Lichtenegger, der mit seinem Job und den Ermittlungen zu den Mordfällen überfordert zu sein scheint und einem Burnout-Syndrom sehr nahe ist. Berenike, die kurzfristig sogar selbst unter Tatverdacht gerät, mischt sich daher bald auf ihre ganz eigene Art in die Aufklärung der Mordfälle ein, um den Täter auf eigene Faust zu stellen.
Die als „Mörderisches Logbuch“ gekennzeichneten Eintragungen stammen aus der Feder des scheinbar psychisch kranken Täters und lassen uns aus seiner Perspektive zeitversetzt an den Ereignissen und seinen Motiven teilhaben. Um wen es sich dabei handelt, habe ich leider bis auf vorübergehende Zweifel etwas zu früh erraten können. Dennoch hat mir das Miträtseln des vielschichtig angelegten Krimis mit den außergewöhnlichen Mordfällen und einigen unerwarteten Wendungen bis hin zum fesselnden Showdown Spaß gemacht. Die Auflösung ist in sich schlüssig und im Wesentlichen nachvollziehbar, auch wenn man bei einigen Details schon spezielle Kenntnisse zu Tarot mitbringen sollte und nicht alle aufgeworfenen Fragen völlig aufgeklärt werden.
Die Beschreibungen der verschiedenen Schauplätze sind sehr stimmungsvoll und auch die eingestreuten österreichischen Ausdrücke tragen zum besonderen Flair dieses Regionalkrimis bei.
Sehr hilfreich für die bessere Orientierung wäre übrigens noch ein Kartenausschnitt mit den unterschiedlichen Schauplätzen gewesen.

Fazit
Ein unterhaltsamer Regional-Krimi mit einer interessanten Protagonistin und sehr kuriosen Mordfällen, bei dem ich dem Täter allerdings sehr früh auf die Spur gekommen bin.

ZUR LESERUNDE
Danke für die tolle Leserunde und die interessanten Diskussionen hier.
Vielen Dank natürlich auch an Anni für die nette Begleitung.    :)

 

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