Autor Thema: Leserundenfazit, Rezensionen (ohne Spoiler)  (Gelesen 1360 mal)

Offline odenwaldcollies

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Ein wichtiger Punkt der Leserunden sind eure Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein – daher legen wir viel Wert darauf, dass ihr zum Abschluß euer Fazit hier einstellt.

Zahlreiche Rezensionen hier und die Streuung auf anderen Seiten steigern bei den Verlagen und Autoren die Attraktivität von Leserunden.de: Denkt daran, dass die Rezensionen für die Verlage die "Gegenleistung" für die Freiexemplare sind.

Wir freuen uns, wenn der/die AutorIn ebenfalls ein Fazit zur Leserunde einstellt.

Bitte achtet darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen!
Liebe Grüße
Karin

Offline Tiara

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Inhalt:
Johannes wurde 1935 umgebracht und verflucht. Seitdem fristet er sein dasein im Theater, ohne je wieder mit jemanden gesprochen zu haben.
Caroline`s größter Wunsch ist es, eine berühmte Schauspielerin zu werden. Da trifft es sich gut, dass sie für die Besetzung der Julia ausgewählt wurde.
Caroline und Johannes begegnen sich im dunklen Theater und sofort verlieben die beiden sich heftig ineinander.
Doch der Beginn ihrer Liebe ist Johannes Untergang.....

Meine Meinung:
Dies ist mein erster Roman aus dem Theatermilieu und es hat mich sofort gepackt, da Ellen Alpsten den Klassiker Romeo und Julia wieder hat auferstehen lassen.
Ich war von dem mitreißenden Schreibstil der Autorin wie gefangen und hing beim Lesen förmlich an jeder Zeile.
Die ganzen Eindrücke der Theaterwelt konnte ich spüren. Sei es das Lampenfieber, der Neid untereinander, wie Caroline dank Johannes Hilfe immer besser in die Rolle der Julia hineinwächst und sie mit ihr eins wurde.
Die Charaktere sind allesamt authentisch. Besonders Carolines Entwicklung vom schüchternen, jungen Mädchen in eine selbstbewußte junge Frau hat mir sehr gut gefallen.
Aber auch den Nebencharakteren wurde sehr viel Leben eingehaucht.
Die Protagonisten sind nicht nur schwarz/weiß, für  mich haben alle unterschiedliche Wandlungen durchgemacht, wodurch die Geschichte sehr lebendig und fesselnd auf mich wirkte.
Der Schluß ist ebenfalls absolut stimmig und glaubwürdig gewählt.
Ebenso schön wie die Geschichte, ist auch die edle Covergestaltung mit den erhabenen goldenen Ornamenten. Wirklich ein Schmuckstück fürs Bücherregal.
Das Buch ist für Theaterliebhaber absolut empfehlenswert, aber auch für diejenigen, die diese Welt erst noch entdecken wollen.

Fazit zur Leserunde:
Dieses Buch konnte mich wirklich fesseln und mir die Welt des Theaters näher bringen. Wozu natürlich diese tolle LR beigetragen hat. Ich bedanke mich bei allen fürs mitlesen, besonders bei Dir liebe Ellen, für Deine tolle Begleitung.

Meine Rezension ist auch noch hier zu finden: 
http://literaturschock.de/component/content/article/18-literatur/belletristik/kinder-a-jugendbuecher/12159-sommernachtszauber
http://www.literaturschock.de/literaturforum/index.php/topic,31982.0.html
http://www.amazon.de/review/R2K5YILZGGP1TQ/ref=cm_cr_pr_perm?ie=UTF8&ASIN=3649610566&linkCode=&nodeID=&tag=
https://www.facebook.com/karin.schranner.7
http://wasliestdu.de/rezension/sommernachtszauber
http://www.lovelybooks.de/autor/Ellen-Alpsten/Sommernachtszauber-1044474805-w/rezension/1067326263/
http://www.ullis-buechercafe.at/showthread.php?p=16821#post16821

LG Karin

Offline Annabas

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Inhaltsangabe:

Berlin 1935: Es ist kurz vor der Premiere von Shakespeares „Romeo und Julia“ im renommierten Fasanentheater. Für den Schauspiel-Neuling Johannes Steiner ist es die erste Hauptrolle. Judith Goldmann, welche die Julia spielen wird, ist seine große Liebe, und das nicht nur auf der Bühne. Doch die Zeiten werden für jüdische Schauspieler schwierig und Judith lässt sich zu einer tragischen Tat hinreißen ...

Berlin, in der heutigen Zeit: Die junge Caroline Siebert ergattert ihre erste Hauptrolle, es ist die Julia in Shakespeares „Romeo und Julia“. Reich wird sie damit nicht werden, denn die Produktion erhält nur wenig Mittel und findet in einem heruntergekommenen Theater statt – der „Bimah“, dem früheren Fasanentheater, in dem seit fast 70 Jahren keine Aufführung mehr stattgefunden haben. Aber für Caroline ist es die erste große Chance und sie hat fest vor, das Beste daraus zu machen. Der Anfang gestaltet sich schwierig, doch ein überraschend erscheinender, weiterer Romeo, der mit ihr die Rolle einstudiert, hilft ihr, sich in die Julia einzufühlen. Was Caroline aber nicht weiß: eine andere Seite will das gesamte „Bimah“-Projekt zum Scheitern bringen und ihre Karriere ruinieren ...

Der erste Satz:

„Bis zur Aufführung blieb Johannes noch eine halbe Stunde.“

Meine Meinung zum Buch:

Ich mochte das Buch beim Lesen sehr, denn für Bühnengeschichten habe ich eine Schwäche.

Ich fand den Aufbau der Geschichte sehr spannend. Gleich am Anfang passiert die „große Tragödie“, mit deren Nachwirkungen die Romanfiguren sich die ganze restliche Zeit auseinandersetzen müssen. Als Leserin weiß ich nicht viel mehr als die Figuren und ich habe lange gerätselt, warum was wie passieren konnte. Verraten kann ich natürlich hier nichts, nur so viel: die Lösung gefiel mir gut.

Ebenfalls gut hat mir die emotionale Seite der Geschichte gefallen. Ich bin zwar bei einigen Punkten der Meinung, dass die Motivation der Figuren nicht für so drastische Handlungen ausreichen, aber das störte mich nur geringfügig. Sehr schön und berührend fand ich die sich entspinnende Liebesgeschichte, hier konnte ich mich richtig mitfreuen oder musste mitleiden. Ein Buch, das mich auf dieser Ebene so anspricht, ist immer ein Gewinn.

Die Hauptpersonen sind sehr fein gezeichnet. Wir erfahren viel von ihrem Umfeld und ihrer Vergangenheit, das brachte mir die Personen nahe. Auch Figuren in kleineren Rollen habe ich gerne immer wieder gesehen, sie brachten viel Würze in die Geschichte. Zum Beispiel Carolines Bruder Michi, der damit zurechtkommen muss, dass seine große Schwester nicht mehr so viel Zeit für ihn hat. Oder die Produktionsassistentin Simone mit ihrer extravaganten Kleidung. Oder der Obdachlose vor dem Theatereingang. Oder, oder, oder. Ein paar von diesen Nebenfiguren waren mir so sympathisch, dass ich richtig enttäuscht war, nicht mehr von ihnen lesen zu können.

Zu lesen ist das Buch sehr leicht, die Seiten flogen nur so dahin. Die Kapitel sind von der Länge her sehr angenehm – lang genug, um nicht dauern aus einer Handlung herausgerissen zu werden und kurz genug, dass ich mir immer am Kapitelende dachte: Ach, eines geht noch.   ;)

Viele Grüße von Annabas   :winken:


Nachtrag: siehe auch
Literaturschock
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« Letzte Änderung: 02. Dezember 2013, 20:17:35 von Annabas »
:lesen:   "Wenn du einen Garten und dazu noch eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen." Marcus Tullius Cicero

Offline odenwaldcollies

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Inhalt:
1935: Im Berliner Fasanentheater steht die Premiere von „Romeo und Julia“ bevor. Die Hauptrollen werden von den beiden Schauspielern Johannes Steiner und Judith Goldmann gespielt, die auch privat ein Paar sind und in Kürze heiraten wollen. Johannes bekommt in den letzten Minuten vor dem Auftritt Besuch von seinem Onkel, einem SS-Offizier. Das Gespräch zwischen den beiden Männern hat eine dramatische Tat zur Folge.
Über 70 Jahre später: die jungen Schauspielstudentinnen und engen Freundinnen Caroline und Mia bewerben sich im Bimah, dem ehemaligen Fasanentheater, das 70 Jahre leer stand, um die Rolle der Julia für die Neuauflage des Shakespeare-Dramas. Caroline erhält die Rolle und bekommt bei den Proben unerwartete Hilfe. Aber nicht jeder ist über die Neuinszenierung erfreut, und es bahnt sich durch Neid und Rachsucht ein neuerliches Drama an.

Meine Meinung:
Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an verzaubert. Bereits das Cover ist wunderschön und passt hervorragend zu dem Buch. Die Sprache ist leicht, gefühlvoll und lebendig und entführt den Leser in die Welt des Theaters. Die Atmosphäre innerhalb des Theaters, z.B. beim Vorsprechen, hat die Autorin sehr schön eingefangen.

Ich habe einiges aus der Theaterwelt erfahren, was mir bis dahin nicht bewusst war: wie der Regisseur seine Spieler dazu bringt, sich ihrer Rolle vollständig zu öffnen oder wie die Schauspieler selbst ihre Rolle interpretieren, um sie zu leben.

Der Prolog, der in der Vergangenheit spielt, beginnt bereits mit einer Tragödie: Johannes Steiner wird auf der Bühne erstochen und verflucht – er darf nicht sterben, sondern muß als Geist im Berliner Fasanentheater sein Dasein fristen. Über die Gründe, warum er erstochen wurde, bleibt der Leser lange im Unklaren und man kann nur spekulieren, warum es zu der Tat kam.

Ganz im Sinne Shakespeares beherrschen große und allzu menschliche Gefühle die Bühne, wie bedingungslose Liebe, Eifersucht, Neid, Rachsucht und Enttäuschung. Lange wußte ich nicht, in welche Richtung sich die Handlung entwickeln wird, da ich die Charaktere und ihr Tun teilweise schwer einschätzen konnte. Im letzten Drittel war dann absehbar, in welche Richtung es gehen
könnte, da bis dahin die meisten Personen ihr wahres Gesicht gezeigt haben.

Die Charaktere haben mir ebenfalls sehr gut gefallen: sie sind liebevoll gezeichnet und beinahe jede Figur durchläuft eine Entwicklung und ist am Ende des Buches ein Anderer als zu Anfang.
Caroline Siebert, die es nicht glauben kann, daß sie tatsächlich die Rolle der Julia bekommt und mit der Angst zu kämpfen hat, den Anforderungen des Regisseurs nicht gewachsen zu sein. Außerdem ist ihre häusliche Situation alles andere als leicht.
Ben van Behrens, der den Romeo mimt – ein Frauenschwarm, der dem Publikum aus dem Fernsehen bekannt ist.
Mia Weiss, die beste Freundin von Caro, die enttäuscht darüber ist, daß sie die Rolle der Julia nicht bekommen hat, aber ihrer Freundin den Erfolg gönnt. Ihre Eltern und auch ihr Großvater sind bzw. waren im Schauspielgeschäft erfolgreich.
Carlos, der das Bimah neu aufbauen möchte und das Publikum sowie den Senat von Berlin mit seiner Inszenierung von „Romeo und Julia“ überzeugen möchte.
Mickey Hansen, Kritikerin, die einen persönlichen Kleinkrieg mit Carlos führt.
Karl Graf, Lebensgefährte von Mickey Hansen, wird der Agent von Mia, um ihre weitere Karriere zu fördern.
Und natürlich Johannes Steiner, der als Geist die letzten Jahrzehnte im ehemaligen Fasanentheater verbracht hat und sich zu Caroline hingezogen fühlt.

Aber auch bei den Nebenfiguren gibt es tolle Charaktere: Michi, der 8-jährige Bruder von Caroline, der seit dem Tod des Vaters sehr an seiner Schwester hängt. Simone, die rechte Hand von Carlos, und der Obdachlose, der vor dem Theater lebt. Ich hätte nichts dagegen gehabt, wenn gerade die letzteren Beiden noch etwas mehr Raum in dem Buch bekommen hätten.

Manche Figuren handeln mir etwas zu drastisch, aber das hat dem Lesevergnügen keinen Abbruch getan.

Das Ende hat mir ebenfalls sehr gut gefallen, ich fand es stimmig und passend, ohne kitschig zu wirken.

Ich kann das Buch jedem empfehlen, der in die Welt des Theaters mit großen Gefühlen eintauchen möchte – die Seiten fliegen nur so dahin.

Zur Leserunde:
Die Leserunde hat mir sehr viel Spaß gemacht. Das Buch war auch gut geeignet, um gemeinsam über Motive und weitere Entwicklung zu spekulieren. Ein herzliches Dankeschön an Ellen, daß du die Leserunde begleitet hast und ich hoffe, dir hat deine erste Leserunde ebensoviel Spaß gemacht wie mir und du kannst auch für dich etwas herausziehen. Und es würde mich freuen, wenn wir uns zu einem deiner nächsten Bücher hier wieder lesen würden.

Meine Rezension steht bei:
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« Letzte Änderung: 03. Dezember 2013, 22:38:25 von odenwaldcollies »
Liebe Grüße
Karin

Offline odenwaldcollies

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Ich denke, Ellen würde sich auch freuen, wenn ihr eure Rezension auch bei Literaturschock.de einstellen würdet. Eine Anmeldung ist hierfür nicht nötig.
Liebe Grüße
Karin

Offline dubh

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Hallo Ihr Lieben,

nun möchte ich abschließend auch noch meine Meinung zu Buch und Leserunde schreiben.


Caroline träumt von einer großen Karriere als Theaterschauspielerin, doch sie weiß, dass der Weg dorthin weit und hart ist - vor allem, wenn man sich nebenbei auch noch um den kleinen Bruder und die alkoholkranke Mutter kümmern muss. Nun hat die Schauspiel-Schülerin die Chance ihres Lebens: sie hat beim Vorsprechen die Rolle der Julia ergattert und soll nun gemeinsam mit dem Ensemble und einer großartigen Vorstellung einem alten Theater, dem Bimah, zur Wiederauferstehung verhelfen. Dann begegnet ihr Johannes, ein äußerst begabter junger Schauspieler, der 1935 bei der Premiere zu Romeo und Julia auf der Bühne ermordet wurde… Ein Mann, den es eigentlich nicht geben dürfte, und der dennoch mit Caroline jeden Abend - nach der offiziellen Probe - ihre Rolle übt und versucht, alles aus der jungen Frau herauszuholen. Dabei verlieben sich die beiden sich unsterblich ineinander…

Auch wenn das Theater nicht unbedingt meine Baustelle ist, so muss ich gestehen, dass es die Autorin geschafft hat, den alten Shakespeare'schen Stoff vor meinem Auge erblühen zu lassen: die Theaterproben, die harte Arbeit, die bedingungslose Öffnung der einzelnen Schauspieler, die sich selbst zurückstellen und dafür die Rolle komplett einatmen müssen - all das war sehr plastisch beschrieben und hat mich erahnen lassen, dass für einige Menschen die Bretter wirklich die Welt bedeuten! Auch die Figuren - allen voran Caroline - sind toll gezeichnet: sie haben ihre Ecken und Kanten und haben allesamt eine Reaktion in mir hervorgerufen. Aber auch die Veränderungen, die eine solche Arbeit mit sich bringt, sei es nun Zuhause oder im Umgang mit der besten Freundin, werden nachvollziehbar geschildert. Aber eines sticht besonders hervor: die Liebesgeschichte zwischen Caroline und Johannes, die mich schlichtweg ein wenig verzaubert hat! Die Hoffnung Johannes' nach der Beendigung des Fluches und gleichzeitig die Angst Carolines, in dadurch für immer zu verlieren, sind wirklich sehr berührend! Denn eines schwebt über allem: kann eine Geistergeschichte gut enden? Zu der beinahe liebevollen Erzählweise von Ellen Alpsten passt das emotionale, unkitschige Ende dann perfekt!

Fazit: Ein tolles, gefühlvolles Jugendbuch, das mich in die große Theaterwelt hat eintauchen lassen, so dass die Seiten nur so dahin geflogen sind!


Zur Leserunde:

Vielen Dank an alle Mitleserinnen - es hat mal wieder Spaß gemacht, ein Buch mit Euch gemeinsam zu entdecken!
Ein besonders herzliches Dankeschön an Dich, Ellen, dass Du Dir die Zeit genommen hast uns zu begleiten! Ich wünsche Dir weiterhin viel Spaß beim Schreiben und viel Erfolg mit Deinen Büchern! Bis zur nächsten Leserunde?! Ich würde mich jedenfalls freuen. :winken:

Liebe Grüße
dubh
"Die fast unlösbare Aufgabe besteht darin, weder von der Macht der anderen, noch von der eigenen Ohnmacht sich dumm machen zu lassen."
(Theodor W. Adorno)

Offline Rosenprinzessin

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Auch ich möchte mich bedanken für diese schöne Leserunde und mich gleichzeitig entschuldigen dafür, dass ich ein bisschen hinterhergehinkt habe.  :-[


Inhalt:

Caroline und ihre beste Freundin MIa möchten Schauspielerinnen werden. Die beiden bewerben sich für die Rolle der "Julia" an einem alten Berliner Theater. Caroline bekommt die Rolle. Da sie abends in Ruhe noch proben möchte, organisiert sie sich den Schlüssel des Theaters und trifft dort eines Abends auf Johannes.

Johannes ist ein Geist. Vor mehr als 70 Jahren hat er in dem Theater die Rolle des "Romeo" gespielt und wurde dabei auf der Bühne getötet.

Caroline und Johannes verlieben sich ineinander, aber wie kann ihre Liebe eine Zukunft haben?

Mein Leseeindruck:

Die Liebesgeschichte von Caroline und Johannes ist wunderschön. Ich mag romantische Geschichten, sie dürfen auch ruhig ein bisschen kitschig sein. Hin und wieder lese ich das sehr gerne.

So habe ich die Liebesgeschichte hier im Buch auch sehr genossen. Gestört hat mich ein wenig das Drumherum.

Carolines angeblich beste Freundin Mia entwickelt sich zu einer Intrigantin ersten Grades. Natürlich kann ich nachvollziehen, dass Mia eifersüchtig ist auf Caroline und ihr wohl auch den Erfolg nicht gönnt. Aber Mia wird mir zu "böse" in dem Buch dargestellt. Die Entwicklung geht mir einfach zu schnell. Wenn Caroline und Mia wirklich beste Freundinnen waren, dann kann ich ihre rasante Entwicklung nicht nachvollziehen.

Schwierigkeiten hatte ich auch damit, dass sowohl Caroline, als auch Ben und Mia so unglaublich schnell akzeptieren konnten, dass Johannes ein Geist ist. So oft trifft man wohl nicht auf Geister; ich habe da mit mehr Unglauben gerechnet.

Als sehr positiv und angenehm jedoch habe ich den Schreibstil der Autorin empfunden. Sie schreibt sehr leicht, schön flüssig und in einer einem Jugendbuch angemessenen Sprache. Etwas verwundert war ich allerdings über die Sexszenen, die mir für ein Jugendbuch schon etwas heftig vorkamen.

Alles in allem hatte ich eine schöne Lesezeit mit diesem Buch, auch wenn es ein paar Kritikpunkte meinerseits gibt. Aber die Grundidee ist sehr schön, und die Liebesgeschichte hat mir auch richtig gut gefallen!
Lesen aus Leidenschaft

Offline Alpsell

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Ich danke Euch Allen für Eure Zeit und Eure Eindrücke - ja, sehr gerne eine Leserunde zum nächsten Buch an dem ich gerade sitze...Arbeitstitel: "Der Stoff aus dem die Träume sind"! Tausend Grüße aus London von Ellen Alpsten

Offline odenwaldcollies

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Liebe Ellen,

ich wünsche dir viel Erfolg mit deinem neuen Buch  :winken:
Liebe Grüße
Karin

Offline Tiara

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Liebe Ellen, ich wünsche Dir auch ganz viel Erfolg mit Deinem neuen Buch.
Der Titel hört sich jedenfalls wundervoll an.  :)

LG Karin

Offline bookstars

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INHALT
Die junge Schauspielschülerin Caroline ist überglücklich, denn sie hat die Rolle der „Julia“ erhalten und darf bei der Inszenierung des klassischen Shakespeare-Stücks „Romeo und Julia“ in einem alten Berliner Theater, dem Bimah, mitwirken, das nach Jahrzehnten der Verwahrlosung wieder im alten Glanz erstrahlen soll. Caroline will diese einmalige Chance nutzen und ihrem Traum von einer Schauspielerkarriere näher kommen. Doch vor ihr liegt harte Arbeit, denn um diese anspruchsvolle Rolle überzeugend zu spielen, muss sie auf der Bühne alles geben.
Als sie eines Nachts heimlich im Theater probt, begegnet sie einem jungen Mann, der sie bei ihrer Arbeit unterstützen möchte.
Doch der junge Schauspieler Johannes dürfte eigentlich gar nicht existieren, wurde dieser bereits im Jahre 1935 bei der Premiere zu Romeo und Julia auf der Theaterbühne von seiner Geliebten erstochen wurde.
Bei ihren nächtlichen Treffen im Theater gelingt es dem begabten Johannes, alles aus Caroline herauszuholen, bis sie wie berauscht  immer mehr in ihrer Rolle als Julia aufgeht.
Dabei kommen sich die beiden immer näher und verlieben sich ineinander…
 
MEINE MEINUNG
In ihrem Jugendroman „Sommernachtszauber“ entführt uns Ellen Alpsten in die faszinierende Welt des Theaters und lässt uns hautnah an der berauschende Atmosphäre teilhaben, die für viele Menschen eine magische Anziehungskraft ausübt.
Dabei führt sie uns zugleich die Schattenseiten dieses Berufs vor Augen, wie beispielsweise die harten Theaterproben, der unerbittliche Konkurrenzkampf und nagende Selbstzweifel.
Mit „Romeo und Julia“ hat Ellen Alpsten einen fesselnden Theater- Klassiker ausgewählt, der durch die sehr anschaulich beschriebene Probenarbeit zum Leben erweckt wurde. Es ist ein großartiges Shakespeare-Stück über die unsterbliche Liebe voller Hass, Neid, Eifersucht und Intrigen, das mit seiner Dramatik hervorragend zu der geschilderten Liebesgeschichte passt.
Schon der sehr faszinierende Auftakt mit dem in der Vergangenheit angesiedelten Prolog lässt uns an einer großen Tragödie im Berliner Fasanentheater teilhaben, und hat mich sofort gefesselt. Er gibt uns viele Rätsel darüber, wie die Hintergründe der damaligen Geschehnisse, die Zusammenhänge und die möglichen Auswirkungen auf unsere Romanfiguren aussehen werden. Erst sehr langsam kristallisiert sich eine Lösung des ganzen heraus, wodurch die Spannung sehr lange aufrechterhalten wird.
Äußerst angenehm ist auch der fesselnde Schreibstil der Autorin, der sich sehr leicht und flüssig liest. Sehr einfühlsam gelingt es ihr die stimmungsvolle, faszinierende Atmosphäre der Theaterwelt einzufangen.
Die Charaktere sind sehr liebevoll ausgearbeitet und vielschichtig gezeichnet, wodurch sie allesamt sehr lebendig und authentisch wirken.
Sehr schön und nachvollziehbar wurde vor allem Carolines Entwicklung herausgearbeitet. So zweifelt sie anfangs noch an ihrem Talent und wirkt oft unsicher, bis sie schließlich durch die vielfältigen neuen Herausforderungen immer weiter reift und als selbstbewusste junge Frau ihrer Zukunft entgegenblicken kann.
Hervorragend sind der Autorin aber auch viele ihrer ebenfalls fein gezeichneten Nebenfiguren gelungen. Hierunter lernen wir viele schillernde und sehr sympathische Charaktere kennen, die die Geschichte sehr bereichern und über die ich gerne noch viel mehr erfahren hätte. So beispielsweise Carolines jüngerer Bruder Michi, die sehr extravagant gekleidete Produktionsassistentin Simone oder auch der mysteriöse, sehr hellsichtige Obdachlose am Eingang des Bimah.
Lediglich die drastische Wandlung von Carolines bester Freundin Mia zu ihrer erbitterten Rivalin hat mich im Laufe der Handlung etwas enttäuscht, da sie mir statt ihres einseitigen Verhaltens bis zum Ende eine spannende Entwicklung mit mehr Zwischentönen gewünscht hatte, die eher zu ihrem angelegten Charakter gepasst hätte.
Sehr gelungen ist der Autorin die äußerst gefühlvolle Liebesgeschichte, die sich zwischen Caroline und Johannes entwickelt. Voller Romantik erinnert sie ein wenig an ein berührendes, tragisches Bühnenstück einem Shakespeareschen Drama gleich, von dessen Magie wir verzaubert und ergriffen werden. So schildert sie uns eine außergewöhnliche Liebe, die jedoch jenseits der Zeiten und Welten bleiben muss. Für ihre sehr emotionale Geschichte hat die Autorin ein sehr stimmiges und glaubwürdiges Ende gefunden, das mir außerordentlich gut gefallen hat. Zur Abrundung hätte ich mir nur noch einmal eine kleine stimmungsvolle Szene nach der gelungenen Theaterpremiere gewünscht, um einen wundervollen Ausklang gemeinsam mit den vielen beteiligten Figuren in der tollen Atmosphäre des wiedererweckten Bimah erleben zu dürfen.

FAZIT
Ein sehr stimmungsvolles Jugendbuch, das uns in die faszinierende Atmosphäre der Theaterwelt entführt und uns mit einer besonderen, romantischen Liebesgeschichte zu verzaubern weiß.

ZUR LESERUNDE
Auch ich möchte mich sehr herzlich bedanken für diese schöne Leserunde und die vielen spannenden Spekulationen mit Euch bedanken!
Es hat mir wieder viel Spaß gemacht!

Liebe Ellen, auch Dir herzlich Dank für die nette Leserundenbegleitung und natürlich viel Erfolg mit Deinem neuen Buch.
Der Titel klingt wieder sehr viel versprechend ... :)
« Letzte Änderung: 11. Dezember 2013, 13:26:16 von bookstars »

Offline schlumeline

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 :winken: Ich sage herzlichen Dank für die Teilnahmemöglichkeit an dieser Leserunde mit Freiexemplar und für die liebevolle begleitung durch die Autorin. Ich fühle mich von diesem Buch im wahrsten Sinne des Wortes verzaubert.

Und hier kommt meine Rezension, die ich in den nächsten Tagen auch noch anderswo im Netz posten werde:

Im Jahr 1935 kommt Johannes Steiner bei der Premiere des Stücks Romeo und Julia auf tragische Weise ums Leben. Seine Welt war das Theater und dort lässt er auch sein junges Leben. Über 70 Jahre später soll das damalige Theater unter dem Namen „Bimah“ wiederbelebt werden. Auch diesmal soll das Theaterstück Romeo und Julia aufgeführt werden. Der aufstrebende Regisseur Carlos vergibt die Rolle der Julia an die noch unbekannte und junge Schauspielschülerin Caroline. Diese kann ihr Glück kaum fassen, ist aber Feuer und Flamme. Der aus Film und Fernsehen bekannte Schauspieler Ben van Behrens wird als Romeo ausgewählt.

Caroline ist mit viel Engagement bei den Proben dabei, aber die Theaterwelt zeigt ihr auch die  Schattenseiten der Schauspielerei, denn nicht immer läuft alles glatt. Niederlagen treffen Caroline umso härter, da sie es auch privat nicht leicht hat. Doch dann tritt Johannes Steiner in ihr Leben. Dieser ist der Geist des Theaters und fristet dort seit den Ereignissen im Jahre 1935 ein einsames Dasein. Mit der Wiederbelebung des alten Theaters und dem Auftauchen von Caroline erwacht in ihm die alte Theaterleidenschaft zum Leben und mit dieser eine tiefe, innige Liebe zu Caroline, die durch die junge Frau auch erwidert wird. Caroline und Johannes proben fortan gemeinsam spätabends und nachts und verschmelzen mit ihren Rollen und Gefühlen. Aber wie soll diese Liebe fortbestehen können, wenn Johannes das Theater nicht verlassen.

Neben der zauberhaften Liebesgeschichte gewährt die Autorin Ellen Alpsten den Lesern ihres Buches auch einen Einblick in die Welt des Theaters, in den Tagesablauf der Schauspieler und die internen Machtspiele und Rangeleien. Man will erfolgreich sein, gemeinsam, aber auch jeder für sich. Da kommt es auch zu Eifersüchteleien. Speziell Carolines beste Freundin Mia ist neidisch auf ihre Freundin, denn auch sie wollte die Rolle der Julia ergattern, hat aber nur einen Job als Kostümbildnerin erhalten. Hierdurch fühlt sie sich zurückgesetzt und als dann auch noch der umschwärmte Ben van Behrens ein Auge auf Caroline wirft, ist Mia völlig verzweifelt.

Dieses Jugendbuch besticht durch seine Optik, denn das Cover ist wirklich wundervoll gestaltet. Der zauberhafte Inhalt der Geschichte wird hier bereits optisch deutlich.
In der Geschichte selbst zeichnet die Autorin ihre Charaktere sehr klar und detailliert. Hier ist keine Figur einfach nur schwarz oder weiß, sondern jede einzelne sehr facettenreich gezeichnet. Der Leser kann ihr Verhalten stets nachvollziehen, auch wenn er manche Handlung als falsch ansehen wird.

„Sommernachtszauber“, das ist die Geschichte von Romeo und Julia im Original und in abgewandelter Form. Zwei Liebesgeschichten, die verzaubern, jede auf ihre ganz eigene Art.
Lesen ist meine Leidenschaft

Offline Dani

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zum Buch

Nach einem nicht so gut gelaufenen Vorspielen freut sich die junge Schauspielerin Caroline umso mehr, als sie zum Vorsprechen für die Julia in einer Neuinszenierung an einem kleinen Berliner Theater eingeladen wird und die begehrte Hauptrolle dann auch erhält. Doch was sie nicht weiß, ist, dass dieses Theater, das jahrelang leerstand, eine ganz besondere Geschichte hat.

Das letzte Mal wurde auf dieser Bühne 1935 gespielt, auch damals „Romeo und Julia“, doch mit tragischem Ausgang. Und seit diesem Tag ist Johannes als Geist an das Haus gebunden, hat dessen wechselvolle Geschichte als stiller Beobachter miterlebt.

Als er Caroline das erste Mal sieht, flammt in ihm Bewunderung für die junge Frau auf, und er entschließt sich, sich ihr zu zeigen und ihr zu helfen, in die Rolle hineinzuwachsen und auf der Bühne alles zu geben.

Ich bin kein großer Theaterkenner, aber der Autorin Ellen Alpsten ist es gelungen, mich hier völlig zu fesseln und zu überzeugen. Eine zarte Liebesgeschichte mit einem Hauch Mystik, angesiedelt im aufregenden Milieu der Theaterwelt. Gerade die Darstellung dieses Umfelds wirkte auf mich sehr authentisch und realistisch, ebenso wie die Hauptfigur Caroline, deren Entwicklung im Laufe der Geschichte eine ganz besondere ist!

Neben Caroline und Johannes sind aber auch die Nebenfiguren absolut gelungen. Allen voran Carolines beste Freundin Mia, eine verwöhnte Tochter aus wohlhabendem Elternhaus, die sich ebenfalls um die Rolle beworben hat und nun zum ersten Mal in ihrem Leben erkennen muss, dass man nicht immer alles bekommt, was man gerne haben möchte. Lange fiebert man als Leser mit, ob die Freundschaft der beiden jungen Frauen diese Belastungsprobe überstehen wird. Verschärft wird der Konflikt noch durch den Romeo-Darsteller Ben, einen gefeierten Schauspieler, der sich offensichtlich mehr für Caroline als für Mia interessiert, obwohl Caro ihn von Anfang an auf Distanz zu halten versucht.

Aber auch die kleineren Rollen wie Regisseur Carlos oder dessen Assistentin oder, nicht zu vergessen, der Penner auf den Stufen des Theatereingangs, spielen ihre wichtigen Rollen und von dem einen oder anderen hätte ich sogar gerne noch etwas mehr gelesen.

Die Geschichte um Johannes gibt lange Zeit Rätsel auf. Was genau ist 1935 passiert, so dass es zu der Tragödie kam? Und gibt es eine Lösung für ihn und Caroline in der Gegenwart oder ist ihre Liebe zum Scheitern verurteilt?

Ein wunderschönes Jugendbuch, welches auch erwachsene Leser in die geheimnisvolle Welt des Theaters entführt!


zur Leserunde
Das war für mich mal wieder eine ganz besonders schöne Leserunde, durch die vielen Diskussionen und Spekulationen und durch die liebe Begleitung von Ellen! Ich hoffe, wir lesen uns zu einem anderen Buch irgendwann mal wieder!
Liebe Grüße
Dani

Offline Rhea

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Auch wenn ich nicht Käthe bin:

besser spät als nie
Entschuldigt die späte Rezi, aber ich hatte mich übernommen :-[


Wenn ihr’s nicht fühlt, Ihr werdet’s nicht erjagen...

Dieses Zitat aus dem Faust steht dem Buch voran und schon das hat mich begeistert. Shakespeare und Goethe als Paten, das muss einfach gut werden!
Schnell ist man in der Geschichte, eine Geschichte, voller Leidenschaft, Liebe und Verzweiflung. Der Beginn zeigt, wie mit ein paar unbedachten Worten das Schicksal herausgefordert wird. So wird aus dem Spiel auf dem Theater eine Tragödie, eine Tragödie, die Johannes dazu verurteilt nicht sterben zu können, sondern als Geist im Theater zu bleiben.
Er sieht nicht was in der Welt geschieht und nimmt den Verlauf der Zeit nur wahr durch die verschiedenen Nutzungen des Theaters.
Da nimmt sich ein junger Regisseur des alten Theaters an das einmal einer jüdischen Familie gehört hat, und will es wieder zu neuer Blüte führen. Um das Geld dafür aufzubringen soll Romeo und Julia aufgeführt werden und bei der Suche nach der Julia sieht er Caroline, die sich beim Vorsprechen für in einem anderen Theater nicht alles gefallen lassen hat. „Ich bin jetzt mal jemand der nach Hause geht. Können Sie das verinnerlichen?“ Einfach herrlich!
So beginnen in dem Theater, die Proben.
Die Leser bekommen einen Eindruck, wie schwer es ist, sich in eine Rolle hineinzuversetzen und sie authentisch zu spielen. Caroline probt und ist fast verzweifelt. So geht sie auch nachts noch ins Theater um die Bühnenatmosphäre zu nutzen und in ihre Rolle zu kommen. Johannes sieht sie und beschließt ihr zu helfen.
Jetzt ist das Setting richtig in Shakespears Intention (ein Mann spielt eine Frau, die sich als Mann verkleidet und in dieser Rolle eine Frau spielt) Es ist das Schauspiel, gespielt von Schauspielern, die leidenschaftlich ineinander verliebt sind und aus zwei „verfeindeten“ Menschengruppen kommen, dann spielt der Johannes wieder den Romeo, der in die Schauspielerin der Julia verliebt ist und wieder sind sie in zwei verschiedenen Ebenen. Das bekommt die Autorin wunderbar hin. Ebenso feinfühlig sind ihre Hinweise auf jüdische Schicksale und für mich waren ein besonderer Leckerbissen die eingeflochtenen Arbeitsmethoden aus der Schule Max Reinhardts. Spannend auch all die Probleme, die sich bei den Proben ergeben, die Höhen und Tiefen bei der Erarbeitung des Stückes, bis hin zu den politischen Einflüssen, die beachtet werden müssen.
Die Geschichte selbst fand ich toll erzählt und spannend die Frage, wie die Beziehung zwischen Johannes und Caroline ausgeht. Um es etwas spannender zu machen, steht dem Geist-Romeo noch der lebendige Darsteller des Romeo gegenüber, der sich in Caroline auch verliebt und ein durchaus sympathischer Mann ist.
Weniger gefallen hat mir die Geschichte mit der sogenannten „besten“ Freundin. Ich habe nicht verstanden, welche Rolle sie spielt. Die Passagen mit ihr hätten mir nicht gefehlt.
Ich erwarte von einer Freundschaft, dass sie bestimmte Grenzen nicht überschreitet. Ansonsten sollte man nicht von Freundschaft reden.
Ansonsten gab es viele interessante Nebenfiguren, von denen man gern noch mehr erhalten hätte.

Ich weiß nicht, ob man dem Buch den Stempel Jugendbuch aufdrücken sollte. Ich habe es nicht als solches empfunden. Ich denke Shakespeare ist immer was für verschiedenstes Publikum. Dieses Buch auch. Vorausgesetzt man interessiert sich als Leser für das Theater.


Vielen Dank an die Leserunde und die nette Begleitung durch Ellen.! Ich hoffe wir lesen uns bald wieder.

Offline Nad

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Meine Meinung:
"Romeo und Julia" eins der berühmtesten Stücke Shakespeare und wird seid Jahrzehnten auf den Bühnen unsere Welt aufgeführt. So auch in diesem Jugendroman in den Caroline die Hauptrolle spielt (doppeldeutig), mir war sie gleich auf Anhieb sympathisch, sie ist ein sehr nettes junges Mädel, zu Hause ist es nicht immer einfach, sie kümmert sich um ihren Bruder und ihre Mutter, und dann ist sie so mutig einen zwar so schönen aber auch unbeständigen Beruf wie das Schauspielern auszuüben. Das hat mich wirklich sehr beeindruckt.
Sie bekommt die Rolle der Julia in einen alten, kleinen schon fast vergessen Theater in Berlin. Es war toll zu lesen wie sich eine kleine Truppe von Schauspielern und Verantwortlichen sich bemühen und abrackern was ganz tolles auf die Bühne zu bringen, denn nur wenn das funktioniert kann das schmucke Theater gerettet werden.
Doch sie sind nicht alleine da, da ist noch jemand, aber er zeigt sich nur Caroline, Johannes der einst selber diese Stück auf dieser Bühne gespielt hat. Die Atmosphäre zwischen ihnen war sehr schön zu spüren, doch Johannes hat so seine Geheimnisse und einiges erlebt.
Dieser Jugendroman enthält viele Aspekte, er ist ganz offensichtlich ein Liebesroman aber er beinhaltet  auch Fantasie Elemente, die Mischung hat mir sehr gut gefallen.
Und auch die Nebenrollen sind interessant besetzt, die leider sehr eifersüchtige beste Freundin Mia, die flippige Assistentin Sabine die ihren eigenen Stil gefunden hat und viele mehr.
Ich fand es echt interessant mich ein wenig ins Theater Leben einzulesen mit allen drum und dran, auch die Mysteriöse Geschichten wie die der Theater Lampe.   

Fazit:
Ein schönes sommerliches Jugendbuch, in dem uns die Autorin Ellen Alpsten in die Welt des Theaters entführt, in der man sich wirklich wohl fühlt und viel zu entdecken gibt.

LR Fazit: Vielen dank an die LR, mir hat es wieder sehr gefallen mit euch und auch mit der Autorin hier zu lesen. Und ich hätte ja nicht gedacht das man bei so einen Roman so viel spekulieren kann.  ;)

Meine Rezension steht bei:
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Literaturschockforum: http://www.literaturschock.de/literaturforum/index.php/topic,31982.msg767748.html#msg767748
Mein Blog: http://mrsskywalkerinandherbooks.blogspot.de/2014/01/rezension-sommernachtszauber.html
« Letzte Änderung: 12. Januar 2014, 19:19:15 von Nad »

 

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