Autor Thema: Leserundenfazit, Rezensionen (ohne Spoiler)  (Gelesen 2413 mal)

Offline odenwaldcollies

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Ein wichtiger Punkt der Leserunden sind eure Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein – daher legen wir viel Wert darauf, dass ihr zum Abschluß euer Fazit hier einstellt.

Zahlreiche Rezensionen hier und die Streuung auf anderen Seiten steigern bei den Verlagen und Autoren die Attraktivität von Leserunden.de: Denkt daran, dass die Rezensionen für die Verlage die "Gegenleistung" für die Freiexemplare sind.

Wir freuen uns, wenn der/die AutorIn ebenfalls ein Fazit zur Leserunde einstellt.

Bitte achtet darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen!
Liebe Grüße
Karin

Offline nicigirl85

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Meine Meinung zum Buch:

Titel: Tia und das blaue Leuchten

"Das blaue Leuchten" ist nach "Das Geflecht" bereits der zweite Teil über die blinde Höhlenforscherin Tia Traveen.

Dieses Mal soll Tia zusammen mit ihrem Kollegen Leon eine Höhle erforschen, aus der ein ominöses blaues Licht heraus strahlt. Wodurch entsteht das Leuchten und vor allem hat es eine Bedeutung? Kaum sind unsere Höhlenforscher in die Höhle eingestiegen passiert es: eine Explosion lässt Teile der Höhle einstürzen und unsere beiden sind plötzlich von der Außenwelt abgeschnitten. Gibt es einen Weg nach draußen? Und vor allem: warum hatten so viele Leute plötzlich Interesse an genau dieser Höhle? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, denn die Luft wird knapp…

Die gesamte Handlung des Thrillers spielt an nahezu einem Tag. Die Ereignisse werden aus den unterschiedlichsten Perspektiven geschildert, denn der Leser darf nahezu jeden handelnden Protagonisten mal bei Seite stehen. Zudem treffen wir auf alte Bekannte wie etwa Tias Vater Jürgen oder die Journalistin Carolin Frey.

Am faszinierendsten fand ich mal wieder die blinde Tia und ihre Möglichkeiten sich zu orientieren, auch ohne etwas sehen zu können. Auch wenn die Handlung sich "nur" über einen Tag erstreckt, bleibt der Thriller stets spannend auf hohem Niveau. Glaubte man beim Lesen, dass es nicht mehr dramatischer werden könne, wurde man eines besseren belehrt.

Andreas Laudan weiß mit einfachen Worten zu fesseln. Er verknüpft geschickt Fachwissen mit der Romanhandlung, so dass der Leser auch noch etwas über das Thema Höhlenforschung lernen kann ohne dabei überfordert/ überfrachtet zu werden.

Der Thriller konnte mich über weite Strecken fesseln und die Mehrzahl der Protagonisten war gut gezeichnet, so dass man sich in diese hineinversetzen konnte und deren Handeln nachvollziehbar war.

"Das blaue Leuchten" kann man in meinen Augen auch gut lesen und verstehen ohne den Vorgängerband zu kennen. Ich habe zwar "Das Geflecht" gelesen, aber das ist schon so lange her, dass ich davon nicht mehr allzu viel wusste.

Gern würde ich auch einen weiteren Band über diese besondere Höhlenforscherin lesen wollen.

Fazit: Wer Spannung liebt, der wird dieses Buch mögen. Ich kann es empfehlen, Unterhaltung, die unter die Erde führt...

Bewertung: 4/ 5 Sternen

Meine Rezension findet ihr auch hier:

Mein Blog: http://nicigirl85.blogspot.de/p/marz-2014.html

Amazon: http://www.amazon.de/review/R26PM3OASCGTND/ref=cm_cr_rdp_perm

Lovelybooks: http://www.lovelybooks.de/autor/Andreas-Laudan/Das-blaue-Leuchten-1085745651-w/rezension/1085745209/

Wasliestdu.de: http://wasliestdu.de/rezension/tia-und-das-blaue-leuchten

Buechereule.de: http://www.buechereule.de/wbb2/thread.php?threadid=78447

Literaturschock: http://www.literaturschock.de/literaturforum/index.php?topic=33212.0

Mir hat diese Leserunde sehr gut gefallen, vor allem da man mal wieder schön diskutieren konnte. Und eines muss ich auf jeden Fall los werden: Wehe es gibt keinen dritten Band...  :tststs:
"Das Buch als Betriebssystem ist noch lange nicht am Ende" (H.M. Enzensberger)

Offline zehn123

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Das blaue Leuchten von Andreas Laudan

Zum Inhalt:
Tia und Leon sind wieder da! Tia besucht mit Leon ihren Vater, als sie die Einladung bekommt, eine bisher unbekannte Höhle nahe bei Worms zu erforschen. Die beiden werden von Jan, einem Polizisten und begeisterten Bergsteiger begleitet. Schnell wird klar, das sie nicht die einzigen sind, die in den Höhlen unterwegs sind. Sie stoßen auf Philipp und Kim und durch einen ganz dummen Fehler von Philipp kommt es zu einer Explosion und einem Erdrutsch, der die Gruppe in der Höhle einschließt.

Meine Meinung:
Ich habe mich sehr gefreut, dass es ein weiteres Abenteuer mit Tia und Leon aus der Feder von Andreas Laudan gibt. Tia ist die unverändert starke Frau, die sich von ihrem Handicap, der Blindheit, nicht davon abhalten lässt, ihrer Leidenschaft dem Höhlenklettern nachzugehen. Ich bin auch jetzt wieder von ihr als Hauptprotagonistin begeistert. Wie sie es schafft sich zu orientieren und mit welchem Scharfsinn sie manche Sacher erkennt, ist beeindruckend. Nur in Sachen Liebe würde ich ihr ab und an gerne mal ein paar Schubser geben.

Die Geschichte ist wieder sehr spannend aufgebaut und gleichzeitig lernt der Leser so einiges über das Thema Höhlen und deren Erforschung, sowie über Gesteinsarten, ohne das das der Spannung einen Abbruch tut.

Sehr gut gefallen hat mir wieder, dass wir sehr tiefen Einblick in die Gedanken aller Protagonisten bekommen. Die Geschichte wechselt mit jedem Kapitel quasi den Erzähler. So lernt man wirklich alle Protagonisten gut kennen und kann mitfühlen warum sie wie handeln. Und trotzdem gab es am Ende Überraschungen.

Hoffentlich wird es weitere Abenteuer mit Tia und Leon geben!

Zur Leserunde:
Es hat wieder sehr viel Spaß gemacht das Buch gemeinsam zu lesen und die Eindrücke und Spekulationen der Mitleser zu verfolgen.


Offline Rosenprinzessin

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Auch von mir ein Herzliches Dankeschön! Es hat mir viel Spaß gemacht, mit Euch das Buch zu lesen, auch wenn ich wohl leider ein bisschen hinterhergehinkt habe.  :-[

Meine Rezension:

Tia ist 28 Jahre alt, Biologin und Höhlenforscherin, und sie ist blind. Gemeinsam mit ihrem guten Freund Leon besucht sie ihren Vater, als sie einen neuen Auftrag erhält. Sie soll eine neu entdeckte Höhle erforschen. Gemeinsam mit Leon und dem Polizisten Jan steigt sie in die Höhle ein, nicht ahnend, dass sie nicht die ersten sind. Ein gefährliches Abenteuer beginnt.

Mein Leseeindruck:

"Das blaue Leuchten" ist bereits der zweite Band nach "Das Geflecht", aber man muss nicht zwangsläufig den ersten Teil gelesen haben, um den zweiten Teil zu verstehen. Ich selbst habe "Das Geflecht" leider auch noch nicht gelesen, aber ich konnte hier der Handlung problemlos folgen.

Es geht um die blinde Höhlenforscherin Tia, die eine sehr beeindruckende Protagonistin ist. Fast war sie mir ein wenig zu perfekt. Ihren Beruf meistert sie mit Bravour und ist schon mehrfach ausgezeichnet worden, nur im privaten Bereich kommt sie nicht so recht voran.

Es hat mir sehr gefallen, Tia und Leon ein Stück zu begleiten und dieses spannende Abenteuer mit ihnen zu erleben. Ein großer Teil der Geschichte spielt untertage, was mir persönlich schon leichte Gänsehaut bereitet hat. Es war gruselig, mich in die Situationen hineinzuversetzen, sie Tia und Leon hier im Buch widerfahren.

Sehr gut hat mir gefallen, dass die Geschichte immer mal wieder aus verschiedenen Sichtweisen erzählt wird. So hat man gewissermaßen einen Rundumblick auf das Geschehen und kommt auch jedem der Protagonisten ein wenig näher. 

Auch der Schreibstil ist sehr angenehm. Das Buch lässt sich wirklich sehr flott und flüssig lesen, ist dabei immer spannend und unterhaltsam. Auch ist die Geschichte nicht vorhersehbar. Mich konnte der Autor am Ende jedenfalls noch überraschen, und das hat mir auch richtig gut gefallen.

"Das blaue Leuchten" kann ich also wirklich jedem Leser empfehlen, der gerne mal etwas Spannendes liest. Mir hat das Lesen des Buches großen Spaß gemacht, und ich hoffe sehr, dass es irgendwann ein Wiedersehen mit Tia und Leon geben wird!
Lesen aus Leidenschaft

Offline odenwaldcollies

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Inhalt:
In der Nähe der Stadt Lochberg wird durch Zufall ein unbekanntes Höhlensystem entdeckt. Der Stadtrat bittet die bekannte Speläologin Tia Traveen und ihren Partner Leon darum, das Höhlensystem zu erkunden. Was keiner weiß: in der Höhle befinden sich bereits Kim und Philipp, die aufgrund eines geheimnisvollen blauen Leuchtens überzeugt sind, daß sich dort ein Schatz befindet. Als Tia mit Leon und dem Polizisten Jan Möller auf die beiden Schatzsucher trifft, kommt es zu einer Explosion in der Höhle, die ihnen den Rückweg abschneidet.

Meine Meinung:
Da ich im Odenwald lebe, war dieses Buch für mich Pflichtlektüre – zumal mir der erste Band „Das Geflecht“ bereits sehr gut gefallen hat. Auch diesmal sind die Abenteuer unter und über der Erde spannend und packend geschrieben. Ich stelle es mir als Autor gar nicht so einfach vor, sich immer neue Abenteuer unter der Erde auszudenken, da der Handlungsspielraum in Höhlen doch recht begrenzt ist – aber Andreas Laudan hat das mit Bravour gemeistert, indem er auch diesmal wieder Themen und Tatsachen einfliessen läßt, die mir bisher gar nicht bekannt waren.

Das Buch beginnt mit einem spannenden Prolog von 1937, mit dem mich das Buch direkt in seinen Bann gezogen hat. In dem Prolog findet ein Schatz Erwähnung, dem Jahrzehnte später Philipp und seine Freundin Kim hinterherjagen. Woher wissen die beiden jungen Menschen von dem Schatz? Gibt es ihn wirklich? Was hat es mit dem blauen Leuchten auf sich, dem nachgesagt wird, daß es auf verborgene Schätze hindeutet?
Tia und Leon ahnen nichts von dem vermeintlichen Schatz und von den Gefahren, die in der Höhle auf sie warten.
Und wieder schafft es der Autor in Situationen, in denen ich gedacht habe, es kann nicht mehr schlimmer kommen, noch eine Steigerung aufzusetzen.

Tia Traveen zeigt in der Höhle wieder, daß sie ein Vollprofi ist, die sich mit dem Klicklaut-Verfahren nach David Kish problemlos in geschlossenen Räumen zurechtfindet. Während sie mir im ersten Band manchmal fast zu perfekt erschien, stösst sie diesmal häufiger an ihre körperlichen und geistigen Grenzen. Und auch in ihrer Beziehung zu Leon hat sich leider nicht viel getan, auch wenn ich am Ende des ersten Buches auf mehr gehofft hatte; sie hat weiterhin ein Problem, Nähe zuzulassen. Ausgerechnet, als sie in der Höhle eingesperrt sind, sieht sie sich mit diesem Problem konfrontiert.

Leon leidet unter der Situation, daß Tia in ihm weiterhin nur einen sehr guten Freund sieht, während er viel mehr für sie empfindet. Auch er kommt in der Höhle an einem Punkt, an dem er zweifelt und Schwäche zeigt.

Das Pärchen Kim und Philipp sind hinter dem Schatz her, mit dem sie sich die Erfüllung ihrer Lebensträume vorstellen. Während sich Philipp regelrecht fanatisch und skrupellos auf die Suche macht, kommen Kim Zweifel, wieviel Opfer sie bereit ist zu bringen, um in den Besitz des Schatzes zu kommen.

Ganz besonders erfreut war ich darüber, daß wir die Journalistin Carolin Frey wiedertreffen, die inzwischen eine liebgewonnene Freundin von Tia und Leon geworden ist. Und es schadet immer nichts, wenn noch jemand über Tage die Augen offen hält, während die Höhlenforscher bei der Arbeit sind. Unterstützt wird sie dabei durch den sympathischen Lochberger Stadtrat Eckard Dahms.

Ein weitere Figur hat mir auch sehr gut gefallen, auch wenn er nur eine kleine, aber entscheidende Rolle gespielt hat: ein Feuersalamander.

Da mir auch das zweite spannende Abenteuer von Tia und Leon sehr gut gefallen hat, hoffe ich sehr, daß es noch weitere Bücher mit den beiden sympathischen Protagonisten geben wird.

Zur Leserunde:
Mir hat diese Leserunde wieder sehr viel Spaß gemacht, das gemeinsame Spekulieren war wieder sehr spannend.
Andreas, dir ein ganz herzliches Dankeschön für deine Tolle Unterstützung unserer Leserunde und ich hoffe, sie hat dir ebenso viel Spaß gemacht wie uns. Ich würde mich freuen, wenn wir uns zu einem deiner zukünftigen Bücher hier wieder lesen würden.

Es darf natürlich noch weiterhin in den Beiträgen diskutiert werden  :winken:

Meine Rezension erscheint bei:
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Liebe Grüße
Karin

Offline Andreas Laudan

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Liebe Karin und liebe Teilnehmer an der Leserunde,

auch von mir ein herzliches Dankeschön! Ich hatte so etwas zuvor noch nie gemacht und war beeindruckt, wie genau gelesen wird, und wieviel man durch all das Feedback selbst noch über das eigene Buch lernt. Gut gefallen hat mir auch, dass man mit relativ wenigen Teilnehmern, dafür aber sehr intensiv kommuniziert - was zur Folge hat, dass man jeden ein wenig kennenlernt und sich sehr persönlich angenommen und aufgehoben fühlt.
Ihr macht das prima!

Ich gucke auch weiterhin rein, falls in den einzelnen Threads noch diskutiert wird. Ansonsten sage ich erst mal vielen Dank und wünsche euch weiterhin eine schöne Zeit. Bleibt so aufmerk- und einfühlsam und andererseits so wach und kritisch, wie ihr seid!  8)

Herzliche Grüße,
euer

Andreas

Offline Dani

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Ich hatte so etwas zuvor noch nie gemacht und war beeindruckt, wie genau gelesen wird, und wieviel man durch all das Feedback selbst noch über das eigene Buch lernt. Gut gefallen hat mir auch, dass man mit relativ wenigen Teilnehmern, dafür aber sehr intensiv kommuniziert - was zur Folge hat, dass man jeden ein wenig kennenlernt und sich sehr persönlich angenommen und aufgehoben fühlt.
Ihr macht das prima!

Vielen Dank auch an dich für dieses Feedback! So was freut uns immer sehr!

Meine Rezension folgt natürlich auch noch. Und ich hoffe, wir lesen uns zum dritten Fall wieder - melde dich doch einfach bei uns, wenn du den ET absehen kannst, das wäre super  :winken:
Liebe Grüße
Dani

Offline odenwaldcollies

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Lieber Andreas,

vielen Dank für das tolle Feedback von dir.
Liebe Grüße
Karin

Offline AddictedToBooks

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Klappentext:
Ein geheimnisvolles Licht, eine Geschichte aus uralter Zeit. Im Odenwald wird eine Höhle entdeckt. Sehr schnell gerät sie ins Visier fanatischer Schatzsucher. Doch welch tödliche Gefahr wirklich tief im Inneren der Erde lauert, ahnen sie nicht. Bald sitzen die Abenteurer in der Falle. Nur eine kann sie retten: Tia ist Höhlenforscherin, eine der besten - und sie ist blind. Zusammen mit ihrem Assistenten Leo stößt sie ins Unbekannte vor. Bis eine gewaltige Explosion das Höhlensystem erschüttert. Der Rückweg ist abgeschnitten...

Was für ein wundervolles Buch! Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich von "Das blaue Leuchten" von Andreas Laudan zwar ein spannendes Buch erwartet habe, aber nicht, dass es mich so umhaut! Die Geschichte beginnt gleich richtig spannend und von Kapitel zu Kapitel erhöht sich die Spannung - bis zum Höhepunkt kurz vor dem Ende des Buches und vor der Auflösung. Ich bin mir sicher, dass sogar Leute mit dem "Krimi- und Thriller-Sinn" nicht draufkommen, wer hier der oder die Böse ist.
Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und gut verständlich. Man bekommt außerdem nicht nur Infos über die Geschichte selbst, sondern auch Hintergrundinformationen über Höhlenforschung etc., die das Geschehen verständlicher machen. Die Protagonisten, und vor allem Tia, sind unheimlich sympathisch. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, mit ihnen auf die "Reise" zu gehen und mich genauso überraschen zu lassen, wie sie selbst überrascht worden sind.

Als Fazit kann ich sagen, dass "Das blaue Leuchten" alle meine Erwartungen übertroffen hat und mir ein unglaublich tolles Leseerlebnis ermöglicht hat. Die Protagonisten sind mir ans Herz gewachsen und ich werde mir sicherlich noch den ersten Teil über Tia holen, um nochmal einige Zeit mit ihr verbringen zu können. "Das blaue Leuchten" erhält von mir volle 5 von 5 Sternen. Leseempfehlung!

Zur Leserunde:
Die Leserunde hat wirklich sehr viel Spaß gemacht. Leider war ich mal wieder die Nachzüglerin, ich habe jedoch trotzdem alle Beiträge meiner Mitleser voller Interesse gelesen. Vielen Dank auch an Andreas, dass er bei der Leserunde mitgemacht hat. Es hat wirklich wieder sehr viel Spaß gemacht. Danke!

Offline odenwaldcollies

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Nachdem nun alle Teilnehmer mit dem Buch durch sind, wird es hier allmählich ruhiger - und ich möchte die Leserunde langsam beenden.
Es fehlen noch 2 Rezensionen, die natürlich noch eingestellt werden können.

Ich bedanke mich bei allen Teilnehmer, daß ihr so ausführlich diskutiert habt und damit zum Erfolg dieser Runde beigetragen habt - und nochmals ein Dankeschön an Andreas für deine Unterstützung  :winken:
Liebe Grüße
Karin

Offline Zank

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Entschuldigt bitte, die Abschluss-Rezension ist mir irgendwie durchgerutscht. Aber ich will sie euch natürlich nicht vorenthalten:

Aufmachung des Buches:
Das Cover ist sehr schön gestaltet und passt zum Inhalt (was leider oft nicht selbstverständlich ist). Auch die Einteilung in die verschiedenen Teile des Buches ist schlüssig.
5/5

Thema:
Eine blinde Höhlenforscherin, die eine neu entdeckte Höhle im Odenwald erforschen soll und verschiedene weitere Parteien, die alle vom Schatzfieber gepackt wurden und in dieser Höhle nach Gold und Reichtum suchen.
Ich kenne kaum Bücher, die in Höhlen spielen und noch weniger, die sich bemühen, wissenschaftlich plausibel an dieses Thema heranzugehen. Ob dem Autor das hier komplett gelungen ist, darüber wurde ja in der Leserunde schon viel diskutiert – ich würde jetzt einfach mal sagen: Der laienhafte Leser kann hier viel lernen und gleichzeitig einen spannenden Roman genießen.
5/5

Story:
Die Geschichte wurde super eingeleitet und setzte sich dann auch spannend fort. Hier und da fand ich persönlich einige Dinge nicht so richtig logisch (im Sinne von realistisch), aber da es ja auch kein Tatsachenbericht ist trotzdem gut gelöst (wie zum Beispiel die Sache mit dem Feuersalamander).
Ich habe den ersten Teil „Das Geflecht“ nicht gelesen - es hieß, das wäre nicht nötig für dieses Buch – und muss jetzt sagen, dass es wohl doch nötig gewesen wäre, um die Hintergrundgeschichte mit Tia und Leon richtig zu verstehen. Eine Dinge wurden in diesem Buch für mich erst durch die Hinweise in der Leserunde bzw. sehr spät in der Geschichte deutlich.
4/5

Charaktere:
Mein Lieblingskritikpunkt. Da mir leider fast bis zum Schluss die Hauptfigur unsympathisch geblieben ist, muss ich hier leider Punkte abziehen. „Superwoman“-Höhlenforscherin Tia war mir einfach generell zu perfekt für einen Hauptcharakter und ihre „Schwächen“ (Beziehungen. Sonst hat sie glaube ich keine Schwäche, wenn ich so drüber nachdenke) wirkten da fast unglaubwürdig.
Ansonsten hätten vielleicht auch die anderen Charaktere etwas vielschichtiger dargestellt werden können, aber insgesamt hat es für einen netten Unterhaltungs-Spannungs-Roman schon gereicht. Und wer jetzt zu „den Bösen“ gehört, habe ich tatsächlich nicht erkannt, das war sehr gut versteckt.
3/5

Sonderpunkte:
Für die supernette Leserundenbegleitung durch Andreas möchte ich mich an dieser Stelle sehr bedanken. Auch dafür, dass ich mit meinen inhaltskritischen Fragen immer kompetente Antworten bekommen habe. Dafür gibt es einen Extrapunkt.

Damit bin ich insgesamt bei 18/20 Punkten und dafür gibt es bei mir eine klare Leseempfehlung für Leute, die spannende Geschichten mögen und sich vielleicht ein wenig für Höhlenforschung und Sagen interessieren.
Dabei waren doch gerade Bücher eins der kostbarsten Geschenke auf Erden. Kunstvoll aneinandergereihte Wörter, die zu einer Melodie wurden und sich in Bilder verwandelten. Weiße, leere Blätter, auf denen Welten größer als das Universum entstanden.
(Carina Bartsch)

Offline Dani

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zum Buch

Immer wieder wird im Odenwald ein blaues Leuchten beobachtet. Ein paar junge Schatzsucher machen sich auf die Suche nach dem Ursprung und stoßen auf eine Höhle. Philipp ist fest davon überzeugt, dass am Grunde dieser Höhle ein gigantischer Schatz verborgen sein muss, der größte der deutschen Geschichte!Während er und seine Freundin Kim sich heimlich in die Höhle schleichen, bittet der Stadtrat die bekannte blinde Höhlenforscherin Tia Traveen um Hilfe bei der Erforschung der bislang unbekannten Höhle. Gemeinsam mit ihrem Partner Leon und dem jungen Polizisten Jan macht sie sich ebenfalls auf den Weg hinab ins Dunkle.

Schon den ersten Band um die blinde Höhlenforscherin „Das Geflecht“ hatte ich vor einiger Zeit gelesen und voller Spannung verschlungen. Dementsprechend neugierig war ich auf diesen zweiten Teil.

Autor Andreas Laudan gelingt auch hier wieder eine äußerst spannende Geschichte. Verknüpft sowohl mit der deutschen Geschichte als auch mit dem äußerst aktuellen Thema der Erdgasförderung durch Fracking entwickelt sich hier eine Schatzsuche ganz besonderer Natur.

Im ersten Band war mir Tia teilweise fast zu perfekt, das habe ich hier wieder ähnlich empfunden. Ihre Fähigkeiten, sich in praktisch jeder Umgebung zurechtzufinden, sind äußerst faszinierend. Umso mehr, als das keine Fiktion ist und die Methode der Ortung durch Zungenschnalzen tatsächlich von blinden Menschen angewandt wird. Einzig im zwischenmenschlichen Bereich ist Tia ziemlich hilfreich. So tut sie sich immer noch äußerst schwer damit, eine Annäherung ihres langjährigen Freundes und Partners Leon zuzulassen. Der schon lange in sie verliebte Leon konnte einem streckenweise wirklich leid tun, aber ich bin ganz zuversichtlich, dass die beiden das noch hinbekommen werden.

Ich hoffe sehr, dass wir bald weitere Abenteuer mit Tia und Leon erleben dürfen und bin gespannt, wohin es die beiden als nächstes verschlägt – der Ausflug in den Odenwald war auch jeden Fall eine äußerst spannende und lehrreiche Lektüre!
Liebe Grüße
Dani

 

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