Autor Thema: #06 - Kapitel 21 bis einschl. 23 (Seite 353 - 411)  (Gelesen 908 mal)

Offline dubh

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Hier könnt Ihr zum sechsten Abschnitt - bis Seite 411 - schreiben.

Spoilermarkierungen sind aufgrund der Seitenbeschränkung nicht vorgesehen.
"Die fast unlösbare Aufgabe besteht darin, weder von der Macht der anderen, noch von der eigenen Ohnmacht sich dumm machen zu lassen."
(Theodor W. Adorno)

Online Dani

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Das Wetter war so schön und der letzte Abschnitt kam mir so kurz vor, da hab ich noch ein paar Seiten weitergelesen.
Der Abschied von Othmarschen und Inken und allen dort hat mich traurig gestimmt. Diesmal wird es wohl ein Abschied für immer sein. Aber wie Inken auch sagt, Emilia gehört zu ihrem Mann.

Dass Rieke selbst entscheidet, mitzufahren, hat mich überrascht, sie hatte doch gemeint, sie hätte genug von der Welt gesehen. Aber ihre Überlegungen sind schon richtig, was soll sie in Deutschland noch werden.
Krass fand ich ja, dass Rieke als Witwe selbst entscheiden darf, was sie tun will und die ältere Emilia die Erlaubnis ihres Gatten oder eines von dem Bevollmächtigten braucht. Meine Güte, unvorstellbar heute, und das ist auch gut so!

Die Überfahrt dauert lange, aber Emilia kommt ganz gut zurecht mit Rieke und ihren beiden Töchtern. Lilly ist ja ein echtes Seekind, die fühlt sich richtig wohl auf dem Schiff, die kleine Schwester hingegen ist da noch nicht ganz so begeistert.
Dieser te Kloot ist ein ziemlicher Widerling, hoffentlich geht das wenigstens in der geschäftlichen Beziehung gut. Die arme Frau, mit so einem Mistkerl als Ehemann und dann wollen sich nicht mal Kinder einstellen.

Dann geht alles ziemlich schnell, auf einmal sind sie in Australien, dann auch schnell wieder mit der Lessing unterwegs, alles ist so, wie Emilia es wollte, Kind Nr. 3 und 4 kommen. Die Geburt während des schweren Sturms war sicher wieder eine besondere Herausforderung, aber Emilia ist mittlerweile in beidem erfahren und zum Glück fällt ihr das Kinderkriegen geradezu "unanständig" leicht. Wenn sie da wie ihre Mutter wäre, hätte sie ein richtiges Problem!
Sehr hübsch fand ich ja die Episode am Ende, als Carl die Chinesen aus Seenot rettet, obwohl sie selber angeschlagen sind und diese gute Tat prompt vom Mandarin belohnt wird! Ist das eine verbürgte Episode oder Autoren-Phantasie?

Ich hab mich bisher davon abgehalten, mal nach Emilia Lessing zu googeln und weiß daher nicht, was uns auf den letzten Seiten noch erwarten wird, bin also noch sehr gespannt!
Liebe Grüße
Dani

Offline ulli

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Sehr hübsch fand ich ja die Episode am Ende, als Carl die Chinesen aus Seenot rettet, obwohl sie selber angeschlagen sind und diese gute Tat prompt vom Mandarin belohnt wird! Ist das eine verbürgte Episode oder Autoren-Phantasie?

Ich hab mich bisher davon abgehalten, mal nach Emilia Lessing zu googeln und weiß daher nicht, was uns auf den letzten Seiten noch erwarten wird, bin also noch sehr gespannt!

Du bist ja echt schnell. Aber lesen geht auch schneller, als es zu schreiben.  ;D

Die Episode in der chinesischen See ist verbürgt, das fand ich auch den Wahnsinn. Er hätte es nicht gemusst - also sie retten - dann aber doch. Er hat damit seine Mannschaft und das Leben seiner Familie aufs Spiel gesetzt - und ist dafür belohnt worden.

Emilia Lessing kannst du nicht googlen. Ich habe alle die Daten von ihrer Nachfahrin aus Australien. Briefe und Dokumente, die man nicht im Internet findet. Das steht aber nochmal sehr genau im Nachwort.

Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine überraschte Frau

Online Dani

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Ich bremse mich jetzt ein wenig und warte auf die anderen, damit wir gemeinsam in den Endspurt gehen können.

Die Episode in der chinesischen See ist verbürgt, das fand ich auch den Wahnsinn. Er hätte es nicht gemusst - also sie retten - dann aber doch. Er hat damit seine Mannschaft und das Leben seiner Familie aufs Spiel gesetzt - und ist dafür belohnt worden.
Das ist ja wirklich toll.

Zitat
Emilia Lessing kannst du nicht googlen. Ich habe alle die Daten von ihrer Nachfahrin aus Australien. Briefe und Dokumente, die man nicht im Internet findet. Das steht aber nochmal sehr genau im Nachwort.
Nachwörter lese ich immer erst zum Schluss (wenn überhaupt), aber gut zu wissen, dass da dann noch etwas Hintergrundinfo kommt!
Liebe Grüße
Dani

Offline ulli

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Ich finde ja so Nachworte immer spannend - aber ich lese die auch erst zum Schluss.

Ich glaube nicht, dass du dich zügeln musst. Ich würde es nicht können ...
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Online Dani

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Ach, ich bin das gewohnt. Entweder ich hänge hinterher oder ich bin voraus. Aber in einer Leserunde ist es ja doof, wenn die einen schon fertig und die anderen noch ganz am Anfang sind.
Liebe Grüße
Dani

Offline Jasmin

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Bäh ... Te Kloot ist ein richtiger Widerling! Ich finde es richtig, dass Emilia ihn in seine Schranken gewiesen hat. Aber ich bin wieder in die Situation gekommen, dass ich mit den Augen rollen musste. Wenn Harry Potter Dumbledore nicht erzählt, was mit ihm los ist ... wenn Elisabeth Bennet und Mr. Darcy es nicht über sich bringen,  frei von der Leber weg über ihre Gefühle zu sprechen ... oder auch wenn Emilia ihrem Carl nichts von der sexuellen Belästigung durch diesen Widerling berichtet - dann möchte ich in das entsprechende Buch klettern und die Leute schütteln. "Kommt endlich zur Vernunft!  Es kommt sowieso raus!" möchte ich schreien.

Dass Rielke mitfährt, gefällt mir richtig gut. Und ich finde es schön, dass sie mal nicht auf dem Zwischendeck reisen musste.

So langsam verstehe ich auch, wie das damals mit der Post funktioniert hat. Man musste also die Route des Schiffs kennen, dann konnte man einen Brief zu einem der Hafen schicken. Wie die Post wohl aufbewahrt wurde? Das muss ja ein System gehabt haben ...

Offline ulli

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So langsam verstehe ich auch, wie das damals mit der Post funktioniert hat. Man musste also die Route des Schiffs kennen, dann konnte man einen Brief zu einem der Hafen schicken. Wie die Post wohl aufbewahrt wurde? Das muss ja ein System gehabt haben ...

Die Post kam zum Handelsagenten - in jedem größeren Hafen saß einer. Dort gab es Postfächer für die Schiffe. Und die Routen waren ja festgelegt.
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Offline In Flagrantibooks

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Meine Neugier war größer als meine Geduld, es geht weiter.  ;D

Der große Abschied steht bevor. Ich bin froh, dass Emma nicht alleine unterwegs sein muss, dass sie jemanden für die Kinder hat und auch für sich selbst Allerdings findet sie ja wieder schnell einen Zugang zu Frau de Kloot, obwohl ihr Mann ja ein richtiger Wiederling ist. Bin mal gespannt, ob da noch was kommt. Aber Emma bekommt ja ratz fatz Kind 3 und 4.

Die Rettung der Chinesen hat mich nun auch erstaunt. Ich weiß nicht warum, aber ich hätte nicht gedacht, dass er das machen würde. Aber wie es so schön heißt, das Gute was man tut, kommt selbst auch zu einem zurück. Stimmt ja, wie man sieht. ^^

@Spatzi79
Ich kann mich auch kaum zügeln, hab aber vorhin ganz brav nach dem Abschnitt das Buch zugeschlagen. Es ist mir nicht leicht gefallen.  :kaffee:

Ich bin schon ganz gespannt, auf das Nachwort, denn Emma und ihr Leben ist wirklich interessant!

Offline Anabelle

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Zitat
Dass Rieke selbst entscheidet, mitzufahren, hat mich überrascht, sie hatte doch gemeint, sie hätte genug von der Welt gesehen. Aber ihre Überlegungen sind schon richtig, was soll sie in Deutschland noch werden.
Krass fand ich ja, dass Rieke als Witwe selbst entscheiden darf, was sie tun will und die ältere Emilia die Erlaubnis ihres Gatten oder eines von dem Bevollmächtigten braucht. Meine Güte, unvorstellbar heute, und das ist auch gut so!
So lange ist es nicht her, dass Frau ihren Mann fragen musste, ob sie arbeiten gehen darf ;-).

Sehr schöner Abschnitt, der schnell weitergelesen werden möchte. Wie geht die Geschichte mit Ekel de Kloot weiter. Geärgert hat mich auch, dass die gute Emma nichts von der sexuellen Nötigung erzählt hat. Wo er doch bewusst seine Machtposition gegen ihren Mann ausspielen wollte. Ich ahne Böses.
Sehr schöne Fügung, dass die Rettung der Chinesen zum Glück verhilft.

Ich will wissen, wie es weiter geht !!!
Grüßings, Anabelle

Offline JanaBabsi

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Zitat
Der Abschied von Othmarschen und Inken und allen dort hat mich traurig gestimmt. Diesmal wird es wohl ein Abschied für immer sein. Aber wie Inken auch sagt, Emilia gehört zu ihrem Mann.

Ich fand den Tod von Anna sehr bewegend. Wie muss man sich fühlen wenn man seine eigene Mutter auf dem See treibend findet? Und dann setzen auch noch die Wehen ein.......

Der Abschied von Othmarschen wird ein Abschied für immer sein. Aber wie sagt man so schön "In jedem Ende liegt ein Neuanfang" - und so folgt Emma ihrem Carl nach Australien.

Daß Rieke freiwillig mitkommt fand ich auch toll. Nicht nur, daß Emma mit den Kindern nicht alleine ist auf dem Schiff sondern auch, daß sie gleich eine Hilfe im Haushalt hat die sie kennt. Auch wenn Rieke nicht bei Lessings dauerhaft bleiben wird/möchte, ist sie ganz sicher eine große emotionale Stütze im neuen Zuhause in einem fremden Land.

Wie Emma dann mit dem Widerling te Kloot umgeht ist ganz schön waghalsig. Wenn sie Pech gehabt hätte, hätte dieser Ekel ihrem Mann zukünftig Steine in den Weg gelegt. Hat er aber nicht und die Frau von diesem Ekelpaket wird auch noch ihre Freundin.......

Aber Emma hatte auch Glück, daß der Steuermann (war es der Steuermann?) ein Auge auf sie hatte, denn anderenfalls wäre die eine Begegnung auf Deck mit te Kloot vielleicht anders ausgegangen. *schüttel*

Zitat
Sehr hübsch fand ich ja die Episode am Ende, als Carl die Chinesen aus Seenot rettet, obwohl sie selber angeschlagen sind und diese gute Tat prompt vom Mandarin belohnt wird!

Ja, das fand ich auch sehr schön. Sie haben sich damit selbst in große Gefahr gebracht, aber das Risiko hat sich für Carl dann letztendlich gelohnt.





Viele Grüße
Babsi

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Offline Horst Berger

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Immer wieder lese ich in den Beiträgen, das eine oder andere werde sehr schön empfunden. Ehrlich gesagt, das verwirrt mich ein wenig. Ich fand es zum Beispiel überhaupt nicht schön, dass Emilia ihre Mutter tot im Wasser treibend gefunden hat. Das war doch ziemlich schrecklich oder nicht?
Und dass gleich anschließend Minnie zur Welt kommt – ich mein jetzt den Vorgang der Geburt – das wird für Emilia auch nicht so furchtbar schön gewesen sein … oder versteh ich da schon wieder etwas falsch?

Allerdings finde ich es gut, wenn Rieke mit ihr reisen wird, ganz gleich ob Anhänglichkeit oder Abenteuerlust sie dazu veranlasst. Und den Notgroschen, den Robert (Carls Bruder) ihr anbietet, anzunehmen, halte ich auch nicht für verkehrt.

Abschied für immer! Allein diese Worte lassen mir’s kalt über den Rücken rieseln.

Auf dem Schiff, der Sophie, und dieser betrunkene Herr te Kloot. Sehr sinnvoll fand ich das nicht, was dieser Kerl vorhatte. Diesen te Kloot wird Emilia nicht so schnell loswerden, als sich herausstellt, dass er Carls Auftraggeber sein wird, und sie bald schon zu erpressen versucht. Ein übler Bursche!

Schnell vergehen zwei Jahre und jedes Jahr bringt Emilia ein Kind zu Welt: zuerst die Tochter Tony und während eines Taifuns (daran wird sie ja schon bald gewöhnt sein) einen Jungen, der zu diesem Zeitpunkt noch keinen Kosenamen hat.
Der Höhepunkt schließlich ist, dass Carl, obwohl sein Schiff auch nur noch ein Wrack ist, die Besatzung einer Dschunke rettet. Ein Glücksfall; der Mandarin des Gebietes lässt ihm zum Dank die Lessing reparieren und verspricht darüber hinaus einen wohl lukrativen Auftrag.
Es geht weiter, ich bin gespannt. :lesen: :lesen: :lesen:
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Offline JanaBabsi

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Immer wieder lese ich in den Beiträgen, das eine oder andere werde sehr schön empfunden. Ehrlich gesagt, das verwirrt mich ein wenig. Ich fand es zum Beispiel überhaupt nicht schön, dass Emilia ihre Mutter tot im Wasser treibend gefunden hat. Das war doch ziemlich schrecklich oder nicht?
Und dass gleich anschließend Minnie zur Welt kommt – ich mein jetzt den Vorgang der Geburt – das wird für Emilia auch nicht so furchtbar schön gewesen sein … oder versteh ich da schon wieder etwas falsch?

Außer mir hat niemand der Vorschreiber den Tod von Anna angesprochen. Und ich schrieb nicht, daß ich das schön finde sondern ich fand das sehr bewegend. Von "schön" ist das weit entfernt.
Viele Grüße
Babsi

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Offline Horst Berger

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Ich nehme ja eh schon wieder alles zurück und entschuldige mich zutiefst, wenn ich einen direkten Bezug zu einem Vorgang hergestellt habe, der so nicht stimmt. :(
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Offline JanaBabsi

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Ich nehme ja eh schon wieder alles zurück und entschuldige mich zutiefst, wenn ich einen direkten Bezug zu einem Vorgang hergestellt habe, der so nicht stimmt. :(

Du musst Dich nicht entschuldigen - ich fand das ja auch eher unschön. Und die Interpretation von "bewegend" ist aber auch variabel.

Aber wie Du schreibst - schön waren beide Situationen ganz sicher nicht für Emma und das hab ich ebenso wie Du als schrecklich (bewegend) empfunden.

Viele Grüße
Babsi

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