Autor Thema: #06 - Kapitel 21 bis einschl. 23 (Seite 353 - 411)  (Gelesen 910 mal)

Offline Horst Berger

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 Da bin ich ja schon wieder beruhigt. :)
Der Fachverstand wird überall dort eingesetzt, wo der  gesunde Menschenverstand fehlt.

Offline dubh

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Hallo zusammen,

auch wenn Emilia während ihrer Zeit in Othmarschen Carl und das Leben an Bord der Lessing sehr vermisst hat, so mochte ich diese Phase sehr gerne: Inken ist mir einfach ans Herz gewachsen, sie wirkt auf mich in der Tat wie ein Mutterersatz. Auch mit Rieke geht mir das so, aber sie begleitet Emilia und die Mädchen ja glücklicherweise! Eine mutige Frau, wie ich finde.
Ein zweiter echter Lichtblick in dieser Zeit ist Julius: was für ein toller Junge, oder? Er ist moderner als seine Eltern in seiner Einstellung und wesentlich unkomplizierter, vor allem natürlich was Carl angeht. Bei der allerletzten Abschiedsszene am Hamburger Hafen war ich darum auch sehr traurig. Irgendwie unvorstellbar, dass Emilia ihren Bruder und Inken nun nie wieder sehen wird. Und auch um die Gute Kara hat es mir sehr leid getan!
Dass es mit Anna kein gutes Ende nimmt, habe ich irgendwie geahnt - spätestens an der Stelle, an der erwähnt wird, dass sie Emilia beim Schwimmen im Nutzteich so eigentümlich beobachtet. Ich denke mir, dass sie in einem ihrer 'Wachen' Momente beschlossen hat, sich selbst das Leben zu nehmen...
Zum Ende dieses Abschnitts geht es dann rasend schnell: die weiteren Geburten machen deutlich, dass jetzt in wenigen Sätzen Jahre vergehen. Schade eigentlich, dass ich lese so gerne von Emilia und ihren Lieben...
Beeindruckend fand ich übrigens auch das Wiedersehen im Hafen von Sydney. Ich kann mir gut vorstellen, dass Minnie fremdelt und auch Carls Einschätzung von der Größe Lilys zeigt, wie wenig er mit der Situation umgehen kann. Emilia ist bei weitem mal wieder die Pragmatischste - neben Lily. Das Mädchen ist echt eine Wucht! Wie sie da mitten im Auge des Taifuns durch das kleine Fensterchen nach draußen schaut... Sie ist ein Wasserkind und Lady ein Sturmhund, großartig!
Nun bin ich mal wirklich gespannt, wie sich die Orders von Carl entwickeln, ob Rieke einen Mann und Glück (oder anders herum ;)) findet und wo sich Emilia mit ihren zahlreichen Kindern wohl dauerhaft niederlässt: in Glebe oder auf der Lessing...

Liebe Grüße
dubh
"Die fast unlösbare Aufgabe besteht darin, weder von der Macht der anderen, noch von der eigenen Ohnmacht sich dumm machen zu lassen."
(Theodor W. Adorno)

Offline dubh

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Ach eines habe ich vergessen: ich bin sehr gespannt, ob te Kloot noch eine Rolle spielt oder besser gesagt Emilias Ansage ihm gegenüber... Was für ein furchtbar widerlicher Kerl! Arme Antonie.
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Offline Rosenprinzessin

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Auch dieser Abschnitt hat mir sehr gefallen!
Der Tod von Anna ganz zu Beginn war natürlich sehr traurig. War es nun eigentlich ein Unfall, oder ist sie absichtlich ins Wasser gegangen? Sie war ja leider ziemlich verwirrt, oder hatte sie manchmal doch noch "lichte" Momente?
Auf jeden Fall war das kein schöner Tod, und auch Emilia tat mir sehr leid, dass sie ihre Mutter so hat finden müssen.
Dass sie hochschwanger ins kalte Wasser steigt, muss natürlich auch Folgen haben. Die Geburt setzt ein, aber zum Glück geht alles gut. Dass Carls Mutter ausgerechnet auch Wilhelmine heißen muss!  ;) Aber "Minnie" ist ein guter Kompromiss. Das erinnert wenigstens nicht an die Tante Minna, die ich im Übrigen jetzt gar nicht mehr mag! Die beiden (also Onkel und Tante) sind sogar jetzt nicht bereit, sich mit Emilia zu versöhnen und beachten sogar deren kleine Tochter Lili nicht!  >:(

Doch nun ist Emilia sowieso abgereist. Oh, der Abschied von Inken und Julius muss schlimm gewesen sein! Wenn man weiß, dass man sich vermutlich niemals wieder sehen wird - das stelle ich mir ganz schrecklich vor!  :'( Heutzutage ist es ja kein Problem mehr, sich zu besuchen, selbst wenn man auf der anderen Seite der Weltkugel wohnt, aber damals... Das muss ein schreckliches Gefühl gewesen sein für Emilia und Inken und Julius!

Die Überfahrt nach Australien verläuft für Emilia, ihre Töchter und Rieke ja eigentlich relativ angenehm, aber die Situation für die Auswanderer im Unterdeck muss schlimm gewesen sein! Kaum vorstellbar, dass man unter diesen Umständen reisen kann. Was die Menschen damals alles auf sich nehmen mussten, um anderswo ihr Glück zu suchen.  :(

Der de Kloot ist ja mal ein unsympathischer Mensch! Seine Frau tut mir leid. Und dann stellt sich auch noch heraus, dass er der neue Geschäftspartner bzw. Auftraggeber von Carl ist!  :o Aber Emilia weiß sich zu helfen, und es scheint ja doch alles gutzugehen. Zum Glück!

Nun hat Emilia also schon vier Kinder bekommen, und Nr. 4 ist endlich ein Junge. Das wird Carl sicherlich gefreut haben.  ;D
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