Autor Thema: Leserundenfazit, Rezensionen (bitte ohne Spoiler)  (Gelesen 4102 mal)

Offline Annabas

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Hier ist Platz für Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein, die Ihr nach der Leserunde schreiben wollt. Es wäre schön, wenn sich hier möglichst viele beteiligen - zumindest ein Fazit zur Leserunde (auch eines von der Autorin) ist immer interessant.

Bitte achtet darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen.

Besonders freut es uns (und auch die Autorin), wenn ihr eure Rezensionen auch auf anderen Seiten veröffentlicht. Danke!  :)
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Offline odenwaldcollies

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Inhalt:
Die Hamburger Anwältin Merle Hänssler leidet neuerdings an schlimmen Alpträumen. Zudem erhält sie die Nachricht, daß ihre Großmutter, die in einem alten und einsam gelegenen Haus im Schwarzwald lebte, gestorben ist. Als sie zur Beerdigung nach Steinberg reist, entdeckt sie im Nachlass ihrer Oma ein Dokument, das die mysteriöse Geschichte eines gewissen Hans und seiner Pflegeschwester Greta zu Beginn des 17. Jahrhunderts erzählt, der in dem Haus gelebt hat. Hans' Geschichte erzählt davon, wie er von einem Dämon besessen ist. Kurz darauf verschwinden die ersten Kinder in Steinberg und Merle fragt sich, ob es einen Zusammenhang zwischen den damaligen und den heutigen Ereignissen gibt – und welche Rolle dabei der Verbotene Garten des alten Hauses spielt?

Meine Meinung:
Als Gute-Nacht-Lektüre würde ich dieses Buch nicht unbedingt empfehlen, es eignet sich eher dazu, sich die Nacht um die Ohren zu schlagen, so spannend und gruselig ist dieser neue Roman von Diana Menschig. Normalerweise mag ich keine Horror-Romane, weil sie mir zu abstrus sind, aber hier sind die Horror-Elemente so dezent angebracht, daß ich die Gänsehaut als wohlig-spannend empfunden habe.

Den Beginn des Romans ziert ein Auszug aus dem deutschen Volklied „Hänsel und Gretel gingen in den Wald“ und dem Leser dämmert hier bereits, daß das berühmte Grimm-Märchen eine größere Rolle spielen wird. Aber nicht nur dieses Märchen ist bedeutend für die Handlung, auch Elemente von anderen Märchen tauchen auf und werden gekonnt eingeflochten. Dabei werden jedoch die gängigen Vorstellungen von Gut und Böse ausgehebelt, so daß ich mir sehr unsicher war, welcher Charakter die ihm im Märchen zugewiesene Rolle tatsächlich spielt.
Die grafische Darstellung der Kapitelüberschriften hat mir übrigens sehr gut gefallen und passen perfekt zu dem Buch.

Die vielschichtig dargestellten Figuren waren für mich häufig nicht vorhersehbar, ihre Motivation schwer einzuschätzen. Merle, eine erfolgreiche Anwältin in Hamburg, war mir sehr sympathisch, gleichzeitig tat sie mir leid, weil sie seit zwei Wochen an diesen unheimlichen Alpträumen leidet. Ist es ein Zufall, daß ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt ihre Oma Mago stirbt? Merles Vater befindet sich zu dem Zeitpunkt mit dem Wohnmobil in Kanada und ist telefonisch nur schwer zu erreichen, daher kehrt sie alleine nach Steinberg und in das alte Häuschen ihrer Oma zurück. Während für Merle das Häuschen für Heimeligkeit und Sicherheit steht, empfand ich als Leser das Haus mit seinem Verbotenen Garten eher bedrohlich, außerdem scheint das Haus selbst zu entscheiden, wen es über seine Schwelle läßt und wen nicht.

Wegen Hans' Geschichte sucht sich Merle Unterstützung bei Dr. Jakob Wolff, einem Germanisten und Märchenforscher aus Freiburg, der schnell bereit ist, ihr zu helfen. Vielleicht zu schnell? Jakob ist zwar sympathisch, aber manche Handlungen von ihm lassen nicht nur Merle mißtrauisch werden. Ist er vielleicht der böse Wolf(f)?

Die Abschnitte um Merle und Jakob werden immer wieder durch die Geschichte von Hans unterbrochen: sie ist schaurig und könnte vielleicht die Grundlage für das Märchen „Hänsel und Gretel“ dargestellt haben. Diesem möglichen Zusammenhang möchte Jakob auf die Spur kommen.

Das Ende des Buches konnte mich überzeugen, die Lösung liegt wiederum in den Märchen verborgen. Die wichtigsten Fragen werden beantwortet, ein paar Fragezeichen bleiben noch übrig, was ich aber gut und realistisch finde, denn ein mysteriöses Geschehen, das die Jahrhunderte überdauert, kann nicht vollständig aufgelöst werden.

Zur Leserunde:
Die gemeinsame Leserunde hat wieder sehr viel Spaß gemacht. Liebe Diana, dir ein besonders herzliches Dankeschön für deine tolle Unterstützung und ich hoffe, daß wir uns zu deinen nächsten Büchern hier auch wieder lesen werden  :winken: Für deine laufenden und zukünftigen Projekte wünsche ich dir viel Erfolg.

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Liebe Grüße
Karin

Offline Rosenprinzessin

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Ein herzliches Dankeschön für die schöne Leserunde! Es war bzw. ist schön, sich mit Euch auszutauschen.  :winken:

Meine Rezension:

Merle ist eine erfolgreiche Anwältin in Hamburg. Als ihre Oma stirbt, erbt Merle deren einsam gelegenes Haus mitten im Schwarzwald. Merle hat dort in ihrer Kindheit sehr glückliche Tage verbracht und hat nur gute Erinnerungen an ihre Oma und das Häuschen. Ihre Oma hat über die Geschichte des Hauses und ihre Familiengeschichte recherchiert und ist dabei auf alte Dokumente gestoßen, die nun Merle in die Hände fallen. Darin geht es um Johannes und seine Schwester Greta, die im späten 16. Jahrhundert und frühen 17. Jahrhundert in dem Haus gelebt haben. Es gab damals einige sehr geheimnisvolle und düstere Vorgänge, die sich nun in ähnlicher Form zu wiederholen scheinen.

Mein Leseeindruck:

Die Geschichte wird in zwei Zeitepochen erzählt. Einmal gibt es den Handlungsstrang um Merle und Jakob, der im "Heute" spielt. Und dann gibt es die Rückblicke auf Hans und Greta, die im 16. und 17. Jahrhundert gelebt haben.

Ich mag es sehr, wenn Geschichten auf diese Art und Weise erzählt werden. Eigentlich sind es zwei Geschichten in einem Roman, die aber auf sehr geschickte Art miteinander verbunden sind.

Zunächst ist alles sehr rätselhaft und geheimnisvoll. Man weiß als Leser, dass es eine Verbindung gibt, und doch weiß man bis zum Ende nicht genau, wie alles zusammenhängt. Das hat mir besonders gut gefallen. So ist die Geschichte sehr geheimnisvoll, zudem verbreitet die Story eine düstere Atmosphäre.

Ich habe mich mit dem Buch sehr wohlgefühlt. Es war spannend, durchdacht, rätselhaft, geheimnisvoll und im wahrsten Sinne des Wortes märchenhaft. Wer Märchen mag, wird mit diesem Roman wohl voll auf seine Kosten kommen, denn es sind viele verschiedene Märchen "eingearbeitet" worden.

Der Schreibstil ist ebenfalls sehr angenehm; das Buch lässt sich flüssig und leicht lesen. Ich hatte ein paar sehr schöne Lesestunden mit der Lektüre und werde das Buch gerne weiterempfehlen.
Lesen aus Leidenschaft

Offline Büchernische

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    • Büchernische
Also hier meine - sehr ausführliche - Rezension, für Amazon.de & Co. habe ich sie ein bisschen gekürzt :D

Nachdem die Osterfeiertage recht turbulent waren und ich kurz nach den Feiertagen erst einmal ein wenig abschalten wollte, habe ich mir »So finster, so kalt« geschnappt, mich in meinen roten Lesesessel zurückgezogen, Kopfhörer mit leiser Musik auf den Ohren und begonnen zu lesen. Wäre Schlaf nicht eine für den Menschen ganz natürliche und notwendige Angelegenheit, hätte ich es wohl in 2 Tagen und Nächten in einem Zug durchgelesen.

Knusper, Knusper, Knäuschen... (oder auch Inhaltsangabe g*)

…knuspert da an meinem Häuschen? Das fragte sich auch Merle Hänssler, welche nach dem Tod ihrer geliebten Großmutter in deren, abseits der Wanderwege gelegenes Häuschen zurückkehrt. Im Nachlass der alten Märchen liebenden Dame findet sie Dokumente, die darauf hindeuten, dass Oma Mago nach ihren Vorfahren forschen ließ und dabei Erstaunliches, aber auch Erschreckendes aufdeckte. So ist in den Aufzeichnungen unter anderem zu lesen, dass merkwürdige Dinge im Haus geschahen. Als plötzlich ein kleines Mädchen auftaucht und Menschen verschwinden, bekommt Merle zunehmend das Gefühl, dass dieses Haus nicht einfach nur ein gewöhnliches Schwarzwaldhaus im Grünen ist. Was geschah damals, im 17. Jahrhundert? Was hat es mit diesen Albträumen auf sich, was geschieht hier nur?

Diana Menschig ist mir seit ihrem Fantasydebüt »Hüter der Worte«, ebenfalls bei Droemer Knaur erschienen, in sehr guter Erinnerung geblieben. Ich las damals mit anderen Fantasybegeisterten in einer Leserunde bei Lovelybooks.de mit und lernte die Autorin als eine sehr sympathische, engagierte Person kennen, die mit unheimlich viel Begeisterung in der Leserunde diskutierte, Anmerkungen schrieb und diese, meine erste autorenbegleitete Runde, zu einem ganz besonderen Erlebnis machte. Die Idee des Konflikts zwischen einem Protagonisten und seinem Autor faszinierte mich damals sehr und so konnte ich es kaum erwarten, als ich von ihrem neuen Projekt erfuhr. Nun las ich also zum zweiten Mal in einer von ihr begleiteten Leserunde zum neuen Roman mit und musste sofort wieder an 2012 denken.

Zitat
Kein Laut war zu hören, nichts zu riechen, nichts zu schmecken. Als ob sie jemand dick in Watte gepackt hatte, um sie von der Außenwelt abzuschirmen. Alles wirkte kalt, doch sie fröstelte nicht einmal. Zumindest nicht vor Kälte. – Seite 20

Eine Mädchenadaption sollte es dieses Mal werden, hauptsächlich angelehnt an das wohlbekannte deutsche Märchen Hänsel & Gretel. Zudem fanden auch unter anderem Elemente von Rotkäppchen, Jorlinde & Joringel sowie Schneewittchen ihr Plätzchen in der Geschichte. Als ich im letzten Jahr die Rohfassung des Manuskripts in Händen halten und Testleserin sein durfte, erkannte ich ihre lebendige Art zu schreiben, sofort wieder. Ich liebe Märchen & Sagen, auch hier bei uns finden sich Werk und Märchensammlungen der Gebrüder Grimm, alte antike & volkstümliche Sagen im Bücherregal. Ich war sehr gespannt darauf, wie Diana dieses Thema in ihrem neuen Roman verarbeiten würde und ich muss ehrlich sagen: Ich bin wirklich begeistert, wie sie das Märchen um die beiden Geschwister in unsere moderne Neuzeit holte und zu einem rundherum spannenden, schaurigen und intensiven Leseerlebnis verwob.
Das Buch begrüßte mich auf der ersten Seite erst einmal mit einem leckeren Rezept für Lebkuchenmännchen, welche aus dem Familienkochbuch der Autorin stammt. Die knusprigen Männchen werden im späteren Verlauf der Geschichte noch eine Rolle spielen. Tolle Idee, wie ich finde. Da bekomme ich Lust, den Backofen aufzuheizen!

Ein lebendiges Märchen mit Gänsehautgarantie!

Der Haupthandlungsort: Ein abseits der Wege, mitten im einsamen Waldgebiet gelegenes Schwarzwaldhäuschen. Natürlich verbarg die hölzerne Fassade dieses alten Gebäudes so einige Geheimnisse, welche Diana Menschig in ihren Sätzen geschickt zu verbergen wusste, bis genug intensive Spannung aufgebaut war, um sie auf mich als nichtsahnende Leserin los zu lassen. Die Worte der Autorin strahlten dabei eine Leidenschaft aus, wie sie mir bisher nicht oft begegnet sind. Ich habe die finsterkalte Lektüre förmlich weggeatmet. Dabei begann alles zunächst ruhig, beinahe unschuldig wirkend aus der Perspektive dreier Kinder, welche vor dem Haus von Merles Großmutter spielen. Die malerische Landschaft des Schwarzwaldes, mit seinen zahlreichen Flüssen, dichten Wäldern und der typischen Architektur, ist die perfekte Kulisse für eine märchenhafte Geschichte. Nicht umsonst ranken sich unzählige Sagen um dieses malerische Fleckchen Erde mitten in Deutschland. Allein die Wahl des Handlungsortes machte mich schon neugierig auf dieses Buch, das mit einem sehr schön zur Geschichte harmonierenden Cover gestaltet wurde. Ich stehe ja absolut auf solche filigranen Schnörkel!

Zitat
Die Hexe ist tot!, hörte Ronja ihren Freund Luke aufgeregt flüstern. - Prolog

Zurück zur gemächlichen Einführung in die Handlung: Der Schein trog, denn schon in den nächsten Kapiteln nahm der Plot Fahrt auf, zog mich mit seiner mystisch angehauchten Idee in den Bann und ließ mich bis zum letzten Wort nicht mehr los. Dabei wusste Diana mich ein ums andere Mal auf falsche Fährten zu locken und überraschte mit gut durchdachten Wendungen, welche dieses einzigartige Gänsehautgefühl auslösten. Dabei sei angemerkt, dass es sich bei »So finster so kalt« nicht um einen Thriller handelt, auch wenn das Cover dies vielleicht zunächst vermuten lässt. Es ist vielmehr ein düsteres Märchen, das in unserer Gegenwart spielt und dabei mit seinen mystischen Elementen eher im Fantasygenre beheimatet ist.

Spannung bis zum letzten Wort!

Schon recht früh hatte ich ein klares Bild vor dem inneren Auge, fühlte mich Merle bereits nach kurzer Zeit sehr stark verbunden, lachte, bangte und weinte mit ihr. Es gibt so einige Textstellen, die mich an meine eigenen Empfindungen in gewissen Situationen erinnerten. Das war manchmal nicht ganz einfach für mich, zeigte aber nur, wie intensiv ich mich mit dem Buch beschäftigt habe. Mit jedem Kapitel steigerte sich der Spannungsbogen und gipfelte in einem zufriedenstellenden, absolut passenden Ende. Was mir ganz besonders gut gefiel, war die optische Absetzung der Orts- & Zeitwechsel. Die Handlung sprang zwischen den Ereignissen lange vor Merles Geburt – beginnend Ende des 16. Jahrhunderts - und der Gegenwart kapitelweise hin und her. Um diese Perspektivenwechsel besser nachvollziehen zu können, wurden die Seitenzahlen eben jener Passagen, welche im 17. Jahrhundert spielten, mit filigranen Linien umlegt. Ein interessantes Stilmittel, mal etwas anderes als beispielsweise wechselnde Schriftarten oder typografische Hervorhebung durch Kursivdruck. Auch die Kapitelüberschriften wurden mit der gleichen feinen Verzierung, die auch auf dem Cover zu sehen ist, entsprechend umrahmt. Eine erstklassige Designentscheidung.

Buchtrend: perfekt umgesetzt.

Verfolgt man die aktuellen Trends auf dem Buchmarkt wird man feststellen, dass Adaptionen dieser Art derzeit sehr gefragt sind. Es gibt verschiedene gute Beispiele von Büchern, welche die Moderne mit märchenhaften Versatzstücken in ihren Geschichten verschmelzen. Doch »So finster, so kalt« sticht noch ein Stück weit aus der Menge heraus, es ließ mich die Welt um mich herum vergessen und tief in die Buchwelt eintauchen. Von mir aus hätte das Buch noch etliche Seiten mehr haben können, aber auch nur weil mir der Abschied von Merle und ihrer aufregenden Familiengeschichte so verdammt schwer fiel. Es war sicherlich nicht einfach, auf den Trendzug aufzuspringen und gleichzeitig ein Werk abzuliefern, das innovativ ist, dessen Cover neugierig auf den Inhalt macht und dessen Geschichte nachhaltig beeindruckt. Diana Menschig hat sich wieder einmal mitten in mein Leserherz geschrieben.

Zitat
Omi war immer in Bewegung gewesen, ihr Mundwerk ebenso. Das Wesentliche trieb im langen Strom ihrer Erzählungen, Hinweise, Erinnerungen und Plaudereien oft unter der Oberfläche. – Seite 117

Als ich die letzte Seite umblätterte, überraschte mich das Nachwort mit einer Erwähnung, die mein Herz zum Klopfen brachte und meinen Endorphinspiegel in die Höhe schießen ließ. Es gibt so einige Momente im Leben eines literatur-affinen Menschen, die berühren und wahre Glücksgefühle auslösen: zum Beispiel einen Autor, dessen Werke man über alles schätzt, persönlich zu kennen, eine Signatur zu bekommen, ein Interview führen zu dürfen und vieles mehr. In der Danksagung eines Buches zu stehen, gehört definitiv zu den überragenden Höhepunkten und das ließ mich wirklich absolut sprachlos in meinem Lesesessel zurück.

Liebe Diana, ich kann dir gar nicht sagen, wie schön es für mich war, dich bei der Entstehung dieses Buch mit begleiten zu dürfen. Es hat uns riesengroßen Spaß gemacht, dein Seitenrauschen-Logo zu gestalten und vorab in die erste finsterkalte Rohfassung hineinlesen zu dürfen. Ein ganz besonderes literarisches Abenteuer, das ich niemals vergessen werde. Danke! ♥

Mein Fazit: Nicht einfach eine weitere Märchenadaption, sondern 384 Seiten Spannung, mystische Atmosphäre und schaurig-düstere Unterhaltung. »So finster, so kalt« erobert einen Platz auf meinem Regal der Lesehighlights 2014 und beweist wieder einmal das schriftstellerische Potential Diana Menschigs. Sie hat es geschafft, einem uralten, weltweit bekannten Märchen neues Leben einzuhauchen und mit einem Spannungsrahmen zu umgeben, der mich bis zur letzten Seite gnadenlos mitgerissen hat. Märchen, Mystery, Moderne: dieses Buch muss man unbedingt gelesen haben! Jetzt! Lesebefehl!

Meine Wertung: 5 von 5 Leseherzen!
Lesehighlight 2014, Kategorie Fantasy


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..und wird wie immer auf Twitter, Tumblr & Facebook verlinkt :-)
« Letzte Änderung: 02. Mai 2014, 13:08:15 von Büchernische »
Liebe Lesegrüße
Sandra ♥ Büchernische


Offline Annabas

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So, hier auch noch meine Rezi:

Inhaltsangabe:

Nachdem sie vom Tod ihrer geliebten Großmutter Mago erfahren hat, reist Merle Hänssler zurück in den Schwarzwald, zurück in das Haus, in dem sie ihre Jugend verbracht hatte. Beim Ordnen des Nachlasses findet sie die Kopie eines alten Dokumentes, verfasst von einem ihrer Vorfahren mit dem Namen Johannes aus dem Anfang des 17. Jahrhunderts. Darin werden seltsame Ereignisse beschrieben, die sich um eine gewisse Greta drehen und die in einem Exorzismus gegipfelt hatten. Merles Interesse ist geweckt und sie nimmt Kontakt mit Jakob Wolff auf, einem Angestellten der Universität Freiburg, der sich mit Sagen und Märchen beschäftigt und der verdächtig schnell Zeit findet, Merle persönlich aufzusuchen und sich ihre Geschichte bzw. die ihrer Großmutter anzuhören. Doch Großmutter Magos Tod ändert nicht nur Merles Leben – im Ort werden drei Kinder vermisst, ein Reh taucht geisterhaft auf, verschwindet wieder und Magos altes Schwarzwaldhaus scheint ein Eigenleben zu führen und erinnert Merle an das Knusperhäuschen aus dem Märchen von Hänsel und Gretel. Aber das kann natürlich nicht sein. Oder doch?

Der erste Satz:

„Die Hexe ist tot“, hörte Ronja ihren Freund Luke aufgeregt flüstern.

Meine Meinung zum Buch:

Ich habe dieses Buch mit großer Freude gelesen, denn ich mochte Märchen schon immer und in diesem Buch sind so viele Bezüge und Anspielungen zu finden, dass ich große Lust bekommen habe, wieder öfter in Märchenwelten abzutauchen.

Die Geschichte selbst ist sehr spannend zu lesen. Als Leserin konnte ich zusammen mit Merle das Puzzle um das alte Dokument zusammensetzen und ich war immer wieder überrascht, welche unvorhersehbaren Wendungen nun wieder auf Merle (und mich) gewartet haben. In immer wieder eingestreuten Kapiteln können wir die Geschichte lesen, die sich Anfang des 17. Jahrhunderts ereignet hatte und welche die Ereignisse um Hans, seine Familie und seine Schwester Greta, einem Findelkind, drehen. Das machte das Lesen abwechslungsreich und dieser Teil der Geschichte wirft zusätzlich viele Fragen auf, die es aufzulösen gilt.

Merle Hänssler ist eine sympathische Buchheldin und die Liebe, die sie für das alte „Hexenhäuschen“ empfindet, war sehr authentisch geschildert. Ich mochte Merle schnell und konnte sehr gut die Höhen und Tiefen nachfühlen, die sie im Lauf der Geschichte durchmachen muss.

Aber auch die übrigen Figuren, die in diesem Buch auftauchen, sind toll beschrieben. Jakob Wolff zum Beispiel, von dem ich lange Zeit nicht wusste, ob ich ihn zu den Guten oder zu den Bösen zählen sollte. Oder auch Oma Mago, die wir nur aus Merles Erinnerungen oder den Erzählungen der Dorfbewohner kennen lernen können. Oder die Kinder Ronja und Luke, Merles Jugendfreund Björn, Merles Vater u.s.w. Ich fand alle sehr lebensnah, auch wenn sie teilweise nur am Rande eine Rolle in der Geschichte spielten.

Die geheimnisvollen und teilweise düsteren Geschehnisse passen für mich wunderbar in die Gegend, in der das Buch spielt – den Schwarzwald. Diese Gegend schafft eine zusätzliche, ganz eigene Atmosphäre, die mir sehr gut gefallen hat.

Eine wichtige Rolle in dem Buch spielen Lebkuchen und die Autorin beginnt die Geschichte mit einem Rezept dafür – das finde ich eine sehr schöne Idee. Allerdings hat man beim Lesen ständig Appetit ...

Mein Fazit:               :buchtipp:

Zur Leserunde:

Das Buch war für eine Leserunde wunderbar geeignet, denn es lädt zum Spekulieren, Raten und Spurenlesen geradezu ein. Unsere lebhaften Diskussionen haben mir sehr viel Spaß gemacht. Danke an meine Mitleserinnen!

Danke auch an Diana Menschig, die uns so nett durch die Leserunde begleitet hat und die unsere Fragen unermüdlich beantwortet sowie viele zusätzliche Informationen beigesteuert hat. Ich hoffe, wir können eines deiner nächsten Bücher hier wieder gemeinsam lesen.

Viele Grüße von Annabas    :winken:

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Offline Worthüterin

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Ihr Lieben,
es ist stiller geworden, aber ich werde natürlich alle noch aufkommenden Fragen gerne beantworten  :winken:
Der kleine Wolf bedankt sich schon einmal ganz artig für Eure tollen Rezensionen und Eure Begeisterung und bringt euch einen Korb mit Wein und Kuchen ;D!


Eine Bitte/ Ein Anliegen hätte ich noch: Ihr könnt "So finster, so kalt" in die Liste der Neuerscheinungen wählen. Falls ihr also ein Pünktchen übrig habt, wäre es toll, wenn ihr das vergebt, damit ich wenigstens auf der ersten Seite gelistet werde (Top 50 wäre mit wenigen Punkten drin...)  :heybaby: :verlegen: -- Dankeschön!
Herzliche Grüße
Marie/ Diana

Aktuell: Ein Tal in Licht und Schatten - jung-historisch (als Marie Buchinger)

Werkstattblog unter: www.seitenrauschen.de

Offline tigi86

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Zum Inhalt:
Merle Hänsslers Großmutter stirbt, aus diesem Grund kehrt sie in das Haus zurück, in dem sie aufgewachsen ist. Dort entdeckt sie ein Dokument, in dem Ereignisse in dem Haus in Zusammenhang mit ihren Vorfahren Hans beschrieben stehen und einem Mädchen namens Hans und so wie es ausschaut, ist Greta zurückgekehrt um Merle heimzusuchen.

Meine Meinung:
Mir haben die Figuren rund um Merle sehr gut gefallen, auch die Verweise zu verschiedenen Märchen wie "Hänsel und Gretel". Auch der Ort für die mysteriösen Vorfälle hat mir gut gefallen, einsam gelegene Hütten gefallen mir besonders gut, weil da die Spannung umso besser greifen kann. Auch der Schreibstil ist flüssig und ich kam kaum ins Stocken.

Die Wechsel der Kapitel sind gut gelungen, besonders die Einschübe, in denen wir von Hans und seinen Erlebnissen mit Greta erfahren, sodass wir nach und nach gemeinsam mit Merle die Geheimnisse entlüften können.

Die Atmosphäre war alles in allem dicht und packend und hat mich in ihren Bann gezogen.

Zur Leserunde:
Es hat mir wieder viel Freude gemacht, mit euch in die Welt der Märchen abzutauchen und verspüre gerade Lust, die alten Märchen rauszukramen und sie wieder neu zu erleben.

Offline Annabas

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Hallo zusammen,

nun sind drei Wochen vergangen und alle haben das Buch beendet - ich denke, wir können die Runde schließen.
Es fehlen zwar noch ein paar Rezis, aber die dürfen natürlich gerne nachgeliefert werden.  ;)

Liebe Diana, vielen Dank für deine Begleitung und die vielen Infos, die du uns zusätzlich zu der tollen Geschichte noch gegeben hast.    :-*
Wir werden uns sicher wiederlesen.

Und danke nochmal an die Mitleser/innen - es war (wie immer) schön mit euch.  :winken:

Viele Grüße von Annabas
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Offline Tintenelfe

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Entschuldigt bitte, meine Rezension ist schon lange geschrieben und auch schon auf dem Blog. Hier auch noch mal für Euch:

Als begeisterte Märchenleserin hat mich dieses Buch auf den ersten Blick angesprochen. Zwar mochte ich die Autorin Diana Menschig bereits durch den Fantasy-Roman “Hüter der Worte” (Rezension), jedoch war es vor allem der Märchenbezug ihres neuen Romans “So finster, so kalt”, der mich das Buch gleich vom Fleck weg auf der Buchmesse kaufen ließ. Die Frauen aus meinem “Buchclub” waren auch gleich angefixt, so dass der Roman als nächste gemeinsame Lektüre festgelegt wurde. Die autorenbegleitete Leserunde auf Leserunden.de kam mir nun gerade recht, um das Buch mit anderen zusammen zu genießen.

“So finster, so kalt ” konnte mich von der ersten Seite an fesseln. Merle ist eine bodenständige junge Frau, die mitten im Berufsleben steht. Der Tod der geliebten Großmutter wirft sie aus der Bahn. Zunehmend wird sie von Alpträumen gequält, in denen immer wieder ein Wolf auftaucht. Ein altes Dokument, das sie im Nachlass der Großmutter findet, beschreibt eine merkwürdige Geschichte, die sich im 16. Jahrhundert im Schwarzwald abgespielt haben soll. Merles Großmutter Mago glaubte offensichtlich, dass diese Geschichte mit ihrer Familie in Zusammenhang steht und recherchierte mit Hilfe renommierter Wissenschaftler. Merle, die in dem kleinen “Hexenhäuschen” der Großmutter aufwuchs, nimmt sich der Papiere an und beginnt mehr aus Neugier selbst zu recherchieren. Der Märchenexperte Jakob Wolff unterstützt sie dabei und die beiden kommen einander schnell nahe. Doch immer wieder kommen Zweifel auf, ob Jakob nicht vielleicht doch etwas im Schilde führt. Das Häuschen scheint ein merkwürdiges Eigenleben zu entwickeln und als dann noch Kinder verschwinden, ist es für Merle an der Zeit zu handeln.

Fesselnd und mit erzählerischem Geschick gelingt es Diana Menschig, den Leser aus Merles bodenständigem Leben in vergangene Zeiten zu entführen und das Märchen von “Hänsel und Gretel” neu und vor allem völlig anders zu erleben. Immer wieder finden sich auch Elemente aus anderen Grimmchen Märchen wieder, so dass der Leser zu einer kleinen Märchenschnitzeljagd eingeladen wird. Der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit gelingt leicht und wird optisch durch die passende grafische Gestaltung der Rückblenden unterstützt. Für die Lebkuchenmännlein, die einen festen Platz in der Geschichte haben, gibt es auch gleich das Rezept dazu.
Die Charaktere werden lebendig und einprägsam beschrieben und scheinen mitten aus dem Leben gegriffen. Allein mit Jakob Wolff hatte ich bis zum Schluss so meine Probleme, hier war mir die Entwicklung nicht konsequent genug, vielleicht hat er mich auch zu sehr verwirrt.

“So finster, so kalt” war seit langem mal wieder ein Buch, das mich zu fesseln vermochte und mich sogar nachts lesen ließ. Ein packendes Lesevergnügen mit unbedingter Leseempfehlung. Genremäßig lässt sich der Roman nicht so leicht einordnen. Elemente aus Märchen, Gruselroman, Krimi, Fantasy und Thriller lassen sich durchweg finden und bilden eine köstlich-unterhaltsame Mischung für kuschelige Lesestunden.

Wer mehr über die Entstehung des Romans wissen möchte, sollte sich auf Diana Menschigs Blog “Seitenrauschen” umschauen.

© Tintenelfe

Offline schlumeline

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:winken: Hier kommt nun auch noch meine Rezension. Die Runde hat mir übrigens sehr gut gefallen. Hier gab es ja wie in einem echten Märchen viel zu spekulieren und auch der Grusel kam ganz sicher nicht zu kurz. Danke für die tolle Begleitung liebe Diana Menschig!

Merle Hänssler ist eine erfolgreiche Anwältin. Durch den plötzlichen Tod ihrer Großmutter wird sie mit ihrer Vergangenheit konfrontiert und macht sich auf den Weg zurück in das Haus ihrer Kindheit, das kleine Knusperhäuschen der Oma Mago mit dem zauberhaften Garten, der ein Geheimnis birgt. Die junge Frau entdeckt interessante Dokumente, die auf Nachforschungen ihrer Großmutter beruhen und ihre Neugier ist geweckt. Kann es tatsächlich sein, dass in Merles Familie der Ursprung von Hänsel und Gretels Geschichte liegt? Merle erhält unerwartete Hilfe von Doktor Jakob Wolff, einem Mitarbeiter der germanistischen Fakultät in Leipzig. Sie selbst jedoch leidet mehr und mehr an merkwürdigen Träumen, sieht einen Wolf und wacht immer öfter schweißgebadet auf. Was nur mag hier vor sich gehen?

Ein weiterer Handlungsstrang der Geschichte entführt den Leser in die Vergangenheit. In der Familie des jungen Hans wird ein weiteres Kind aufgenommen. Sie wird Greta genannt, aber von den anderen Dörflern nur misstrauisch beäugt. Eines Tages soll Hans eine Aufgabe für seinen Vater erfüllen, aber er folgt Greta und kommt so vom Weg ab. Das Unheil nimmt seinen Lauf als die zwei Kinder an ein Knusperhäuschen gelangen.

„So finster, so kalt“ ist eine fantasiereiche Geschichte in deren Handlung nicht nur das Märchen von Hänsel und Gretel, sondern auch viele weitere Märchen einfließen. Der Schwarzwald ist hier als Handlungsort perfekt gewählt. Dort gibt es wunderbare Wälder, die Kinder können frei toben und sich entfalten, aber es könnten dort auch ungeahnte Gefahren lauern. So verwundert es nicht, dass plötzlich Kinder aus dem Dorf verschwinden, Kinder, die vorher im verbotenen Garten von Oma Mago gespielt haben und dort merkwürdige Dinge beobachten konnten.

Die Autorin Diana Menschig hat mich mit ihrer Geschichte gefesselt. Sie hat ein modernes Märchen geschrieben, welches man nicht aus der Hand legen kann. Sie hat Charaktere erschaffen, die ganz besonders sind und sie hat aus Erwachsenen wieder Kinder gemacht. In der Geschichte lassen sich die erwachsenen Protagonisten auf die Welt der Kinder und der Märchen ein und außerhalb der Geschichte, mit dem Buch in den Händen, wird aus dem erwachsenen Leser wieder ein Kind, welches fasziniert ist von dieser Mischung aus wunderbaren Gestalten und unfassbaren Ereignissen, die doch so gruselig sind. Und wer Märchen kennt, der kann sich denken, wie diese Geschichte hier enden wird. Aber was genau geschieht, das verrät nur das Buch selbst.
Lesen ist meine Leidenschaft

Offline Dani

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etwas spät  :-[

Merle Hänssler lebt in Hamburg und arbeitet als Anwältin. Seit einiger Zeit quälen sie nachts schreckliche Alpträume. Zuerst schiebt sie sie auf beruflichen Stress, doch dann stirbt ihre Großmutter und Merle kehrt zurück in ihre Heimat, den Schwarzwald. Dort, in einem kleinen Dorf, hat ihre Oma Mago gelebt, in einem kleinen Häuschen mitten im Wald. Merle hat dort ihre Kindheit verbracht und den Ort und das Haus immer geliebt. Im Nachlass ihrer Großmutter findet sie ein altes Dokument, angeblich aufgezeichnet von einem Mönch im 17. Jahrhundert, der darin die Geschichte eines Mannes namens Hans beschreibt. Hans war Sohn eines Holzfällers und eines Tages brachte der Vater ein verstörtes, stummes kleines Mädchen aus dem Wald mit nach Hause. Hans kümmerte sich um die Kleine und entlockte ihr ihren Namen: Greta. Doch was genau hatte es mit diesem Mädchen auf sich? Die Geschichte von Hans wird immer unheimlicher.

Und nun scheinen sich die Ereignisse von damals zu wiederholen, im Dorf verschwinden mehrere kleine Kinder. Haben sie sich nur verlaufen oder ist ihnen etwas Schlimmes zugestoßen? Was hat Oma Magos „verbotener Garten“ damit zu tun, was verbirgt sich hinter der Mauer?

Merle bittet einen Freiburger Historiker um Hilfe bei der Analyse der Aufzeichnungen über Hans. Schnell ist Jakob Wolff fasziniert von der Geschichte, doch kann Merle ihm wirklich trauen?

Eine Geschichte wie ein Märchen! Geschickt verknüpft Autorin Diana Menschig Motive aus bekannten Märchen – allen voran natürlich „Hänsel und Gretel“, aber auch andere – mit einer spannenden Geschichte im Hier und Jetzt. Zum einen erfährt der Leser nach und nach mehr über das damalige Schicksal von Hans, zum anderen wird die Geschichte in der Gegenwart rund um Merle erzählt. Das verbindende Element kristallisiert sich dabei schnell heraus: das Häuschen im Wald.

Ich bin oft skeptisch gegenüber Grusel/Horrorgeschichten, die in unserer realen Welt spielen. Es ist eine Gratwanderung, wieviel logische, nachvollziehbare Aufklärung am Ende stehen muss und wieviel mystisch offengelassen bzw. der Phantasie der Leser überlassen werden kann. In diesem Buch ist die Balance ganz gut getroffen, es bleibt zwar ein paar Dinge unerklärt, der Leser muss einiges als gegeben hinnehmen, aber insgesamt finde ich das Ende durchaus gelungen und vor allem die Geschichte bis dahin fand ich sehr spannend, auf unterschwellige Art bedrohlich, gruselig und daher absolut fesselnd!

Ein Buch für dunkle Wintertage und entsprechende Gruselstimmung – oder vielleicht für einen Schwarzwaldurlaub?
Liebe Grüße
Dani

Offline Worthüterin

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    • Diana Menschig
Wow, damit haben ja alle eine gute bis sehr gute Rezension gegeben. Das ist mal eine Quote! Freut mich total und ich freue ich jetzt schon auf die nächste Leserunde. Vielen Dank euch allen  :winken:
Herzliche Grüße
Marie/ Diana

Aktuell: Ein Tal in Licht und Schatten - jung-historisch (als Marie Buchinger)

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