Autor Thema: Leserundenfazit, Rezensionen, etc. (ohne Spoiler)  (Gelesen 1212 mal)

Offline Heimfinderin

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Hier ist Platz für Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein.

Wir legen Wert darauf, dass ihr zum Abschluss der Leserunde ein Fazit einstellt. Eure Rezensionen hier und ihre Verteilung auf anderen Seiten sind wichtig für die Steigerung der Attraktivität von leserunden.de und eine "Gegenleistung" für eure Freiexemplare. Ebenso sind sie ein Dankeschön für die Autoren, die mit uns hier ihre Zeit verbringen.

Wir freuen uns natürlich auch, wenn die Autoren ebenfalls ein Fazit zu ihrer Leserunde einbringen.

Bitte achtet bei eurem Feedback darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen!
Liebe Grüße
Barbara

Offline Kati

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Ich mag die Rezi schon loswerden. Sie erscheint auch auf Amazon, auf Literaturschock, auf Goodreads.  :winken:

****

Mitten in der Wüste der Arriek erhebt sich der Regenbogenpalast. In diesem eindrucksvollen Gebäude lebt ein Orakel, welches durch die geflügelten Aesol immer wieder Weissagungen verlauten lässt. In der dreifachen Neumondnacht ist etwas Besonderes geplant. Hierfür wurden Anhänger der Götter sowie des Schattenkultes als Gesandtschaften geladen. Weiter heisst es, dass diejenigen mit dem würdigsten Geschenk für das Orakel mit ihm persönlich sprechen dürfen. Eine direkte Weissagung ist für alle ein Anreiz, aber die Nacht mit Freunden und Feinden unter einem Dach gerät etwas aus den Fugen...

"Liebe ist Schwäche. Schwäche ist verachtenswert."

Der neue Roman von Robert Corvus spielt in der Welt der Schattenherren-Trilogie. Von dieser Geschichte ist er jedoch völlig unabhängig und kann als Einzelband gelesen werden. Für mich war die Reise sehr spannend, habe ich doch schon die besagte Trilogie sehr gern gemocht. In einer anderen Gegend von Eloy, zu einer anderen Zeit befinden wir uns nun in den schwebenden Himmelsstädten der Aesol. Es werden die Geschehnisse aus nur einer Nacht erzählt: skurril, makaber und herrlich düster wie gewohnt.

Mit dem Auftauchen der Osadroi war die Faszination wieder da. Der Autor führt neue Charaktere ein und geizt auch nicht mit den ersten Opfern. Die Figuren werden durch die Mangel gedreht und hinterher entweder total verkorkst, innerlich gereift oder in Finsternis versunken wieder ausgespuckt. Man kann sich als Leser nicht festlegen und wird gezwungen, Sympathien oft zu überdenken. So ein Gefühlschaos ist durchaus bereichernd. Gut finde ich auch, dass alles direkt beschrieben wird. Freundliches "um den heißen Brei Gerede" hat in der Welt der Schatten keinen Platz.

Im Laufe der Geschichte kann man sich an einigen Rätseln und Spekulationen den Kopf zerbrechen. Das dicke, unverhoffte Ende kommt aber doch und kann überraschen. Schade, dass es nun vorbei ist. Ich würde Romane aus der Schattenwelt jederzeit gern wieder lesen.

****

Die Runde läuft ja noch (und ich schaue auch weiterhin rein), aber da ich noch andere Leseprojekte habe, möchte ich mich hier schon bedanken. Es hat wie immer großen Spaß gemacht mit euch gemeinsam. Danke an Bernard für die tolle Geschichte und deine super Begleitung. Es ist jedes Mal eine Bereicherung! Bei der nächsten Runde bin ich natürlich wieder dabei!  8)

Offline odenwaldcollies

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Inhalt:
Es ist die Nacht des dreifachen Neumonds. Zur Feier dieser Nacht treffen neun Gesandtschaften im Regenbogenpalast ein, um dem Orakel ihre Gaben darzubringen. Darunter ist auch eine Gesandtschaft aus Ondrien. Diejenige Gesandtschaft, deren Gabe das Orakel am meisten erfreut, bekommt am Ende der Nacht die Möglichkeit, eine Weissagung des Orakels zu erhalten. Die Fronten sind schnell klar: auf der einen Seite stehen die Göttertreuen unter der Führung des Halbgottes Gûndûr, auf der anderen Seite die Ondrier mit der unsterblichen Baroness Bentora an ihrer Spitze. Die junge Adepta Tynay, die seit 2 Jahren dem Kult dient, soll am Abend der Feierlichkeiten geopfert werden, überlebt aber durch Zufall und erkennt, daß sie die Nacht nur weiterhin überleben wird, wenn sie tief nach der Finsternis in sich sucht – tiefer als je zuvor.

Meine Meinung:
Auch wenn „Schattenkult“ erneut im Land Eloy spielt und der Machtkampf zwischen den Göttern und den Schatten Ondriens wiederum eine Rolle spielt, ist dieses Buch kein Abklatsch der Schattenherren-Trilogie. Im Gegenteil: ich empfand das Buch überraschend anders, was sicherlich auch daran liegt, das der Zeitrahmen lediglich eine Nacht umfasst, und die Handlung sich nur an einem Ort, dem Regenbogenpalast, abspielt.

Zudem läßt der Autor mit den geheimnisvollen Æsol dem Leser bisher unbekannte Wesen die Bühne betreten. In der Stadt Æterna, die als einzige Stadt der geflügelten Æsol nicht im Himmel schwebt, steht der Regenbogenpalast, der Sitz des Orakels, welcher von den Æsol bewacht wird. Eine Skizze des Regenbogenpalastes am Anfang des Buches erleichtert dem Leser die Orientierung.

Der Fokus der Geschichte liegt auf mehreren Charakteren: neben der Schattenbaroness Bentora spielt ihr Kontrahent Gûndûr, dessen Vater der Stiergott Terron ist und von einer menschlichen Frau geboren wurde, eine große Rolle. Wer wird der Stärkere von den Beiden sein? Können die Götter in dieser Nacht über die Schatten siegen?
Die spannendsten Figuren sind allerdings die junge Tynay, die eine Tochter der Wüste ist. Und Iotana, eine Tänzerin der Efeya, die unsterblich in Tennato, den Bibliothekar ihrer Heimatbaronie, verliebt ist.

Gegensätzlicher können die Auffassungen der beiden Frauen nicht sein, als sie sich das erste Mal begegnen: während Iotana fest an die selbstlose Macht der Liebe glaubt, ist Tynay davon überzeugt, daß Liebe nur eine Schwäche ist und die wahre Macht in der Zerstörung liegt. Dennoch läßt weder Tynay noch Iotana ihr gemeinsames Gespräch los, ihre Gedanken kreisen immer wieder um die Worte der Anderen.

Wie auch bei den Schattenherren, schafft es der Autor wieder, daß die Handlung für mich völlig unerwartete Wendungen nimmt, so daß sich die Nacht des Neumonds in eine Richtung entwickelt, mit der zu Beginn niemand gerechnet hätte, am wenigsten die Beteiligten selbst. 

Die Handlung schreitet schnell voran, was daran liegt, daß sämtliche Entwicklungen innerhalb dieser einen besonderen Nacht vollzogen werden. Die Kapitel umfassen daher jeweils die einzelnen Nachtstunden.

Der Schreibstil ist gewohnt düster und schockierend – und damit nichts für schwache Nerven. Und wer die Nacht überleben wird, ist, wie immer, offen. Ein tolles Buch, daß unabhängig von der Schattenherren-Trilogie gelesen werden kann, aber andererseits auch eine tolle Ergänzung ist.

Zur Leserunde:
Da die Leserunde noch läuft, werde ich natürlich auch weiterhin hier reinschauen. In jedem Fall macht sie wieder einen riesigen Spaß. Bernd, vielen, vielen Dank für deine tollen Beiträge und auch die Fragen, mit denen du uns Leser immer wieder dazu bringst, das Geschriebene zu reflektieren. Ich freue mich schon auf die nächste Runde zu "Grauwacht".

Meine Rezension erscheint bei:
Amazon
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Literaturschock.de
LovelyBooks
Piper - ich hoffe, das klappt mit dem Kommentar und er ist nicht zu lang, er ist aber noch nicht freigeschaltet.
Liebe Grüße
Karin

Offline Mine_Bue

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so hier nun auch meine Rezi:

Robert Corvus ist mit seinem Fantasy- Roman „Schattenkult“ seiner bisherigen Welt, bekannt aus der Schattenherren- Trilogie treu geblieben. Jedoch kann man „Schattenkult“ sehr gut ohne Vorkenntnisse aus der Schattenherren- Trilogie lesen.

Inhaltsangabe (Quellenangabe: Lovelybooks):
Wer erfüllt ist von Hass, wer die Götter verlacht, wer die Schwachen versklavt, wer den Weg der dunklen Magie beschreitet, dem huldigt man in den Tempeln des Schattenkults ...Der Kult dient seinen unsterblichen Herren mit Hingabe und unvorstellbarer Grausamkeit - wer den Schatten trotzt, den erwartet Schlimmeres als der Tod. Doch auch das Leben seiner eigenen Anwärter schätzt der Kult gering. Dies erfährt die junge Tynay gleich bei ihrer ersten Mission, als sie im Gefolge der unsterblichen Baroness Bentora reist. Um das Orakel zu überzeugen, muss Bentora den Sohn des Stiergottes übertreffen. Dafür wird sie über Leichen gehen. Und bald begreift Tynay, dass ihr Leben auf der Waage von Sieg und Niederlage kein Gewicht hat...

Das Cover von „Schattenkult“ weißt eine gewisse Ähnlichkeit zu denen von der „Schattenherren“- Trilogie auf, ohne jedoch allzu ähnlich zu sein. Auf diesem Cover ist eine bestimmte Figur aus dem Roman dargestellt, der eine wichtige Rolle spielt. Anhand der Ähnlichkeit lässt sich gut erkennen, dass dieser Fantasy- Roman ebenfalls im Land Eloy spielt, jedoch nicht zu der  „Schattenherren“- Reihe gehört. Auch in diesem Buch bekommt man einen guten Einblick von dem Kampf um die Macht zwischen den Schattenherren und den anderen Mächten bzw. den Anhängern von dessen Göttern. Der Schreibstil von Robert Corvus ist gewohnt flüssig und nach einer kurzen Anfangsphase befindet man sich selber mitten im Geschehen. Das besondere an diesem Buch ist, dass der Inhalt sich auf eine einzige Nacht bezieht und somit die gesamte Handlung sich im Regenbogenpalast abspielt. Der Regenbogenpalast ist der Sitz des Orakels von Æterna. In „Schattenkult“ wird besonderer Wert auf die Entwicklung der einzelnen Charaktere gelegt. So bekommt man als Leser z.B. einen Einblick, welche Wege und Schicksale in die Welt der Schatten führt. Auch die anderen Kulturen werden thematisiert. Somit bekommt man einen guten Einblick in die Beweggründe der einzelnen Charaktere, die in dieser bedeutenden Nacht vom Orakel eingeladen wurden sind. Besonders haben mich die Entwicklungen von Tynay, einer Adepta des Schattenkults und von Iontara, einer Tänzerin gefesselt. Da in „Schattenkult“ auf die Charakterentwicklung ein Schwerpunkt gesetzt wurde, ist es nicht verwunderlich, dass eine ausführliche Personenbeschreibung im Buch enthalten ist. Innerhalb des Buches wird der Spannungsbogen kontinuierlich aufrecht erhalten und Wendungen eingebaut, die man so nicht erwartet hätte. Jedoch sollte man sich immer bewusst sein, dass dies ein Buch von Robert Corvus ist – das heißt, die Atmosphäre ist gewohnt düster und man darf mit seinen Lieblingscharakteren mitfiebern und hoffen, dass diese die Nacht überleben.

Mein Fazit: ein durchaus gelungener Fantasy- Roman, der es geschafft hat, mich in seinen Bann zu ziehen.


Die Leserunde hat mir sehr viel Spaß gemacht und besonders die Denkanstöße haben mir gefallen :)

die Rezi werde ich veröffentlichen auf:
Lovelybboks (http://www.lovelybooks.de/autor/Robert-Corvus/Schattenkult-1093177228-w/rezension/1104436305/)
Literaturschock (noch nicht freigeschaltet)
Amazon (http://www.amazon.de/review/R27QXH03EQOHH6/ref=cm_cr_pr_cmt?ie=UTF8&ASIN=3492269788#wasThisHelpful)
LG Mine :)
 

Offline Heimfinderin

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Hallo zusammen,

hier ist endlich mein Fazit, das ich natürlich auch wieder im Netz streue:

Zum Buch

Inhalt
Die Welt der Schatten ist finster und gnadenlos. Wer dem Schattenkult dient, verliert sich tief in der Finsternis oder sucht direkt den Weg dorthin. Diese Erfahrung macht die Adepta Tynay, die mit ihrer Schattenherrin Bentora und deren Gefolge zu einer besonderen Nacht, nämlich der Nacht des dreifachen Neumonds, den Regenbogenpalast erreicht. Dort treffen neun Gesandtschaften aufeinander, neben den Ondriern und ihrer Schattenherrin auch Göttergetreue in Begleitung des Halbgottes Gûndûr. Damit ist es nicht mehr nur ein Wettbewerb um das beste Geschenk für das Orakel (wer das Orakel am meisten erfreut, darf ihm persönlich eine Frage stellen), sondern auch ein Kampf zwischen Göttern und Schatten. Denn nicht nur die Adepta Tynay erfährt am eigenen Leib, wie tödlich es sein kann, dem Kult zu dienen, sondern auch die göttergetreue Tänzerin Iotana wird in den Strudel der Finsternis gezogen, obwohl es die Liebe ist, die sie in dieser besonderen Nacht gefunden hat. Die beiden Mädchen erkennen, dass es nur einen Weg gibt, diese Nacht zu überleben: den Weg ganz tief in die Finsternis hinein...


Meine Meinung
Der Roman kann als Einzelroman gelesen werden, auch wenn er in der Welt der Schattenherren-Trilogie spielt.  „Schattenkult“ spielt hier zu einer anderen Zeit und an einem anderen Ort, als die Buchreihe. Eine Gesandtschaft Ondrier zieht nämlich aus ihrer Heimat im Norden gen Süden in die Wüste der Arriek, wo der Regenbogenpalast der Aesol steht und neutralen Grund bietet für die verschiedenen Gesandtschaften. Und damit zieht die Finsternis ein, nicht nur in die Räume des Palastes, sondern auch in die Herzen einiger Protagonisten. Die Nacht des Orakels wird zu einer grausamen Machtprobe zwischen den Anhängern der Götter und der Schatten, einem Kampf zwischen Halbgott und Schattenherrin und einem Überlebenskampf für die jungen Frauen im Gefolge.

Die Geschichte ist aber nicht einfach eine Aneinanderreihung von Grausamkeiten und Kämpfen, sondern bietet einen tieferen Einblick in die Gedanken und Emotionen einiger Beteiligter und zeigt so verschiedene Schicksale und deren Wege in die Schatten. Es ist nicht immer nur einfach Faszination am Grauen, was die Anhänger in den Schattenkult treibt, sondern die Wege sind vielschichtig. Es kann schon früh in der Kindheit der Samen dazu gesät werden, aber genauso gut kann eine einzige Nacht der Auslöser sein, sich den Schatten anzuschließen. Durch den Fokus auf einzelne Personen bekommt man als Leser durch Rückblicke, Gespräche und Gedanken eine besondere Nähe zu einzelnen Figuren und entwickelt dabei sogar Sympathien oder zumindest Verständnis. So ist die Tänzerin Iotana voller Glück und Lebensfreude, weil sie ihre große Liebe im Palast ansprechen will, wofür die Adepta Tynay, die seit zwei Jahren dem Schattenkult huldigt, kein Verständnis hat, ist doch Liebe eine Schwäche. Nur Zerstörung bietet Macht. Die sich entwickelnde Freundschaft dieser beiden Frauen erscheint daher auf den ersten Blick unverständlich. Aber nur auf den ersten Blick.

Wobei ich aber auch gemerkt habe, dass gerade die Gespräche und Gedanken z. T. auch mal fast zu lang waren und damit die Geschichte ein bisschen ausgebremst haben. Wäre es dann nicht gerade noch rechtzeitig wieder gekippt und wieder etwas "passiert", hätte ich anfangen können, die ein oder andere Länge zu spüren. Das empfand ich als grenzwertig. Denn auch wenn der Fokus auf den Figuren liegt, was mir insgesamt ja gut gefallen hat, sollte der Handlung damit nicht zu sehr das Tempo und damit auch die Spannung genommen werden.

Für mich hat der Autor aber immer noch recht gut die Kurve gekriegt und insgesamt war es spannend zu lesen, wie die Nacht von Stunde zu Stunde „schwärzer“ wird und auf den Höhepunkt, nämlich die Übergabe des Geschenks an das Orakel, zutreibt. Der Autor geht dabei wieder nicht gerade zimperlich mit seinen Figuren um und einige schockierende Handlungen sind nicht unbedingt etwas für ein schwaches Nervenkostüm. Im Gegenteil: man sollte sich früh wappnen, denn Gnade ist ein Wort, das die Schatten nicht unbedingt in  ihrem Wortschatz haben. Etwas irritierend ist es dabei allerdings, dass man mit Anhängern der Schatten mitfiebern kann, denen man im echten Leben doch möglichst aus dem Weg gehen sollte. ;)

Zur Leserunde
Es war wieder spannend, mit euch gemeinsam in die Schattenwelt einzutauchen und zu rätseln und spekulieren und sich zu gruseln. Ganz besonders danke ich dir, Bernd, dass du uns immer wieder so engagiert begleitest und mit anregenden Beiträgen versorgst. Ich freue mich schon auf eine neue Leserunde mit dir!  :)
Liebe Grüße
Barbara

Offline Heimfinderin

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Ihr Lieben,

da die Leserunden eigentlich nicht zu lange dauern sollten und wir Bernds Geduld nun nicht überstrapazieren wollen, bedanke ich mich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich für eure und natürlich Bernds engagierte Teilnahme. Von Phy habe ich Rückmeldung bekommen, dass sie momentan Zeitprobleme hat, aber das Buch noch beenden will. Ihr könnt natürlich noch Beiträge einstellen, solange die Runde noch aktiv geschaltet ist.  :winken:

Ich freue mich auf das nächste Buch und die nächste Runde mit dir, Bernd!  :)
Liebe Grüße
Barbara

Offline Kati

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Ich freue mich auf das nächste Buch und die nächste Runde mit dir, Bernd!  :)

Darauf freue ich mich auch!  8)

Offline Bernard

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Mir hat die Leserunde mit Euch wieder viel Spaß gemacht.
Ich freue mich auf das nächste Buch und die nächste Runde mit dir, Bernd!  :)
Darauf freue ich mich auch!  8)
Die Freude ist ganz meinerseits.  ;)

Offline odenwaldcollies

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Ich freue mich auf das nächste Buch und die nächste Runde mit dir, Bernd!  :)

Darauf freue ich mich auch!  8)

Ich mich auch  8)
Liebe Grüße
Karin

Online Rhea

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spät  :-[

Schattenkult – ein Beweis für die Überzeugungskraft des Bösen?

Nachdem ich die Schattenherren-Trilogie gelesen hatte, war ich gespannt in dem Buch, welches in der gleichen Welt spielt auf weitere Erläuterungen des Schattenkultes. Sehr erstaunt war ich deshalb, dass wir in dem Roman nicht in die Welt der Schatten geführt werden, sondern auf ein neutrales Territorium. Ein Orakel, dessen Weissagungen bisher keine wirkliche Hilfe waren, weil  sie so verschlüsselt waren, dass man ihren Inhalt nicht richtig auslegen konnte, hat zur Zeit der verschwundenen Monde Gesandte von neun Ländern eingeladen.  Deren Kommen wurde motiviert, durch das Versprechen einer  einmaligen direkten, nicht durch Metapher verschlüsselten  Antwort auf eine Frage.  Diese eine Frage stellen darf der, dessen Geschenk das Orakel am meisten erfreut. (Oder ist das etwas, was die Gesandten der Länder sich einbildet?)
Der Leser steigt in diesen Roman ein mit einem Brief, dessen diplomatischer Stil mich begeistert hat, und der dabei auf  sehr anspruchsvolle Weise den  Hintergrund des Romans skizziert.
Es finden sich trotz der riesigen Ausdehnung der Schattenherrschaft wirklich noch Gesandte aus 8 Ländern, die sich den Schatten entgegenstellen wollen. Die Position der 9. Gesandten nimmt eine Schattenherzogin ein. Nachdem die Akteure die Bühne betreten haben und sich also alle im Schloss des Orakels versammelt, fliegt dieses auf und damit kann bis zur Verkündung des Orakels keiner mehr zurück.  Eine interessante Konstellation, die allerdings schon darauf hinweist, dass es nicht um ein tiefes Eindringen in den Schattenkult und seine Riten geht. Diesmal  legte der Autor mehr Wert auf die  verschiedenen Charaktere, die vom Kult auf die eine oder andere Weise beeinflusst werden und ihren Weg in die Schatten auf verschiedene Weise finden.
Mit der Protagonistin ist es Robert Corvus wieder gelungen, eine Figur zu schaffen, die so interessant und konsequent ist, dass ihr die Sympathien sofort zufliegen. Zumindest ging es mir so.
Mit Tynay und ihrer Herkunft aus dem Volk der Arriek verneigt sich der Autor vor Frank Herbert,  ist ein Kind der Wüste und hat die Regeln des Überlebens in diesem, für Menschen sehr lebensfeindlichen Gebiet, intensiv verinnerlicht, genauso wie dessen majestätische Schönheit  In diesem Zusammenhang  werden wieder wundervolle, beeindruckende Bilder mit Worten gemalt.
Die Protagonistin ist zielstrebig, klug und konsequent. Ja, sie ist auch sehr brutal, aber stets soweit, wie sie dies zur Erreichung ihres Zieles einsetzen muss. Sieentwickelt sich zu einer absoluten Führungspersönlichkeit und erinnert mich mit all diesen Eigenschaften sehr an Bren aus dem dritten Teil der Schattenherren.
Diesem Charakter steht auf der Gegenseite keine wirkliche Persönlichkeit gegenüber. Es gibt wohl Charaktere, die die Sympathie des Lesers erhalten, aber dann sind sie keine Führungspersönlichkeiten und wenn sie dies sind, dann ist ihr Handeln nicht wirklich ehrenhaft.
Unter dem Gesichtspunkt, dass der Autor sich auf den Schattenkult und die verschiedenen Charaktere darin konzentrieren wollte, ist dieser Roman sehr gelungen. Von der Ausgangssituation her hätte ich mir einen stärkeren Gegenpol gewünscht, damit die Waage besser ausbalanciert wäre und der Leser eine Chance bekommt, sich anders zu entscheiden. Für mich gab es nur einen starken Charakter und meine Hoffnungen gehörten, wie auch immer sie geartet waren,  der Protagonistin.

Interessant sind die Æsol, die Beschützer (?), Bewacher (?), Eigentümer (?) des Orakels. Scheinbar eine fremde Rasse, die die Bewohner dieser Welt beobachtet. Was haben sie vor? Welchen Zweck erfüllt das Orakel?
Es gibt nun auch eine Waffe, mit der die Schatten besiegt werden können. Bedeutet das neue Hoffnung im Kampf gegen die Ondrier?

Der Schluss ist wohl für jeden Leser überraschend. Welche Frage wird dem Orakel wohl gestellt werden und wer wird Nutzen davon haben?

Fazit
ein spannendes Buch mit interessanten Charakteren, dunklen Bildern und interessanten Fragestellungen. Es öffnet in dieser Welt neue Pfade , die man beschreiten möchte.

Offline Heimfinderin

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Hier ist noch die Rezension von Phy :

In der Nacht des dreifachen Neumondes werden neun Gesandtschaften in den Regenbogenpalast geladen. Jene Gesandtschaft, welche das würdigste Geschenk übergibt, erhält die einzigartige Möglichkeit dem Orakel selbst eine Frage zu stellen. Angezogen von dieser Gelegenheit treibt es Priester der verschiedenen Götter, aber auch Diener des Schattenkultes in den Regenbogenpalast. Der Schattenkult, der Macht der Götter trotzend, huldigt der Finsternis und herrscht durch die Verbreitung von Leid und Zerstörung. Auf engem Raum werden die neun Gesandtschaften die Nacht im Regenbogenpalast verbringen.

Der Roman handelt in der selben Welt wie die Trilogie „Die Schattenherren“, ist jedoch losgelöst und lässt sich unabhängig davon lesen.
Robert Corvus zieht mit seinem Roman „Schattenkult“ den Leser tief in die Finsternis und öffnet den Blick für Hass und Zerstörung. Dabei wird der Leser nicht unbedacht hineingestoßen, es entsteht viel eher ein Sog, der ihn mit sich in die dunklen und tiefen Abgründe, die der Kult zu bieten hat zieht.
Aus Sicht der jungen Adepta Tynay, eine Dienerin des Schattenkultes, und der Tänzerin Iotana verfolgt der Leser die Geschehnisse der Nacht.
Die Protagonisten des Romans werden eingängig beschrieben, der Leser erhält tiefe Einblicke in ihre Gedanken- und Gefühlswelt. Auf diese Weise werden die Entwicklungen der Nacht für Leser nachfühlbar. Diese langen Passagen in gedankliche Einblicke erscheinen möglicherweise langatmig, sind aber tragend in Hinblick darauf, dass das Buch insbesondere durch die Gefühle der Protagonisten lebt.

Dem Autor gelingt eine düstere Atmosphäre, wie bereits in der Trilogie „Die Schattenherren“. Der Roman ist nicht für zarte Gemüter geeignet, wer jedoch den Reiz der Finsternis und die tiefen Abgründe des Kultes erkunden möchte findet in „Schattenkult“ einen mitreißenden Roman.
Liebe Grüße
Barbara

 

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