Autor Thema: Leserundenfazit, Rezensionen, etc. (ohne Spoiler)  (Gelesen 957 mal)

Offline Kati

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Hier ist Platz für Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein.

Wir legen Wert darauf, dass ihr zum Abschluss der Leserunde ein Fazit einstellt. Eure Rezensionen hier und ihre Verteilung auf anderen Seiten sind wichtig für die Steigerung der Attraktivität von leserunden.de und eine "Gegenleistung" für eure Freiexemplare. Ebenso sind sie ein Dankeschön für die Autoren, die mit uns hier ihre Zeit verbringen.

Wir freuen uns natürlich auch, wenn die Autoren ebenfalls ein Fazit zu ihrer Leserunde einbringen.

Bitte achtet bei eurem Feedback darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen!

Offline odenwaldcollies

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Inhalt:
Die Phönix Tavi befindet sich in Hamburg – mal wieder – auf der Flucht vor den Regierungstruppen. Als sogenannte Seelenlose muß sie im Untergrund leben und ihre Aura der Unsterblichkeit unterdrücken, um nicht in das Visier der Kontinentalarmee zu geraten, die sämtliche  Unsterblichen verfolgen und gefangen nehmen. Gleichzeitig geschehen mehrere Morde in Hamburg, was sehr ungewöhnlich ist: der Ermittler Leon steht vor einem Rätsel, zumal er Dinge an den Opfern wahrnimmt, die scheinbar sonst niemand sieht. Schnell stellt sich heraus, daß Tavi alle Opfer von früher kannte; sie setzt alles daran, dem Mörder auf die Spur zu kommen – und läuft damit Leon über den Weg, der es sich zum Ziel gesetzt hat, sowohl den Mörder als auch Tavi festzunehmen.

Meine Meinung:
Das Buch beginnt rasant mit einer Verfolgungsjagd, dadurch bekommt der Leser direkt viele Informationen über Hamburg und dem Leben in dieser Stadt, vor allem aus Sicht der Unsterblichen, die als Staatsfeinde gelten und gnadenlos verfolgt werden. Die sog. Seelenlosen werden für den Mißerfolg eines Experiments verantwortlich gemacht, das Jahrzehnte zurückliegt. Bis auf wenige Informationen wird im ersten Band nicht aufgelöst, was es mit dem Experiment genau auf sich hat. Das Buch ist von der Handlung zwar in sich abgeschlossen, aber die Rahmenhandlung und die Geheimnisse um die Saiwalo, den Regierenden, wird erst im Laufe der nächsten beiden Bücher aufgeklärt.

Bei Tavi, der Phönix, wird schnell klar, daß sie einige Jahre auf dem Buckel hat – wieviele kann man sich selbst ausrechnen, da sie eine historisch belegte Figur ist. Durch ihre lange Lebenszeit ist sie in der Lage, den Saiwalo immer wieder zu entwischen und ein relativ unauffälliges Leben in Hamburg zu führen. Sie hat den jungen Nathan unter ihre Fittiche genommen, den sie vor Jahren aus einem brennenden Haus gerettet und in ihm die Fähigkeiten eines Geisterwächters erkannt hat. Geisterwächter bilden die Kommunikationsschnittstelle zwischen Saiwalo und Menschen – um zu verhindern, daß Nathan zu einem willenlosen Diener der Saiwalo wird, bildet sie ihn aus, damit er in der Zukunft mit ihr gemeinsam gegen die Regierung antreten kann.

Leon ist der Sohn einer Seelenlosenjägerin und als Angestellter der Kontinentalarmee nicht gut auf die Unsterblichen zu sprechen. Seine ganze Loyalität gilt den Saiwalo. Um seine Karriere zu beflügeln, würde ihm der Fang einer alten Phönix gerade recht kommen. Warum kann er aber Dinge an den Mordopfern sehen, die für andere unsichtbar sind? Und warum verspürt er in Tavis Gegenwart diese seltsame Vertrautheit? Leon ist kein einfacher Charakter: man schwankt als Leser zwischen Sympathie und ihm in den Hintern treten zu wollen.

Aber auch Nathan hat mir gut gefallen: er ist ein typischer Jugendlicher, der oft nicht verstehen kann, warum seine Ziehmutter sich so viele Sorgen um ihn macht und er nicht einfach ein normales Leben führen kann, sondern durch seine Fähigkeiten als wilder Geisterwächter auf der Hut sein muß, damit sie verborgen bleiben. 

Das Ende dieses ersten Teils ist sehr rasant und voller Action und leider nicht unbedingt so, wie ich mir das erwünscht habe. Aber es gibt noch viele Geheimnisse, die weder der Leser noch die Protagonisten kennen und daher hoffe ich auf die nächsten Bände, daß sich doch noch alles zum Guten wenden wird. Glücklicherweise muß ich auf den zweiten Band nicht lange warten.

Zur Leserunde:
Die Leserunde läuft ja noch und ich bin natürlich auch weiterhin mit dabei. Aber ich möchte dich dennoch schon mal herzlich bei dir, Ann-Kathrin, für deine tolle Unterstützung bei dieser Runde bedanken, die sehr viel Spaß gemacht hat. Es wäre schön, wenn wir den zweiten Band auch zusammen lesen könnten, aber da sieht es terminmäßig schon sehr voll aus. Hättest du Interesse? Wann kommt der zweite Teil nochmal genau raus?

Meine Rezension erscheint bei:
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Liebe Grüße
Karin

Offline Kara

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    • Ann-Kathrin Karschnick
Oh, vielen Dank. Ich freue mich, dass es dir gefallen hat. Und in Band 2 wird es definitiv Aufklärung geben.  ;D

Auf jeden Fall habe ich Interesse Band 2 wieder mit euch zusammen zu lesen. Ende August erscheint das eBook und Ende September kommt Band 2 als Print raus. Danach stehe ich euch jederzeit gerne zur Verfügung.  :-*
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Offline zehn123

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Phoenix:Tochter der Asche von Ann-Kathrin Karschnik

Zum Inhalt:
Die Welt hat sich nach einem missglückten Experiment verändert und diie Saiwalo übernehmen die Regierung. Leon arbeitet als Polizist für die Saiwalo. Er ist gerade mit einer mysteriösen Mordserie betraut. Im Zuge der Ermittlungen trifft er auf Tavi. Tavi ist eine sogenannte Seelenlose, eine Phoenix. Und die Saiwalo jagen alle Seelenlosen.

Meine Meinung:
Phoenix ist der Auftakt einer Trilogie. Die beiden Hauptpersonen dieser Geschichte sind sehr interessante Charaktere.

Bei Leon könnte man manchmal ein bisschen aufstöhnen. Auf der einen Seite ist er durchaus liebenswert, auf der anderen Seite handelt er aber manchmal unbedacht und man möchte ihn schütteln. Ein Held mit Ecken und Kanten.

Tavi, eine schon sehr alte Phoenix, hasst die Saiwalo und ihre Handlanger. Auch sie wird auf die Mordserie aufmerksam. Es gibt eine Verbindung zwischen ihr und den Mordopfern, und sie möchte den Mörder unbedingt finden und stoppen. Eine Zusammenarbeit zwischen ihr und Leon ist nicht unbedingt einfach, für uns Leser aber sehr interessant.

Außerdem gibt es noch viele weitere interessante Personen in dieser Geschichte. Nathan, Tavis angenommener Sohn und die Hexe Katharina waren zwei weitere Personen die mir sehr gut gefallen haben.

Die Geschichte hat sich sehr gut lesen lassen. Die Autorin hat eine gutdurchdachte Welt erfunden und mit interessanten Charakteren bestückt. Zum Ende des ersten Bandes werden natürlich nicht alle Fragen geklärt. Nun heißt es warten auf den zweiten Teil. Ich freue mich schon darauf!

Zur Leserunde:
Es macht immer doppelt so viel Spaß ein Buch gemeinsam zu lesen. Das gemeinsame spekulieren und diskutieren ist einfach immer wieder schön. Vielen Dank an die Leserundenteilnehmer und an die Autorin Ann-Kathrin Karschnik. Die Begelietung war toll und die Erklärungen interessant und hilfreich.

Offline Kati

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In Europa hat die Kontinentalarmee unter Führung der Saiwalo die Macht übernommen. Viele Menschen sehen sie als Retter, da diese Geistwesen nach dem Krieg mit Amerika und einem rätselhaften Experiment wieder Ordnung in das Chaos bringen. Schuldig sollen die Unsterblichen sein und auf sie wird Jagd gemacht. Das muss auch Tavi am eigenem Leib erfahren. Sie ist eine der Ältesten und versucht mit allen Mitteln die Ausmaße der Saiwalo-Kontrolle zu bezwingen. Eines Tages erfährt sie von einer Mordserie in Hamburg. Da die Opfer alle zu ihr führen, hängt sie sich an einen Polizisten. Leon wird ihr Leben ganz schön auf den Kopf stellen...

"Freiheit durchflutete sie und erlaubte ihr, sich für einen Moment in die Vergangenheit zu wagen. Die Zeit, als sie noch ohne Verfolgung wandeln konnte. Die Zeit, in der niemand sie aufhielt, wenn sie abhob und davonflog."

Dieser Roman enthält eine ganze neue Mischung des Stoffes, aus dem Fantasygeschichten gemacht werden. Das Setting ähnelt einer Dystopie, hinzu kommen Krimi und eine kleine Prise Romantasy. Hamburg wurde zerstört, überall erinnern Trümmer an den Krieg. Die Stadt ist aufgeteilt in Sektoren und die Grenzen werden mittels spezieller Berechtigungen überprüft. Menschen gehen ihren Arbeiten nach und sie fallen nicht auf, weil die Individualiät auf der Strecke bleibt. In ihren Köpfen hat sich eins festgesetzt: die Seelenlosen müssen vernichtet werden. Doch genau die verfeinern das Bild noch. Egal ob Phoenix, Dämonen, Hexen.... sie alle sind da, ganz versteckt.

Diese Welt bietet außerdem neuartige Technik, die von den Saiwalo stammt mit Unterstützung eines gewissen Nikola Tesla. Ich hatte hier zum ersten Mal etwas vom Tesla-Punk gelesen und finde es großartig, ihn einzubauen. Die Geisterwesen sind die eigentliche Macht und nur die Wächter können zu ihnen sprechen. Alles ist düster und voller Intrigen. Daran muss man sich auch in Bezug auf die Hauptpersonen gewöhnen. Tavi macht ihre Sache gut, doch sie gehört zu einer Minderheit.

Auf der Krimihandlung liegt das Hauptaugenmerk. Die Morde, mysteriöse Zeichen, der Bezug zu Tavi und die Ermittlungen waren für mich sehr interessant. Ungewöhnlich eigentlich, da ich sonst Krimi´s und Thriller überhaupt nicht mag. Es sei denn, es spielen ein paar Untote mit.

"Tochter der Asche" ist der Beginn einer Trilogie. Daher ist es nur logisch, dass viele Einzelheiten und Geheimnisse auf der Strecke bleiben. Aber natürlich stört das im ersten Moment. Die Geschichte war wirklich spannend und die Neugier ist groß. Zum Glück ist der zweite Band bald erhältlich! 

***

Die Leserunde fand ich klasse und ich hatte echt Freude an den Spekulationen. Herzlichen Dank an meine Mitleser und besonders an Ann-Kathrin. Wir lesen uns hoffentlich bald wieder!  :winken:

Offline Kara

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    • Ann-Kathrin Karschnick
"Tochter der Asche" ist der Beginn einer Trilogie. Daher ist es nur logisch, dass viele Einzelheiten und Geheimnisse auf der Strecke bleiben. Aber natürlich stört das im ersten Moment. Die Geschichte war wirklich spannend und die Neugier ist groß. Zum Glück ist der zweite Band bald erhältlich! 

***

Die Leserunde fand ich klasse und ich hatte echt Freude an den Spekulationen. Herzlichen Dank an meine Mitleser und besonders an Ann-Kathrin. Wir lesen uns hoffentlich bald wieder!  :winken:

Ja, die lieben Geheimnisse. Zumindest wird es in Band 2 einiges mehr an Aufklärung geben. ;)

Ich würde mich auch freuen, wenn wir uns wieder lesen. Mir hat es auch sehr viel Spaß gemacht.  :-*
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Offline Mine_Bue

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Hier nun auch endlich endlich meine Rezi (nochmals sorry für die Verspätung)

Mit „Phoenix- Tochter der Asche“ hat Ann- Kathrin Karschnick den Auftakt einer Fantasyreihe rund um die Phoenix Tavi geschaffen. Dieses Buch kann in die Unterordnung des Tesla- Punks eingeordnet werden.

Inhaltsangabe (Quelle: Klappentext):
Europa liegt nach einem fehlgeschlagenen Experiment im Jahr 1913 und diversen Kriegen mit Amerika in Trümmern. Mithilfe des damals führenden Wissenschaftlers Nicola Tesla bauten die Saiwalo, eine überirdische Macht, Europa langsam wieder auf. 120 Jahre später erschüttert eine Mordserie Hamburg, die sich niemand erklären kann. Leon, ein Anhänger der Saiwalo und Mitglied der Kontinentalarmee, wird auf die Fälle angesetzt und trifft bei seinen Ermittlungen auf die rätselhafte Tavi. Wer ist sie und wieso ist sie so fest von der Schuld der Saiwalo an den Morden überzeugt?

Schon das Cover hat mich vom ersten Anblick in seinen Bann gezogen, die Gestaltung des Buches gefällt mir ausgesprochen gut. Der Auftakt einer Trilogie kann in die Kategorie Tesla- Punk eingeordnet werden und bietet eine gelungene Mischung aus Dystopie und Krimi, wobei auch die Liebesgeschichte nicht zu kurz kommt. Man wird gut in die Geschichte und die Welt eingeführt, wobei jedoch einige Fragen diesbezüglich offen bleiben, z.B. wie sich eigentlich die Regierung zusammensetzt. Auf diese Aspekte soll jedoch im zweiten Teil der Reihe näher eingegangen werden. Ich hatte keinerlei Probleme, gut in die Geschichte hereinzukommen und konnte mir Hamburg in seinem beschriebenen Zustand ziemlich gut vorstellen. Auch die Charaktere werden liebevoll beschrieben, man bekommt einen guten Einblick in ihr Tun und Handeln, aber auch in ihre Gedankenwelt. Im Laufe der Geschichte wachsen einen die Charaktere ans Herz, bei anderen ist es ein Wechselbad der Gefühle – ständig ändernde Sympathie und Antipathie – man weiß nicht, was man von manchen Charakteren halten soll, und das ist auch gut so – denn im realen Leben ist es manchmal auch so. Tavi und ich Schützling Nathan sind mir dabei besonders lieb geworden. Die Darstellung des Wesen Phoenix hat mir persönlich sehr gut gefallen, auch wie solche Wesen eigentlich entstehen. Im Gegensatz dazu bin ich mit Leon leider nicht richtig warm geworden. Die Spannung wird im Verlauf der Geschichte permanent aufrecht erhalten, es ereignen sich immer neue Mordfälle und es ist interessant zu lesen, wie Tavi und Leon miteinander zurecht kommen müssen. Die Situation spitzt sich immer mehr zu und am Ende kommt es zu einem fulminanten Ende, das man so vielleicht nicht gedacht hätte. Und in meinem Fall auch so nicht unbedingt gelesen hätte, die Zukunft diverser Charakteren steht in der Schwebe – ein recht offenes Ende, dass auf jeden Fall die Spannung auf den folgenden Teil aufrecht erhält. Die Liebesgeschichte nimmt in diesem Buch eine recht zentrale Bedeutung ein, dies sollte man sich vor dem Lesen auf jeden Fall bewusst sein – jedoch ist es jetzt auch keine kitschige Liebesgeschichte.

Mein Fazit: ein durchaus lesenswertes Buch, ich warte schon sehnsüchtig auf den zweiten Teil, da ich wissen will, wie es weitergeht. Das Buch bekommt von mir wohlverdiente 4 Sterne.


diese werde ich auch hier posten:
Amazon : http://www.amazon.de/gp/cdp/member-reviews/?ie=UTF8&ref_=ya_your_reviews&sort_by=MostRecentReview
lovelybooks : http://www.lovelybooks.de/autor/Ann--Kathrin-Karschnick-/Phoenix-Tochter-der-Asche-1060736601-w/rezension/1109269351/
literaturschock : http://www.literaturschock.de/component/content/article/14-literatur/belletristik/fantasy-a-phantastik/12576-phoenix-tochter-der-asche

die Leserunde hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich fand die Begleitung sehr gut und man hat noch das ein oder andere erfahren, sehr gerne wieder :)
« Letzte Änderung: 29. August 2014, 12:25:31 von Mine_Bue »
LG Mine :)
 

Offline Kati

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Hier ist es ruhig geworden, daher beende ich die Runde nun. Es wäre schön, wenn die fehlenden Fazits noch nachgereicht werden.

An der Stelle auch noch einmal die Einladung: Hier geht es zur Leserunden-Anmeldung von Band 2.  :winken:

Offline Dani

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Die Handlung spielt Anfang 2030 in einer düsteren Zukunft. Nach einem fehlgeschlagenen Experiment 1913 ist die Welt im Chaos versunken. Die Wiederherstellung der Ordnung übernahmen Geistwesen, die Saiwalo, die seitdem an der Macht sind. Sie rotten nach und nach alle unsterblichen Wesen aus, und verunglimpfen sie als Seelenlose. Tavi ist ein Phoenix und eine der ältesten Seelenlosen, die es überhaupt gibt. Als in Hamburg eine rätselhafte Mordserie beginnt, muss sie irgendwann feststellen, dass es anscheinend einen Zusammenhang mit ihr gibt, denn sie kannte jedes der Opfer. Tavi will den Mörder stoppen und herausfinden, worum es ihm überhaupt geht.

Leon ist Ermittler bei der Kontinentalarmee und ebenfalls auf die Mordfälle angesetzt. Er ist höchst ehrgeizig und will schnellstmöglich in der Hierarchie aufsteigen. Er ist den Saiwalo treu ergeben und hat nie an ihnen gezweifelt.

Als Tavi und Leon aufeinandertreffen, begegnen sich zwei Welten. Leon sieht in der Phoenix vor allem eine Möglichkeit, sich zu beweisen und befördert zu werden. Tavi hingegen versucht ihn davon zu überzeugen, dass Unsterbliche durchaus eine Seele haben und die Saiwalo ein völlig falsches Bild von ihnen zeichnen. Notgedrungen machen sich die beiden gemeinsam auf die Suche nach dem Mörder. Und da ist dieses seltsame Gefühl zwischen ihnen – ob ihre Feindschaft vielleicht doch eines Tages in etwas anderes umgekehrt werden könnte?
Insbesondere Tavi hat mir als Figur sehr gut gefallen, mit Leon hatte ich über weite Strecken so meine Probleme, er ist kein einfacher Charakter.

Eine tolle Geschichte, die den Leser allerdings auch fordert. Die Autorin entwirft hier eine spannende, aber düstere neue Welt. Die verschiedenen Wesen und ihre Zusammenhänge erschließen sich erst nach und nach.
Alle Fragen werden auch nicht beantwortet, denn es handelt sich um den ersten Band einer Reihe. Der zweite Teil „Erbe des Feuers“ ist im August erschienen und ich freue mich schon auf die Fortsetzung der Geschichte!
Liebe Grüße
Dani

Offline Rhea

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  • Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen is
Phönix

Das Cover mit seinen warmen Farben lässt das Feuer des Phönix fast spüren. Das Bild korrespondiert gut mit dem Inhalt. Eine schöne Idee ist die Feder als Schnittverzierung.

Gleich die ersten Seiten bringen den Leser mitten hinein ins Geschehen. Die Welt, in die er sich begibt ist ein geordnetes, von einer fremden Macht befriedetes und regiertes Europa, in dem magische Geschöpfe verfolgt werden. Angeblich sind letztere Schuld an einer großen Katastrophe, die die Welt vernichtet hätte, wenn da nicht die Außerirdischen gewesen wären, die kamen, die Welt zu retten. Im Verlauf der Handlung wird der Handlungsort  zunehmend erklärt, aber die Menschen wissen über die, welche ihr Leben seit 120 Jahren bestimmen sehr wenig.
Protagonistin der Handlung ist eine Phönix. Nun, über die Wiederauferstehung eines Phönix habe ich in Märchen oft gelesen und im Harry Potter-Film sogar eine gesehen. Die Idee einen „Menschen“ mit der magischen Eigenschaft und den Flugkünsten eines Phönix auszustatten fand ich einfach super interessant. Sie ist alt, diese Phönix, alt und weise. Aber sie ist auch eine Frau. Wohl deshalb zieht sie sich, entgegen aller Logik, nicht zurück und meditiert weise vor sich hin (wie das die Zauberer und Philosophen gern tun), sondern sie nimmt leidenschaftlichen Anteil an der Welt. Eine Welt, die nicht mehr selbstbestimmt ist und in der magische Geschöpfe von der Masse der Menschen als Ursache allen Übels angesehen werden, als Inkarnation des Bösen sozusagen.
 Ein gefährliches Leben führt diese Phönix, die Menschen rettet, obwohl diese vor ihr Angst haben. (Eine Parallele zur Hexenverfolgung drängt sich auf). Nach und nach erfährt der Leser auch einiges aus dem Leben der Phönix, die auch vor langer Zeit ein „normales“ Leben führte, Kinder hatte, geliebt und gelitten hat.
Ihr Gegenpart ist Polizist, ein loyaler Bürger, der sich die Regeln der Herrscher zu eigen gemacht hat und dessen Karriere durch den Fang eines Phönix wesentlich befördert würde. Klug, stark und ehrgeizig ist er. Bringt die persönliche Bekanntschaft mit der Phönix sein bisher klares Weltbild ins Wanken?
Beide stehen sich bald gegenüber, denn es geschehen Morde, deren Aufklärung auch im ureigensten Interesse der Phönix ist.
Vertrauen oder Verrat? Wer ist Vertrauter, wer Verräter? Auch der Leser weiß es nicht. Wie wird sich die Waage neigen? Wer steht wo und wer wird in dieser Geschichte den Sieg davon tragen? In einer Welt voller Angst ist es nicht leicht zu handeln. Irgendwann muss man den Mut haben, sich auf jemanden zu verlassen und hoffen, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.
Ein Buch voller phantastischer Gestalten und ungeklärter Rätsel. Für mich als Leser von Science Fiction sind die Saiwalo, die fremden Wesen, eine spannende Zugabe.
Ein wenig enttäuscht war ich, als ich erst am Ende des Buches  als noch so viel Geschichte übrig war, die erzählt werden musste, merkte, dass dies keine Einzelband ist. ABER: Teil 2 ist schon gedruckt und harrt der Lesenden.

Fazit:
Ein spannender Fantasieroman, der eventuell sogar ein crossover zur SF sein könnte. Ein Buch, dass von der Notwendigkeit erzählt, alle Schattierungen der Charaktere von Menschen zu beachten und sich vor Pauschalurteilen zu hüten.

Dank an die Leserunde, auch wenn es spät kommt! Es hat auf alle Fälle Spaß gemacht gemeinsam zu knobeln.

 

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