Autor Thema: Leserundenfazit, Rezensionen (ohne Spoiler)  (Gelesen 1922 mal)

Offline odenwaldcollies

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Ein wichtiger Punkt der Leserunden sind eure Rezensionen zum Buch und Meinungen zur Leserunde allgemein – daher legen wir viel Wert darauf, dass ihr zum Abschluß euer Fazit hier einstellt.

Zahlreiche Rezensionen hier und die Streuung auf anderen Seiten steigern bei den Verlagen und Autoren die Attraktivität von Leserunden.de: Denkt daran, dass die Rezensionen für die Verlage die "Gegenleistung" für die Freiexemplare sind.

Wir freuen uns, wenn der/die AutorIn ebenfalls ein Fazit zur Leserunde einstellt.

Bitte achtet darauf, nichts Wichtiges zu verraten. Diesen Thread lesen evtl. auch Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, aber es noch tun wollen!
Liebe Grüße
Karin

Offline odenwaldcollies

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Meine Meinung:
Mit diesem historischen Roman entführt die Autorin den Leser in die Mongolei und nach China des 15. Jahrhunderts. Ungefähr zur gleichen Zeit kommen in beiden Reichen zwei Frauen an die Macht, deren Lebenslinien nicht nur ähnlich verlaufen, sondern sich auch immer wieder begegnen. Beide Reiche verbindet eine lange Feindschaft, noch tief sitzt in China die Schmach, daß vor gut 100 Jahren die Mongolen Nordchina in ihrer Gewalt hatten.
Aber auch unter den Mongolen gibt es immer wieder Konflikte: seit Dschingis Khan gab es keinen Khan mehr, der es wie der große Urvater schaffte, die Stämme zu einigen und damit innerlich zu stärken.

Die junge Manduchai, die die zweite Frau des amtierenden Khans wird, ist sich dieser inneren Schwächung der Mongolen bewußt und versucht mit den ihr zur Verfügung stehenden Mittel, über ihren Mann Einfluss auf die Politik zu nehmen. Leider sind diese Mittel als Frau sehr begrenzt und sie muß auf ihre große Chance warten.
Manduchai hat mir mit ihrer Klugheit, Weisheit und Voraussicht imponiert, sie weiß genau, wie sie die Menschen auf ihre Seite ziehen kann; nicht mit Gewalt und Härte, sondern mit Gerechtigkeit und Anerkennung.

In China erlebt der Leser den Aufstieg der Dame Wan Zhen'er von der Kinderfrau eines abgeschobenen Kronprinzen zu Konkubine des Kaisers von China, die für den jungen Kaiser die Fäden der Macht in der Hand hält. Wie Manduchai verfügt sie über Voraussicht und Klugheit, bedient sich aber auch der einen oder anderen List oder Intrige, um ihr Ziel zu erreichen.

Ich habe mir Manduchai und Wan wie zwei exzellente Schachspielerinnen vorgestellt, die das königliche Spiel perfekt beherrschen.

Eine der stärksten Nebenfiguren ist für mich Manduchais Vater: Tsorokbai-Temur ist die rechte Hand des amtierenden Taidschis, einem einflussreichen Kriegsherrn. Er ist absolut loyal und wird dadurch in einen Gewissenskonflikt gestürzt. Wie seine Tochter ist er ein guter Menschenkenner und zum Zeitpunkt seiner schlimmsten Erniedrigung zeigt er wahre Größe, schluckt seinen persönlichen Stolz runter, um die Seinen zu schützen.

Eine wichtige Schlüsselfigur ist der Chinese Ma Jing, das Murmeltier: er kommt als Kriegsgeisel zu den Mongolen und übernimmt dort die Aufsicht und Erziehung von Manduchai. Nach Jahren bei den Mongolen erkennt er, daß sie nicht nur mehr Feinde für ihn sind, mit Manduchai verbindet ihn eine tiefe Freundschaft, aber auch sein Verhältnis zu Tsorokbai-Temur ist besonders.
Dennoch hängt sein Herz auch an seiner alten Heimat, aber er weiß, daß er wegen seines Verrats an seinen Landsleuten niemals mehr zurückkehren kann. Aber immer kommt er als Verbindung zwischen Manduchai und Wan ins Spiel.

Die dritte Figur, die mich stark beeindruckt hat, ist der mongolische General Önbolod, einer der wenigen Männer, die sich mit Manduchai auf Augenhöhe befinden. Er wird ihr loyaler Freund und Vertrauter, bis ein schrecklicher Verdacht ihre Beziehung zu vergiften droht.

Die Sprache des Buches ist der asiatischen Sprachweise angepasst, mit all seinen bildhaften Be- und Umschreibungen, ich habe ein paar Seiten gebraucht, damit vertraut zu werden, aber danach habe ich diese schöne Sprache einfach nur genossen.
Das Buch ist in fünf Teile unterteilt, die die verschiedenen Lebensabschnitte von Manduchai und der Dame Wan beleuchten. Neben dem Leben der beiden Frauen erfährt der Leser auch viel über die Geschichte und Kultur der Mongolen und Chinesen.

Mich konnte die Geschichte über all die Seiten faszinieren und doch hat die Autorin es geschafft, im letzten Teil der Handlung noch die Krone aufzusetzen mit einer ganz starken Szene, auf die ich nicht näher eingehen werde, um nichts zu verraten.

Ein tolles Buch – und ich habe mich am Ende gefragt, warum ich bisher nur ein einziges Buch von der Autorin gelesen habe.

 :buchtipp:

Zur Leserunde:
Nicht nur das Buch war toll, auch die Leserunde war wieder sehr schön. Liebe Tanja, herzlichen Dank für deine Unterstützung und ich würde mich freuen, wenn wir uns hier irgenwann wiederlesen würden  :winken:

Meine Rezension erscheint bei:
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Liebe Grüße
Karin

Offline gagamaus

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Inhalt:
Wir befinden uns im 15. Jahrhundert an der Grenze zwischen der Mongolei und China. Fast zur selben Zeit gelangen zwei Frauen in der Hierarchie ihres Landes auf ähnliche Weise ganz weit nach oben.
Da ist einmal Manduchai, die Tochter eines mongolischen Stammesfürsten. Schon in jungen Jahren ist sie klüger als ihre gleichaltrigen Spielgefährten und man ahnt schnell, dass hier eine ungewöhnliche Frau heranwächst. Als ihr der Kriegsgefangene Ma Jing als aufmerksamer Wächter und Lehrer zur Seite gestellt wird, erhält sie die Möglichkeit auch die positiven Seiten der chinesischen Kultur zu erfahren und den Feind auf ganz besondere Weise kennen zu lernen. Schließlich wird sie dem Khan zur Zweitfrau gegeben und verlässt ihre Familie. Ihre Weitsicht und ihr kluges strategisches Talent werden hier geschult und immer mehr entwickelt sie sich zu einer Führungspersönlichkeit, die auch politische Ränke und persönliche Gefühle nicht von ihrem Weg abbringen können. Ihr Ziel ist die Einheit des mongolischen Volkes unter einem starken gütigen Khan. Als ihr Mann stirbt kümmert sie sich mit Hingabe um den einzigen legitimen Nachfolger, einen ungeliebten kleinen Knaben.
Zum anderen gibt es die Kinderfrau Wan, die eigentlich nur den Sohn des chinesischen Kaisers hüten soll aber über ein ausgeprägtes Talent zu Intrige und Manipulation verfügt und die mit List und Schläue ihre Position verbessert, ausweitet und festigt, bis sie nach Jahren zur Geliebten des Kaisers aufsteigt.
Schließlich stehen sich Manduchai und Wan als Gegnerinnen gegenüber.

Meine Meinung:
Von der ersten Seite an hat mich das Buch „Manduchai – die letzte Kriegerfürstin“ gefesselt. Tanja Kinkel schaffte es, mich in eine fremde, exotische Welt zu entführen, in der mongolische Kleinkinder auf Ponys durch die raue Steppe reiten, während andernorts kleinen chinesische Mädchen die Zehen gebrochen und die Füße zu winzigen Deformationen gebunden werden. Eine Welt von Filz-Jurten und chinesischen Palästen, von Eunuchen und Vielweiberei, von Kampf, Kriegskunst und strategischen Machtspielen.  Dabei habe ich nicht nur einen Schatz historischer Fakten gefunden, verpackt in eine spannende und glaubwürdige Geschichte, sondern vor allem sind mir die Personen sehr schnell ans Herz gewachsen und ich war fasziniert davon, wie eindringlich und schillernd sie beschrieben wurden. Ihre Erlebnisse haben mich zum Lachen gebracht und auch zum Weinen, haben mich erschüttert und überrascht.
Hervorheben möchte ich unbedingt, wie gut mir die Wortduelle gefallen haben, die in wundervollen Dialogen geführt wurden und die ebenso feinsinnig und trickreich waren, wie sie unterhaltsam und lebensnah rüberkamen.
Der anspruchsvolle Erzählstil hat mich restlos überzeugt und selten hat mir ein historischer Roman so viel Spaß gemacht. Definitiv eines meiner Jahreshighlights und von mir die volle Punktzahl.

Die Leserunde war – natürlich auch durch die lebhafte Begleitung von Tanja Kinkel - ein Erlebnis und hat das Leseerlebnis um einiges bereichert und vertieft. Ich würde mich auch sehr freuen, liebe Tanja, wenn wir das mal wiederholen dürfen. Das bedeutet ja auch, dass ich mich auf ein neues Werk aus deiner Feder freuen darf.  8)

 :buchtipp: :klatschen:

http://www.lovelybooks.de/autor/Tanja-Kinkel/Manduchai-Die-letzte-Kriegerk%C3%B6nigin-1111480111-w/rezension/1120708818/

http://www.amazon.de/gp/cdp/member-reviews/A3IUD42GW81VJA/ref=cm_cr_pr_auth_rev?ie=UTF8&sort_by=MostRecentReview

http://wasliestdu.de/rezension/toller-historischer-schmoeker

http://www.literaturschock.de/component/content/article/12-literatur/belletristik/historische-romane/12740-manduchai-die-letzte-kriegerkoenigin

http://www.literaturschock.de/literaturforum/index.php/topic,34886.0.html
:lesen:
Ulf Schiewe - Thors Hammer
Tad Williams - Die Hexenholzkrone

Taubenschlag

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China und Mongolei im 15. Jahrhundert: Seit langer Zeit sind das Kaiserreich China und das Khanat Mongolei verfeindet. Immer wieder kommt es zu kriegerischen Auseinandersetzungen der beiden Reiche, bis zwei Frauen aus einfachen Verhältnissen, eine Chinesin und eine Mongolin, es schaffen in der von Männern dominierten Welt in machtvolle Positionen in ihrem Land zu kommen. Die Mongolin Manduchai wird an der Seite ihres Mannes Khatun der Mongolei und nach dessen Tod Herrscherin der Mongolen. Wan Zhen'er, die Kinderfrau des Thronfolgers und späteren Kaisers von China wird als dessen Konkubine zu dessen wichtigsten Beraterin und kann so die Macht im chinesischen Reich massgeblich beeinflussen. Wir werden als Leser Zeugen des spannenden Lebens dieser beider Frauen und ihrem Kampf um ein friedliches Zusammenleben der beiden Reiche.

Anhand der Beschreibungen des Lebens der beiden Frauen tauchen wir tief in die Welt Asiens im 15. Jahrhunderts ein. Manduchai nimmt uns mit in das Leben der Mongolen mit ihren alten Traditionen, ihrem Aberglauben und ihrer Verehrung Dschingis Khans, während Wan Zhen'er uns das Leben in der Verbotenen Stadt zeigt, mit ihren Zeremonien, den gebundenen Füssen der Frauen und dem Weltbild Chinas in der damaligen Zeit.
 
Die beiden Frauen werden sehr gut charakterisiert, so dass man sich wirklich ein gutes Bild der beiden Personen und ihrem Leben machen kann.
Schnell entdecken wir Parallelen in den Lebensläufen dieser Frauen, die doch aus so unterschiedlichen kulturellen Hintergründen kommen. Die Autorin baut eine spannende Geschichte um die überlieferten Fakten des Lebens der beiden Frauen und den Männern in ihrer Umgebung auf. Man merkt auf jeder Seite, dass die Fakten gut recherchiert sind und auch in den Roman eingebracht werden, ohne dass dieser an einer Stelle langweilig wird.

Der Schreibstil ist anspruchsvoll, insbesondere die Beschreibungen des Lebens in der Mongolei hat bei mir einiges an Konzentration bedurft, um der detailliert beschreibenden Sprache immer folgen zu können, um so schöner war dann das Bild, das von der Mogelei und dem Leben dort gemalt wurde. Mit den Beschreibungen des Lebens in der Verbotenen Stadt bin ich besser zurecht gekommen, mir schienen die Beschreibungen hier etwas weniger gemalt zu sein. Aber auch hier bekommen wir eine schönes Bild des Lebens und der Intrigen im Peking der damaligen Zeit.

Wirklich ein tolles Buch für den Leser, der eine tolle Geschichte verbunden mit den politischen Hintergründen der Zeit und einem tollen Panorama des damaligen Lebens lesen möchte. Das Buch regt auch an, über den Sinn ewiger Feindschaften und Kriege nachzudenken.  Keine leichte, aber eine lohnende Kost. Das Buch ist auf jeden Fall empfehlenswert.
« Letzte Änderung: 11. November 2014, 13:28:02 von Taubenschlag »

unclethom

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Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass dies das erste Buch das ich von Tanja Kinkel gelesen habe. Ich habe zwar ein weiteres Buch der Autorin schon seit mehr als 10 Jahren im Regal stehen, wie ich bemerkt habe als ich kürzlich meine Bibliothek katalogisiert habe, aber irgendwie ging es mir bisher durch die Lappen.
Tanja Kinkel ist es gelungen mich mit Manduchai schon recht schnell abzuholen. Der Schreibstil, für manch einen vielleicht teilweise zu ausführlich, aber ich finde, dass es genau das ist was unter anderem den Reiz dieses Buches ausmacht. Gerade wenn man mit der Epoche und der Region nicht so bewandert ist, bekommt man alle notwendigen Informationen in diesem Buch frei Haus geliefert.
Die Schauplätze und die Figuren sind so bildhaft beschrieben, dass es einem leicht fällt sich in sie hinein zu versetzen. Besonders die Figuren sind so fein gezeichnet und so glaubhaft, dass sie schnell ihr Eigenleben beginnen. Und selbst wenn man das Buch beiseitelegt, denkt man immer wieder über die Handlung nach, über die Figuren und wie sie damals gelebt haben müssen. Es ist nicht nur ein Buch, das eine Fiktion erzählt, sondern eher ein Buch das einem die Geschichte der Mongolen und der Chinesen zu dieser Zeit näher bringt.
Mit diesem Buch hat mich Tanja Kinkel als Fan gewonnen.
All denen die sich nicht nur Unterhalten lassen wollen, sondern auch etwas aus der Geschichte lernen wollen, kann ich das Buch wärmstens ans Herz legen.
5 von 5 Sternen und eine glasklare Leseempfehlung.

Ich bedanke mich recht herzlich bei Tanja Kinkel, dem Droemer Knaur Verlag und natürlich auch bei Leserunden.de


Hier findet man meine Rezension ebenfalls:

Auf unserem Blog: http://mundolibris.blogspot.de/2014/11/tanja-kinkel-manduchai-dieletzte.html#links

Bei Facebook auf der Blogseite: https://www.facebook.com/pages/mundolibrisblogspotde/230008287150601?ref=hl

Bei Facebook auf meiner persönlichen Seite: https://www.facebook.com/thom7164

Sowie auch bei:

- www.Amazon.de
- www.buch.de
- www.weltbild.de
- www.thalia.de
- www.hugendubel.de
- www.jokers.de
- www.buecher.de
- www.mayersche.de
- www.wasliestdu.de
- www.lovelybooks.de
- www.histocouch.de
« Letzte Änderung: 13. November 2014, 15:38:36 von unclethom »

Offline Tanja Kinkel

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Ich habe derzeit nicht immer online-Zugang, deswegen bitte ich diejenigen, die noch nicht mit dem Lesen fertig sind, dieses vorläufige Fazit nicht falsch zu verstehen - auch auf Eure Beiträge bin ich noch sehr gespannt, und werde sie lesen!

Also, vorläufiges Fazit: für mich als Autorin war es gleichzeitig spannend und erfreulich, zu sehen, wie ihr euch auf den Roman und seine Figuren eingelassen habt. Ein paarmal mußte ich mich zurückhalten, und nichts sagen, etwa bei der Diskussion um Ma Jings Motive während seiner Abschiedsszene mit Manduchai - da waren gerade die unterschiedlichen Auslegungen schön, und ich wollte keine "eindeutige" Autoreninterpretation liefern, welche diese abgebrochen hätten. (Außerdem hätte ich die Szene ja auch anders geschrieben, wenn sie eindeutiger hätte sein sollen.)

Daß für mehrere Teilnehmer sowohl die mongolische Geschichte als auch meine Romane "Neuland" waren, machte es für mich besonders spannend, und ihr könnt euch vorstellen, wie ich mich freue, "Manduchai"  so gut aufgenommen zu sehen. Allen Lesern und Teilnehmern danke ich sehr herzlich!  :winken:
Carpe Diem!

Nina2401

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Ich habe nun auch meine Rezension zu diesem wunderbaren Buch geschrieben. Ich bedanke mich ganz herzlich für diese tolle Leserunde. Und ganz besonders bei dir liebe Tanja für die nette Begleitung und die vielen Informationen. Es war mir eine so große Freude, hier mit zu machen!

Ein großartiger Roman über eine großartige Frau

Die Geschichte Asiens finde ich so interessant und faszinierend und bin deshalb immer auf der Suche nach Romanen, die mich in das vergangene Asien entführen. Tanja Kinkel hat im letzten Jahr anlässlich einer Lesung ein bisschen über dieses Buch erzählt und da stand für mich schon fest, dass ich es unbedingt lesen möchte.

Anfangs musste ich mich etwas an den Schreibstil gewöhnen, denn Tanja Kinkel hat eine ganz besondere Sprache. Sie erzählt sehr „dicht“ und hat zwischen den Zeilen viele kleine Kostbarkeiten versteckt. So habe ich sehr langsam gelesen, weil ich nichts davon verpassen und diese wunderbare Art zu erzählen ganz bewusst genießen wollte.

Die Mongolei ist für mich historisches Neuland und so war es wahnsinnig fesselnd, so viel über dieses Volk und seine ganz eigene Lebensart zu erfahren.

Die Geschichte beginnt mit der kleinen Manduchai und das kleine Mädchen hat sich mit ihrer Klugheit und ihrem Humor schnell einen Platz in meinem Herzen erobert. Schon als Kind begegnet sie der Dame Wan und auf eine besondere Weise ähneln sich die Lebenswege der beiden „großen“ Frauen. Ich darf sie einige Jahre begleiten und miterleben, wie sie sich zu einer großartigen Persönlichkeit entwickelt, die an ihren Aufgaben wächst und so viel Gutes für ihr Volk tut.

Tanja Kinkel beschreibt so intensiv und mit so viel Feingefühl, ich bin regelrecht eingetaucht in diese mir so fremde Welt. Es gibt viele Szenen, die auf eine einzigartige Weise emotional sind. Es gibt so viele Szenen, die so atemraubend spannend sind. Und es gibt so viele Szenen, die mich staunen und lächeln lassen. Ich erfahre so viel, so viel erstaunliches, so viele Feinheiten und Kleinigkeiten, die aber diese Geschichte so besonders machen. Ich habe den Text regelrecht aufgesaugt und die Bilder in meinem Kopf genossen. Ich habe mir einige Weisheiten aufschreiben müssen, damit ich sie nach Lust und Laune immer wieder lesen kann: „Wer alle seine Ziele erreicht, hat sie wahrscheinlich zu niedrig gewählt, doch nur ein Narr tut, was er nicht lassen kann, wo der Weise lässt, was er nicht tun kann“ (S. 150). Nicht nur die Chinesen verstanden sich auf das Schmieden von Worten, Tanja Kinkel schreibt so kluge und kunstvolle Sätze, ich musste immer wieder inne halten, um sie zu verinnerlichen und zu genießen.

Es ist ein bisschen schade, dass so großartige Persönlichkeiten wie Manduchai hier kaum bekannt sind. Um so glücklicher bin ich über dieses fantastische Buch, mit dem Tanja Kinkel Manduchai ein würdiges Denkmal gesetzt hat!

Und hier sind meine Links:

http://www.eseloehrchen.de/rezension/manduchai-die-letzte-kriegerkoenigin-von-tanja-kinkel-rezension
http://www.amazon.de/review/R1V1H5KNZKUO51/ref=cm_cr_pr_perm?ie=UTF8&ASIN=3426199661
http://www.lovelybooks.de/autor/Tanja-Kinkel/Manduchai-Die-letzte-Kriegerk%C3%B6nigin-1111480111-w/rezension/1122284859/
http://wasliestdu.de/rezension/ein-grossartiger-roman-ueber-eine-grossartige-frau
http://www.reliwa.de/books/565633?show=reviews
http://www.buecher.de/go/user_user/showUserProfile/enc_cid/VFRHVlpQRlRU/

Offline Dani

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Anbei meine Rezension, es war eine tolle Lektüre und hoch interessante leserunde!

Die Mongolei im 15. Jahrhundert. Manduchai wächst als Tochter eines einflussreichen Stammesführers auf. Die Mongolen leben seit Jahrhunderten wir ihre Vorfahren zu Zeiten des Urvaters Dschingis Khan, doch ihr Volk ist nicht mehr dasselbe wie zu dessen  Zeiten.
Als junge Frau wird Manduchai als Zweitfrau mit dem amtierenden Khan verheiratet, doch schnell erkennt sie, dass ihre Ehemann keine wirkliche Macht ausübt, sondern der Titel des Khans nur noch ein Ehrentitel ist. Die Entscheidungen werden vom obersten Kriegsherren getroffen, doch es herrscht selten Einigkeit unter den verschiedenen Stämmen und so zersplittern die „Kinder des Ewigen Blauen Himmels“ in zahlreiche Grüppchen, in denen jeder nach dem eigenen größtmöglichen Vorteil strebt. Manduchai ist jedoch eine kluge Frau, die jahrelang Zeit hat, sich in all diese Ränkespiele hineinzudenken und einen Ausweg zu ersinnen, der ihrem Volk die Einigkeit zurückbringen soll.

Parallel zu Manduchai kommt auch in China eine ganz besondere Frau an die Macht. Die Kinderfrau Wan entwickelt ehrgeizige Pläne, um ihren Schützling, den Sohn des Kaisers, an die Macht zu bringen und an seiner Seite zu bleiben. Sie geht hierbei sehr ungewöhnliche Wege, vor allem im Hinblick auf die starren Strukturen, die das Reich der Mitte eigentlich beherrschen. Umso erstaunlicher ist die Position, die Wan im Lauf der Zeit für sich erkämpft und jahrelang innehat.

Anhand dieser beiden ungewöhnlichen und beeindruckenden Frauengestalten erzählt Autorin Tanja Kinkel die  Geschichte der Mongolen und Chinesen im 15. Jahrhundert. Faszinierend fand ich bei beiden Frauen ihre Fähigkeit, vorauszudenken, ihre Umgebung und Gegner richtig einzuschätzen und ihnen immer mehrere Schritte vorauszuplanen, aber auch ungewöhnliche Dinge zu tun und ihre Gegner somit in die Irre zu führen.

Auch wenn der Buchtitel Manduchai gehört, spielt Wan ebenfalls eine große Rolle. Verbunden werden die beiden historischen Figuren im Buch durch den fiktiven Ma Jing, einen chinesischen Eunuchen, der von Manduchais Vater als Kriegsgefangener genommen wurde und jahrelang als Manduchais „Kindermädchen“ und später als ihr Vertrauter fungiert.

Zu Beginn musste ich mich erst ein bisschen in den Stil hineinfinden, aber nach einigen Seiten fand ich ihn absolut passend für Zeit und Ort dieser Geschichte. Es ist kein Buch, das man mal eben nebenher liest, denn die vielen Verknüpfungen und Verwicklungen der Figuren untereinander, die Pläne und Gedankenspiele und der geschichtliche Hintergrund erfordern einiges an Aufmerksamkeit. Ich habe durch das Buch aber auch wirklich viel gelernt. Ich wundere mich, dass ich vorher noch nie von Manduchai oder auch Wan gehört habe. Asiatische Geschichte wird bei uns anscheinend eher vernachlässigt. Es ist ein besonderer historischer  Zufall, dass damals in eigentlich von Männern geprägten Gesellschaften zwei Frauen so mächtig wurden. Man merkt dem Buch die intensive Recherche an und so ergibt sich ein spannendes Bild zweier faszinierender Frauen und ich bin  wirklich froh, durch das Buch mehr über sie erfahren zu haben.
Liebe Grüße
Dani

Offline dodo

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Inhalt:

Im fünfzehnten Jahrhundert beschließen zwei völlig unterschiedliche Frauen ihr Leben und ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Wan lebt in der chinesischen verbotenen Stadt als Kinderfrau des Thronfolgers. Als dieser plötzlich seinen Platz in der Hierarchie verliert, geht es sowohl für sie als auch für ihren Schützling um alles. Sie nützt von an skrupellos die bis her in ihr schlummernde Talente, bis sie letztendlich als Geliebte des Kaisers zur mächtigsten und gleichzeitig gefährlichsten Frau Chinas aufsteigt.

Manduchai wächst unbeschwert als geliebte Tochter eines großen Mongolengenerals in der Jurte ihrer Eltern auf. Als sie mit dem Khan ihres Volkes verheiratet wird, ändert sich für sie alles. Schnell erkennt sie, dass ihr Gatte nur noch dem Namen nach der Herrscher ihres Volkes ist. Langsam und vorsichtig beginnt sie selbst die Zügel in die Hände zu nehmen, um viele Missstände beseitigen und gleichzeitig die unterschiedlichen Sippen endlich wieder vereinen zu können.

Meine Meinung:

Tanja Kinkel verpackt in diesen spannenden, hervorragend geschriebenen historischen Roman die packende Geschichte zweier wirklich existierender Frauen. Man kann von Anfang an ohne Schwierigkeiten in diese für europäische Leser fremde Welt eintauchen. Die Protagonisten mit all ihren Stärken und Schwächen sind sehr gut herausgearbeitet und ihre Charakterentwicklung immer nachvollziehbar. So ist es kein Wunder, dass sie einem schnell ans Herz wachsen und man mit ihnen mitfiebert, leidet und hofft.

Der Schreibstil ist wunderbar bildhaft und passt perfekt zur beschriebenen Zeit und Örtlichkeit. Viele auch unangenehme Fakten werden beim Lesen wie nebenbei mitgenommen. Man erfährt von Vielweiberei, die Stellung der Eunuchen am Hof und in der Gesellschaft, über die Praxis der gebundenen Füße, aber auch über den Ablauf einer Teezeremonie. Eine genaue und intensive Recherche ist spürbar, aber übertüncht nie dominant das Lesevergnügen.

Fazit: Ein hervorragendes Buch über zwei starke Frauen in einer auch im asiatischen Raum frauenfeindlicher Zeit.

 :buchtipp:


Entschuldigt bitte, dass es diesmal etwas gedauert hat mit meiner Rezension. Vielen lieben Dank an meine Mitleser für eine tolle, diskussionsreiche Leserunde und natürlich an Tanja, die uns so freundlich und aufmerksam begleitet hat.  :winken:

Offline Rosenprinzessin

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Hallo, Ihr Lieben!

Also, ich möchte mich dafür entschuldigen, dass ich es bei dieser Leserunde leider nicht geschafft habe, mit Euch mitzulesen und zu diskutieren. Das tut mir unglaublich leid und ist mir wirklich unangenehm.  :-[
Ich habe das Buch inzwischen gelesen und darauf verzichtet, in den letzten mir fehlenden Abschnitten etwas zu schreiben, da die Leserunde ja schon lange vorüber ist.  :-[
Trotzdem möchte ich mich natürlich noch bedanken für Buch und Leserunde, und ich gelobe wieder Besserung für 2015.
Und bei dieser Gelegenheit wünsche ich Euch natürlich allen einen guten Rutsch und alles Gute für das Neue Jahr!  :winken:

Zum Buch:

Asien im 15. Jahrhundert: Zwei ganz unterschiedlichen Frauen gelingt es, ihr Volk zu führen.
Manduchai wird zur Königin der Mongolen, während Wan die wahre Herrscherin auf dem Drachenthron wird.

Mein Leseeindruck:

Ich lese sehr viele Historische Romane, aber die wenigsten davon spielen in Asien. Daher war ich sehr gespannt und neugierig auf dieses Buch, da mir bisher auch Manduchai bisher noch unbekannt war. Ihr Leben ist dabei sehr spannend und faszinierend, und auch Wan ist eine beeindruckende Frau gewesen. Es war daher sehr interessant, über diese beiden sehr unterschiedlichen Frauen zu lesen.

"Manduchai" ist dabei kein Buch für zwischendurch, denn der Schreibstil der Autorin ist schon besonders und anspruchsvoll.

Wer also mal einen wirklich "anderen" Historischen Roman lesen möchte, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen.
Es hebt sich von der breiten Masse der Historischen Romane ab.


Lesen aus Leidenschaft

Offline Dani

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Liebe Grüße
Dani

Offline Lovelysecrets

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Inhalt

"Sie sind die mächtigsten Herrscherinnen ihrer Zeit - zu einem hohen Preis:
Manduchai muss sich gegen ungeheure Widerstände bis an die Spitze der Mongolenheere kämpfen. Ihr gefährlichster Rivale dabei ist ausgerechnet ihre große Liebe. Doch es gelingt ihr, und sie kann das Volk Dschingis Khans noch einmal zur alten Größe führen.
Wan war zunächst die Kinderfrau des chinesischen Kaisers, dann seine Geliebte, ehe sie in den Rang der kaiserlichen Konkubine aufstieg und zur wahren Herrscherin Chinas wurde. Trotzdem musste sie tagtäglich um die Gunst des Kaisers gegen Eunuchen, Minister, Kriegsherren und junge schöne Rivalinnen kämpfen. Doch erst in Manduchai erkennt sie die ebenbürtige Gegnerin, die ihr gerade geformtes Reich gefährdet. So gibt sie den Neubau der total verfallenen großen Mauer in Auftrag.
Als sich die Frauen nach Jahren der Intrigen und Kriege, nach Jahren des Mordens gegenüberstehen, wissen sie, dass es in ihren Händen liegt, ob das Töten weitergeht."

Quelle: Droemer Knaur


Meinung

Das ist das erste Buch von Tanja Kinkel, das ich gelesen habe. Leider wird es auch zur Zeit das letzte Buch sein. Vielleicht werde ich irgendwann später wieder ein Buch von ihr lesen.
Die Kurzbeschreibung hatte mein Interesse geweckt. Auch das Cover hat mich überzeugt, sodass ich mich dazu entschlossen hatte, das Buch zu lesen. Leider hatte ich sofort beim Einstieg in das Buch Probleme gehabt. Ich hatte Schwierigkeiten, in das Buch reinzukommen. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig. Auch nach dem ich das Buch zu Ende gelesen habe, konnte ich mich nicht an das Schreibstil gewöhnen, geschweigedenn mit dem Buch anfreunden.
Die Satzkonstruktion und der Sprachgebrauch sind hoch angesetzt, was ich für meine Verhältnisse zu schwierig fand. Daher konnte ich auch nicht flüssig lesen. Ich musste immer konzentriert lesen, wodurch ich für das Buch umso mehr Zeit gebraucht hatte.

Darüber hinaus sind ungewöhnliche Namen der Charaktere zu finden. Glücklicherweise findet man sofort zu Beginn des Buches ein Personenverzeichnis, welches ich häufig benutzt habe. Die Entwicklung der Charaktere finde ich hingegen sehr gut gelungen. Und bewundee Tanja Kinkel für diese Arbeit!

Aufgrund dieser Schwierigkeiten hatte ich auch Probleme, den Handlungen zu folgen. Später hatte sich das dann gelegt. Auch das Ende fand ich passend gewählt und ist authentisch erschienen


Fazit
Ein anspruchsvolles Buch, das eine interessante Thematik hat. Ich persönlich hatte leider einige Schwierigkeiten mit dem Buch und konnte mich auch nicht mit ihm anfreunden. Aber wer zuvor Tanja Kinkels Bücher gelesen hat, dem wird dieses Buch definitiv gefallen.
Ein Buch zwar nicht für jedermann, aber für besondere Leser.




PS: Ich habe jetzt die letzten Eindrücke nicht gepostet, weil die Leserunde schon fertig ist und fast keiner mehr vorbeischaut :/ Ich hoffe, ihr habt für meine private Lage Verständnis. Zudem kommt noch, dass das Buch nicht mein Fall war, aber ich dennoch zu Ende gelesen habe, da ich es hier für die Leserunde erhalten habe. Ich hoffe, man liest sich in künftigen Leserunden. Mein Privatleben hat sich, zwar nicht ganz, aber etwas normalisiert. Danke!

Offline MunaGermann

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Rezension „Manduchai – Die letzte Kriegerkönigin“ von Tanja Kinkel

Tanja Kinkels neuster historischer Roman nimmt uns mit auf eine Reise in die Mongolei und in den chinesischen Kaiserpalast im 15. Jahrhundert. Dort gelingt es zeitgleich zwei verschiedenen Frauen, auf ungewöhnlichem Wege große Macht zu erlangen und jahrzehntelang zu behalten.

In der Mongolei ist Manduchai zunächst nur die junge Zweitfrau eines schwächlichen Mongolen-Khans. Doch inmitten eines Wirrwarrs von Intrigen und Machtkämpfen gelingt es ihr nicht nur zu überleben, sondern auch Verbündete zu gewinnen und schließlich die Stämme der Mongolen zu einen.

In China hat nach tödlichem Hin und Her die Kinderfrau Wang ihrem Schützling, dem jungen Prinzen, zur Macht verholfen und damit auch sich selbst. Sie lässt die chinesische Mauer gegen die Mongolen erneuern und verbessern, die wie wir wissen, bis heute besteht.

Völlig lebensecht hat Tanja Kinkel die von Misstrauen und Lebensgefahr verseuchte Luft im Dunstkreis der Mächtigsten dargestellt. Wer mit wem, wer gegen wen, wer spricht die Wahrheit, wer lügt und warum? Hier stirbt kaum jemand einen natürlichen Tod, und so ist die Geschichte spannend vom Anfang bis zum Ende, zumal die Leserin gerade die wilde, tapfere, kluge Manduchai ins Herz schließen muss. Ganz gleich ob als Mutter, Tierpflegerin, repräsentative Khatun oder gar als Kriegerin, immer weiß Manduchai, was sie zu tun hat.

Tanja Kinkel hat wie immer gründlich recherchiert, dabei original asiatische Quellen für uns angezapft und aus diesem Material eine schlüssige Geschichte gemacht. Beim Lesen fühlte ich mich als sei ich tatsächlich dort, in der Jurte, auf der weiten Steppe oder im Kaiserpalast. Bitte mehr davon!

Ein besonderes Leseerlebnis war dieses Buch auch darum, weil die Autorin selbst unsere Leserunde bei www.leserunden.de begleitete, Fragen beantwortete und zusätzliche Informationen und Fotos bereitstellte. Das hat Spaß gemacht!


Die Rezension erscheint im "Veilchen" (Literaturzeitschrift): www.geschichten-manufaktur.de
Vermutlich nochmal überarbeitet. :-)

Muna

Offline MunaGermann

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Und noch ganz lieben Dank an Tanja Kinkel! Das ist ja nicht selbstverständlich, dass auch noch die Fragen von Nachzüglern beantwortet werden. Das fand ich ganz super.
Bei der nächsten Leserunde versuche ich, mit allen anderen zusammen anzufangen. Bisher war ich damit ja nicht so erfolgreich. *schäm*
Muna

 

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