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Bei mir ist bis heute noch nichts angekommen - wollen wir nicht hoffen, dass es womöglich bei Kessi gelandet ist....  ;D
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Der Verlust der Uhr kann für sie noch zu einer bösen Überraschung führen!

Huch, davon war ich auch sehr überrascht. Das hätte ich der Mutter jetzt auch nicht zugetraut. Der Verlust der Uhr hätte ja schon fast zur Aufdeckung geführt. Ich bin mal gespannt, ob Alicia noch weiter bei Ginnys Mutter nachfragen wird. Auf den Kopf ist sie ja nicht gerade gefallen, weshalb ich mir das sehr gut vorstellen könnte. Ob sie sie dann decken wird?

Hat Alicia nicht seltsam reagiert auf Ginnys Frage nach dem Ring? Ich glaube, Alicia weiß durchaus, dass ihre Schwester einen Liebhaber hat. Oder zumindest ahnt sie es!
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In dieser Zeit heiratete man früher, als heute. Gerade in Deutschland war es ja unmöglich, mit dem geliebten Menschen allein zu sein, ohne zumindest verlobt zu sein. Es war unmöglich, sich ein Hotelzimmer zu nehmen, ja, selbst Campingplätze vermieteten nur an Ehepaare, zusammen in den Urlaub zu reisen, ging gar nicht. In den 1960ern gab es noch den Begriff "Kuppelei", der bedeutete, dass sich jemand sogar strafbar machte, wenn er es ermöglichte, dass Minderjährige miteinander Sex hatten.
Aus diesem Gründen heiratete meine Schwester 1968 - mit gerade mal 19 Jahren, womit sie noch minderjährig war (damals war man erst mit 21 volljährig) und die Genehmigung unserer Mutter brauchte. ( ... )
Meine Schwester durfte aber nicht einmal die Nacht nach der standesamtlichen Trauung bei ihrem Ehemann verbringen, sondern musste schön brav wieder nach Hause kommen und dort schlafen. Am nächsten Tag war dann die kirchliche Hochzeit - erst jetzt durfte sie in die Wohnung ihres Mannes ziehen.

Diese Gebräuche kenne ich auch noch! Das war damals aber ganz normal, also hat man sich nicht viele Gedanken darum gemacht, sondern sich einfach so verhalten, wie es erwartet wurde. Es war einfacher so. Natürlich gab es auch Unangepasste, die sich davon nicht beeindrucken ließen, - aber die hatten dann wenig zu lachen....
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Ach ja, noch ein Nachtrag zu Ginnys Vater: Er will die Zeitung verklagen, weil er seine Fotos abgelichtet hat. Damit ist für persönlich klar, dass es (wenn überhaupt) nicht nur um die Folter mit Lichtblitzen ging, sondern er sich versteckt halten will. Warum und vor wem auch immer...

Ihr werdet verstehen, dass ich zu diesem Thema an dieser Stelle nichts äußern werde ;-)

Bloß nicht! Doch fürchte ich, Avila hat ganz recht mit ihrer Vermutung. Gregory ist mir nämlich sympathisch und ich wünsche mir von Herzen, dass nichts Zwielichtiges über ihn ans Tageslicht kommen mag, ja, dass er genau der ist, für den man ihn bis jetzt hat halten können!
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Von Norman war ich positiv überrascht in diesem Abschnitt und es freut mich sehr, dass er Ginny und HP ihr Glück gönnen kann. Und nicht nur das, er setzt sich sogar für HP ein und hilft ihm aus der Prügelei heraus. Er erklärt seine Hilfe zwar damit, dass er sich dafür verantwortlich fühlt, aber dennoch ist er eingeschritten, bevor etwas Schlimmes passiert ist. Da zeigt sich dann doch, dass Norman ein anständiger Kerl ist.

Das ist er! Und obwohl seine Umgangsformen manchmal rau sind, ist er doch ganz der Gentleman, der ohne nachzudenken sofort die Verantwortung für den Vorfall übernimmt. Ich bin direkt beruhigt, mich in ihm getäuscht zu haben....
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Es stimmt, Ginnys und Hans-Peters Zusammentreffen setzt eine Lawine in Bewegung!
Denn hätte Ginny Hans-Peter nicht nach London eingeladen, wäre sie auf Farringdon bei ihren Eltern geblieben. Möglicherweise wäre Tessa dann tatsächlich nicht auf diese Weise umgekommen, weil Ginny sie auf ihrem Spaziergang begleitet hätte. Und sie hätte auch nichts davon erfahren, dass ihre Mutter den Ring nicht im Hause von Alicia verloren haben konnte. Die Geschichte mit dem Tasmanier wird bestimmt dadurch ans Licht kommen, wenn Ginny sich wieder daran erinnert.

Und in Deutschland hätte Hans-Peter sein Studium ganz normal fortgesetzt, hätte sich nicht noch mehr als gewöhnlich mit seinem Stiefvater angelegt - und vielleicht irgendwann einmal Susannes unleugbare Qualitäten nicht nur zu schätzen gewusst, sondern die Freundin auch lieben gelernt.
Und Susanne hätte sich von ihrem Vater nicht die krassen Bemerkungen zu ihrer Figur anhören müssen! Die fand ich wirklich arg! Und verletzend! Denn sie selber hat die richtige Einstellung zu ihrem Körper, den sie mag, und sie weiß, dass man die Vorzüge eines Menschen nicht an seinem Aussehen festmachen kann. Aber sie ist noch jung und dementsprechend verletzlich.
Ich wünsche ihr, sie könnte ihren durchaus netten, aber nicht gerade mit Feingefühl gesegneten Vater verlassen und sich auf eigene Beine stellen, denn in dem Dorf kann sie sich nicht weiterentwickeln.

Aber zurück nach England, wo sich allerlei ereignet und wo man einen Blick hinter die Kulissen der so heil erscheinenden Familie werfen kann.
Die Affäre von Ginnys Mutter hat mich erstaunt! Bis zu der Szene mit dem unsteten tasmanischen Abenteurer in der billigen Absteige hatte ich sie für ziemlich farblos und langweilig gehalten, von schwacher Gesundheit, die sie freilich auszunutzen schien. Wann immer sie einen Rückzug brauchte, schob sie ihre Migräne vor ( die natürlich auch echt sein kann ).
Und wenn nicht zum zweiten Abschnitt die Vermutung geäußert worden wäre, dass Gregory womöglich nicht Ginnys leiblicher Vater sei, hätte ich diesem Dave Cooper, der ohnehin ein Luftikus ist, keine große Bedeutung beigemessen.
Nun aber bin ich mir nicht mehr sicher, ob an der mir zunächst abwegig erscheinenden Vermutung nicht vielleicht doch etwas sein könnte! Denn Dave Cooper und Siobhan kannten sich, bevor Gregory nach England kam! Und verliebt waren sie da auch schon.
 
Also behalte ich Cooper als Ginnys möglichen Vater im Hinterkopf. Aber wenn dem so ist, - weiß Gregory davon? War er vielleicht nur gerade zufällig zur Stelle, als Siobhan schwanger und Cooper wieder verschwunden war - und musste die Ehre der adligen Tochter retten? Schloss Siobhans Großvater deshalb den verhassten Deutschen ins Herz und vertraute ihm die aufblühende Rosenzucht an? Um sich erkenntlich zu zeigen?
Oje, jetzt bin ich diejenige, die sich vergaloppiert, fürchte ich...
Dabei geht es doch vor allem um Hans-Peter und Ginny, die entschlossen sind zu heiraten!
Nun, Ginny hat schon mal ihren Vater auf ihrer Seite - einen wichtigen Verbündeten! Die Großmutter bleibt jedoch das große Hindernis....

Schon seltsam finde ich die Szene, in der sich die Französin nach Tessas Beerdigung an Phyllis und Siobhan heranmacht und ihre Dienste als Tessas Nachfolgerin anbietet. Pietätlos!
Ginny mag die Französin nicht und traut ihr auch nicht, obwohl es eigentlich keine Veranlassung für Misstrauen gibt.
Ich teile Ginnys Gefühle, - und schon frage ich mich, ob Tessas Unfall vielleicht gar keiner war, ob sie stattdessen geschubst wurde von jemandem, der unbedingt Arbeit suchte und genau diese Stelle auf Farringdon haben wollte! Aber welche Gründe gibt es dafür?
Und spätestens hier muss ich meine Phantasie zügeln, denn schließlich haben wir es hier nicht mit einem Krimi, sondern mit einem Roman zu tun, in dessen Mittelpunkt die schwierige und hürdenreiche Liebe zwischen einer Engländerin und einem Deutschen, Nachkommen von ehemaligen Blutfeinden, steht. Und diese bietet schon Stoff genug für Dramatik"!
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Tom Finnek - Galgenhügel / Re: 03: Dritter Teil
« Letzter Beitrag von Ulrike Günkel-Kohl am Gestern um 23:30:44 »
Hilfe, ich habe keinen Plan: im Moment spricht viel dafür, dass Ellen doch Selbstmord begangen haben könnte, nachdem sie erfahren hat, dass sie ihr Verhalten Henk gegenüber schlussendlich zum Tod ihrer Schwester geführt hat.


Nö, da bin ich doch sehr bei Tenbrink, denn für mich verdichten sich mehr die Hinweise, dass Ellen sterben musste um die Ereignisse von der Silvesternacht und dem Neujahrsmorgen zu vertuschen.
Da hat jemand große Sorge, dass er sich noch wegen Mordes verantworten muss.

Natürlich war es Mord! Nur glaube ich nicht mehr, dass dieser Mord direkt mit der Silvesternacht in Verbindung zu bringen ist. Das war die falsche Fährte, von der Tenbrink gesprochen hat. Und seinem Gespür vertraue ich voll und ganz.
Ellen ist gewiss auf der Suche nach Antworten, nach der Wahrheit über den Tod ihrer Schwester nach Ahlbeck gekommen - und die hat sie auch erhalten! Dann aber muss ihr etwas aufgefallen sein, das nichts mit der Silvesternacht, dafür aber mit dem angeblich ertrunkenen Henk ( und womöglich auch mit ihrer Schwester Anne? ) zu tun hat. Und wurde plötzlich zur Gefahr...
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Tom Finnek - Galgenhügel / Re: 03: Dritter Teil
« Letzter Beitrag von Ulrike Günkel-Kohl am Gestern um 23:15:51 »
Möglicherweise hat er seinen Tod nur vorgetäuscht um der Verhaftung zu entgehen. Aber dann wieder zurück nach Ahlbeck kommen? Das wäre doch wirklich riskant, oder? Ich persönlich würde dann ja südlichere Gefilde mit guten Bibliotheken bevorzugen. Aber anderswo kann Ellen ihn ja nicht gesehen haben, oder?

Vielleicht kommt er nur heimlich zurück, weil er sich aus bestimmten Gründen nicht von Ahlbeck fernhalten kann - so wie sich der gute Mulders heimlich mit Anne trifft!? Und den Mulders, der, nehmen wir mal an, in Wirklichkeit Henk ist, könnte Ellen durchaus gesehen haben.
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Tom Finnek - Galgenhügel / Re: 03: Dritter Teil
« Letzter Beitrag von Ulrike Günkel-Kohl am Gestern um 23:07:20 »
Aber Henk ist ja schon tot, vor 4 Jahren ertrunken. Unfall? Selbstmord? Allerdings wurde nie eine Leiche geborgen. Hmmm....
Seine Geschichte ist jedoch wirklich bemerkenswert! Was bringt jemanden dazu, seine Latzhosen und den Joint gegen Anzug, Krawatte und Bänkerkarriere einzutauschen? Diese Verwandlung ist überraschend!

Vielleicht war Ellens schäbige Behandlung für Henk der Grund, aus dem heraus er beschlossen hat, es allen zu zeigen - dann fände ich die Verwandlung gar nicht so überraschend!

Und auf der Aufnahme der Sylvesterparty gibt es noch einen Bartfummler: nämlich Henk. Mulders, Max Hartmann und Henk fummeln in ihren Bärten herum.

Bärte können Menschen enorm verändern, sind also bestens geeignet, um sich dahinter zu verstecken, fällt mir dazu ein! Vielleicht ist Mulders nicht Mulders? Sondern in Wirklichkeit Henk, der gar nicht tot ist?

( ... ) Und warum hat sie sich bei Jens Stein gemeldet? Das ist ja völlig untypisch für sie! Was wollte sie von ihm? Denn für eine Homestory hat sie ihn sicher nicht engagieren wollen! Wollte sie mit ihm über die Vorkommnisse vor 16 Jahren reden? Das kann ich mir nicht vorstellen! Auch deshalb bin ich überzeugt, dass sie zwar die Ereignisse von damals für sich geklärt hat, aber dass die Ursache für ihren Tod in der Gegenwart zu suchen ist!

Die Überzeugung teile ich, denn ich betrachte das Rätsel um jene Silvesternacht als weitgehend gelöst. Ellen wird etwas herausgefunden haben, das nicht ans Licht des Tages kommen soll, das aber anscheinend so ungeheuerlich und womöglich verletzend für sie ist, dass sie es öffentlich machen möchte! Und wer wäre besser zum Verbreiten von Sensationsnachrichten geeignet als Jens Stein!?
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Tom Finnek - Galgenhügel / Re: 03: Dritter Teil
« Letzter Beitrag von Ulrike Günkel-Kohl am Gestern um 22:52:24 »
Ein paar Fragen werden geklärt, aber dafür taucht ein dickes Fragezeichen auf, nämlich Henk! Klar, er wurde von den Zwillingen vor aller Augen lächerlich gemacht, weil er Ellen seine Liebe zu ihr gestanden hat. Daraufhin hat er mit Michael zusammen die Scherben auf dem Galgenhügel platziert. Und wie schon von uns angedacht, war tatsächlich nicht Eva das Ziel dieser Aktion, sondern eigentlich Ellen.

Ja. Aber für mich ist die Silvesternacht eigentlich hinlänglich aufgeklärt und ich glaube, genau wie Tenbrink, nicht, dass sie relevant ist für das, was mit Ellen auf dem Galgenhügel geschah. Sie war eine falsche Fährte - obwohl sie unter Umständen wichtig ist, denn da geschah etwas, dass die Weichen für die Zukunft legte: für Henk nämlich. Vielleicht wollte er allen beweisen, dass er nicht der unansehliche Freak war, für den ihn alle hielten. Und das hat er doch auch dadurch bewiesen, dass er zum einen sein Studium in Rekordzeit und mit bestem Ergebnis abschloss und dann eine karriereträchtige Laufbahn auf der Bank einschlug. Wenn ihm nur nicht seine kriminelle Energie alles verdorben hätte....

Aber was hat das dann alles mit Ellens Tod zu tun? Hat sie zufällig herausgefunden, dass Henk noch lebt und wollte ihn auffliegen lassen?

Dass Henk noch lebt, ist wahrscheinlich. Ich glaube zum jetzigen Zeitpunkt, dass sie ihn irgendwo erkannt hat. Ich glaube aber auch, dass sie noch mehr herausgefunden hat, nämlich dubiose Geschäfte, die er, schließlich war er Banker, gegen den wegen Anlagebetrug und schwerer Untreue ermittelt wurde. Und seine Arbeit könnte ihn mit dem Schulzenhof in Verbindung bringen, der eine Kommanditgesellschaft ist, die als Immobilienfonds konzipiert ist. Außer Mulder war auch Ellen beteiligt, nebst den örtlichen Banken.
Was, wenn Anne und Henk krumme Geschäfte gemacht haben und Ellen das zufällig entdeckt hat? Dann hätten wir einen plausiblen Grund für ihre Ermordung!

Das Gespräch mit Schultewolter war auch aufschlussreich: uns kam ja im letzten Abschnitt die von Max beschriebene Szene zwischen ihm und Ellen und dem verstauchten Knöchel ja schon etwas seltsam vor, und so wie es Schultewolter erzählt, sieht das alles nochmal ganz anders aus. Allerdings weiß man nicht, ob und wieviel er womöglich übertrieben hat.

Ich glaube Schultewolter! Zwar ist er dem Hochprozentigen zu sehr geneigt, doch sperrt er Augen und Ohren auf und es entgeht ihm nur wenig.

Der Schultewolter ist ein richtiges Urgestein und bei seinem Gespräch mit Tenbrink musste ich grinsen, vor allem bei folgendem Satz: „Du bist Heinrich. Ich bin Heini, und wir trinken ein Bier bei Mia“, sagte Schultewolter. „Das ist ganz was anderes. Mit der Polizei hat das nichts zu tun.“
So einfach ist das  :D

Das war eine Superszene! Unter Münsteranern, die einander verstehen und vertrauen. Mein persönlicher Lieblingssatz ist der von Tenbrink: "Mia, tu Heini und mir nochmal zwei Pils." Und sie zeigt mir gleichzeitig noch eine andere Seite Tenbrinks: er kann mit den Menschen, ist nicht arrogant oder von oben herab, kann sich auf seine jeweiligen Gesprächspartner wunderbar einlassen. Ein hervorragender Ermittler!
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