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Es gibt durchaus auch Menschen, die ungeeignet sind ein behindertes Kind zu bekommen. (Wie es leider auch Menschen gibt, von denen ich behaupte, sie sollten vielleicht auch kein gesundes Kind bekommen.) Es gibt genug gesunde Kinder, die eine unglückliche Kindheit haben und wenn der Startschuss ins Leben schon mit der Hypothek beginnt, dass sie nicht erwünscht und vielleicht sogar nicht geliebt sind, dann ist das schon für gesunde Kinder kaum erträglich aber behinderte Kinder brauchen eigentlich noch eine Extraportion Liebe. Und leider kann nicht jeder das geben. Schwieriges Thema.

Wie in meinem Beitrag weiter hinten geschrieben, kenne ich eine Familie mit 2 Down-Kindern. Beim 1. Kind wusste sie nix, beim 2. Kind wusste sie, dass auch dieses Kind den Gendefekt trägt. Sie hat sich für das Kind entschieden - und davor kann ich nur meinen Hut ziehen. Ich kann es mir nur annähernd vorstellen, wie das Leben sich gestaltet - die Mutter muss nicht nur Unmengen an Kraft für ihre Kinder haben, sie muss sich auch gegen die Anfeindungen ihrer Mitmenschen wehren und ein breites Kreuz haben das ertragen zu können.
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Ihre Reaktion auf Martin, sobald er sie berührt, könnte durchaus darauf hindeuten. Doch bin ich skeptisch, da sie, wenn ich mich recht erinnere, immer wieder einen Fehler, den sie begangen hat, andeutet, wenn sie über ihre Vergangenheit nachdenkt. Vielleicht hat sie sich einfach nur mit dem falschen Kerl eingelassen und ist deshalb vorsichtig geworden?

Ich glaube nicht, dazu reagiert sie mir zu heftig als das es nur eine Reaktion wäre, weil sie sich mit einem falschen Mann eingelassen hatte.
Ich habe schon eher das Gefühl das sie Berührungsängste hat, das ist eher ein Zeichen von Missbrauch oder gar Vergewaltigung, aber wir werden sehen.  ;)
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Nachdem die Einteilung fürs Buch gemacht ist nehme ich mal an das man das Buch anfangen zu lesen kann oder?
Den einen Nachricht hat es nicht gegeben das man beginnt oder kommt die noch?

Es gab am 14. November eine Benachrichtigung zu dieser Runde.
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Hallo zusammen,
hallo liebe Elisabeth,

ich habe den 1. Abschnitt auch beendet und ich habe alle bisher mitspielenden Charaktere - außer den 3 lästernden Damen - in mein Herz geschlossen.

Aus dem Wort "Romandie" macht mein Gehirn immer "Normandie", weswegen mir dann auch erst mal vom Kopf vorgegaukelt wurde, dass wir uns in Frankreich befinden. Aber das stimmt ja gar nicht, wir sind in der Schweiz.

Für Florence war es großes Glück, dass Martin ihr zufällig bei ihrem abendlichen Tanz zugeschaut hat. Irgendwie hab ich anfangs gedacht, dass Florence auf Schlittschuhen tanzt, aber das war wohl ein Irrtum. Ich hab zwar keine Ahnung von den einzelnen Tanz-Moves, aber ich konnte mir regelrecht vorstellen, wie Florence da so energiegeladen über das Eis tanzt.

Florence gibt ihren Traum auf, das ist wohl ihrer Schwangerschaft geschuldet. Aber die Tatsache, dass sie die Berührungen und auch die Nähe von Martin nicht ertragen kann, zeigt wahrscheinlich auf tiefergehende Geschehnisse hin. Wobei mir Florence jetzt nicht unbedingt den Eindruck macht als ob sie missbraucht worden wäre. Vielleicht ein One-Night-Stand mit Folgen? Und sie will erst mal Distanz zwischen sich und die Männerwelt bringen?!

Claire hat es sicherlich nicht einfach. Sie ist alleinerziehend und muss für ihren Lebensunterhalt arbeiten, da ist dann aber noch Zoe, die sicherlich kein einfaches Kind ist. Dass sie Zoe nicht permanent mitnehmen kann zur Arbeit, kann ich verstehen. Sie braucht mehr Aufmerksamkeit und man kann sie nicht einfach irgendwo absetzen und dann malt sie stundenlang, wie das vielleicht gesunde Kinder könnten ....(das aber auch nicht unbedingt der Weisheit letzter Schluss ist, aber bei manchen Kindern geht das ja tatsächlich so).

Was mit Lysann ist, wissen wir noch nicht. Sie ist in einem Sportcamp oder ähnlichem und ist krank. Sicherlich wird sie bald zu Hause aufschlagen, davon gehe ich jedenfalls aus.

Warum Martin sich in einem so abgelegenen Chalet einmietet, ist auch noch offen. Ich empfinde ihn als sehr sympathisch.

Wie immer nach dem 1. Abschnitt ist noch nix so wirklich klar und es gibt mehr Fragen als Antworten. :daumen:

Zoe empfinde ich übrigens als sehr gelungen charakterisiert.
Ich kenne 2 Brüder mit Trisomie21 und auch sie sind schonungslos offen und nehmen auch kein Blatt vor den Mund. Leider sind beide sehr krankheitsanfällig, was bei Menschen mit Down-Syndrom scheinbar gar nicht so selten ist. Wir haben sie vor Jahren kennengelernt, da waren die beiden noch klein - sie fanden unsere beiden Berner-Sennenhunde so toll und ich hab ihnen am nächsten Tag spontan 2 Berner-Stofftiere geschenkt und seit dem besuchen sie uns regelmäßig, wenn sie hier in der Nähe sind und Urlaub machen. Ich bewundere ihre Mutter zutiefst, dass sie sie zu Hause behält und niemals darüber nachgedacht hat die Beiden in ein Pflegeheim o. ä. zu geben.
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( ... ) Die Art und Weise wie Claire und Zoe miteinander umgehen, finde ich einmalig und so sollte es auch sein. ( ... ) Zoes Schwester Lysann muss auch ein tolles Mädchen sein, wenn sie Zoe so viele Dinge beigebracht hat. Beide Mädchen bekommen von Claire viel Liebe und Zuneigung. Ich ziehe meinen Hut vor ihr, dass sie das alles nebst Job noch so gewuppt bekommt.

In der Tat ist es Claire, die mir im ersten Abschnitt am meisten imponiert hat! Denn leicht ist ihr Leben nicht. Da ist auch kein Partner, der ihr zur Seite steht, - sie trägt alles allein. Sehr realistisch ist das, denn es gibt unzählige Frauen, die sich in ähnlicher Lage befinden.
Bei Claire habe ich das Gefühl, dass sie ziemlich am Ende mit ihren Kräften ist - und schon aus diesem Grund ist Florence für sie wie ein Geschenk des Himmels!
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( ... )Zoé gehört eindeutig der "Vorzeige-Downie"-Kategorie an, wie mein Sohn sie nennt, - also nicht nur, was den Grad ihrer Intelligenz anbelangt sondern auch bezüglich ihres sehr unkomplizierten und äußerst gewinnenden Wesens, über das nicht alle Down-Syndrom Kinder verfügen! Es gibt auch sehr aggressive darunter, wie es die unter "normalen" Kindern schließlich auch gibt.
Ich wage mal die Annahme, dass auch das , wie bei den "normalen" Kindern, etwas mit dem Elternhaus, der Erziehung, dem soz. Umfeld zu tun hat ... (?)

Das Umfeld, in dem ein Kind mit oder ohne Behinderung heranwächst, spielt auf jeden Fall eine große Rolle bei seiner Entwicklung, da bin ich völlig deiner Meinung!
Doch sollte man den Einfluss der Gene nicht zu gering schätzen - spätestens während der Pubertät kommt der gewaltig zutage, wie ich bei meinen eigenen, auch fünf, inzwischen allesamt erwachsenen Kindern mit allerlei Verdruss feststellen durfte...  ;)
Und auch die fiktive Zoé hat ja so ihre Eigenarten, die sich verstärken werden in der Pubertät und dann auch für Probleme sorgen können.
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( ... ) und ich denke, es gibt wenig oder keine Frau, die sich eine Abtreibung - egal aus welchem Grund - wirklich einfach macht. Und wenn die Frau in sich spürt, dass sie das Kind nicht haben möchte, dann muss man das akzeptieren. Es gibt durchaus auch Menschen, die ungeeignet sind ein behindertes Kind zu bekommen. (Wie es leider auch Menschen gibt, von denen ich behaupte, sie sollten vielleicht auch kein gesundes Kind bekommen.) Es gibt genug gesunde Kinder, die eine unglückliche Kindheit haben und wenn der Startschuss ins Leben schon mit der Hypothek beginnt, dass sie nicht erwünscht und vielleicht sogar nicht geliebt sind, dann ist das schon für gesunde Kinder kaum erträglich aber behinderte Kinder brauchen eigentlich noch eine Extraportion Liebe. Und leider kann nicht jeder das geben. Schwieriges Thema.

Ich habe gerade diesen Teil deines Beitrags sehr aufmerksam gelesen - und kann dir in jedem aufgeführten Punkt nur zustimmen!
Wie immer sich eine Frau entscheidet, die ein behindertes oder nicht behindertes Kind erwartet - es muss allein ihre Entscheidung bleiben. Niemand weiß, was in jemandem vorgeht, wenn er sich für eine Abtreibung entscheidet ( das mag für viele die schwerste Entscheidung ihres Lebens sein! ) und deshalb ist niemand zum Richter berufen. Man kann immer nur für sich selbst entscheiden und nie für andere....
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Ich jedenfalls habe eher den Eindruck das sie ein Männerproblem hat, das hieße dann eher Missbrauch, Vergewaltigung oder so was.

Du hast die Gedanken ausgesprochen, die mich auch umtreiben, denn ihre Reaktion ist einfach sehr extrem und wenn sie so etwas erlebt hat, dann kann man es auch gut nachvollziehen.

Ihre Reaktion auf Martin, sobald er sie berührt, könnte durchaus darauf hindeuten. Doch bin ich skeptisch, da sie, wenn ich mich recht erinnere, immer wieder einen Fehler, den sie begangen hat, andeutet, wenn sie über ihre Vergangenheit nachdenkt. Vielleicht hat sie sich einfach nur mit dem falschen Kerl eingelassen und ist deshalb vorsichtig geworden?

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Da lobe ich mir doch die vorurteilsfreie Florence, die genau erkannt hat, was Zoé ihr und den Menschen überhaupt zu geben imstande ist: Fröhlichkeit, Ehrlichkeit, bedingungsloses Vertrauen und jede Menge ungebremste Zuneigung!

Gerade das nimmt Florence auch für mich ein, denn ich finde es einfach schön, wie sie Zoe so vorurteilsfrei gleich in ihr Herz schließt. Ich bin überzeugt davon, dass beide voneinander viel lernen können.

Gewiss können sie das, obwohl sie ohnehin ähnlich geartet sind in Punkto Spontaneität, Offenheit und Freude am Lachen, ganz einfach am Sich-Freuen. Da haben sich die beiden Richtigen getroffen, dachte ich während ihrer gemeinsamen Szenen immer wieder!
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Tarik hat so wieder einen Körper und genügend Konzernmacht, um etwas Gutes damit zu bewirken. Es wird bestimmt Versuchungen in der Zukunft geben, was die Macht des Gartens angeht, aber Tarik traue ich es noch am ehesten zu, dass er ihnen widerstehen kann.

Da bin ich mir sicher! Er hat zwar Vandenbergs Gestalt, aber er ist ein Teil von Dilmun. Und Dilmun in ihm ist schon das Paradies - was also könnte größer, mächtiger, gewaltiger sein? Da gibt es keine Versuchungen mehr, denen er widerstehen muss. Er hat schon alles, was ein Mensch sich je wünschen könnte! Und da er nicht als selbstsüchtigen Motiven handelt, wird er Vandenbergs Imperium zu etwas Großem und Gutem machen.

Mir hat der spannende Roman richtig Spaß gemacht.

Dem kann ich nur zustimmen! Und wieder habe ich erlebt, dass ein Roman, den ich eigentlich nicht vorhatte zu lesen ( es ging mir nur gegen den Strich, dass die Runde vielleicht nicht stattfinden könnte, drum habe ich mich auch angemeldet! ), mich in wahre Begeisterung versetzt hat, viel mehr als es Romane schafften, auf deren Leserunden ich mich gefreut habe!
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