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@ Kessi
 
Danke für dein freundliches Angebot - aber ich warte den morgigen Tag noch ab. Zum Lesen komme ich dann ohnehin erst am Sonntag, denn so ganz raushalten kann ich mich aus den vielen Weihnachtsfeiern leider auch nicht...  :(
Und dann ist ein Ebook ja auch noch eine Option! Da brauchst du dir keine Umstände zu machen...  ;)
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Da ich mich schon so lange mit diesem Thema beschäftige, bringe ich ein gewisses Verständnis für diese Menschen auf, auch aus eigener Erfahrung (jetzt wird es wieder etwas biografisch ;-) ). Meine Mutter, geb. 1930, wuchs im Naziregime auf, sie kannte nichts anderes als die Parolen. Obwohl meine Oma auf "der anderen Seite stand" - das ist aber ein anderes Thema - musste sie sich zugunsten ihrer Kinder, meine Mutter und deren Bruder, den Mund halten, um ihre Kinder nicht zu verlieren. In der Schule, in der Freizeit, überall wurden den Kindern die Naziparolen eingetrichtert, eine Mitgliedschaft im BDM oder der HJ war "Pflicht". Wessen Eltern sich dagegen verwehrten, erging es nicht gut und oft wurden diesen die Kinder wirklich entzogen!
Obwohl meine Mutter eine sehr gebildete und vernünftige Frau war, steckte dieser Stachel, diese Prägung immer in ihr. Sie wusste, es war falsch, Ausländer, Menschen anderer Religionen und Andersdenkende zu verurteilen, trotzdem blitzte immer mal wieder die eine oder andere Bemerkung unter der Oberfläche auf. Sie schämte sich dann auch dafür, manche Gedanken waren in ihr aber so tief verwurzelt, dass ich ihr deswegen nicht böse bin.
Ich denke, es ist für uns heute sehr schwer nachzuvollziehen, welche Gehirnwäsche die Kinder und Jugendlichen zwischen im 3. Reich unterzogen worden sind.

Dem kann ich nur zustimmen! Auch meine Eltern, beide in den Zwanzigern geboren, haben das Dritte Reich voll mitgekriegt, und es war selbstverständlich, dass sie der Hitlerjugend und dem BDM angehörten. Es wäre auch gar nicht anders möglich gewesen, ohne unter Repressalien zu leiden.
Und das. was du über deine Mutter schreibst, kann ich bezüglich meiner Eltern bestätigen. Die gleichen Geschichten habe ich auch gehört. Aber meine Mutter war immer ehrlich, wenn ich sie gefragt habe, was sie denn von all den Morden und den Konzentrationslagern gewusst habe! Sie hat nämlich nie gesagt, dass davon nichts zum Volk gelangt war - im Gegenteil! Man wusste es - auch in der tiefsten Provinz, in der meine Eltern lebten. Allerdings waren sie sich über das tatsächliche Ausmaß von Hitlers Schreckensherrschaft nicht im Klaren! Und es übersteigt ja auch jegliche Vorstellungskraft.... :'(
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Wie grausam Gregory ist, merkt man auch an der französischen Hausangestellten, deren Offenbarung mich dann doch sehr überrascht hat. Sein Nazigebaren hat er anscheinend immer noch nicht abgelegt. Schade, ich hätte ihm irgendwie wohl verziehen können, wenn er durch die Zeit in England geläutert gewesen wäre.  :(

Geläuterte Massenmörder? Daran glaube ich keine Sekunde! Wer einmal mordet, mordet immer wieder - dafür gibt es in der langen, blutigen Menschheitsgeschichte unzählige Beispiele! Michele war im Handumdrehen tot, völlig skrupellos ermordet. Und das ist ihm so leicht gefallen, als hätte er sein tägliches Frühstück zu sich genommen. Nein, kein Mitleid, kein Verzeihen, keine Gnade. Zwanzig Jahre lang war Bentham/Hartmann ein Wolf im Schafspelz - doch ein Wolf ist er immer geblieben!
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Irgendwie ist der Liebesroman nun doch noch zu einem Krimi geworden!
Auf jeden Fall war dieser vierte Abschnitt sehr aufwühlend und voller Dramatik, womit ich in diesem Maße nicht gerechnet hatte! Wer konnte denn ahnen, dass sich der ruhige, sympathische Gregory Bentham als der gewissenlose Nazi Martin Hartmann herausstellen würde!?
Für mich war diese Enthüllung eine große Überraschung - und, wäre es kein Roman, sehr unglaubwürdig. Aber in erfundenen Geschichten darf auch das Unwahrscheinliche sein...

Gregory/Martin! Ein Mann mit zwei Gesichtern! Nun gut, man las ja des öfteren, dass die Nazi-Schlächter nicht selten liebevolle Ehemänner und Familienväter waren. Für mich aber stellt sich die Frage, wie das sein kann, wie man auf der einen Seite ohne mit der Wimper zu zucken Menschen umbringen ( und Micheles Mann war in Hartmanns Fall nur einer von Hunderten, wie ich befürchte ) und auf der anderen Seite ein normales, unauffälliges Leben führen kann. Das ist schizophren!
Überhaupt, wie kann man ruhig weiterleben, wenn man so viele Menschen auf dem Gewissen hat?
Das zeigt mir, dass es Individuen gibt, die frei von jedem Gewissen, die abgrundtief böse sind. Eine andere Erklärung kann ich dafür nicht finden.

Doch Hans-Peter hat ein sehr ausgeprägtes Gewissen! Ich stelle mir vor, wie er, nichtsahnend, was er mit seinem Drang, mehr über seinen Vater herauszufinden, auslösen würde, aus den doch soliden, wenn auch nicht sehr glücklichen Schienen seines bisherigen Lebens gekippt ist, als er erfuhr, dass er der Sohn eines flüchtigen Kriegsverbrechers anstelle eines "fürs Vaterland gefallenen" Helden ist!
Das muss einem einfach den Boden unter den Füßen wegziehen.

Auch von seiner Mutter ist keine Hilfe zu erwarten, wiewohl ich sie schon verstehen kann. Nicht billigen, nicht für gut heißen, aber verstehen durchaus. Wem wäre denn zum einen geholfen, wenn der cholerische, aufgeblasene Kleinschmidt die Wahrheit erfahren würde und alle Welt über Hildegards Vergangenheit Bescheid wüsste!? Sie könnte nicht mehr in dem Ort bleiben, Kleinschmidt würde sie rausschmeißen, so wie ich ihn einschätze ( obwohl es mich gar nicht wundern würde, wenn auch er Dreck am Stecken hätte und während des Krieges ein rechter Nazi war. )!
Zum anderen war es genau so, wie sie es Martin begreiflich zu machen versucht hat: für ein besseres Leben, für ein Herauskommen aus dem Elend tut man viel. Ich bin auch überzeugt, dass sie Martin ehrlich zugetan war, so wie auch umgekehrt.
Und das, was er da im Krieg an Schandtaten begangen hat, wusste sie vermutlich nicht so genau - und wollte es auch nicht wissen.
Schließlich darf man die perfide Indoktrinierung des Nazi-Regimes mit seinem verbrecherischen Gedankengut nicht vergessen! Die tat ihr Übriges, um den Menschen eventuell vorhandene Skrupel zu nehmen. Nur wenige, viel zu wenige, haben sich aufgelehnt, denn Auflehnung bedeutete immer höchste Lebensgefahr...

Ob Martins spontane Reaktion auf die Erkenntnis, dass Bentham sein Vater Martin ist ( er hat nur zwei Photos von ihm gesehen - und dennoch hat er ihn sofort erkannt? Zwanzig Jahre später? ), so klug war, wage ich zu bezweifeln. Aber auch ihn kann ich verstehen, er konnte nicht mehr klar denken, aber doch klar genug, um zu verstehen, dass Ginny seine Halbschwester ist ( wenn sie nicht, wie ich im Abschnitt vorher vermutet habe, in Wirklichkeit die Tochter des unsteten Tasmaniers ist, woran ich jetzt fest glaube! ). Und deshalb darf eine Verbindung einfach nicht sein!
Nun, zu diesem Zeitpunkt konnte er nicht mit Ginny reden. Womöglich hätte Bentham/Hartmann ihn auch noch umgebracht, - so, wie er Michele ( ganz falsch hatte ich sie eingeschätzt! ) eiskalt das Genick gebrochen hat!
Der Mann kann ohne Skrupel töten - und dass Martin sein Sohn ist, weiß er schließlich noch nicht. Doch wenn er sich und das ruhige, angenehme Leben, das er sich aufgebaut hat, schützen möchte, würde er auch den Sohn umbringen, der ihm unbekannt ist, zu dem er nie eine Beziehung aufbauen konnte. Eine schauerliche Vorstellung!

Im Moment allerdings geht es erstmal um die beiden jungen Leute, die weiter denn je voneinander entfernt sind. Ich bin sehr neugierig, wie die Autorin diesen Schlamassel am Ende auflösen wird!
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Tom Finnek - Galgenhügel / Re: 03: Dritter Teil
« Letzter Beitrag von Ulrike Günkel-Kohl am Gestern um 22:10:14 »
Dabei fällt mir ein, dass mir die Begeisterung der Dorfbewohner Anne gegenüber schon fast zu auffällig gut ist. Hat schon mal irgendjemand etwas negatives über sie gesagt?

Ich glaube nicht, mir kommt das auch etwas verdächtig vor, dass sie bei allen und jedem so beliebt ist.

Ich beobachte immer wieder, dass die Leute misstrauisch werden, wenn sich Menschen konsequent freundlich verhalten. Warum eigentlich? Dem Bösen trauen wir sofort, Nettigkeit ziehen wir in Zweifel. Dabei gibt es gar nicht wenige Menschen, die einfach von Natur aus ohne Arg sind....
Das nur nebenbei. Anne allerdings ist auch mir nicht ganz geheuer, aber nicht, weil sie so beliebt ist, sondern vielmehr, weil sie durchaus ein Motiv hätte, oder gar mehrere, sich ihrer Schwester/n zu entledigen....
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Tom Finnek - Galgenhügel / Re: 03: Dritter Teil
« Letzter Beitrag von Ulrike Günkel-Kohl am Gestern um 22:04:48 »
Nur glaube ich nicht mehr, dass dieser Mord direkt mit der Silvesternacht in Verbindung zu bringen ist. Das war die falsche Fährte, von der Tenbrink gesprochen hat. 

Ein guter Hinweis.
Vielleicht ist Ellen krummen Geschäften mit dem Schulzenhof auf die Spur gekommen und wurde deshalb ermordet. Und der Galgenhügel ist als falsche Fährte ausgewählt worden.

Richtig! Genau zu dieser Annahme tendiere ich im Moment. Schulzenhof-Anne-Henk! Diese Konstellation halte ich für plausibel.
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Nabend.

So, ich will dann auch mal meine Rezension nachschieben:

Inhalt:
Martha ist Inhaberin und Betreiberin eines der schnuckeligsten Kinos in Köln. 'Das Lichtspielhaus' hat sie vom vorherigen Besitzer geerbt, zusammen mit allem was dazu gehört. Die nicht zu verachtende Summe zur Reparatur und Instandhaltung hat sie inzwischen entsprechend eingesetzt und auch wenn sie das Kino über alles liebt, wirkt es doch immer ein wenig grau.
Viele Filmposter aus vergangenen Zeiten und auch der gemütliche Kinosaal strahlen nicht mehr im Glanz alter Tage. Auch wenn sie es versuchte, es waren doch immer dieselben Menschen, die zu Besuch kamen. In erster Linie Kritiker und Presseleute, sobald sie wieder einen besonderen Film herausholte und ins Wochenprogramm gab.

In Marthas Liebesleben ist es beinahe ähnlich grau. Seit sie von ihrer großen Liebe Tom verletzt und verlassen wurde, hatte kein Mann mehr Platz in ihrem Herzen gefunden. Den Glauben an die große Liebe hat sie eh nicht und Happy Ends gibt es sowieso nur auf der Leinwand oder im Kitschroman.
Susanna, Marthas Freundin und einzige Angestellte, hingegen hat den Mann fürs Leben gefunden und ist auf dem besten Wege eine wundervolle Mama zu werden. Leider kann sie nun nicht mehr für Martha arbeiten und ganz alleine kann diese den Betrieb auch nicht stemmen. Nach einem nächtlichen Überfall ist sie zudem ängstlich, gerade in den Abendstunden allein im Kino zu sein. Was sie braucht ist ein Mitarbeiter mit Türsteherqualitäten.
Aus einer Laune heraus hängen die beiden einen Zettel im Café aus mit Telefonnummern. Als Martha zur Einsicht gelangt, dass man so keine qualifizierten Mitarbeiter finden kann, ist es allerdings zu spät.

Erik, unverbesserlicher Optimist und Nachwuchsdrehbuchschreiber, hat sich bereits die Nummer notiert. Bis zur Fertigstellung seines ersten Filmes ist es noch ein langer Weg und er braucht dringend einen Job für den Übergang. Was wäre da besser als eine Anstellung in einem Kino?
Erik wählt die Nummer und landet wenig später bei Martha. Er versucht sich Best möglichst zu verkaufen und nach einem kurzen Vorstellungsgespräch ist er auch schon eingestellt. Das hierbei auch seine Statur eine gewisse Rolle spielt lässt seine neue Chefin unter den Tisch fallen. Es ist ja nur für den Übergang, bis sich jemand geeigneteres finden lässt.
Dass bei Martha und Erik grundverschiedene Welten aufeinander prallen ist vor allem Susanna klar, aber sie glaubt das Eriks unerschütterliche gute Laune genau das ist was sowohl Martha als auch ihr Kino brauchen.

Nach nur wenigen Tagen ist Martha von Erik genervt und fragt sich, wie man so naiv durchs Leben gehen kann. Und doch fühlt sie sich in seiner Nähe sicher. Als sie bei einem gemeinsamen Einkauf der Vorräte geradewegs Marthas Ex Tom und seiner ziemlich schwangeren Neuen in die Arme laufen kommt Martha eine blöde Idee, die sie schon bald in Teufels Küche bringt. Aber ist es nicht genau das, was Martha braucht? Ein wenig mehr Leben in ihrem tristen Alltag? Dafür ist Erik in jedem Fall die richtige Person.
Aber auch Stefan, ihr Stammkritiker, versucht Martha für sich zu begeistern.

Ein Kino, zwei Männer und eine Frau - kann es hier ein Happy End geben?

Meinung:
Ich habe Marie Adams im letzten Jahr auf der lit.Love kennengelernt. Da ich bislang nicht dazu gekommen bin mir ein Buch von ihr vor die Nase zu halten, habe ich mich für die Leserunde angemeldet und war gespannt. Ich persönlich liebe ja Filme - sofern sie gut gemacht sind. Der Plot versprach spannend zu werden und das Cover animierte zum nächsten Kinobesuch doch mal eine Portion Popcorn zu kaufen.
Allerdings ist Martha alles andere als begeistert von Popcorn und das hat einen guten Grund. In ihrem Kino gibt es weder eine Popcornmaschine noch Popcornkino. Dafür sucht sie sich altbewährte Klassiker raus und lockt damit vor allem ältere Generationen ins Kino.
In meiner Stadt gibt es vor allem natürlich die großen Kinos mit Blockbuster-Programm, aber auch ein paar Nischenkinos. So laufe ich jedem Tag an einem vorbei und seit ich dieses Buch gelesen habe, schaue ich intensiver auf die Programmankündigung. Ob es dort auch kein Popcorn gibt? ;o)

Marie Adams beschreibt das Kino ziemlich gut und man meint beinahe den leicht staubigen Geruch in der Nase zu haben. Allerdings konnte mich die Autorin überhaupt nicht mit ihren Charakteren begeistern. Susanna ist eine glückliche junge Frau mit Träumen und ausgerechnet sie verlässt Martha, die in ihrer negativen Einstellung allem und jeden gegenüber einfach nur unsympathisch ist. Sie sucht beinahe ständig nach dem Haar in der Suppe und wenn sie keines findet, dann fügt sie es eben selbst ein. Obwohl Martha gerade 30 Jahre alte ist, macht sie den Anschein einer alten, verbitterten Frau die vom Leben gezeichnet ist.
Natürlich spielt hier auch ihre Vergangenheit mit Tom eine große Rolle, aber man könnte meinen, sie ist in der Zeit hängen geblieben.

Und dann ist da Erik. Ein Luftikus, Sonnenschein und beinahe übertriebener Optimist. Erik glaubt fest an die Liebe, an das Leben und an seinen Erfolg als Drehbuchautor. Seine gute Laune tut beinahe weh und fast konnte ich Martha verstehen, dass sie ihn als kindlich und naiv abstempelt. Aber mit der Zeit lernt man Erik besser kennen und fiebert mit, wie es bei ihm weitergeht. Das aus den beiden ein Paar wird ist so ausgeschlossen wie eine Hochzeit im Vatikan.
Die meisten Charaktere machen während der Geschichte eine gewisse Entwicklung durch - Martha nicht. Das nimmt leider sehr die Freude am Buch.

Da die Autorin während der Leserunde dabei war und bereits erwähnte, dass sie das erste Mal eine eher knifflige Hauptprotagonistin in einem Roman verwurstelt hat, werde ich mich an einem anderen Buch aus ihrer Feder versuchen. Eines weiß ich nach diesem Buch - ich brauch einen Hauptcharakter den ich leiden kann. Und wenn es nicht am Anfang ist, dann doch wenigstens nach dem ersten Drittel.

Die Rezension ist heute auf dem Blog online gegangen:
http://www.buchjunkies-blog.de/?action=review&reviewId=2216

Am Wochenende werde ich sie noch auf Lovelybooks, Amazon, Goodreads und im BücherTreff online bringen.

@Daniela
Und ein anderes Buch lese ich auf alle Fälle von dir noch und freue mich auf eine sympathische Heldin  :)

Ganz lieben Dank für die Leserunde  :bussi:
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Tom Finnek - Galgenhügel / Re: 05: Fünfter Teil
« Letzter Beitrag von odenwaldcollies am Gestern um 21:05:01 »
Ach Mist, Tenbrink und Bertram schaffen es nicht mehr, in der vorgegebenen Frist den Fall aufzuklären. Solche Opportunisten wie diesen Bremer kann ich ja leiden wie sonst was. Einzig Bertram hält zu Tenbrink, das reißt leider das Ruder aber auch nicht mehr rum. Ich kann verstehen, dass Tenbrink sauer ist, aber ich hoffe, er sieht doch noch, dass Bertram auf seiner Seite ist. Bisher sieht es aber so aus, dass Bertram Tenbrinks Aggressivität und Ablehnung glücklicherweise nicht persönlich nimmt.

Hach, jetzt hatte ich im letzten Abschnitt die Vermutung, dass Mulders evtl. Henk sein könnte, aber scheinbar hat Mulders eine Vergangenheit – und das zusammen mit Marlijn Grooten. Und Henk, Marlijn und Mulders kannten sich gut. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass Henk zwei Vergangenheiten hat, zumal der jüngere Mulders dem heutigen Mulders ähnlicher sieht als Henk.

Aber Tenbrink hat auch den Verdacht wie wir, dass es sich bei den beiden um ein und dieselbe Person handeln könnte. Christinas Reaktion nach ihrem Besuch bei Anne und dem Beinaheunfall mit Bertram hätte aber auch zu gut dazu gepasst. Außerdem hätte es auch sehr gut gepasst, dass Henk alias Mulders einen Kranz auf das Grab seiner Mutter legt. Andererseits ist auch nachvollziehbar, dass Anne einen Kranz ablegen lässt, nachdem ihr das halbe Dorf gehört.

Andererseits stimmt an der ganzen Geschichte immer noch irgendwas nicht: Bonnema hat nämlich recht, dass Marlijn Mulders einfach hätte ergoogeln können, das ist doch was, was man gleich als erstes macht. Stattdessen gibt sie eine Suchanzeige nach ihm auf? Oder wusste sie nichts davon, dass Mulders inzwischen so wohlhabend ist und hat es kategorisch ausgeschlossen, dass es sich dabei um „ihren“ Mulders handelt? Irgendwas passt hier noch nicht.
Zumal Grothues glaubhaft beteuert, dass sich Mulders, Henk und Marlijn gut kannten, was Mulders wiederum abgestritten hat.

Lachen musste ich bei Bonnemas Ausspruch, dass man vom Drogendealer zum Investmentbanker nicht die Seiten wechseln muss  ;D Da hat er nicht ganz unrecht  :D

Nun haben wir es schriftlich: Stein ist – wie befürchtet – tot. Und Bertram und Tenbrink ist direkt klar, dass es sich dabei um keinen Unfall handelt. Der bzw. die Mörder werden nachlässig, das lässt hoffen, dass die Ermittler ihnen dicht auf den Fersen sind.

Bertram konfrontiert Anne damit, dass sie Henk und Michael damals von dem geplanten Tütenrutschen erzählt hat! Und er scheint damit ins Schwarze getroffen zu haben. Nicht nur Henk war an der Silvesterparty das Ziel des Gespötts ihrer Schwestern, sondern auch Anne. Kein Wunder, dass sich Anne und Henk zusammengetan haben. Aber hat Anne nun auch mit dem Mord an ihrer Schwester Ellen zu tun? Ich tendiere schon dazu, dass sie wenigstens etwas darüber weiß. Und wenn Mulders Henk ist, kann ich mir nicht vorstellen, dass sie davon nie was bemerkt haben soll.

Dass Tenbrink sich in Steins Pensionszimmer einquartiert, war schlussendlich gar nicht so schlecht, immerhin findet sich im Fernseher eine weitere Kopie des Silvestervideos. Und auch Tenbrink scheint nun das Detail erkannt zu haben, welches auch Stein auf die Spur von Mulders geführt hat. Doch das Bartknibbeln? Es scheint beinahe so.

9
Es geht ja auch erst morgen los mit unserer Runde. Ganz entspannt. Ich hoffe, bis dahin haben alle ihre Bücher.

Ok 8)
10
Tom Finnek - Galgenhügel / Re: 04: Intermezzo und Vierter Teil
« Letzter Beitrag von odenwaldcollies am Gestern um 21:01:30 »
Ich bleib dabei...Mulders/Henk und Anne? Wenn meine Theorie stimmen sollte, verstehe ich aber nicht, warum sie dann beschließen, ihre Beziehung öffentlich zu machen? Vielleicht ist die Theorie doch falsch  ???

Das verwirrt mich auch an der Theorie - ich bin ja erst im vierten Abschnitt auf die Idee gekommen, ob Mulders und Henk die gleiche Person sind  ;D

An die Idee, dass Christina Boomkamp gegebenfalls mit Henk zusammen dessen Tod vorgetäuscht hat, habe ich auch kurz gedacht, den Gedanken dann aber wieder verworfen. Wenn ich jetzt aber drüber nachdenke, warum eigentlich nicht. Wenn Mulders doch einfach nur Mulders und Annes Freund ist, dann kann Henk ja trotzdem noch leben und von Christiane versteckt und gedeckt werden. Und dann hat Ellen vielleicht den totgeglaubten aber versteckt-lebenden Henk bei Christiane gesehen und wurde, damit das Geheimnis nicht verraten wird, von diesen beiden umgebracht. Fragt sich dann nur, was Christiane dann so geschockt hat, dass sie fast einen Unfall verursacht hatte. Da war sie ja völlig neben sich.

Boah, jetzt machst du mich wieder unsicher  :D Aber das ist so genial an dem Krimi, dass immer noch genügend Zweifel bleiben. Andererseits hatte ich bei Christiane, als sie erfährt, dass Henk womöglich noch lebt, das Gefühl, dass sie ehrlich sauer ist, sollte das der Fall sein.
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