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Idefix, ich habe Dir eine PM geschickt, weil ich noch auf Deine Rezi warte.  ???
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Tanja Kinkel - Grimms Morde / Re: 10/2017 Tanja Kinkel - Grimms Morde
« Letzter Beitrag von gagamaus am Heute um 09:34:16 »
Idefix und Musatecna, seid ihr noch dabei? Wir vermissen euch in der Runde?  :)

Paganina, du hast weder bestätigt noch bis jetzt etwas geschrieben. Bist du überhaupt in dieser Runde dabei?  ;)
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Wenn sie nur eine kleine Veränderung bemerkt hätte, ihr einfach etwas aufgefallen wäre, hätte das Pardona ja auch längst noch nicht enttarnt, aber Shaya als Figur, wäre glaubhafter rübergekommen, so, wie wir sie auch über einen langen Zeitraum hin kennengelernt haben.
Möglicherweise gab es ein solches Stirnrunzeln bei Shaya - aber die Perspektive ist in dieser Szene bei Beorn, und wie hätte Beorn das an Shaya bemerken können?
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Ich glaube dennoch, dass sie etwas hätte merken müssen. Wenn man sich so lange, so intensiv kennengelernt hat, dann merkt man das auch an Kleinigkeiten. Zumindest etwas Misstrauen hätte sich in Shaya regen müssen, auch wenn kaum Zeit war.
Das ist eine der Stellen, an denen ich glaube, dass man als Leser eine Figur für dumm hält, weil man selbst viel mehr weiß als diese Figur wissen kann.
Aus Shayas Sicht stellt sich die Lage so dar:
Sie hat mit Lenya im Tempel zu Thorwal gelebt. Sie weiß, wie Lenya "im Frieden" drauf ist. Auf der Reise gab es während eines halben Jahrs weniger als eine Handvoll Begegnungen, die letzte liegt Monate zurück.
Shaya weiß, wie sehr die Reise sie selbst verändert hat. Anfangs hat sie sogar abgelehnt, mitzurudern, und schon der Abschied aus ihrem Heimatland hat sie weinen lassen. Jetzt hat sie einen Goblin erschlagen und gegen weitere gekämpft, sich Menschenfressern gestellt und so weiter. Vor allem weiß sie, dass sie Dinge getan hat, die sie früher empörend gefunden hätte - insbesondere, weil sie die Neutralität infrage stellen, die sie Mutter Cunia versprochen hat.
In der Nacht ist sie im Höhlensystem, verfolgt von Wulfen. Ohm Follker geht beinahe drauf. Das Erz bebt, Lailath brennt durch. Shaya rennt hinterher, wird aber zunächst von Salarin und Lailath abgehängt.
Atemlos kommt sie bei den Ottajaskos an. Lailath liegt mit einem Pfeil im Bein am Boden, Lenya hält einen Bogen. Dass sie damit hervorragend umgehen kann, weiß Shaya noch aus Thorwal. Dass sie ihn benutzt hat, wird sie entsetzen.
Andererseits hat auch sie selbst Dinge getan, die sie vielleicht nicht hätte tun sollen - als neutrale Schiedsrichterin. Und streng genommen hat Lenya niemanden angegriffen, der zu einer Wettkampfpartei gehört - schließlich ist Lailath nicht Teil der Ottajasko.
Shaya hat auch nicht lange Zeit, darüber nachzudenken, es gilt, zu überlegen, wer den Punkt für diese Aufgabe bekommt. Die Stimmung ist gereizt, die Ottajaskos stehen sich bewaffnet gegenüber. Ein falsches Wort könnte zur Katastrophe führen. Ohnehin droht die Sache zu entgleisen - Zidaine hält Tylstyr den Dolch an die Kehle (gehen wir mal davon aus, dass so wenige wie möglich eingeweiht sind - also nur Zidaine, Tylstyr, Phileasson).
Und dann zieht Beorn ab - und nimmt seine Ottajasko inklusive Lenya mit. Soll Shaya sie zurückhalten? Vielleicht, aber Lenya macht keine Anstalten, auf sie zuzugehen (vielmehr wird Pardona alles tun, um sich von ihr fernzuhalten). Ein paar Sekunden, dann ist sie im Dunkel verschwunden. Und in Phileassons Ottajasko gibt es genug zu tun. Lailath ist verletzt, und keiner ist gut auf sie zu sprechen ... Da ist eine Schlichterin gefragt.

Ich glaube, man hätte die Szene anders schreiben müssen, um Shaya eine Chance zu geben, sich mit Lenya auseinanderzusetzen.

Danke für die Ausführungen, die einem nochmal vor Augen führen, WAS Shaya (und im Normalfall auch Lenya, wenn sie nicht Pardona wäre!) hinter sich gebracht hat. Das kann ich alles sehr gut nachvollziehen. An einer Stelle zuvor, wird erwähnt, wie sehr sich Shaya auf ein Wiedersehen mit ihrer "Schwester" freut. Diese Stelle ist es, die eine Erwartungshaltung beim Leser UND natürlich auch bei Shaya entstehen lässt. Dann treffen die Ottajaskos aufeinander und die Spannung bzgl. dieser Erwartung steigt extrem (so ging es mir zumindest). Diese Stelle wäre evtl. eine gute Gelegenheit gewesen, Shayas Misstrauen zu wecken...einfach irgendein Bauchgefühl, das sie überkommt, aufgrund einer ungewöhnlichen Mimik oder Gestik seitens Lenya (Pardona). Vielleicht nicht mal Misstrauen, es hätte einfach hereicht, wenn sie irgendetwas registriert hätte. Natürlich hätte Shaya sich das im Nachhinein immer noch zurechtlegen können mit der Begründung, die Reisestrapazen haben sowohl sie, als auch ihre "Schwester" verändert. Ich denke, junge Frauen, die einmal so zusammengelebt haben, wie Lenya und Shaya, beobachten einander sehr genau und bemerken kleinste Veränderungen /Unstimmigkeiten sehr schnell. Die Figur Shaya lebt von ihrer Intuition. Sie ist ein Gefühlsmensch, hat ein gutes Gespür für zwischenmenschliches Miteinander. Und vor diesem Hintergrund, ist mir das zu wenig gewesen in dieser Szene. Jeder anderen Figur hätte ich das ohne Weiteres zugestanden, nichts zu bemerken, nach diesen Turbolenzen. Aber Shaya traue ich da mehr zu und da fand ich es schade, dass ihr das in dem Moment nicht zugestanden wurde. Wenn sie nur eine kleine Veränderung bemerkt hätte, ihr einfach etwas aufgefallen wäre, hätte das Pardona ja auch längst noch nicht enttarnt, aber Shaya als Figur, wäre glaubhafter rübergekommen, so, wie wir sie auch über einen langen Zeitraum hin kennengelernt haben.
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Lilli Beck - Wie der Wind und das Meer / Re: #06 - Seite 407 bis zum Ende
« Letzter Beitrag von Gaby am Heute um 08:54:33 »
Emma begeht Selbstmord. Ich bin ja nie so recht warm mit ihr geworden, aber das ist natürlich sehr traurig. Dass der Tod ihres Sohnes sie so aus der Bahn geworfen hat, hat sicherlich auch damit zu tun, dass sie sich Selbstvorwürfe gemacht hat.
Mit Emma hat mich auch nichts verbunden. Doch dann kam der Tod ihres Sohnes und ich habe so sehr  mit ihr gelitten. Ich denke, es gibt für eine Mutter nichts Schlimmeres als ihr Kind zugrabe tragen zu müssen. Ich habe das bei meiner Tante erlebt. Mein Cousin ist bei einem Unfall mit 23 Jahren ums Leben gekommen und meine Tante ging, genau wie Emma, daran zugrunde.

Was mich tatsächlich fast etwas gestört hat, waren in diesem dramatischen Abschnitt die historischen Fakten. Also die Fernsehserie über einen Ölbaron oder die Handy-Sache oder anderes.
Genau das hat mir hier sehr gut gefallen, weil es einfach Sachen waren, die ich von damals auch noch kenne. Dadurch bin ich, wie ich finde, noch tiefer in die Geschichte eingetaucht.
Aber so unterschiedlich sind die Ansichten, wie man liest.
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Lilli Beck - Wie der Wind und das Meer / Re: Allgemeine Fragen an Lilli Beck
« Letzter Beitrag von Gaby am Heute um 08:46:00 »
Liebe Lilli,

ich hatte gestern nochmal Post von Deinem Verlag. Vielen herzlichen Dank für die kleine Dose mit den Pfefferminzbonbons. Die werde ich anschließend als Pillendose verwenden. Da habe ich mich sehr drüber gefreut.

Viele herzliche Grüße          Gaby         :lesen:
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Und den Spruch von Zidaine hatte ich mir angestrichen:" Sieh hin, was  deine Tochter tut. >Vater< ist der Name, bei dem alle Kinder dieser Welt ihren höchsten Gott rufen." Das klingt sehr wahr und in diesem Zusammenhang sehr bitter, denn die Tochter wollte ihren Vater nicht enttäuschen.
Hierüber haben wir mit der Rollenspielredaktion diskutiert. Dort fand man diese Aussage eher unglücklich, weil sie recht Nahe am Konzept "Gott Vater" aus dem Christentum ist, das es in Aventurien natürlich nicht gibt. Eigentlich ist es aber eine Hommage an den Film "The Crow", dem ich auch mein altes Pseudonym Craw verdanke. Dort gibt es diesen Spruch mit "Mutter" statt "Vater". "Vater" passt hier aber, weil sowohl Fianna im Nordwärts-Prolog als auch Fiana in dieser Szene ihren Vater als Hauptbezugsperson haben.

Für mich ist der Name Gottes hier nicht religiös, sondern als Metapher. Sehen wir Kinder nicht wirklich(zumindest eine sehr lange Zeit) den größten Helden in unserem Vater? Ich zumindest weiß, dass die größte Strafe in  meiner Kindheit war, wenn mein Vater von mir enttäuscht war. Zidaine geht es hier doch auch nicht um ein religiöses Symbol, sondern um zu zeigen, dass der Vater auch bei diesem Mädchen der Mittelpunkt ihres bisherigen Lebens ist und sie alles macht, um ihm zu gefallen und ihn nicht zu enttäuschen und dass sie an ihn glaubt, an seine Weisheit und Gerechtigkeit.
Ich weiß es nicht, aber so wie ich ihn bisher kennengelernt habe, wird er versuchen Zidaines  Hass zu beseitigen und weitere Morde verhindern.
Die Justiz verfolgt grundsätzlich mehrere Ziele.
Eines ist der Schutz der Bürger. Das wäre erreicht, wenn Zidaine einfach ihre Mordserie einstellen würde.....
Ein zweites ist Wiedergutmachung. Sie hat Schreckliches erlitten, aber ermordet wurde sie nicht. Steht den Familien ihrer Opfer daher einer Wiedergutmachung zu, eine Art Blutgeld?
Sie hätten sie aber irgendwann umgebracht. Für mich war es ein qualvoller Weg zum Tod. Schließlich durfte niemand wissen, dass sie das Mädchen noch am Leben gelassen haben. Für mich waren es eindeutig Mörder und nicht "nur" Vergewaltiger. Und wie ist es mit ihrer Familie? Schließlich haben die Familien dieser Jungmänner ihren Vater und die ganze Mannschaft ermordet. Steht denen dann noch was zu?
In diesem besonderen Umfeld finde ich hat lediglich der letzte Punkt noch was. Da ist die Frage, wie weit Praioslob bereit ist, eine Wunde zuzulassen. Deshalb habe ich auch geschrieben, dass er damit sicher ein lebenslanges Problem hätte. Vielleicht aber findet er auch eine Sühne, die seinen Gott zufriedenstellt?
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Bernhard Hennen, Robert Corvus - Silberflamme / Aufgaben für jedermann
« Letzter Beitrag von Krassling am Gestern um 21:58:01 »
Zitat von: Murkxsi am 05. Oktober 2017, 20:07:13
Hat das eigentlich jemand verfolgt, wieviele Rätsel es noch zu lösen gibt oder aufgeschrieben?
Das ist recht einfach. Zwölf Aufgaben in zwölf Bänden. Spannender ist da eher die vermutete Punktzahl.
Das sind die Aufgaben der Wettfahrt. Möglicherweise bezieht sich die Frage aber auf offene Punkte aus der Handlung, also fragen wie: "Welchen Pakt hat Zidaine geschlossen?" oder "Welche Absicht verfolgt Cellyana mit dem Buch, das sie Tylstyr mitgegeben hat?" oder "Wie hat Vascal den Finger verloren?" - Das wären dann schon ein paar mehr als zwölf "Rätsel" ...  ;)
Wie wäre es denn, wenn wir so eine Liste mit offenen Rätseln hätten? Das wäre doch vielleicht auch etwas, was man gut mit in den nächsten Band nehmen könnte. Hätte jemand noch Interesse an eine Sammlung der offenen Fäden?
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Immerhin ist jetzt tatsächlich geklärt, dass Lailath zu seinem Stamm gehört.
"Stamm" ist da etwas zu eng, glaube ich ...  ;)
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Und den Spruch von Zidaine hatte ich mir angestrichen:" Sieh hin, was  deine Tochter tut. >Vater< ist der Name, bei dem alle Kinder dieser Welt ihren höchsten Gott rufen." Das klingt sehr wahr und in diesem Zusammenhang sehr bitter, denn die Tochter wollte ihren Vater nicht enttäuschen.
Hierüber haben wir mit der Rollenspielredaktion diskutiert. Dort fand man diese Aussage eher unglücklich, weil sie recht Nahe am Konzept "Gott Vater" aus dem Christentum ist, das es in Aventurien natürlich nicht gibt. Eigentlich ist es aber eine Hommage an den Film "The Crow", dem ich auch mein altes Pseudonym Craw verdanke. Dort gibt es diesen Spruch mit "Mutter" statt "Vater". "Vater" passt hier aber, weil sowohl Fianna im Nordwärts-Prolog als auch Fiana in dieser Szene ihren Vater als Hauptbezugsperson haben.

Ich weiß es nicht, aber so wie ich ihn bisher kennengelernt habe, wird er versuchen Zidaines  Hass zu beseitigen und weitere Morde verhindern.
Die Justiz verfolgt grundsätzlich mehrere Ziele.
Eines ist der Schutz der Bürger. Das wäre erreicht, wenn Zidaine einfach ihre Mordserie einstellen würde.
Ein zweites ist Wiedergutmachung. Sie hat Schreckliches erlitten, aber ermordet wurde sie nicht. Steht den Familien ihrer Opfer daher einer Wiedergutmachung zu, eine Art Blutgeld?
Ein drittes ist Rechtsfrieden. Nach einem Urteil muss die Gesellschaft der Meinung sein, die Gerechtigkeit sei wiederhergestellt worden. Wäre das der Fall, wenn die Morde ungesühnt blieben?
Ein vierter ist Abschreckung. Gibt es keine Strafe, ermuntert das andere, ähnliche Taten zu begehen.
Für Praioslob wird noch ein fünfter Aspekt wesentlich sein, den man im klerikalen Recht kennt. Eine Sünde (und ein Gesetzesbruch ist in Praios' Augen beinahe immer eine Sünde) ist eine spirituelle Wunde, die durch einen Bußakt geheilt werden muss. Eine Art kosmische Gerechtigkeit, die das Weltgleichgewicht wiederherstellt. Eine Beleidigung der Gottheit, die nur nach einer glaubhaften Wiedergutmachung vergeben wird. Wenn jemand mit einer Mordserie ungestraft durchkommt - kann das Praios' Wille sein?

Eine Stadt, die teilweise noch in Trümmern liegt, aber sich auch langsam wieder davon erholt und Schritt für Schritt neu aufgebaut wird.
Das Bild, das ich vor Augen hatte, war Köln nach dem zweiten Weltkrieg: 95% der Gebäude waren unbewohnbar. Im Unterschied zu Ysilia hatte man in Köln aber Baumaschinen, um den Schaden zu beheben ... Ysilia wird nie wieder so sein wie zuvor. Den Großteil des Stadtgebiets hat man aufgegeben (alles jenseits der inneren Stadtmauer).

Ich finde diese Warunker Hütten echt toll. Man hat eine Zuflucht für kurze Zeit und dafür muss man nur für den nächsten alle Vorräte wieder auffüllen oder Reparaturarbeiten oder ähnliches ausführen. Eine  tolle Sache.  :klatschen: :daumen:
Auf einsamen Strecken gibt es die wirklich, zum Beispiel in Sibirien.
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