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Tom Finnek - Galgenhügel / Re: 02: Zweiter Teil
« Letzter Beitrag von odenwaldcollies am Heute um 10:29:59 »
Das gefällt mir! Und ich freue mich sehr, dass der Krimi zum Miträtseln einlädt. Der Roman lebt ja nicht (noch nicht?) in erster Linie von Action und Dramatik. Tatsächlich habe ich versucht, die Geschichte wie ein Puzzle aufzubauen. Das braucht zwar etwas Zeit und ist vielleicht nichts für Ungeduldige, aber wer mit Tenbrink ermittelt, der befindet sich nicht in "Die Hard" oder "Speed". Aber das kann sich noch ändern ;)

Ich finde den Krimi sehr gelungen, was das Rätselraten angeht - und ich habe noch keinen Plan, wohin die Reise gehen wird  ;D  So muss das sein.
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Tom Finnek - Galgenhügel / Re: 03: Dritter Teil
« Letzter Beitrag von odenwaldcollies am Heute um 10:28:56 »
Hilfe, ich habe keinen Plan: im Moment spricht viel dafür, dass Ellen doch Selbstmord begangen haben könnte, nachdem sie erfahren hat, dass sie ihr Verhalten Henk gegenüber schlussendlich zum Tod ihrer Schwester geführt hat.
Für Tenbrink und Bertram drängt allmählich die Zeit, irgendetwas Handfestes zu finden, das Tenbrinks Mordvermutung unterstreicht. Ich hoffe, Tenbrinks Gefühl betrügt ihn nicht, für Außenstehende muss sein Festhalten an der Mordtheorie schon etwas ziemlich Störrisches haben. Und natürlich hoffe ich, dass Tenbrink auch deswegen etwas findet, weil ich auch noch glaube, dass es sich um Mord handelt, auch wenn gerade viel dagegen spricht  ;D

Ein paar Fragen werden geklärt, aber dafür taucht ein dickes Fragezeichen auf, nämlich Henk! Klar, er wurde von den Zwillingen vor aller Augen lächerlich gemacht, weil er Ellen seine Liebe zu ihr gestanden hat. Daraufhin hat er mit Michael zusammen die Scherben auf dem Galgenhügel platziert. Und wie schon von uns angedacht, war tatsächlich nicht Eva das Ziel dieser Aktion, sondern eigentlich Ellen.

Aber wieso wandelt sich einer wie Henk, der durch sein für Ahlbeck extravagantes Äußeres auffällt, der Drogen nimmt und dealt, plötzlich um 180° und wird ausgerechnet zu einem Banker? Wie kam es zu diesem Sinneswandel? Angenommen, er war selbst so geschockt über das, was er mit den Scherben angerichtet hat, könnte es schon passieren, dass er in sich geht und sich ändern will, aber dann wird man doch eher nicht Banker in Anzug und Krawatte. Nein, irgendwas oder irgendwer steckt da noch dahinter.

Und dann sein ominöser Tod. Ich bin ja immer skeptisch bei Toten, deren Leiche nie gefunden wurde. Wer weiß, ob er seinen Tod nicht nur vorgetäuscht hat, um der Verhaftung zu entgehen, der Zeitpunkt wäre günstig gewählt gewesen.

Aber was hat das dann alles mit Ellens Tod zu tun? Hat sie zufällig herausgefunden, dass Henk noch lebt und wollte ihn auffliegen lassen? Hat diese niederländische Hausbesetzerin dann irgendwas damit zu tun, ist Henk bei ihr untergekommen oder ist das nochmal eine ganz andere Spur? Schade, dass die Frau so schnell aufgelegt hat, mich hätte es schon interessiert, wie sie hier reinpasst. Also, die ganze Sache mit diesem Henk ist mehr als ominös.

Dann zu dem Video: das war ja echt ein glücklicher Zufall, dass Tenbrink in Grothues Laden gegangen ist und dieser direkt auf das Video zu sprechen kam. Aber was kann man jetzt auf dem Video sehen, was uns weiterhilft? Ein heftiger Streit zwischen Michael und Ellen – ging es dabei nur um die Erniedrigung von Henk?

Das Gespräch mit Schultewolter war auch aufschlussreich: uns kam ja im letzten Abschnitt die von Max beschriebene Szene zwischen ihm und Ellen und dem verstauchten Knöchel ja schon etwas seltsam vor, und so wie es Schultewolter erzählt, sieht das alles nochmal ganz anders aus. Allerdings weiß man nicht, ob und wieviel er womöglich übertrieben hat.
Ich habe zwar immer noch keine Ahnung, welches Motiv Max haben könnte, seine Schwägerin umzubringen, aber er wüsste, auf was er achten muss, damit ihr Tod nicht wie Mord aussieht.

Der Schultewolter ist ein richtiges Urgestein und bei seinem Gespräch mit Tenbrink musste ich grinsen, vor allem bei folgendem Satz: „Du bist Heinrich. Ich bin Heini, und wir trinken ein Bier bei Mia“, sagte Schultewolter. „Das ist ganz was anderes. Mit der Polizei hat das nichts zu tun.“
So einfach ist das  :D

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Horst Eckert - Der Preis des Todes



Start der Leserunde: 02.03.2018

Vielen Dank für die Bereitstellung von Freiexemplaren (eBooks möglich/nur epub) an den Wunderlich Verlag

Bewerbung für ein Freiexemplar (hier im Thread) bis 16.02.2018

Achtung: Verbindliche Anmeldungen! Wir erwarten auch im Falle des Nichtgewinns die Teilnahme an der Leserunde.

Weitere Informationen zur Vergabe von Büchern



Kurzbeschreibung:

Ein Politiker am Rand des Abgrunds.
Eine Fernsehjournalistin auf der Suche nach der Wahrheit.
Ein todkranker Kommissar, der nur für seinen letzten Fall lebt.

Als Christian Wagner erhängt in seiner Berliner Wohnung aufgefunden wird, glaubt Sarah Wolf nicht an Selbstmord. Die Moderatorin einer politischen TV-Talkshow hatte seit ein paar Wochen eine Beziehung mit dem Bundestagsabgeordneten, der gerade von einem Boulevardblatt als Lobbyist des Krankenhausbetreibers Samax AG hingestellt wurde - eine Katastrophe für Christians Karriere, aber ein Grund für einen Suizid? In seinen Unterlagen stößt sie auf einen Bericht über ein Flüchtlingslager in Kenia. Und muss sich fragen, wie gut sie den Mann kannte, den sie zu lieben glaubte.

Unterdessen wird an einem See bei Düsseldorf eine Frauenleiche entdeckt. Kommissar Paul Sellin findet heraus, dass Johanna Kling kurz vor ihrem Tod mit Christian Wagner in Kontakt stand. Was hatte die 28-jährige Menschenrechtsaktivistin mit dem Politiker aus Berlin zu schaffen? Sellin muss den Mord aufklären, koste es, was es wolle. Denn er ist schwer krank, und dieser Fall könnte sein letzter sein…



Teilnehmer (bitte gebt an, ob ihr euch für ein Freiexemplar bewerbt):
Horst Eckert, Autorin
dubh (mit FE-Bewerbung)
odenwaldcollies (mit FE-Bewerbung)


Moderation:
dubh


Liebe Grüße
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Näher sind wir in die verschiedenen Familiengeschichten noch nicht vorgedrungen, aber es gab ein Wiedersehen zwischen Ginny und HP. HP geht dabei in die Vollen und macht Ginny einen Heiratsantrag. Huch, damit hatte ich jetzt noch gar nicht gerechnet, aber klar bei der Entfernung hat man wohl nicht so viel Zeit zu verlieren.

In dieser Zeit heiratete man früher, als heute. Gerade in Deutschland war es ja unmöglich, mit dem geliebten Menschen allein zu sein, ohne zumindest verlobt zu sein. Es war unmöglich, sich ein Hotelzimmer zu nehmen, ja, selbst Campingplätze vermieteten nur an Ehepaare, zusammen in den Urlaub zu reisen, ging gar nicht. In den 1960ern gab es noch den Begriff "Kuppelei", der bedeutete, dass sich jemand sogar strafbar machte, wenn er es ermöglichte, dass Minderjährige miteinander Sex hatten.
Aus diesem Gründen heiratete meine Schwester 1968 - mit gerade mal 19 Jahren, womit sie noch minderjährig war (damals war man erst mit 21 volljährig) und die Genehmigung unserer Mutter brauchte. Nachdem die Verlobung bekannt geworden war und dann auch recht schnell darauf die Hochzeit, begannen die Nachbarn zu tuscheln und starrten verstohlen auf den Bauch meiner Schwester. Alle meinten, sie "müsse" heiraten.
Tja, ihr erstes Kind wurde dann genau 13 Monate nach der Hochzeit geboren ;-). Da waren die Nachbarn dann "zufrieden".
Meine Schwester durfte aber nicht einmal die Nacht nach der standesamtlichen Trauung bei ihrem Ehemann verbringen, sondern musste schön brav wieder nach Hause kommen und dort schlafen. Am nächsten Tag war dann die kirchliche Hochzeit - erst jetzt durfte sie in die Wohnung ihres Mannes ziehen.
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Als der damalige Saxophonist Clarence Clements auf der Bühne stürzte und sich ein Bein brach, bin ich auf Empfehlung als Saxophonistin für den Rest der Tour eingesprungen und tausend Tode gestorben. Das war so aufregend, dass ich vor jedem Auftritt über der Schüssel gehangen habe. Ein Wunder, dass ich damals keinen Herzinfarkt bekommen habe. Früher hätte ich gesagt "ich war jung und brauchte das Geld", doch heute würde ich das nicht mehr machen. Es war eine aufregende Erfahrung und da lernt man die Band auch persönlich kennen. Danach bin ich noch 3x mit RS auf Tour gewesen, allerdings dann nur als Betreuung.

Also, ich bin ziemlich baff und schwer beeindruckt! Erzähle uns bitte noch viel mehr, das ist so interessant! Auch wenn wir uns durch die Leserunden ja schon ein wenig kennen - das habe ich nicht gewusst.
In den 1990ern war ich mit einem, heute noch, bekannten Weltstar befreundet. Befreundet heißt, dass wir uns vor seinen Konzerten trafen, ich beim Aufbau und Soundcheck dabei war, dann nach den Konzerten gingen wir essen oder saßen in den Hotelbars zusammen. Aber keine Sorge: Es gab keine wilden Partys oder so ;-). Damals stellte ich fest, dass auch große Künstler ganz normale Menschen sind, wie Du und ich, und ich sah ihn gar nicht mehr als Star an, sondern als einen Kumpel, mit dem man Pferde stellen kann. Leider verlief sich der Kontakt dann langsam, er ist auch schon deutlich älter und geht nach den Konzerten in der Regel nun gleich ins Bett ;-).

Bevor ich meinen Mann traf und ihn später heiratete, war ich mit einem Musiker zusammen, der in einer sehr berühmten Band gespielt hat. Wir waren viele Jahre ein Paar und selbst nach unserer Trennung war er bis zu seinem Tod meine engster und bester Freund, den sogar mein Mann sehr schätzte und mochte. Durch ihn habe ich auch viele andere Künstler und Bands kennengelernt, ebenso durch meine Tätigkeit bei einem Veranstalter. Selbst heute noch fehlt er mir sehr, mit seinen Bandkollegen verbindet mich immer noch eine tiefe Freundschaft, wir treffen uns immer, wenn sie in der Nähe sind und verleben eine gute Zeit, sie kommen zu uns zum Abendessen. Bei uns im Haus leben so einige Musiker, die im Orchester spielen oder als Solokünstler unterwegs sind, so sind sie nicht sehr überrascht, wenn sie ein bekanntes Gesicht sehen. Ich habe sie nie als besondere Menschen gesehen, habe es sogar als junge Frau eher als unangenehm empfunden, dass die Menschen ihnen so anhänglich hinterher gelaufen sind, denn ich habe diese Menschen immer als Privatpersonen gesehen, die ihrer "Arbeit" bzw. Passion gefrönt haben. Vielleicht war das auch einer der Gründe, dass ich mein Privatleben immer sehr unter Verschluss gehalten habe und nur die engsten Personen in meinem Umfeld davon wussten. Ich bin noch heute sehr froh, dass ich so viele verschiedene begabte Charaktere kennenlernen durfte, die mein Leben bereichert und meinen Blick auf die Welt geöffnet haben.
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Die Sprache ist Gottseidank nicht sentimental und das Verhalten der Menschen in den 60er Jahren und diese Jahre selbst werden nach meinem Empfinden glaubhaft beschrieben.


Einen ganz herzliche Dank für diese Worte! Auch wenn es in meinen Romane irgendwie auch immer im Liebe geht, versuche ich, eben nicht so sentimental zu schreiben und eine gründliche Recherche der zeitlichen Hintergründe ist mir sehr, sehr wichtig! Für mich besteht kein Unterschied, ob ein Roman im Mittelalter oder in der jüngsten Vergangenheit spielt, wobei zweiteres natürlich wesentlich einfacher zum recherchieren ist :-)
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Tom Finnek - Galgenhügel / Re: 02: Zweiter Teil
« Letzter Beitrag von Moorteufel am Heute um 09:35:59 »
Nachdem ich keine wirklichen Anhaltspunkte finde, verdächtige ich im Prinzip alle... und wittere hinter allem und jedem irgendeine Bedeutung! 2 solche Krimis und ich leide unter Verfolgungswahn :D
 :winken:
Das gefällt mir! Und ich freue mich sehr, dass der Krimi zum Miträtseln einlädt. Der Roman lebt ja nicht (noch nicht?) in erster Linie von Action und Dramatik. Tatsächlich habe ich versucht, die Geschichte wie ein Puzzle aufzubauen. Das braucht zwar etwas Zeit und ist vielleicht nichts für Ungeduldige, aber wer mit Tenbrink ermittelt, der befindet sich nicht in "Die Hard" oder "Speed". Aber das kann sich noch ändern ;)
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Es ist für mich sehr interessant zu erfahren, dass Ihr über den Namen Hans-Peter stolpert. Wir Autoren wählen die Namen danach aus, ob er zum Charakter passt, wobei das natürlich Jeder anders interpretiert, zusätzlich (wie ich bereits schrieb) lege ich Wert darauf, Namen zu wählen, die damals auch geläufig waren. Hätte ich HP z.B. Marco, Manuel oder gar Kevin genannt, würde das einfach nicht in die Zeit passen.
Zusätzlich achte ich noch darauf, dass meine Protagonisten immer andere, neue Namen erhalten. Nach inzwischen 36 veröffentlichten Romanen und drei, die für das nächste Jahr "in den Startlöchern" stehen, ist es manchmal gar nicht so einfach, Namen zu finden, die ich noch nicht "verarbeitet" habe. Ich führe eine Excel-Liste, in der alle Namen, deren Bedeutung und Charaktere und die Bücher aufgeführt sind. Inzwischen ist diese Liste auf genau 1409 Namen angewachsen!
Gut, es kommt vor, dass ich - gerade bei britischen Figuren - auch mehrmals die Namen Emma, Mary oder John verwende, dann aber nur bei Nebenfiguren.
Übrigens: In meiner früheren Schulklasse gab es gleich drei Jungen mit dem Namen Hans-Peter (einer wurde auch immer Hansi genannt - mein erster Hamster hieß auch so ;-), und auch heute kenne ich noch zwei ältere Herren mit diesem Namen.
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Ein wenig biographisch also. :) Den Ausdruck "im Krieg geblieben" habe ich so auch noch nie gelesen, aber ich finde ihn sehr passend, weil er so viel ausdrückt, was ungesagt bleibt.   :D

Ich glaube, heute sprechen auch nur noch die Leute, die das damals noch miterlebt haben, so. Ich selbst bin mit diesem Ausdruck aufgewachsen, ebenfalls meine Freunde und Bekannte, in deren Familien Männer durch den Krieg verloren haben. Gerade, wenn der getötete Mensch nicht in die Heimat überführt werden konnte, ja, wenn die Familien gar nicht genau wussten, wann und wo genau er gestorben ist, passt der Ausdruck perfekt.
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Ach ja, noch ein Nachtrag zu Ginnys Vater: Er will die Zeitung verklagen, weil er seine Fotos abgelichtet hat. Damit ist für persönlich klar, dass es (wenn überhaupt) nicht nur um die Folter mit Lichtblitzen ging, sondern er sich versteckt halten will. Warum und vor wem auch immer...

Ihr werdet verstehen, dass ich zu diesem Thema an dieser Stelle nichts äußern werde ;-)
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